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Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Mo 26. Nov 2012, 21:03
von oliverf
Die Birnen gibt es mit den 3 Zapfen gibt es problemlos nicht nur antiquarisch, mein Autoelektriklieferant hat die sogar in frisch!
Gruß

oliverf

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Mo 26. Nov 2012, 23:13
von Langhuber
@oliverf
Danke, aber die Funzelei habe ich ja schon. Ich denke dass bei mir tatsächlich auch die alten französischen Birnen drinstecken und nicht die neueren mit den Flachanschlüssen. Für die gäbe es ja steckerkompatible H4-Birnen.
Muss man eigentlich zum Wechseln der Scheinwerferbirnen auch den Kotflügel abbauen? Zum Wechseln des Scheinwerfers ist das wohl nötig. Wenn man an die Birne alleine auch so rankommt, kann ich ja erst mal sehen, was da bei mir drinsteckt.

@Robert
Wenn ich das mit dem Standlicht irgendwie verbessern kann und ich die jetzigen Birnen einfach durch H4 ersetzen kann, werde ich vielleicht mal das probieren. Sonst läuft das wohl auf Deinen Vorschlag raus, die Scheinwerfer komplett zu ersetzen.

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Di 27. Nov 2012, 05:31
von Die Veteranenscheune
Moin,

bei Bj.63 kannst Du den Chromring abziehen, und mit den darunterliegenden Schrauben den Scheinwerfer zwecks Birnntausch abnehmen.

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Di 27. Nov 2012, 06:49
von aquablader
@Robert

Diese Lichtkontrolle ließe sich ja mit einer Reihenschaltung mit zwei 6-Volt-Birnchen realisieren.
Hmm, oder hast Du noch 6 Volt?
LG

Ingo
(der hinter der "Klagemauer" sitzt, und die hat immer 12 Volt...)

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Di 27. Nov 2012, 22:57
von Langhuber
N'abend,

"Wer wie was warum?" Wer nicht fragt bleibt dumm! :-)
Danke für den Tip mit den Chromringen.

Zu den roten Bobbeln auf den Scheinwerfern: Sowas hatte meine 66er Ente einst glaube ich auch. Ich meine aber, dass das nicht zur Kontrolle des Standlichts gedient hatte, sondern zur Kontrolle des Abblend/Fernlichtes. Bei meiner Madame sitzen ja die Standlichtbirnen, wenn ich es richtig gesehen habe, unter der Biluxbirne und auch bei der bei der Ente sitzen die im unteren Teil des Reflektors. Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass es dieser rote Kunststoff zu Zeiten als er noch jung und klar war, irgendwelches Streulicht vom Hauptscheinwerfer zurück zum Auge des Fahrers weitergeleitet hat.
Die Sache mit den zwei in Serie geschalteten 6V-Birnen ist wohl praktikabel, wenn jede der beiden Birnen die gleiche Wattzahl wie eine 12V Standlichtbirne hat, aber erstens verdoppelt man damit die möglichen Fehlerstellen (je zwei Kontake an der Birne selbst, und je zwei Anschlüsse an der zweiten Fassung, sowie die Tatsache, dass das Standlicht ausfällt, wenn die Kontroll-Lampe ausfällt), und zweitens würde mich persönlich viel mehr interessieren, wenn eine der beiden grossen Bilux-Birnen ausfällt. Und das wird vermutlich häufiger vorkommen, weil man im Fahrbetrieb nachts recht häufig zwischen Fern- und Abblendlicht hin und herschaltet, derweil die Standlichtbirnen zu Beginn der Fahrt einmal eingeschaltet und am Ende der Fahrt wieder ausgeschaltet werden.

Wenn ich schon solche roten Bobbel oben in meinen Scheinwerfern hätte und die noch Licht durchlassen, würde ich was Anderes machen: Die gemeinsame Ableitung der Bilux-Birne über einige wenige Drahtwindungen aus dickem Draht leiten, die um ein kleines Reed-Relais gewunden sind, das dann die nachzurüstende Kontrollbirne unter dem roten Bobbel ansteuert. Wenn man die Plus-Spannung für die Kontroll-Leuchte über zwei Si-Dioden jeweils von der Zuleitung für die Abblend- bzw Fernlichtwendel abnimmt, bräuchte man dafür ausserhalb des Scheinwerfers keine zusätzliche Verdrahtung und hätte eine echte Kontrolle
über das Hauptlicht.

Klemens

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Di 27. Nov 2012, 23:04
von aquablader
Reedschalter in einer DS... Teufelszeug... ;oD

LG

Ingo

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Di 27. Nov 2012, 23:47
von Robert
Hallo Klemens,

das hört sich gut an. M.E. dient der/die/das Bobbel in der "Originalkonfiguration" schon zur Kontrolle des Standlichts, denn das meiste Licht, das oben ankommt, dürfte ja von den freiliegenden Standlichtbirnen kommen. Insoweit ist Ingos Idee schon mal ganz gut (zumal ich mein Auto nicht zuletzt wegen der H4-Umrüstung komplett auf 12V umgebaut habe). Da wir aber heute im Gegensatz zu den seinerzeitigen Gepflogenheiten in France nicht mehr mit Standlicht durch die Gegend fahren, ist eine Kontrolle des Fahrlichts eine Lösung, die absolut Sinn macht. Die Dioden wären allerdings auch nicht nötig, denn die Reihenschaltung Reed-Relais/Kontrolllampe kann man ja parallel zum Standlicht vorsehen. Frage ist, ob ein paar Windungen Draht zur Betätigung des Reed-Kontakts reichen (ich würde mich ganz unbescheiden als einigermassen erfahrenen "Elektroniker" bezeichnen, aber ausgerechnet mit diesen Bauteilen habe ich in der Praxis bisher kaum Erfahrungen). Ich denke, ich werde das mal ausprobieren, wenn ich Zeit habe. Danke für Deine Anregung. Das mit dem Abziehen der Chromringe hattte ich nicht erwähnt, da ich dachte, dass Du das schon der Fahrzeug-Bedienungsanleitung entnommen hättest.

Viele Grüsse vom anderen Ende der Sesamstrasse
roBERT

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Mi 28. Nov 2012, 13:01
von Langhuber
Hallo Robert,

die Idee mit der Versorgung der Kontroll-Lampe aus dem Standlicht ist gut. Wahrscheinlich wissen die hartgesottenen DS-Fahrer, die Reedrelais für Teufelszeug halten, gar nicht, was Si-Dioden sind. Sonst hätten Sie mir gleich die Luft aus dem Reifen abgelassen. ;-)

Ich habe grade ein Experiment gemacht: Ich habe ein zufällig rumliegendes Reed-Relais mit der Grösse 30*3 mm² mit ein paar Windungen Draht umwickelt und dabei die Relaiskonstante von 27 AmpereWindungen gemessen. Diese Konstante ist Bauteileabhängig und beinhaltet die magnetischen und mechanischen Eigenschaften. Sie gibt an, wieviel Ampere nötig sind, damit das Relais bei einer Wicklung mit einer Windung anzieht.
Ich hatte eine Stromquelle, die 3A liefert, also waren 9 Windungen um den Kontakt nötig, um ihn zum Anziehen zu bringen. Bei einer H4-Birne mit > 45 Watt wären demnach etwa 8 Windungen um den Reed-Kontakt nötig.
Das Problem dabei ist, dass der Draht der Wicklung so dick sein muss, dass er für den durch ihn fliessenden Strom nicht allzuviel Widerstand besitzt, und dass er es andererseits gestattet, eine stabile Spule um den doch recht kleinen Relaiskörper zu gestalten. Ich würde es im ersten Anlauf vielleicht mal mit NYM-J, 1,5mm² oder NYM-J, 2,5mm² probieren und über einem Dorn eine zweilagige freitragende Spule mit jeweils 4 Windungen pro Lage modellieren, durch die dann der Reed-Kontakt geschoben wird.
Zweiter Aspekt ist, dass eine 5W-Kontroll-Lampe immerhin über 0,4A zieht, was der Reed-Kontakt abkönnen muss.
Für die Puristen: Man braucht natürlich nicht unbedingt ein Reed-Relais. Man nehme ein ganz normales 12V-Kfz-Relais, messe, welcher Strom bei 12 V fliesst. Dann wickle man die Spule aus dem sehr dünnen Draht ab und zähle die Windungen. Die Windungszahl mit dem Spulenstrom multipliziert ergibt die AmpereWindungen des Relais. Daraus kann man die benötigte Windungszahl für 4 oder 5 Ampere berechnen. Diese auf den Spulenkörper aufwickeln und das Relais entweder LHS-rot oder LHM-grün anpinseln und schon ist alles stilecht. ;-)

Zur Bedienungsanleitung: Ich habe nur das recht dünne Heftchen vom Franzosen, von dem ich zudem nicht weiss, ob es wirklich zu meiner Madame passt. Da steht nix über den Lampenwechsel drin.

Klemens

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Mi 28. Nov 2012, 20:52
von Langhuber
Hier zwei Bilder meines Testaufbaus. Ich habe als Draht einen ca 2mm dicken verzinnten Cu-Draht verwendet. Bei einem Strom von 3A fallen an der Spule 10mV ab, d. h. sie hat einen Widerstand von 0.0033 Ohm.
Wegen der besseren Anschliessbarkeit (Übergangswiderstände) ist es vermutlich günstiger, Litze zu verwenden, so dass man an den Enden gleich passende Stecker anquetschen kann. Da müsste man nach Litze mit dünnerer Isolation schauen wegen des Volumens der Wicklung. Ausserdem muss man in dem Fall die Wicklung in geeigneter Weise fixieren, z. B. mit Stabilit Express oder Schrumpfschlauch oder Kunststoffröhrchen.
Als Relais würde ich es vielleicht mit dem 503827-62 eines bekannten Elektronikfritzen versuchen. Natürlich muss man bei dem die Ampere-Windungen neu ermitteln, ich nehme aber an, dass sie ähnlich wie bei mir sind.



Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Mi 28. Nov 2012, 21:31
von patric
... also stilecht und simpel wäre die Verwendung eines Galsfaser-Lichtleiters wie bei der Zündschlossbeleuchtung der späteren Baujahre. Damit hätte man dann beide (Haupt- und Standlicht) unter Kontrolle.