Re: Bremsen Kurzhuber
Verfasst: Mi 12. Okt 2011, 14:13
Hallo Sebastian,
ich weiß, das Rückstellen durch Scheibenschlag ist allgemein fest eingebrannt, Du kannst Dich aber ganz einfach beim nächsten Reifenwechsel (bei jedem beliebigen Fahrzeug) vom Gegenteil überzeugen.
Wenn Du kräftig aufs Pedal steigst, kannst Du gut erkennen wie sich die gesamte Vorrichtung verbiegt und der Kolben sichtbar rauskommt. Lässt man das Pedal los, muss der Weg der elastischen Verbiegung wieder abgebaut werden, die Beläge von der Scheibe ‚genommen’ werden und nicht zu vergessen, die Bremsflüssigkeit (egal ob LHM, DOT, …) muss aus dem Zylinder durch die dünne Bremsleitung wieder zurück zum Bremsventil / Vorratsbehälter gepresst werden. Diese Aufgabe übernimmt tatsächlich der Dichtring. Und dass er das kann erkennt man daran, dass man (bei intakter Anlage) unmittelbar nach Abbau des Bremsdrucks die Radnabe ganz leicht mit der Hand hin und her drehen kann.
In O-Ring-Katalogen kannst Du Berechnungsformeln und Tabellen dazu finden. Vor der ‚Gleitphase’ kommt es zuerst immer zur Verformung des Rings. Der daraus resultierende Weg hängt von Nut, Dicke des Rings, Reibwerten von Ring auf Kolben, Druck, etc. ab. Ein kleiner Schlag der Scheibe kann den Kolben gar nicht nachhaltig reindrücken, es wird nur der Ring verformt, der Kolben kommt danach wieder raus.
Das maximale Schlagmaß der Scheiben plus Lagerspiel soll unter dem Kolbenweg des Dichtrings bleiben, der Dichtring spielt also eine tragende Rolle.
L.G.
Dietmar
ich weiß, das Rückstellen durch Scheibenschlag ist allgemein fest eingebrannt, Du kannst Dich aber ganz einfach beim nächsten Reifenwechsel (bei jedem beliebigen Fahrzeug) vom Gegenteil überzeugen.
Wenn Du kräftig aufs Pedal steigst, kannst Du gut erkennen wie sich die gesamte Vorrichtung verbiegt und der Kolben sichtbar rauskommt. Lässt man das Pedal los, muss der Weg der elastischen Verbiegung wieder abgebaut werden, die Beläge von der Scheibe ‚genommen’ werden und nicht zu vergessen, die Bremsflüssigkeit (egal ob LHM, DOT, …) muss aus dem Zylinder durch die dünne Bremsleitung wieder zurück zum Bremsventil / Vorratsbehälter gepresst werden. Diese Aufgabe übernimmt tatsächlich der Dichtring. Und dass er das kann erkennt man daran, dass man (bei intakter Anlage) unmittelbar nach Abbau des Bremsdrucks die Radnabe ganz leicht mit der Hand hin und her drehen kann.
In O-Ring-Katalogen kannst Du Berechnungsformeln und Tabellen dazu finden. Vor der ‚Gleitphase’ kommt es zuerst immer zur Verformung des Rings. Der daraus resultierende Weg hängt von Nut, Dicke des Rings, Reibwerten von Ring auf Kolben, Druck, etc. ab. Ein kleiner Schlag der Scheibe kann den Kolben gar nicht nachhaltig reindrücken, es wird nur der Ring verformt, der Kolben kommt danach wieder raus.
Das maximale Schlagmaß der Scheiben plus Lagerspiel soll unter dem Kolbenweg des Dichtrings bleiben, der Dichtring spielt also eine tragende Rolle.
L.G.
Dietmar