Hallo Jan!
Klingt nach einem großen Aufwand.
Wenn du auf alte Front umbauen willst brauchs du aber Kotflügel der 2. Front, also '63-67, nichts älteres. Die Version die schon die sichelförmigen Lufteinlässe unter den Scheinwerfern hat, mit den Pappschläuchen für die Lüftung.
Die früheren (noch mit den roten Nupsis auf der Kotflügelkante über den Scheinwerfern) haben u. a. auch eine andere Luftführung mittels Innenkotflügel.
Ob es beim Übergang auf Kurzhuber '66 noch mal Änderungen gab weiß ich nicht 100%, vermute aber nein...
Stoßstange/Schürze/Reserveradblech etc. sind auch anders als ab MJ'68.
Viel Erfolg!
Viele Grüße,
Michael
Bin neu hier mit ID 19 (in Restauration)
Re: Bin neu hier mit ID 19 (in Restauration)
Danke Michael!
Ja die Unterschiede der Serien sind mir bekannt. Und die Teile der 2. Front habe ich bereits vor einem Jahr im Elsass als Ensemble mit passender Motorhaube und Stoßstange aus einer Scheune ergattern können, wo sie seit mehreren Dekaden lagen. Sie stammen vermutlich von 1963/64. Jedenfalls sind an der Hinterkante der Haube entsprechende Aussparungen für gegenläufige Scheibenwischer. Und natürlich die sichelförmigen Lufteinlässe unter den Scheinwerfern.
Die Kotflügel wurden sogar schon mal mit Zinn repariert. Leider ist dann noch Rost dazu gekommen, von daher vermute ich, dass die Teile vielleicht noch bis in die 70er, oder 80er Jahre verbaut waren.
Da ich aber soviel originale Substanz wie möglich erhalten möchte, habe ich jetzt einiges an anspruchsvollen Blecharbeiten vor mir!
Meine Devise ist in erster Linie Reparieren vor Austauschen und "back to the roots".
Was sich auch in Bezug auf das Design beim D-Modell wiederspiegelt. So gefällt mir das Rundauge der 2. Serie eben besser, da es näher am Ursprünglichen Entwurf liegt, aber trotzdem avantgardistisch wirkt.
Und neben dem ersten DS-Armaturenbrett ist für mich das erste der ID eben das schönste.
Aber das kommt erst nächstes Jahr...
Ja die Unterschiede der Serien sind mir bekannt. Und die Teile der 2. Front habe ich bereits vor einem Jahr im Elsass als Ensemble mit passender Motorhaube und Stoßstange aus einer Scheune ergattern können, wo sie seit mehreren Dekaden lagen. Sie stammen vermutlich von 1963/64. Jedenfalls sind an der Hinterkante der Haube entsprechende Aussparungen für gegenläufige Scheibenwischer. Und natürlich die sichelförmigen Lufteinlässe unter den Scheinwerfern.
Die Kotflügel wurden sogar schon mal mit Zinn repariert. Leider ist dann noch Rost dazu gekommen, von daher vermute ich, dass die Teile vielleicht noch bis in die 70er, oder 80er Jahre verbaut waren.
Da ich aber soviel originale Substanz wie möglich erhalten möchte, habe ich jetzt einiges an anspruchsvollen Blecharbeiten vor mir!
Meine Devise ist in erster Linie Reparieren vor Austauschen und "back to the roots".
Was sich auch in Bezug auf das Design beim D-Modell wiederspiegelt. So gefällt mir das Rundauge der 2. Serie eben besser, da es näher am Ursprünglichen Entwurf liegt, aber trotzdem avantgardistisch wirkt.
Und neben dem ersten DS-Armaturenbrett ist für mich das erste der ID eben das schönste.
Aber das kommt erst nächstes Jahr...
Jan mit ID 19 B von 02/1970 (in Restauration / Umbau auf zweite Front u. erstes ID-Armaturenbrett)
Re: Bin neu hier mit ID 19 (in Restauration)
Moin an alle IDS - Fans!
Jetzt bin ich gerade so richtig tief im Thema Blechbearbeitung und wollte den Interessierten noch etwas Bildmaterial von meinem Projekt darbieten (siehe weiter oben):
Fangen wir mit der Ausgangsbasis im Dezember 2023 an:
Madame ist nach ca. 2 Jahren Standzeit auf eigener Achse zu mir gekommen (war noch angemeldet, aber hatte keinen TÜV mehr):
(Fotos folgen)
Jetzt bin ich gerade so richtig tief im Thema Blechbearbeitung und wollte den Interessierten noch etwas Bildmaterial von meinem Projekt darbieten (siehe weiter oben):
Fangen wir mit der Ausgangsbasis im Dezember 2023 an:
Madame ist nach ca. 2 Jahren Standzeit auf eigener Achse zu mir gekommen (war noch angemeldet, aber hatte keinen TÜV mehr):
(Fotos folgen)
Jan mit ID 19 B von 02/1970 (in Restauration / Umbau auf zweite Front u. erstes ID-Armaturenbrett)
Re: Bin neu hier mit ID 19 (in Restauration)
Jetzt die Fotos:
Das war ein kleiner Teil der ersten Bestandsaufnahme. Und wäre ich dann systematisch vorgegangen, hätte ich gleich alles zerlegt. So ging es aber Stück für Stück von einer kleinen Baustelle zur nächsten.
Zunächst wurden also alle Karosserieteile demontiert und irgendwo in der großen Doppelgarage deponiert, dann ging es ans rostige Blech im Untergeschoß.
Wie das ablief zeige ich euch in einer weiteren Folge...
Bis dahin, bonne route!
Das war ein kleiner Teil der ersten Bestandsaufnahme. Und wäre ich dann systematisch vorgegangen, hätte ich gleich alles zerlegt. So ging es aber Stück für Stück von einer kleinen Baustelle zur nächsten.
Zunächst wurden also alle Karosserieteile demontiert und irgendwo in der großen Doppelgarage deponiert, dann ging es ans rostige Blech im Untergeschoß.
Wie das ablief zeige ich euch in einer weiteren Folge...
Bis dahin, bonne route!
Jan mit ID 19 B von 02/1970 (in Restauration / Umbau auf zweite Front u. erstes ID-Armaturenbrett)
Re: Bin neu hier mit ID 19 (in Restauration)
Moin!
hier ein kleiner Ausschnitt der Reparatur meiner ID 19 von 1970, die im Mai 2024 begann und momentan noch andauert (Juli 2026):
Doch der Reihe nach:
Das Abenteuer begann also mit der Demontage der Karosserieteile und Sitze, um an das Chassis zu gelangen.
Die Teppiche fehlten bereits und der Tank war demontiert um das Ausmaß der Rostschäden zu begutachten.
Ich habe sodann die faulen Stellen dort beginnend entfernt:
Tankbereich und Fußraum hinten von innen:
(von unten) Schweller / Längsträger bereits geöffnet, Unterboden (Bereich hinterer Fußraum, Tankraum) war bis auf die Kanten seitlich noch intakt, hinterer Querträger ebenso, jedoch an der tiefsten Stelle des Kofferaumbodens (unter der Abdeckung für den Stabi) war wieder der Gammel:
Die unteren Teile der Querbleche / Stege im Schweller (Bereich B-Säule) wurden nachgebaut (die rot-braun wirkende Oberfläche der Bleche ist übrigens die originale rosa "Rostschutzfarbe"):
Der Unterboden gleicht einem Flickenteppich, das Ergebnis von originalem Bodenblech, freigelegten Bereichen und Fugen und angesetzten neuen Blechteilen:
1. Teilbereich (Längsträger unter Tür hinten links) ist weitestgehend wieder hergestellt und dem Original entsprechend nachgebaut (ja, das fast quadratische Verstärkungsblech zum Aufbocken ist um 90° verdreht aufgeschweißt):
Neues Blech im Längsträger (hier fehlt noch der Außenschweller, das ist der Teil den man gewöhnlich sieht, sobald eine Tür geöffnet wird). Ist klar, dass das ist nicht besonders schön aussieht, aber es ist wieder solide, neu und der Rost ist vor allem weg!
Spätestens jetzt ist aber klar: das ist keine Restaurierung, das ist nur eine (aufwändige) Reparatur!
Der instandgesetzte Boden / Längsträger im Tank- und Fußraumbereich innen:
Auf der Beifahrerseite bestand ebenfalls Handlungsbedarf!
Hier wurden bereits schon mal Bleche reingebraten...:
...und dieses Detail hat mich dazu bewogen, den kompletten alten Pfusch zu entfernen und das neu zu bauen, da von innen hier auch noch mal ein zusätzliches Blech in die Ecke gebrutzelt wurde, somit ein weiterer potenzieller Rostherd geschaffen wurde: So! Das war es für's erste.
Viele Grüße
Jan
hier ein kleiner Ausschnitt der Reparatur meiner ID 19 von 1970, die im Mai 2024 begann und momentan noch andauert (Juli 2026):
Doch der Reihe nach:
Das Abenteuer begann also mit der Demontage der Karosserieteile und Sitze, um an das Chassis zu gelangen.
Die Teppiche fehlten bereits und der Tank war demontiert um das Ausmaß der Rostschäden zu begutachten.
Ich habe sodann die faulen Stellen dort beginnend entfernt:
Tankbereich und Fußraum hinten von innen:
(von unten) Schweller / Längsträger bereits geöffnet, Unterboden (Bereich hinterer Fußraum, Tankraum) war bis auf die Kanten seitlich noch intakt, hinterer Querträger ebenso, jedoch an der tiefsten Stelle des Kofferaumbodens (unter der Abdeckung für den Stabi) war wieder der Gammel:
Die unteren Teile der Querbleche / Stege im Schweller (Bereich B-Säule) wurden nachgebaut (die rot-braun wirkende Oberfläche der Bleche ist übrigens die originale rosa "Rostschutzfarbe"):
Der Unterboden gleicht einem Flickenteppich, das Ergebnis von originalem Bodenblech, freigelegten Bereichen und Fugen und angesetzten neuen Blechteilen:
1. Teilbereich (Längsträger unter Tür hinten links) ist weitestgehend wieder hergestellt und dem Original entsprechend nachgebaut (ja, das fast quadratische Verstärkungsblech zum Aufbocken ist um 90° verdreht aufgeschweißt):
Neues Blech im Längsträger (hier fehlt noch der Außenschweller, das ist der Teil den man gewöhnlich sieht, sobald eine Tür geöffnet wird). Ist klar, dass das ist nicht besonders schön aussieht, aber es ist wieder solide, neu und der Rost ist vor allem weg!
Spätestens jetzt ist aber klar: das ist keine Restaurierung, das ist nur eine (aufwändige) Reparatur!
Der instandgesetzte Boden / Längsträger im Tank- und Fußraumbereich innen:
Auf der Beifahrerseite bestand ebenfalls Handlungsbedarf!
Hier wurden bereits schon mal Bleche reingebraten...:
...und dieses Detail hat mich dazu bewogen, den kompletten alten Pfusch zu entfernen und das neu zu bauen, da von innen hier auch noch mal ein zusätzliches Blech in die Ecke gebrutzelt wurde, somit ein weiterer potenzieller Rostherd geschaffen wurde: So! Das war es für's erste.
Viele Grüße
Jan
Jan mit ID 19 B von 02/1970 (in Restauration / Umbau auf zweite Front u. erstes ID-Armaturenbrett)