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Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte

Verfasst: So 6. Aug 2017, 23:23
von dosdres
priusb78 hat geschrieben: Hallo Erik,
für Deine geschilderten Probleme brauchen wir nicht auf eAutos warten:
Ich fahre seit 12 Jahren einen "Hybriden" von Toyota, der den Verbrenner ausmacht, sobald du vom Gas gehst, der elektrisch rekuperierend bremst, der im Stau rein elektrisch fährt, den Klimakompressor per eMotor betreibt usw. - und das Ganze ohne jegliches techn. Problem bei einem Verbrauch von 5,2 Litern über 230.000 km.
Das Problem: fast niemand weiß das oder interessiert sich dafür!
Lieber Diesel kaufen wie immer...
Gruß Thorsten
hallo Thorsten,

danke für die info.
warum wird das nicht !richtig! publik gemacht.
da habe ich was versäumt.

gruß
erik

Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte

Verfasst: So 6. Aug 2017, 23:32
von Carsten_SM
Häh , Du hast den Toyota Prius übersehen ?

Carsten

Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte

Verfasst: Mo 7. Aug 2017, 00:55
von Robert
Thorstens Erfahrungen decken sich mit dem, was mir die Berliner Taxifahrer, die den Prius häufig einsetzen, über ihre Autos erzählen: Sparsam, zuverlässig, tut was er soll. Soweit ich es beurteilen kann, ist das Antriebskonzept des Prius das vernünftigste, das man derzeit machen kann. Zwei Fragen stelle ich mir hinsichtlich dieses Autos immer wieder: 1. Wieso gelingt es anderen Herstellern nicht, ein vergleichbares Auto zu bauen? 2. Warum ist dieses Auto innen und aussen so hässlich und von so furchtbar billiger Anmutung? Es kommt mir fast so vor, als wolle man dieses Auto nur Nerds und Sparfüchsen vorbehalten und den etwas mehr statusbewussten Käufern vermitteln, wenn ihr ein "richtiges" Auto wollt, müsst ihr den normalen Verbrenner nehmen. Der Prius signalisiert dem Käufer, wer moderne, sparsame Antriebstechnik will, muss an anderer Stelle Abstriche machen, aber diese Abstriche sind nicht nötig, sie sind gewollt.
Besonders seltsam ist, dass Toyota den Prius zwar auf dem deutschen Markt offensiv als Droschke vermarktet, daheim aber nur für diesen Zweck den eigentlich ausgestorbenen "Dino" Crown weiterbaut. Honi soit qui mal y pense.

Robert

Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte

Verfasst: Mo 7. Aug 2017, 04:43
von dosdres
Carsten_SM hat geschrieben: Häh , Du hast den Toyota Prius übersehen ?

Carsten
ja carsten,

hab jetzt mal den prius gegoogelt,
also außen ist er doch! ganz ansprechend,
innen?
würde mir trotzdem kein solches auto kaufen,
wo man kaum aussteigen kann, wenn man beifahrer ist.
als beifahrer aus so einem tief liegenden auto rauskriechen
ist nicht mein ding. man wird halt älter.
bus ist mir lieber, nachts fährt sichs auch, wenn man oben sitzt, besser.
ist keine kritik, ist geschmacksache.
erik

Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte

Verfasst: Mo 7. Aug 2017, 07:54
von patric
Hallo,
priusb78 hat geschrieben: Heutige Akkus von mehreren hundert Kilogramm sind "mechanisch integriert" im Boden / Kofferraumbereich der Autos, damit nicht wechselbar.
Sollten Akkus irgendwann mal klein genug sein, könnten Standardformate evtl. Sinn machen.
Heutige Akkus sind in 3 Minuten gewechselt, wenn man das entsprechend konstruiert.

https://m.youtube.com/watch?v=H5V0vL3nnHY

Wechselakkus sind aus meiner Sicht die einzige praktikable Möglichkeit. Man sollte 3-4 verschiedene Standartisierte Größen anbieten, die Akkus werden bei Autokauf geleast, die Leasinggesellschaft garantiert mindestens 75% Akkukapazität und an der Tankstelle wird einfach getauscht. Dann braucht man auch keine dicken Überlandleitungen, man fährt die entladenen Akkus einfach zum nächsten Windrad und läd dort.

Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte

Verfasst: Mo 7. Aug 2017, 07:56
von priusb78
Ja, da bin ich völlig Eurer Meinung, bei der Entwicklung der inzwischen vier Prius-Modellreihen muss der Designer im Urlaub gewesen sein.... ;-)
Beim aktuellen Priis 4 ist immerhin der Innenraum schon recht ordentlich.

Wem der Prius nicht gefällt, der hat noch den Hybridantrieb zur Wahl im Yaris, als Van im Prius+, im Auris (auch als Kombi) und im RAV4 (großer SUV). Schöner verpackt in den Lexus-Modellen CT200h, IS300h, GS450h, NX300h, RX450h und LS600h. Da kann keiner sagen, Premium und Hybrid gibt es nicht zusammen.

Es gibt koreanische Altrrnativen: Kia Niro Hybrid (kleiner SUV), Hyundai Ionic Hybrid / Elektro / PHEV, die deutlich schöner sind im Design und auch im Innenraum - und auch recht effiziente Antriebe haben.
Autokäufer müssten nur mal was Neues Probe fahren...

Genug der Werbung ;-),
Gruß Thorsten

Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte

Verfasst: Mo 7. Aug 2017, 09:19
von maldini
Hallo Zusammen,

mir gefällt bei dem Konzept des Prius nicht, dass er zwei komplette Antriebskonzepte mitschleppt. Der Wagen fährt aber prima und ist offensichtlich sehr solide gebaut - ein Freund fährt ihn.

Im stätischen Umfeld ist die Ladesituation aktuell sehr unbefriedigend.
Ich persönlich würde einen elektrisch betriebenen Wagen (immer) mit einer Tankstelle auf dem Dach kombinieren. Ich habe seit ca. 10 Jahren einen Fotovoltaikanlage die nicht für den Eigenbedarf produziert. (aber meinen Verbrauch decken würde)
Wenn ich einen eWagen hätte, gäbe es noch mal 8 Panel zusätzlich - und einen Speicherkern im Keller .. dann hätte ich knapp 20.000km im "Tank".

Das kann zwar nicht jeder machen - aber auf deutschen Dächern ist noch viel Platz.

Grüße
karl

Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte

Verfasst: Mo 7. Aug 2017, 09:38
von priusb78
Hallo Karl,
sehen wir dir 2 Antriebe als Übergangstechnologie... wobei immerhin so ein paar Sachen wegfallen, z.B. Anlasser, Kupplung u.a.

Für Solarfans;

https://www.sonomotors.com/de/sion.html

Gruß Thorsten

Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte

Verfasst: Mo 7. Aug 2017, 13:43
von dosdres
hallo Patric,

"...zum nächsten windrad fahren und akkus laden?"

diese windräder sind für meine meinung wieder eine sackgasse.
ich denke an die armen leute die dort hausen müssen.
schlagartig sind diese enteignet, weil niemand mehr eine immobilie im umfeld kaufen will.

besser die idee umsetzen, dass jeder haushalt seine eigene biogasanlage betreibt!
dann sind die sog.investoren endlich aussenvor.
und jeder produziert seinen einen strom oder gas,
ist schon in erprobung, nur wie immer, die mützen eben ......
investieren nicht.
keine fäkalien die mit sauberem trinkwasser in den okus gespült werden,
keine abwasser knäle die sarniert werden müssen und vieles mehr.
autark sein ....
windräder werden vom kleinen mann subventioniert,
verdienen "tut" wieder ein anderes klientel.

erik

Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte

Verfasst: Mo 7. Aug 2017, 19:48
von ssiegert
priusb78 hat geschrieben: Hallo Erik,
Ganze ohne jegliches techn. Problem bei einem Verbrauch von 5,2 Litern über 230.000 km.
Das Problem: fast niemand weiß das oder interessiert sich dafür!
Lieber Diesel kaufen wie immer...
Hallo Thorsten,
zum einen finde ich 5,2 Liter nicht wenig und dann liegt es sicher am Fahrprofil. Natürlich ist es schön und gut in der Stadt nur elektrisch unterwegs zu sein, aber ich wohne 2 Min von der Autobahn entfernt und wenn ich nach ca 46 Km wieder runterfahre, dann habe ich weitere 2 Min zur Tiefgarage im Büro.
Meistens kann man eh nicht schneller als 120 fahren und so braucht mein C5 mit 2l / 163 PS Diesel so 5 - 5,5 l/100km.
Der Eletroantrieb würde ganze 4 Min laufen....

Und das Laden von der eigenen Solaranlage? Das Problem ist, daß ich mit dem Wagen tagsüber gar nicht bei meiner Anlage wäre. Bin ja im Büro. Da steht der Wagen schön im Dunklen. Und kein Anschluß von der Firma zum Laden.

Ausserhalb von Stadtgebieten könnte man eine dezentrale Ladestruktur für Pendler wie mich einrichten. Dann würde ich mein e-Auto auf den Parkplatz eines Anderen stellen und dem dann Geld zahlen. Wäre OK. Zu finden über eine App auf dem Handy und abgerechnet über EC Karte, Paypal oder so. 5 Min laufen aus dem Wohngebiet zur Firma? Kein Problem. Mit Öffis brauche ich in München minimum 1:15 von Haustür zu Haustür. Mit dem Auto (ich bn in der glücklichen Lage von zuhause zu arbeiten bis der Stau sich auflöst....meistens. Das mit dem Auflösen...) und dann brauche ich 35 - 40 Min.

Ich hatte mir auch schon einen Elektro Saxo für 5000.- gedacht. Reichweite evtl. 70 - 80 km effektiv. Bei einer Geschwindigkeit von 90 km/h. Neues Batteriepack kostet schlappe 12.000.- EUR. Und keine Ladeinfrastruktur beim Büro. Doch, 2 Stromtankstellen kostenlos. Da steht meine Kollegin mit ihrem Tesla und vielleicht noch einer. In Worten: Zwei. Blockiert für den Vormittag.

Meine Lösung heißt dezentral Wasserstoff produzieren und an die Tankstelle in der Nähe liefern. Brennstoffzelle neben den e-Motor und gut ist. Tankstellen mit Sonnenkollektoren und weiteren Strom von Windrädern oder Biogasanlagen; je nach Region und Bedingungen. Damit wären keine Überlandkabel notwendig und die vorhandene Tankstellenstruktur könnte weiterbetrieben werden.
Das ist meine Vision. (Könnte auch von dem Rosé stammen...)

Viele Grüße
Sebastian