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Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Mo 17. Nov 2014, 21:28
von Langhuber
[quote=hgk]
Schneller drehen ohne Öl hat mehr Verschleiß als langsam drehen ohne Öl ...
[/quote]
... und ich hatte mir schon überlegt, den Handhebel meiner AC-Pumpe über einen Bowdenzug vom Wageninneren aus zu betätigen.

Aber wahrscheinlich hast Du recht: vor dem Anlassen einer Diesellok hört man schliesslich auch die elektrisch betriebene Vorschmierpumpe.
Klemens
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Mo 17. Nov 2014, 21:43
von 1956-1969
@Ralf: Freut mich, dass wenigstens einer das unmittelbare Anspringen der Langhuber auch noch nach 2 Wochen Stand bestätigt. Wie ich das kenne und oben geschrieben habe. Bei noch längerem Stillstand hält der Handhebel diese Eigenschaft perfekt aufrecht.
@Klemens: Zur Guiot-Pumpe mit Handhebel:
Der innere Benzinfilter ist ein Stapel Messingplättchen mit Nasen zum Abstandshalten. Braucht auch nach 100 Jahren nicht getauscht zu werden, denn alles ist zerlegbar und zu reinigen.
Zugänglich ist er nach Lösen der oberen Rändelschraube von Hand. Unter der Glocke, die man dann abnehmen kann ( auch bei eingebauter Pumpe), sind keine Gummidichtungen zu finden, glaube ich mich zu erinnern. Alles dichtet Metall auf Metall.
Was meinst du mit „BTW: (Guillot-Pumpe)“?
Uli
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Mo 17. Nov 2014, 22:08
von Langhuber
1956-1969 hat geschrieben:
Was meinst du mit „BTW: (Guillot-Pumpe)“?
Äh sorry, erstens kleiner Schreibfehler, irgendwie muß man zur Zeit öfters an die Guillotine denken.
Zweitens, es gehört ja nicht direkt hier zum Thema, aber als ich das Bild von rsa404's Pumpe gesehen habe, wollte ich die Gelegenheit nutzen, themenfremd zu fragen. Bei der AC-Pumpe ist der Filter ein Stapel aus Kunststoffscheiben, den man wohl zur Reinigung etwas auseinanderziehen und lockern kann.
[attachment 8980 bp0162.JPG]
Ich hatte mir überlegt, ob an den Endstellen des Filterzylinders (die schwarzen Fragezeichen) eine Dichtung hingehören könnte.
(BTW ist die Abkürzung für "By The Way", wenn wir grade schon davon reden...
Klemens
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Mo 17. Nov 2014, 23:35
von DS20_break
[quote=DS20_break]
Wo ist da mein gedanklicher Fehler?
[/quote]
ich glaub ich hab ihn gefunden: Verdunsten und verdampfen sind zwei verschiedene Dinge. Innerhalb von 14 Tagen verdunstet unser Sprit. Mit heißem Motor im Stau oder abgestellt kommt es zur Dampfblasenbildung. Diese Dampfblasen lösen sich beim Abkühlen wieder auf. Danach kann das Benzin dann gemütlich verdunsten oder zur Gemischaufbereitung im Vergaser verwendet werden

Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Di 18. Nov 2014, 10:31
von rsa404
Hallo Klemens,
Fotos zum Filter der GUIOT-Pumpe findest Du übrigens hier.
http://rsa-rgs.blogspot.de/2012/09/die- ... html#links
Gruß,
Ralf
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Di 18. Nov 2014, 21:12
von Claude-Michel
So sieht der Filter meiner DSuper5 aus wenn sie ein paar Tagen stand:

.
Wie es im Vergaser aussieht weiß ich nicht. In diesem Zustand muss eine Weile georgelt werden bis der Motor anspringt.
So sieht er aus nachdem ich die Elektropumpe laufen ließ:
Ich gehe davon aus, daß hier der Vergaser auch voll ist weil der Motor sofort startet.
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Di 18. Nov 2014, 22:55
von Langhuber
Igittigit!
So ein hässliches Teil kommt mir nicht unter die Haube!

Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Di 18. Nov 2014, 23:16
von 1956-1969
Claude-Michel, das ist kein D-Super5 Filter, sondern ein von dir freiwillig hinzugefügtes Plastikvolumen.
Kann es sein, dass erst dieses Teil deine Elektropumpe nötig macht? Immerhin enthält die Plastiktrommel, wenn sie leerläuft, viel mehr Benzin als das Stückchen Spritleitung, das vorher im Originalzustand da saß. Und das muss die Spritpumpe ja erst mal füllen, bevor was im Vergaser ankommt. Und leer laufen tut das Teil ja, wie dein erstes Foto zeigt.
Genug provoziert für heute abend ☺ , aber vielleicht ist ein Kern Wahrheit dran....
Über die Problematik habe ich noch nicht echt nachgedacht.
Uli
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Mi 19. Nov 2014, 09:04
von Langhuber
Die Idee mit dem schädlichen Zusatzvolumen ist interessant.
Citroën schreibt ja im alten Reparaturhandbuch vor, die Benzinpumpe auf Dichtigkeit zu testen, indem man das Auslassrohr verschliesst und am Einlassrohr Luft mit 0,3 Bar (?) reindrückt. Die Pumpe ist dabei im Benzinbad. Der Test dient dazu, die Dichtigkeit nach aussen zu testen.
Vielleicht wäre ein anderer Test in dem Zusammenhang aufschlussreicher: Die Pumpe mit Benzin füllen und zum Auslass Luft rein drücken. Wenn die Ventile im Inneren der Pumpe dicht schliessen, dürfte kein Benzin zurückfliessen, somit würde sich die Leitung auch nicht leeren.
Aber für den Betrieb ist eine minimale Undichtigkeit vermutlich nicht schädlich, weil die Pumpe schneller pumpt, als jeweils zurückfliesst.
Klemens
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Mi 19. Nov 2014, 09:25
von Claude-Michel
[quote=Langhuber]Igittigit!
So ein hässliches Teil kommt mir nicht unter die Haube!

[/quote]
Aber Klemens....du weißt doch, daß ich noch mehr so hässliches Neuzeug unter der Haube habe:
_ standard Batterie, mit den Anschlüßen auf der falschen Seite
_ elektrische zusatz Benzinpumpe
_ neue mechaniche Benzinpumpe zum Teil aus Kunststoff !!!!
_ elektronische Transistorzündung (pfui)
_ elektronischer Lichtmaschinen-Schaltregler
_ neue mechaniche Pumpe zum Teil aus Kunststoff !!!!
_ Autoradio mit ICs drin (beurk)