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Re: Batterie
Verfasst: Di 26. Dez 2006, 12:27
von ...hannes
Hans-Uwe schrieb:
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> Ein 12 Volt-Akku ist bei ca. 12 Volt
> Leerlaufspannung leer. > NICHT BEI NULL VOLT
Danke für die klare und unmissverständliche Formulierung, HUF!
Die richtige Pflege eines Blei-Säure-Akkus ist wirklich eine Wissenschaft für sich. Jedenfalls gelten hier ganz andere Regeln als bei den Nickel-Cadmium- bzw. Nickel-Metallhydrid- Akkus unserer Mobiltelefone.
Während NiCa- Akkus wegen des Memoryeffekts vor jeder Neuaufladung möglichst entladen sein sollten, beginnen im Bleiakku, sobald die Spannung unter 12 Volt (genau genommen eigentlich 12,6 Volt) sinkt, Sulfate auszukristallisieren. Diese Kristallgebilde klumpen sich also in großen Brocken irreversibel an den Bleiplatten fest. Je tiefer und länger der Akku unter dieser Spannungsgrenze verbleibt, desto gravierender die Schäden durch die Sulfatierung. Haben sich die nichtleitenden Kristalle erst auf der Bleiplattenoberfläche festgesetzt, unterbinden sie fortan jeglichen Elektronenfluss, die Zelle ist tot.
Re: Batterie
Verfasst: Di 26. Dez 2006, 19:55
von Josef H.
In diesem Zusammenhang spricht man gerne davon dass die Batterie gestorben ist. Nur, die wenigsten Baterrien sterben, sie werden ermordet!
Blei-Säure Akkus haben eigentlich als Starter Batterie ein relativ langes Leben wenn sie nicht mehr als 20% beansprucht werden. Sie geben in kurzer Zeit grosse Ströme ab und werden nach dem Starten sofort wieder voll geladen.
Grössere Belastungen verkürzen die Lebensdauer drastisch. 3 - 4 Tiefentladungen, und schon geht nichts mehr.
Blei Säure Batterien entladen sich ständig durch ihren Innenwiderstand, und sollten deshalb den Winter nicht unbewacht und in der Kälte lagern.
Ich habe letzten Winter einige Blei Gel Batterien welche auch im US Militär verwendung finden Importiert. Die Spezifikationen der Batterie versprechen ware Wunder. über 1000 Lade - Entlade -Zyklen mit über 50% Entladung, sehr geringer Innenwiderstand somit sind nach 2 Jahren herumstehen noch über 85% der Kapazität vorhanden, selbst wenn sie mehrere Monate tiefentladen ist, kann ihr das nichts anhaben. Also Ideal für Fahrzeuge welche nicht regelmässig bewegt werden. Ich habe meine ID, DS, SM und Wohnmobil damit ausgestattet. 85Ah
Und jetzt der Clou: die Batterie hat 5 Jahre Garantie, und entspricht in der Polung und Abmessungen genau unserer DS Batterie. Der Einspritzer Rahmen passt perfekt.
einziger Wehmutstropfen mindest Abnahme 40 stk. bei einem gelieferten und verzollten Preis von 160.- Euro.
Sammelbestellungen für eine zweite Lieferung sind im Gang.
unter
http://www.solarlink.de/batterienlifeline.htm findet Ihr eine Beschreibung, und unter
http://www.solarlink.de/leitfaden.htm steht ein mehrseitiger uns sehr interesanter Bericht über Batterien, richtiges Laden und überwintern.
Gruss Josef H.
Re: Batterie
Verfasst: Di 26. Dez 2006, 20:54
von Martin K.
Es ist völlig falsch, einen Akku-Jogger zu verwenden, der eine Batterie wieder entläd. Jeder Lade-/Entladezyklus ist sozusagen Stress für die Bleibatterie und zu vermeiden.
Bitte unbedingt ein Ladegerät verwenden, dass (wie oben schon beschrieben) nach dem Laden auf eine Erhaltungsspannung umschaltet und diese beibehält.
Bei den wartungsfreien Langzeitbatterien (speziell Hawker Odysse) ist zu beachten, dass diese sehr empfindlich auf Überladung reagieren. Also vorher genau prüfen, ob der Ladestrom unter allen Bedingungen auf keinen Fall über 15 Volt geht. Ideal ist ein Abregeln bei 14,5 Volt. Das ist bei der DS mit originaler Elektrik jedoch nicht immer gegeben. Und dann haben die Hawker-Batterien leider nur ein kurzes, teures Leben. Außerdem reagieren diese Batterien empfindlich auf Tiefentladung. Die Uhr muss also abgeklemmt werden bzw man muss vor der Abstellpause des Autos prüfen, ob wirklich keine Ströme fließen.
Idealerweise klemmt man die Batterie ab und kann den Wagen dann ohne weiteres ein halbes Jahr stehen lassen. Die Batterie verliert tatsächlich nicht nennenswert an Leistung.
Wenn man sich genau an die Spielregeln hält, sind diese Batterien ihr Geld wirklich wert.
Grüße
Martin
Re: Batterie
Verfasst: Mi 27. Dez 2006, 12:14
von Hans-Uwe
Hallo Martin,
ich möchte Dir nicht laufend widersprechen. Ich bin wirklich in der Lage, das komplexe Akkuthema darzustellen.
Ich möchte deswegen nur ein paar Denkanstösse geben: Dieser sog. Jogger entlädt vermutl. nur mit ca. 100mA. Bei einer 100Ah-Batterie wären das grob gesagt eine Entlade-Dauer von ein bis zwei Monaten! Dann wieder ein bis zwei Monate Aufladungszeit. Will sagen, die einmalige Periodendauer ist vielleicht gerade mal solang wie die Abstellzeit. Ich gebe zu dass die Bezeichnung "Jogger" etwas irreführend ist.
Dem gegenüber steht eine Selbstentladungsgrösse von ca. 0.5% Kapazitätsverlust pro Tag!
Dein Ladegerät mit Spannungserhalt kann also auch die Spannung nur durch "Nachladen" des Akkus erhalten. Und diese Ladespannung ist nicht die Höhe der Erhaltungsspannung sondern entspricht der Ladespannung (ca. 14V). Sonst ist da nix mit Nachladen und Spannungserhalt.
Ganz, ganz grob gesagt, kann man beide Systeme in einen Topf werfen. Der Jogger ist nur billiger herzustellen, weil er kein normales Ladegerät (ein paar Ampere Ladestrom) beinhaltet.
Den Unterschied (Vorteile/Nachteile) zwischen Entladestrom von ein paar mA und des Selbstentladestromes kann man bestimmt irgendwo im Internet finden (Stichwort: Sulfatierung) oder auch hier...
Grüsse
Hans-Uwe
PS: Martin, Dein neuer Schreibstil erinnert mich ein bisschen an P.
Re: Batterie
Verfasst: Mi 27. Dez 2006, 13:05
von joli
Umfangreiche Infos zu diesem Thema habe ich in folgender PDF gefunden:
http://www.elweb.info/projekte/dieterwerner/AKKU1A1.pdf
Gruß,
Johannes
Re: Batterie
Verfasst: Mi 27. Dez 2006, 18:53
von Martin K.
Hallo Uwe,
wenn die Periode so lange ist, wozu dann einen "Jogger"? Dann tut es ein gutes elektronisches Ladegerät.
Nach meiner Erfahrung ist die Periode aber zum einen nicht so lange wie du beschreibst, sondern nur wenige Tage, und außerdem schaffen es diese billigen Akkujogger, die Batterie zum Gasen zu bringen. Deswegen rate ich nicht zu Akkujoggern, sonder lieber zu einem etwas teureren Gerät.
Ich nutze gerne diesen Lader, obwohl er eigentlich für kleinere Batterien vorgesehen ist:
http://www.louis.de/_108de23fc57ad8ddf7 ... r=10003695
Mit ihm habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.
Aber auch über diesen (C-Tek) kann ich nicht klagen:
http://www.yatego.com/obag-handel/p,436 ... ti-xs-3600
Theorie und Praxis sind leider nicht immer deckungsgleich. Und da ich halt in der Praxis laufend mit Akkus zu tun habe, die lange rumstehen, habe ich halt so meine Erfahrungen.
Meinen Schreibstil habe ich zumindest bewusst nicht geändert. Und wer ist P. ?
Grüße
Martin
Re: Batterie
Verfasst: Mi 27. Dez 2006, 19:39
von Hans-Uwe
Hallo Martin,
wie ich schon sagte, die Bezeichnung "Jogger" ist m.E. irreführend. Ich habe Deine beiden links mal überflogen. Wie schon angedeutet, im Grunde genommen sehr ähnlich. Fast die gleichen Features. Ich halte deswegen den Kauf nicht für völlig falsch

Was die Periodendauer angeht, so wollte ich folgendermassen verstanden werden:
Wenn der Akku max.geladen ist und kein "Entsulfierungsmodus" notwendig ist, dann wird beim Entladungsvorgand mit ca. 100mA entladen. Bei einem 100Ah-Akku dauert das dann ca. 1.000 Stunden (bitte akzeptiert diese Daumenbetrachtung). Das sind dann 42 Tage. Und das Laden mit 100mA dauert dann auch ca. 42 Tage. Das sind dann zusammen 84 Tage.
Ist der Akku aber anfangs nicht voll geladen und einige Zellen bereits sulfatiert, dann laufen best. Ladeprogramme/Entsulfatierungsmodi ab. Die haben dann deutlich höhere Spannungen (vermutl. impulsartig) und dann sind die "Operationszeiten" sicherlich anders geartet. Vermutlich so, wie Du es beobachtest hast. Ob dabei dann bereits geladene Zellen überladen werden und somit übermässig Knallgase bilden, ist wohl zu vermuten.
Beste Grüsse
Uwe
PS: P. ist eine sympathische Person, die manchmal etwas überzieht. Habe ich in jungen Jahren auch gemacht.
Re: Batterie
Verfasst: Fr 31. Jan 2014, 19:28
von Garvin
was geht eigentlich mit der damaligen sammelbestellung?
immer noch alles zufrieden, die sie gekauft haben?
und gibts einen neuen schwung?
habe hier eigentlich postings zum thema ladegerät gesucht.
da ich noch keines habe und meine berlin werkstatt dieses
hier hat, wollte ich mir euren segen holen, es ihnen gleich zu tun.
http://www.ctek.com/de/de/chargers/MXS%207.0
Geladen werden soll mein Wägelchen, der R4, der kleine
Kubota Dieseltrecker, der T4 Diesel und mal ne kleine Bootsbatterie.
Re: Batterie
Verfasst: Fr 31. Jan 2014, 20:40
von DS20_break
Hallo Garvin,
das 5.0 von ctek würde auch reichen.
Re: Batterie
Verfasst: Fr 31. Jan 2014, 20:59
von patric
Hallo Garvin,
habe die Ctek Geräte im täglichen Einsatz, und bin zufrieden. Als Zubehör gibt es
Stecker zum festeinbau mit LED-Indikatoren die signalisieren wenn die Batterie geladen werden muß, das ist praktisch, wenn man nur ein Ladegerät aber viele Batterien hat. Zum Laden steckt man dann nur das Ladegerät an den bereits verbauten Anschluss - die sonst üblichen Klemmen entfallen.
Gruß
P.
Echt lustig die alten Sachen nochmal zu lesen den HUF vermisse ich doch schon noch ein bischen.