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Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen
Verfasst: Do 30. Mai 2013, 23:30
von DS20_break
Hallo Karl,
meine Motivation für die 1% Mischung ist das Alter des Motors. Die Kolbenringe danken dir den kleinen Zusatz (ähnlich Obenöl) durch Beweglichkeit. Auch wird der Verschleiß der Zylinder und Kolben vermindert.
Jedenfalls sagt man so

Da ich meinen Motor nicht zerlegt habe und auch keinen Vergleich bei gleichem Motor und gleicher Fahrweise und einmal mit und einmal ohne Zusatz habe, kann man also über den Nutzen trefflich streiten. Gefühlt tuts meinem Motor gut.
Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen
Verfasst: Fr 31. Mai 2013, 01:32
von tomsail
eine weitere motivation 1% öl zum normalen ottokraftstoff zuzumischen ist das konservieren der schönen blumen am wegesrand!
der feine ölnebel verhindert das austrocknen der blüten und so hält das ganze länger.
mal im ernst hardy:
du kippst dir nen halben liter öl in den tank?
ist das wirklich dein ernst, oder verarschst du uns hier?
machst du das auch bei deinen katalysator-autos???
[sub](dann interessieren mich deine AU-berichte der letzten jahre!!)[/sub]
ehrlich: das ist "umweltdrecksau" erster güte und bringt ausser übelsten emmissionen nichts für motor und auto.
grüße
thomas
Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen
Verfasst: Fr 31. Mai 2013, 07:57
von Gerhard Trosien
[quote=tomsail]
..."umweltdrecksau" erster güte ...[/quote]ist das sicher nicht. Mit einer Zumischung von 1% modernem 2-T-Öl wird aus einem D-Modell kein Trabi mit blauer Qualmwolke. Und die Abgaswerte der alten DDR-2-Takter waren alles andere als katastrophal.
Ich kann was über 2-Takt-Öl-Beimischung bei Dieselmotoren schreiben: da ist das Verfahren so alt, wie Dieselmotore allgemein gebräuchlich sind. Es gibt wohl sogar Taxiunternehmen mit eigener Tankstelle, die beim Befüllen der Tanks erst mal ein Fass Zweitaktöl in den Erdtank geben.
Ein Taxiunternehmer hat vor längerer Zeit das ideale Mischungsverhältnis ermittelt: es liegt bei 1:250, d.h. 1/4l Öl je Tankfüllung á 60l.
Die Beimischung reduziert den Verschleiß der Einspritzpumpe Richtung "null", heute sehr wichtig bei den älteren Roto- bzw. Lucas-Verteilerpumpen, die zur inneren Schmierung auf den heute nicht mehr vorhandenen Schwefelanteil im Kraftstoff angewiesen sind. Für die Einspritzdüsen soll der Zusatz auch sehr nützlich sein.
Beides: Einspritzpumpen dieser Bauart und Einspritzdüsen suchen wir beim D-Modell vergeblich, die allermeisten haben einen Vergaser. Aber hier kommt möglicherweise etwas Anderes zum Tragen: die geringe Beimischung soll die Verbrennung verbessern. Subjektiv läuft der Motor mit Beimischung besser, ich habe etliche Tankfüllungen mit 2-T-Öl versetzt. Über ein nicht nur subjektives, positives Ergebnis kann ich tatsächlich berichten: die Ablagerungen im Brennraum verschwanden. Ich hatte nach einigen Tankfüllungen ein 2-T-Öl-unabhängiges Problem und habe den Zylinderkopf heruntergenommen: die Brennräume waren sauber, sogar der kleine Pfeil auf dem Kolbenboden war zu erkennen.
Die Beimischung habe ich danach weggelassen, und als ich letztes Jahr nach einigen Jahren zusatzlosem Betrieb den Motor zerlegte, waren die Brennräume gewohnt verkrustet. Auf die Kolberinge und deren Festwerden soll die Beimischung ebenfalls einen positiven Einfluss haben, das konnte ich aber nicht feststellen, weil ich damals nur den Kopf abnahm. Der Motor, den ich vor dem 2-T-Öltest von Hand auch ohne Zündkerzen kaum durchdrehen konnte, ließ sich nach dem kurzen Experiment jedenfalls wieder von Hand drehen.
Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen
Verfasst: Fr 31. Mai 2013, 09:05
von maldini
hallo Gerhard, hallo Hardy,
.. Subjektiv läuft der Motor mit Beimischung besser..
das wäre ja was, ich werde das mal ausprobieren!
150ml auf 40ltr. sprit? - vielleicht gar nicht schlecht, das Benzin wird heute ja nicht mehr nach Qualität- oder Kostenkriterien, sondern auch politisch motiviert gemixt wird.
Macht das sonst noch wer?
Was mir so durch den kopf geht -
Es scheint so ein Taxirotwelsch zu sein, mit dem Oel .. man weiss es - aber redet nicht drüber. Vielleicht mit den Feinstofffiltern im Öl/Hydrauliköl Kreislauf zu vergleichen? Die einen schwören drauf - die zweiten warnen vom additivverlust - die dritten glauben nicht an die Wirksamkeit.

)
grüsse Karl
Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen
Verfasst: Fr 31. Mai 2013, 09:41
von Langhuber
Ich überlege zwar, ob so eine Ölbeimischung vielleicht im Sinne der Blei-Ersatzmischung für die Ventilsitzschmierung nützlich sein könnte...
Aber was heisst das denn konkret:
[quote=Hardy]
.. Subjektiv läuft der Motor mit Beimischung besser..[/quote]
Fährst Du ab und zu auch ohne Obenöl und dann zieht er schlechter, oder klopft früher oder wie? Und nach dem nächsten Tanken geht die Post ab?
Ich denke objektiv kann man mehr für "besseres Laufen" tun, wenn man die Unterbrecherkontakte regelmässig einstellt und bei Bedarf erneuert.
Und bevor jetzt die typische Hardy-Antwort kommt:
Ja, ich habe schon mal einen Tankdeckel gesehen und ich weiss auch dass der vorne im Motorraum auf dem senkrecht vor dem Ventilator stehenden Benzintank sitzt und zum Tanken aufgeschraubt werden muss.
Klemens
Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen
Verfasst: Fr 31. Mai 2013, 09:49
von tomsail
[quote="Gerhard Trosien"]
[quote=tomsail]
..."umweltdrecksau" erster güte ...[/quote]ist das sicher nicht. Mit einer Zumischung von 1% modernem 2-T-Öl wird aus einem D-Modell kein Trabi mit blauer Qualmwolke. Und die Abgaswerte der alten DDR-2-Takter waren alles andere als katastrophal.
[/quote]
OK, das ist natürlich alles ansichtssache.
wenn man die abgaswerte eines trabbi als "gut" einstuft, dann ist das nicht schlimm.
dann ists auch OK wenn man im garten einen feuchten reisighaufen mit reifen und altöl zum brennen bringt. das mit den braunkohlekraftwerken in der DDR war dann auch nicht so tragisch.
da ich mich beruflich u.a. auch mit abgasnachbeandlung beschäftige und klimmzüge und technische tricks mache, damit die abgaswerte von 2020 eingehalten werden, hab ich da eine etwas andere einstellung.
öl als betriebsstoff einem nachkriegs-OTTOMOTOR beizumischen ist "umweltdrecksauerei" weil vorsätzlich und unnötig.
wer das bei einem modernen motor macht, richtet seine katalysatoren wohl binnen zwei tankfüllungen zugrunde.
grüße
thomas
Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen
Verfasst: Fr 31. Mai 2013, 10:00
von hgk
nur mal so als Denkanstoß:
Wer im Übermaß Teile verzinkt, hinterläßt an anderer Stelle Galvanikschlämme.
Wer im Übermaß Teile in der Garage reinigt, sorgt für Luft, Wasser- und Bodenverschmutzung sowohl bei Produktion der Mittel als auch bei deren Einsatz.
Wer im Übermaß Teile tauscht, sorgt für Transportbelastungen und Emissionen für Produktion.
Ist das keine vorsätzliche "umweltdrecksauerei"?, wäre alles nicht nötig ...
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen schmeissen.
Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen
Verfasst: Fr 31. Mai 2013, 10:43
von tomsail
wer im übermaß siliziumplatten aufs dach knallt die bei der herstellung mehr energie brauchen als sie jemals über die lebensdauer produzieren.....der soll keine dreckbollen werfen.
Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen
Verfasst: Fr 31. Mai 2013, 10:46
von DS20_break
Also falls wir uns jetzt über 1% modernes Zweitaktöl im Tank unterhalten und nicht über DDR Braunkohlekraftwerke oder veraltete Dieselloks der DB, spiele ich mit.
1. Wenn ich mal 10 bis 20 ltr nachtanke, erspare ich mir die 1%. Ansonsten kommen 1% in den Tank.
2. Die Alltagsautos sind moderne Diesel mit DPF, ich weiß warum.
3. Den DKW F7 fahre ich statt 1:25 mit 1:40.
4. Rasen mähe ich (wenn überhaupt) elektrisch.
5. Nein Klemens, ich fahre ohne Stoppuhr und auch keine Hochgeschwindigkeitsrallys, ich konnte dank des vorhandenen Gens in mehr als 50 Jahren motorisierter Fortbewegung ein Gefühl für die Laufkultur eines Motors entwickeln.
P.S. Zündung und Vergaser werden selbstverständlich regelmäßig gewartet, wer tut das denn nicht?
Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen
Verfasst: Fr 31. Mai 2013, 10:49
von maldini
.. hab 12 davon auf dem Dach - produzieren den eigenbedarf
produktionsinput ist nach ca. 4 Jahren erreicht -
von allem hast du aber keine ahnung tom ..

)
grüsse karl