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Re: Auspuffkrümmer demontieren

Verfasst: Sa 9. Nov 2013, 21:48
von sebastianklaus
Hallo Uwe,
die DS- Stehbolzen haben standardmäßig M8-Gewinde. Aber es kam (jedenfalls bei meinen Zylinderköpfen) durchaus vor, dass die Gewinde im Alu-Kopf völlig ausgenudelt waren. Wenn mann nun einen Stehbolzen nimmt, der auf der "kurzen" Seite (das ist die, die in den Kopf eingestzt wird), M10 verwendet und auf der "langen" Seite (das ist die, die dann im Krümmer sitzt) wie bisher M8, dann ist das ausgerissene Gewinde im Kopf kein Problem, man landet beim Aufschneiden auf M10 (wenn man das vorsichtig macht) definitif nicht im Wassekanal.
Ich habe mir die Stehbolzen damals in unserer Lehrwerkstatt anfertigen lassen, und zwar einige M8/M8 und (Für die Raparatur) einige M8/M10.
Meines Erachtens und nach meiner Erfahrung reichen normale Kupfermuttern aus dem Autozubehör in Verbindung mit den hochwarmfesten Stehbolzen vollkommen, kein Problem.
Ich persönlich halte von den "normalen" Helicoil- Produkten nichts oder man muss schon auf "Super-Helicoil- Muttern für den Großmotoren- / Rennwagenbau gehen (da kommt Tomsail her), aber das ist für unsere Motoren wirklich eine Nummer zu viel "Hightech".
Wie schon geschrieben, ist z.B. 1.4841 ein Klasse- Werkstoff für die Stehbolzen, der wird NIEMALS verzundern unter dieser laschen Temperaturbelastung.
Vielleicht findest Du ja einen Dreher, der Dir die Dinger dreht. Das Halbzeug (Rundmaterial Durchmesser 10 ist geeignet) musst du natürlich im gut sortierten Stahlhandel (Internet) bestellen.
Viele Grüße
Sebastian