ein Sollbruchstelle an einem Sicherheitsbauteil im Fahrwerk ist lebensgefährlich! So etwas gibt es nicht (zumindest seit langem nicht). Eine funktionierende Schadenskette bei sehr hohen Beanspruchungen heißt, das Bauteil muss sich verformen, damit der Fahrer eine Veränderung am Fahrverhalten spürt und reagieren kann (Austausch des Bauteils). Wenn es bricht, kann das schlimme Folgen haben. Darum darf das nicht passieren. Diese Art der Auslegung ist seit Jahrzehnten gängige Praxis. Wenn das vor 50 Jahren noch nicht so war, haben die Konstrukteure bei Citroën halt Glück gehabt.
ein Sollbruchstelle an einem Sicherheitsbauteil im Fahrwerk ist lebensgefährlich! So etwas gibt es nicht (zumindest seit langem nicht). Eine funktionierende Schadenskette bei sehr hohen Beanspruchungen heißt, das Bauteil muss sich verformen, damit der Fahrer eine Veränderung am Fahrverhalten spürt und reagieren kann (Austausch des Bauteils). Wenn es bricht, kann das schlimme Folgen haben. Darum darf das nicht passieren. Diese Art der Auslegung ist seit Jahrzehnten gängige Praxis. Wenn das vor 50 Jahren noch nicht so war, haben die Konstrukteure bei Citroën halt Glück gehabt.
Viele Grüße
Martin
Hallo,
...ich denke mir mal ganz laienhaft, daß das vor 65 Jahren auch "schon so war".
Man bedenke, die 1950er Jahre waren keineswegs "Steinzeit" des Maschinenbaus, - man hatte bereits 60 Jahre Automobilbau und 120(!!!) Jahre Lokomotivbau mit entsprechenden Erfahrungen UND Berechnungen hinter sich... ... ...
Das sehe ich auch so! Es wurde schon damals an Material gespart wo es nur ging. Das ist nicht erst seit unseren Tagen so und war auch schon lange vor der Nutzung von Computern möglich. Von daher denke ich nicht, dass aus Unwissenheit allzu viel überdimensioniert wurde. Gewisse Reserven sind zu Anfang gewiss eingebaut worden, da sich die Motorisierung im Verlauf der langen Bauzeit noch steigern sollte - dies wird man zu Beginn vermutlich einkalkuliert haben.
Naja, dieselben Schwingarme finden sich im 1955er DS19 /75 PS, vielleicht 160 max ?,
und bis zum Ende 20 Jahre später im SM bei 230 km/h und höherer Achslast vorn.
Wesentliche Änderungen gab es da doch nicht ? Wenn die für den SM taugen, waren
sie im Umkehrschluss für la DS eher zu groß.
Oder sind die eher zu groß, weil man 55 bereits den Break in 57 vor Augen hatte, und
dessen Lastverhalten dem SM ähnelt ?
Carsten_SM hat geschrieben:
Naja, dieselben Schwingarme finden sich im 1955er DS19 /75 PS, vielleicht 160 max ?,
und bis zum Ende 20 Jahre später im SM bei 230 km/h und höherer Achslast vorn.
Wesentliche Änderungen gab es da doch nicht ? Wenn die für den SM taugen, waren
sie im Umkehrschluss für la DS eher zu groß.
Oder sind die eher zu groß, weil man 55 bereits den Break in 57 vor Augen hatte, und
dessen Lastverhalten dem SM ähnelt ?
Carsten
Mit dem SM sind die oberen Schwingarme verändert worden, die Schwingarme haben zu Radnabe hin einen Bogen, vorher waren die gerade.
Auch beim DS sind die bei letzten Modellen gebogen.
Das sehe ich auch so! Es wurde schon damals an Material gespart wo es nur ging. Das ist nicht erst seit unseren Tagen so und war auch schon lange vor der Nutzung von Computern möglich. Von daher denke ich nicht, dass aus Unwissenheit allzu viel überdimensioniert wurde. Gewisse Reserven sind zu Anfang gewiss eingebaut worden, da sich die Motorisierung im Verlauf der langen Bauzeit noch steigern sollte - dies wird man zu Beginn vermutlich einkalkuliert haben.
Andreas
Beim 2CV aus der selben Epoche waren die Schwingarme und Lager völlig überdimensioniert und sauschwer, was gegen deine Theorie spricht. Und das bei einem Auto wo man auf jedes Kilo geachtet hat.
ich würde gerne meine oben gestellte Frage noch einmal wiederholen: Besteht durch die Schwächung der Schwingarme "nur" die Gefahr des Bruchs bei Überlastung, oder ist hier auch mit Materialermüdung zu rechnen, d.h. irgendwann Bruch auch unter normalen Fahrbedingungen?
Viele Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS