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Re: LHS-Teile pökeln oder einkochen?
Verfasst: Sa 19. Jul 2014, 08:49
von Christian T
Hallo Ralf,
...zumal es bei den deutschen Autos ein paar Besonderheiten gab, die wohl nur hier in Deutschland vokamen.
Aber das Ding hat so grottige Schweissversuche über sich ergehen lassen müssen, dass der Aufwand einfach nicht lohnt.
Zum luftdichten Verpacken fällt mir jetzt nur Frischhaltefolie ein. Hast Du das so gemacht?
Viele Grüße
Christian
Re: LHS-Teile pökeln oder einkochen?
Verfasst: Sa 19. Jul 2014, 09:03
von VJ
Hallo,
Meistens sind die LHS- NOS-Teile festgegammelt und oxidiert, andersrum gibt es auch ausnahmen.
Ich habe am Montag in Frankreich auf einem Dachboden eines Privathauses NOS-Ersatzteile gekauft die dort seit 1982 gelagert waren.
Alle LHS -Teile waren gangbar und ließen sich drehen oder bewegen. Es kann auch sein das die deshalb nicht vergammelt waren weil auf dem Dachboden keine Feuchtigkeit war und immer ein Zugluft dieses nicht zuließ.
Zb: eine Hydraulikpumpe für die ersten Baujahre ( die bei der die Hauptdruckleitung durchgeht und auf andere Seite der Pumpe festgezogen wird ) ließ sich ganz normal drehen und war minimal mit LHS befühlt und nachdem ich den Stopfen entfernt habe kam daraus ganz sauberes und Rostfreies LHS heraus.
Aber die meisten LHS -Teile sind festgerostet, da die jahrelang in feuchten Autogaragen lagen, da habe ich bei meinem neuem Fundus Glück gehabt.
Gruß
Vlado
Re: LHS-Teile pökeln oder einkochen?
Verfasst: Sa 19. Jul 2014, 10:18
von rsa404
[quote=VJ]
Hallo,
Ich habe am Montag in Frankreich auf einem Dachboden eines Privathauses NOS-Ersatzteile gekauft die dort seit 1982 gelagert waren.
Alle LHS -Teile waren gangbar und ließen sich drehen oder bewegen. Es kann auch sein das die deshalb nicht vergammelt waren weil auf dem Dachboden keine Feuchtigkeit war und immer ein Zugluft dieses nicht zuließ.
Zb: eine Hydraulikpumpe für die ersten Baujahre ( die bei der die Hauptdruckleitung durchgeht und auf andere Seite der Pumpe festgezogen wird ) ließ sich ganz normal drehen und war minimal mit LHS befühlt und nachdem ich den Stopfen entfernt habe kam daraus ganz sauberes und Rostfreies LHS heraus.
Aber die meisten LHS -Teile sind festgerostet, da die jahrelang in feuchten Autogaragen lagen, da habe ich bei meinem neuem Fundus Glück gehabt.
Gruß
Vlado[/quote]
Ja, Vlado, ich denke, genau da liegt der Hund begraben. Ich habe alle Teile in transparente Plastikbeutel verpackt, die Luft mit dem Mund aus den Beuteln gesaugt und die Dinger anschließend verschlossen.
Und gelagert habe ich sie in meinem trockenen und zudem im Winter beheizten Keller.
Schöne Grüße, Ralf
Re: LHS-Teile pökeln oder einkochen?
Verfasst: Di 22. Jul 2014, 18:41
von Bernhard(Süd)
Hallo,
...na zunächst mal sind das ja "ganz normale" (hochpräzise) Stahlteile, die es zu konservieren gilt.
Also würde ich:
1) Gummis entnehmen, mit Spiritus anhaftendes LHS abwaschen, mit Silikonfett aus der Tube einreiben.
2) Das Bauteil selbst ebenfalls gut mit Spiritus waschen, trocknen, mit (Silikon-) Fett konservieren.
Wenn man dann alles noch in "vakuumierte" Beutel packt, dürfte es optimal sein.
Wenn bei Ralf das "Vakuumieren" allein schon einwandfreie Resultate zeigt, umso besser; vielleicht spielt ja der Zutritt von Luftsauerstoff und -Feuchtigkeit bei der Korrosion durch LHS wirklich die entscheidende Rolle?!? Dies stünde wiederum eher im Gegensatz zu Vlados Beobachtung der Teile, die auf dem Dachboden vermutlich luftkontakt hatten...).
Grüsse:
Bernhard
Re: LHS-Teile pökeln oder einkochen?
Verfasst: Mi 23. Jul 2014, 08:19
von KW
23.07.2014 KW
Hallo an Alle,
bin kein Fachmann, habe aber immer wieder folgendes erlebt:
Metallteile waren nach vielen Jahren Einlagerung wie neu, wenn sie in Ölpapier gewickelt und trocken aufbewahrt wurden.
Wer beim Bund war, weiß, dass das Gewehr, wenn es nass wurde, sofort in eine Wolldecke eingewickelt wurde.
Wolle hat positive Eigenschaften durch den Wollfettgehalt und das ausgleichende Klima.
Jeder hat im Sommer schon festgestellt, dass Baumwollkleidung nass und knittrig wurde, Wollbekleidung aber in Form bleibt.
Trägt man im Sommer leichte Wollkleidung, fühlt man sich sehr wohl.
Die Kombination Ölpapier, Wollumkleidung und trockener Raum müsste optimal sein.
Re: LHS-Teile pökeln oder einkochen?
Verfasst: Mi 23. Jul 2014, 12:42
von Bernhard(Süd)
Hallo KW,
ja, das hat `was für sich.
Aber es gibt halt auch die besonders schlimme Korrosion im INNERN LHS-benetzter, verschlossener (verschraubter) Bauteile, wo das trockene Luft- oder Wollklima gar nicht "rankommt"!
Dort drinnen würde ich dann eben reinigen und fetten...
Grüsse:
be
Re: LHS-Teile pökeln oder einkochen?
Verfasst: Mi 23. Jul 2014, 23:40
von 1956-1969
Eine gute Idee ist also die Unterbringung der Schlachtteile im Kleiderschrank. In eine Socke passen mehrere Radbremszylinder, aber nur ein Bremssattel. ☺
Na, und gängige Kolben heißt ja nicht, dass die Teile in Ordnung sind.
Da hat man z.B. vordere Bremssättel Langhub, die mit den originalen Dichtungsmaßen undicht sind, weil die Nuten dahinter aufgegammelt sind. Die Sättel pissen dann im drucklosen Zustand, während sie unter Bremsdruck abdichten.
Fragt mal Leute, die sich damit öfter beschäftigen, weil sie sich auf die Aufarbeitung dieser Teile spezialisiert haben.
Und Christian, Experten für Langzeitkonservierung triffst du ab und zu auf dem Roten Platz....Uli
Re: LHS-Teile pökeln oder einkochen?
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 01:06
von Bernhard(Süd)
Hallo Uli,
...das gilt nicht:
Bitte nenne doch die Spezialisten, die sich auf die Aufarbeitung...spezialisiert haben.
[sup]Sonst kann man sie nicht befragen.[/sup]
ODER???
Gruss be
Re: LHS-Teile pökeln oder einkochen?
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 08:49
von 1956-1969
M. Strack in Datteln und U. Petermann in Undeloh wären schon mal 2 Namen. Uli
Re: LHS-Teile pökeln oder einkochen?
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 09:21
von Christian T
Wie wäre es denn, das ganze Geraffels einfach in Sandersfett zu köcheln und dann abkühlen zu lassen?
Dann stinkt es auch nicht so nach Mäusepisse im Kleiderschrank.
BTW: Was haben denn Strack und Petermann mit Lenin zu tun?

Christian