Hallo Tom,
ich wollte Dich nicht persönlich beleidigen. Wenn das so bei Dir angekommen ist, tut mir das sehr leid.
Nebenbei: Der "fool" in dem Spruch ist ja nur drin, damit es sich auf "tool" reimt.
Statt des Prueflampen-Bloedsinns aus den 50er Jahren gehoert in jedes Auto ein Multimeter fuer ein paar Euro!
Aber da habe ich eine ganz andere Meinung:
Gerade "Multimeter für ein paar Euro" haben z. T. einen recht schwachen Anzeigekontrast und können im Halbdunkel des Motoraumes nur mühsam abgelesen werden. Ausserdem braucht eine digitale Anzeige immer eine längere Zeit, bis sie ihren Endwert erreicht hat. Ein Prüflampe dagegen leuchtet in der zehntel Sekunde auf, in der es Kontakt gibt. Und da kommt gleich der nächste Vorteil der Prüflampe ins Spiel: Es leuchtet an der Stelle, an der man piekt. Man muss den Kopf nicht wegdrehen, weil das Multimeter vielleicht irgendwo auf der Batterie liegt, oder mal grade runtergerutscht ist und in den Tiefen des Motorraumes vewrschwunden ist.
Und noch etwas, was zwar nicht prinzipiell bedingt ist, aber meiner Erfahrung nach eigentlich trotzdem immer gilt: Meine Prüflampe hat eine sehr scharfe Spitze, mit der ich mir
a.) mühelos in den Finger pieksen kann
und
b.) viel besser durch 50 Jahre Oxidschichten durchkomme
als mit den ach so ergonomischen abgerundeten Sicherheitsprüfspitzen der heutigen Instrumente.
Zudem habe ich noch keines dieser Billiginstrumente gesehen, bei dem ein Krokodilklemme zum Lieferumfang gehört.
Und last but not least: Wenn man sein Digitalinstrument nach zwei Jahren endlich mal braucht, dann ist die Batterie leer.
Deswegen ist das bei mir so wie mit den Schraubenschlüsseln: Ich habe sowohl die Prüflampe, als auch ein analoges Multimeter an Bord. Das braucht nämlich keine Batterie, und hat einen kontrastreichen schwarzen Zeiger auf weisser Skala. Und auch so ein Zeiger macht einen schnelleren Dip, wenn Spannung anliegt, wobei es mich beim
Ausfall eines Teils der elektrischen Anlage herzlich wenig interessiert, ob die Bordspannung grade 11V oder 14V ist.
Etwas anderes ist es selbstverständlich, wenn ich z. B. versuche, meinen Gleichstromregler zu justieren. Dann interessieren mich die zehntel Volt selbstverständlich.
Also nochmal:
Nix für ungut
Klemens