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Re: Presspassung

Verfasst: Do 11. Dez 2003, 22:19
von Jürgen
Hallo Leute,

dieses Problem erlebe ich häufiger.
Bei einer eigenen DS hatte ich vor Jahren auch dieses Röhrchen mit UHU-Plus
eingeklebt, nach einigen Jahren wurde es leider wieder undicht, das UHU-Plus ist also leider nicht auf Dauer Benzinbeständig. Ich würde es auch dichtender Schraubensicherung versuchen. Eine Idee, die ich noch nicht getestet habe, ist, in den Vergaserdeckel ein Gewinde schneiden und einen Anschlußnippel mit dem entsprechenden Gewinde drehen zu lassen und diesen dann mit einem Dichtring in den Vergaserdeckel schrauben. Irgendwann komme ich hoffentlich zum testen.

Re: Presspassung

Verfasst: Fr 12. Dez 2003, 11:07
von dietmar
Hallo,

Ich wollte es ja nicht sagen aber 'reinhaemmern ist das einzig wahre.

Deckel dazu aber besser abnehmen und sauber auflegen, damit keine Kraft abgetragen wird ueber empfindliche Teile. Die Deckel selbst sind massiv genug. Das Roehrchen und die Bohrung vorher entgraten, reinigen. Holzstueck zwischenlegen. Bei uebel vermurksten Faellen hilft zusaetzliches Drehen mit der Rohrzange.

Allerdings wenn die Bohrung schon so gross ist, dass die Messinghuelse keine Passung mehr findet, sollte Klebstoff helfen.

Hier loeten wir wohl kaum, oder geht das mit den Materialien??

Vorteil der Methode: Haelt laenger und gibt Gelegenheit, den verstellten Schwimmerstand endlich mal zu justieren (davor druecken sich leider viele Bastler in Unkenntnis der Lage, dass viele Schwimmer mit der Zeit einen falschen Benzin-Stand verursachen). Was uebrigens gar nicht so schwer ist, im Werkstattbuch wird beschrieben wie es geht.

Anschliessend sollte die Benzinschlauchleitung so mit Filterchen kombiniert werden, dass der Schlauch am Vergaser nicht mehr geloest werden muss.

Schnellkupplungen fuer Benzinschlauch (!) gibt es fuer kleines Geld im Motorradhandel (z.B. www.louis.de), vielleicht ist das in manchen Faellen eine Verbesserung.

/D

Re: Presspassung

Verfasst: Fr 12. Dez 2003, 11:15
von MichaIN
Hallo Jürgen,

nee, nicht UHU Plus. Das ist ein lösemittelhaltiger Einkomponentenkleber.

Ein 2-Komponentenkleber sollte es schon sein, das UHU-Endfest hält prima, sollte aber für optimale Haltbarkeit erwärmt werden (Heißluft), die Zusammenhänge zwischen Temp. und Festigkeit sieht man schön auf der Packungstabelle. 60° sind schon mal besser als nix. Bei Raumtemperatur (oder momentan noch weniger...) bleibt's auch ewig klebrig.

Andere 2-K-Kleber bestehend aus 2 Pasten gehen sicher aus.
Solche wie Stabilit Express (heißt, so glaube ich, inzwischen Pattex Express), gehen nicht. Da wird ein Pulver mit einem Harz gemischt, läßt sich zwar für Modellbauzwecke klasse verarbeiten, härtet aber zu sehr aus und ist spröde, keine Restelastizität.

Schon witzig, dieses Vergaserproblem hat irgendwie jeder schon mal gehabt - komisch, daß nicht noch viel mehr Autos abgefackelt sind...

Gruß,
Micha

Re: Presspassung

Verfasst: Fr 12. Dez 2003, 12:13
von Daniel
hallo herr petermann, ich beginne offenbar schon in jungen jahren zu verkalken-sie haben recht, hate ich nicht mehr im kopf!!

bis dahin viel spaß am pool!

D.P.

KLEBER

Verfasst: Fr 12. Dez 2003, 16:05
von dietmar
Hallo, das FLEXIBLE Pattex 2-Komponenten-Kleber heisst Stabilit bzw. Pattex ULTRA, kommt in einer gruen gelben Packung, hat 2 Pasten in einer Tube und ist auch von HENKEL Duesseldorf. Taugt.


/D

Re: Presspassung

Verfasst: Sa 13. Dez 2003, 13:02
von JustinCase
NAM ibia ???

schon am fishcanyon gewesen ?
chique da oder ???
habe vergessen, wann im namaqualand
die wüstenblüte ist, wenn JETZT, dann
mal anschauen...wunderschööööööön.
allerdings nur mit DS 4x4 ... .-)

Re: Presspassung

Verfasst: Sa 13. Dez 2003, 22:45
von Jürgen
Hallo Micha,

da hat mich die Namensgebung vun UHU wohl inzwischen überholt.
Natürlich meine ich den 2-Komponenten-Epoxi-Kleber!
Der hies vor vielen Jahren UHU+, den gab es in 3 verschiedenen Topfzeiten.
Heißt der heute anders, ich werde wohl alt.

Re: Presspassung

Verfasst: Mo 15. Dez 2003, 03:19
von Jack Shotton
Hallo Leute,

Diesseits des Ozeans sind tatsaechlich DS's abgefackelt worden. Es passiert. Sogar wenn die Messinghuelse ganz dicht ist, ist es eine gute Idee eine Schlauchklemme an der Vergaserverbindung anzumachen, und dann ein Sicherheitsdraht zwischen der Schlauchklemme und dem Vergasser zu installieren. Dadurch wird der Schlauch mit Messinghuelse zum Vergasser fest verbunden. Falls die Messinghuelse locker wird hast du dann nur ein Leck, aber keine Flut. Mit Glueck gerat das Auto nicht in Flammen.

Ich habe ein paar Autos gesehen wo Gewinden in den Vergaserdeckel geschnitten worden sind. In einem Fall ist ein ganz standarder Anschlussnippel verwendet worden. Das klappt ganz gut, aber man muss Finesse haben weil die Gewinden spitz sind (Enschuldige, ich weiss das Deutsche nicht, ich meine "tapered threads"). Drehst du die neue Anschlussnippel mit zu viel Drehmoment, brichst du den Vergasserdeckel.

In dem anderem Fall hat Mark Bardenwerper (Wisconsin) Anschlussnippeln mit nichtspitzige Gewinden (untapered threads) herstellen lassen. Er verkaufte (ohne Gewinn) den Teil und auch das korrekte Werkzeug (wie sagt man "tap" auf Deutsch?) um die Gewinde zu schneiden.

Mit einem Teflonband umgewickelt lecken diese Anschlussnippeln nicht.

Jack Shotton

Re: Presspassung

Verfasst: Mo 15. Dez 2003, 10:50
von Joe
Hallo Jack!

tap = Gewindebohrer

Viele Grüsse Joe

Re: Presspassung

Verfasst: Mo 15. Dez 2003, 13:24
von Matthias Gebauer
Habe es jetzt mit "UHU plus endfest 300" geklebt. Laut Herstellerangabe ist
es ein 2-Komponenten Epoxidharzkleber, der gegen Lösungsmittel und schwache Saeuren/Laugen resistent ist. (Benzin wurde leider nicht explizit aufgefuehrt)
- OK, ich gebe zu: Ich habe es gegen besseres Wissen bei gegenwaertiger
Garagentemperatur geklebt. Ich traute mich nicht ohne Verstand den den
Vergaserdeckel abzunehmen. (Werkstatthandbuch ist bestellt!!)

Es sitzt bombenfest und scheint auch dicht zu sein. Ich hoffe, dass damit auch mein urspruengliches Problem geloest ist: Nach Standzeiten > 1 Woche fiel der Benzinpegel sehr ab (Kraftstofffilter war vollstaendig leer), sodass ich dann immer eine Weile orgeln musste bis Sprit kam.
Sollte es wieder undicht werden, werde ich es Euch an dieser Stelle wissen lassen.

Zwei Fragen habe ich aber doch noch:
1.) Die Verbindungen Benzinpumpe/Schlauch, Schlauch/Filter, Filter/Schlauch, Schlauch/Vergaser sind bei mir alle nur gesteckt. - Gehoeren Schlauchschellen drum oder waere das over-engineering?
2.) Nur aus Neugierde: Diese Messinghuelsenloesung scheint ja nicht nur Citroën anzuwenden, sondern zB. auch VW - wie wird die Verbindung bei der Produktion eigentlich umgesetzt? Mit viel Kraft eingepresst?

Danke fuer den zahlreichen Input!

Matthias