Zündschloss skurriler Fehler
Zündschloss skurriler Fehler
Bei meinem Zündschloss im 2. Brett,
mit: getrenntem Anlasserknopf, Gleichstrom-LiMa und Amperemeter
ohne: Lenkradschloss und Wiederanlass-Sperre
tritt seit kurzem ein skurriler Fehler auf: Zunächst geht beim Einschalten der Zündung die Ladekontroll-Leuchte an, wenn man dann mit ein klein wenig Kraft an den rechten Anschlag drückt, geht sie wieder aus, allmählich passiert es auch, dass sie gar nicht mehr angeht.
Diagnose anscheinend klar: Ein Wackler im Zündschloss.
Ich dachte mir nun, dass es vielleicht nicht gut ist, wenn mir die Zündung im laufenden Verkehr spontan ausgeht und habe etwas rumexperimentiert:
Das erstaunliche Fazit: Auch mit nichtleuchtender Ladekontroll-Lampe lässt sich der Motor starten und das Ampermeter zeigt an, dass die Batterie geladen wird. D. h., ich brauche im Moment nicht zu befürchten, dass mir während der Fahrt mal die Zündung ausgeht.
Ein Blick in den Schaltplan bringt aber Erstaunliches zutage (BT166B vom Handbuch 465):[attachment 7532 bt166_zuend.jpg]
Das Zündschloss schaltet das Plus zweimal getrennt:
N6 und Mv6 sind vermutlich miteinander verbunden und kriegen ein abgesichertes Plus von der zweitlinkesten Sicherung. R5 geht für sich allein zur Zündspule, bzw zu dem im Plan fälschlicherweise nicht eingezeichneten Unterbrecher, während R7 den Heizungsmotor, den Blinker und die Ladekontrolle schaltet.
Alle anderen Verbraucher wie Licht, Radio, Scheibenwischer funktionieren auch bei abgeschalteter Zündung.
Wie fasste das mal jemand hier zusammen: "eine typische Franzosenelektrik"
mit: getrenntem Anlasserknopf, Gleichstrom-LiMa und Amperemeter
ohne: Lenkradschloss und Wiederanlass-Sperre
tritt seit kurzem ein skurriler Fehler auf: Zunächst geht beim Einschalten der Zündung die Ladekontroll-Leuchte an, wenn man dann mit ein klein wenig Kraft an den rechten Anschlag drückt, geht sie wieder aus, allmählich passiert es auch, dass sie gar nicht mehr angeht.
Diagnose anscheinend klar: Ein Wackler im Zündschloss.
Ich dachte mir nun, dass es vielleicht nicht gut ist, wenn mir die Zündung im laufenden Verkehr spontan ausgeht und habe etwas rumexperimentiert:
Das erstaunliche Fazit: Auch mit nichtleuchtender Ladekontroll-Lampe lässt sich der Motor starten und das Ampermeter zeigt an, dass die Batterie geladen wird. D. h., ich brauche im Moment nicht zu befürchten, dass mir während der Fahrt mal die Zündung ausgeht.
Ein Blick in den Schaltplan bringt aber Erstaunliches zutage (BT166B vom Handbuch 465):[attachment 7532 bt166_zuend.jpg]
Das Zündschloss schaltet das Plus zweimal getrennt:
N6 und Mv6 sind vermutlich miteinander verbunden und kriegen ein abgesichertes Plus von der zweitlinkesten Sicherung. R5 geht für sich allein zur Zündspule, bzw zu dem im Plan fälschlicherweise nicht eingezeichneten Unterbrecher, während R7 den Heizungsmotor, den Blinker und die Ladekontrolle schaltet.
Alle anderen Verbraucher wie Licht, Radio, Scheibenwischer funktionieren auch bei abgeschalteter Zündung.
Wie fasste das mal jemand hier zusammen: "eine typische Franzosenelektrik"
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
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symphatique
- Beiträge: 1657
- Registriert: Do 15. Feb 2007, 23:51
Re: Zündschloss skurriler Fehler
Nimm das Schloss raus und dreh die Pins um 180°. Dann bringt die Kugel wieder Kontakt. Empfehle Kontaktentlastung durch Relais:
read.php?3,84749
Mit freundlichem Gruss
Volker
read.php?3,84749
Mit freundlichem Gruss
Volker
"Das is´nich´kaputt! Das kann man reparieren!"
Re: Zündschloss skurriler Fehler
[quote=sympathique]
Nimm das Schloss raus und dreh die Pins um 180°.
[/quote]Kann man daraus schliessen, dass der hintere Teil des Zündschlosses ähnlich bis gleich wie der Parklichtschalter aufgebaut ist?
Wenn das Zündschloss keinen oder unzuverlässigen Kontakt gibt, nützt ein Relais auch nichts. U. U. wird die Sache dadurch noch verschlimmert, weil durch den niedrigen Spulenstrom des Relais der Frittstrom des Kontaktes nicht mehr erreicht wird.
Immerhin weiss ich aber jetzt, dass ich, bzw andere auch, wenn sie unterwegs mit so einem Fehler stehen bleiben, diesen durch Verbinden der Kontakte 5 und 7 beheben können. Aber alleine deswegen schraube ich das Brett nicht schon wieder ab.
Oder gab es mal drei Stellungen des Zündschlosses: bei der einen alles aus, bei der nächsten waren dann bestimmte Verbraucher bis auf die Zündung eingeschaltet und erst in der dritten auch noch die Zündung? Der Ford 17m meines Vaters hatte so etwas, wimre. Die Zwischenstellung hiess glaube ich "Garage".
Das Zündschloss meiner Dame ist so ausgeleiert, dass man von "rastenden Stellungen" nichts bemerkt.
Klemens
Nimm das Schloss raus und dreh die Pins um 180°.
[/quote]Kann man daraus schliessen, dass der hintere Teil des Zündschlosses ähnlich bis gleich wie der Parklichtschalter aufgebaut ist?
Wenn das Zündschloss keinen oder unzuverlässigen Kontakt gibt, nützt ein Relais auch nichts. U. U. wird die Sache dadurch noch verschlimmert, weil durch den niedrigen Spulenstrom des Relais der Frittstrom des Kontaktes nicht mehr erreicht wird.
Immerhin weiss ich aber jetzt, dass ich, bzw andere auch, wenn sie unterwegs mit so einem Fehler stehen bleiben, diesen durch Verbinden der Kontakte 5 und 7 beheben können. Aber alleine deswegen schraube ich das Brett nicht schon wieder ab.
Oder gab es mal drei Stellungen des Zündschlosses: bei der einen alles aus, bei der nächsten waren dann bestimmte Verbraucher bis auf die Zündung eingeschaltet und erst in der dritten auch noch die Zündung? Der Ford 17m meines Vaters hatte so etwas, wimre. Die Zwischenstellung hiess glaube ich "Garage".
Das Zündschloss meiner Dame ist so ausgeleiert, dass man von "rastenden Stellungen" nichts bemerkt.
Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
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Re: Zündschloss skurriler Fehler
Diese Garagenstellung kenne ich auch noch, allerdings nicht bei Citroën. Sind nur AUS oder AN mit parallel geschaltete Kontakten, wohl Kontaktentlastung. Beim Schalter zusätzlich Startkontakt.
Andreas
Andreas
Re: Zündschloss skurriler Fehler
Moin,
gibts beim DS 20, BJ69, allerdings nur, damit die Lenkradsperre nicht einrastet.
Grüße
Hans
gibts beim DS 20, BJ69, allerdings nur, damit die Lenkradsperre nicht einrastet.
Grüße
Hans
DS 20 HA, 69, AC 144
nackt: nPallas, nRs, nHg, nL, Fd

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Re: Zündschloss skurriler Fehler
Ja stimmt, jetzt erinnere ich mich: damit man den Wagen in der Garage umherschieben und rangieren konnte. Das hatte dann mit Elektrik nix zu tun gehabt.damit die Lenkradsperre nicht einrastet.
Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
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Re: Zündschloss skurriler Fehler
Hallo,
die Zündschlösser erstes und zweites Brett kennen nur an und aus.
Gruß Michael.
die Zündschlösser erstes und zweites Brett kennen nur an und aus.
Gruß Michael.
Re: Zündschloss skurriler Fehler
[quote=DS20HA]
Moin,
gibts beim DS 20, BJ69, allerdings nur, damit die Lenkradsperre nicht einrastet.
Grüße
Hans[/quote]
Das erste und zweite kenne ich nicht, meins ist das vorletzte dunkle 68/69.
Hat gedauert, bis ich das mit dem Ziehen und der Zwischenstellung raus hatte.
Grüße
Hans
Moin,
gibts beim DS 20, BJ69, allerdings nur, damit die Lenkradsperre nicht einrastet.
Grüße
Hans[/quote]
Das erste und zweite kenne ich nicht, meins ist das vorletzte dunkle 68/69.
Hat gedauert, bis ich das mit dem Ziehen und der Zwischenstellung raus hatte.
Grüße
Hans
DS 20 HA, 69, AC 144
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sebastianklaus
- Beiträge: 1288
- Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41
Re: Zündschloss skurriler Fehler
Hallo,
die Zündschlösser des 2. Brettes kennen nur "an" und "aus", wie Michael auch schreibt.
Sie werden IMMER 2-polig ausgeführt, DAMIT
a) die Zündung (IMMER UNABGESICHERT !) und gleichzeitig
b) alle anderen Verbraucher (abgesichert)
gleichzeitig geschaltet werden können. So ist es jedenfalls bei den DS / ID bis Bj. 69 und das hat auch seinen Sinn.
Bei meinen beiden DS (Bj.67) hatte ich das gleiche Problem, dass nämlich die Kontakte im Zündschloss nicht mehr einwandfrei waren. Was ich gemacht habe:
Nieten aufbohren, Kugel und Kontakte reinigen, alles dann wieder zusammen bauen und mit M3- Schraube und Mutter wieder verschließen. Ich weiß nicht mehr ganz genau, wie das war: da ist irgendwie eine Feder im Zündschloss verbaut Damit die nicht verloren geht, empfehle ich Dir, vorsorglich den eigentlichen Zerlegevorgang nach dem Ausbohren der Niete in einer durchsichtigen Plasictüte vorzunehmen.
Nach weitern 50 Jahren Betrieb würde ich den Reinigungs- Vorgang wiederholen.

Viele Grüße
Sebastian
die Zündschlösser des 2. Brettes kennen nur "an" und "aus", wie Michael auch schreibt.
Sie werden IMMER 2-polig ausgeführt, DAMIT
a) die Zündung (IMMER UNABGESICHERT !) und gleichzeitig
b) alle anderen Verbraucher (abgesichert)
gleichzeitig geschaltet werden können. So ist es jedenfalls bei den DS / ID bis Bj. 69 und das hat auch seinen Sinn.
Bei meinen beiden DS (Bj.67) hatte ich das gleiche Problem, dass nämlich die Kontakte im Zündschloss nicht mehr einwandfrei waren. Was ich gemacht habe:
Nieten aufbohren, Kugel und Kontakte reinigen, alles dann wieder zusammen bauen und mit M3- Schraube und Mutter wieder verschließen. Ich weiß nicht mehr ganz genau, wie das war: da ist irgendwie eine Feder im Zündschloss verbaut Damit die nicht verloren geht, empfehle ich Dir, vorsorglich den eigentlichen Zerlegevorgang nach dem Ausbohren der Niete in einer durchsichtigen Plasictüte vorzunehmen.
Nach weitern 50 Jahren Betrieb würde ich den Reinigungs- Vorgang wiederholen.
Viele Grüße
Sebastian
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symphatique
- Beiträge: 1657
- Registriert: Do 15. Feb 2007, 23:51
Re: Zündschloss skurriler Fehler
Pins drehen hilft leider nur 40 Jahre.
"Das is´nich´kaputt! Das kann man reparieren!"