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Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Verfasst: So 5. Jul 2015, 16:58
von DS20_break
[quote=Langhuber]
Aber ich fahre einen Oldtimer. Und für mich gehört zum Oldtimer eben auch die Oldtimerelektrik, mit der meine Madame 52 Jahre alt geworden ist. Eigentlich erwarte ich in einem Oldtimerforum nicht (nur) Hinweise, wie man Drehstromlichmaschinen mit integriertem Laderegler anschliesst, sondern eher solche, wie man Fehler in traditioneller Elektrik findet und repariert. Und mit Reparatur ist eben nicht gemeint, einen Reprofake einzubauen, sondern eher, einen irgendwo gefundenen gebrauchten Regler/Lichtmaschine/Blinkgeber/Ventilator zu prüfen und ggfs zu reparieren.
[/quote]
Wie man Fehler an/in deinem Fahrzeug findet, sagen dir die Wartungshandbücher von Citroën. Der mechanische Regler gehört, genau wie die Unterbrecherkontakte zu den Verschleißteilen. Eine Reparatur durch Laienhände hat früher nie stattgefunden. Wenn du also das Feeling haben willst von vor 52 Jahren, dann musst du dir das Abschminken. Denn damals sind wir, wenn mal wieder eine Batterie ausgekocht war, zum Bosch Service oder zum Vertragshändler gefahren und haben uns die kaputten Teile neu gekauft und ggf. selber eingebaut. Es hat damals schon keine Firma gegeben, die die alten Kontakte aufgearbeitet hat, weil es sich nicht lohnt. Auch heutzutage lohnt sich das nicht.
Also kauf dir einen neuen/alten Regler oder Repro und bau ihn ein wenn deiner verschlissen ist, dann hast du das Feeling von vor 52 Jahren.

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Verfasst: Mo 6. Jul 2015, 00:28
von Robert
Liebe Gemeinde,

da ich meine Langhuberinnen umgebaut habe, weiss ich nichts über die Zuverlässigkeit der mechanischen Regler bei den Gleichstromlichtmaschinen zu sagen. (bei Citroën, bei Opel schon :-( )Was aber die Drehstromlichtmaschine angeht, ist nach meiner Erfahrung die Originalkonfiguration mit externem mechanischen Regler völlig alltagstauglich. Der Regler, den ich vor 15 Jahren und 80.000 km gesäubert und kontrolliert in meine ID eingebaut habe, macht da immer noch seinen Job. Desgleichen die in meinen anderen beiden Autos, aber da sind noch nicht so viele km zusammengekommen. Was Sinn macht ist, was, glaube ich, Uwe vor längerer Zeit vorgeschlagen hat, die BOB-Klemme über ein Relais zu versorgen, das verhindert das Auskochen der Batterie wirkungsvoll. Natürlich ist ein elektronischer Regler besser und effektiver, genau wie es auch eine 123-Zündung ist, aber das zeigt sich imho nur auf dem Prüfstand. Um zuverlässig unter heutigen Bedingungen von A nach B zu kommen, ist (nochmals imho) der technische Stand von 68 absolut ausreichend, der von 58 leider nicht so ganz.
Womit ich mich aber immer noch schwertue, ist das Wort "Oldtimer" für die Deesse. Ein Traction, ja, aber die Göttin ist zeitlos…

Viele Grüsse
Robert

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Verfasst: Mo 6. Jul 2015, 17:21
von Sensenmann
[quote=MarkusHe]
Hallo nochmal,
zur Frage von Sensenmann:
7806 ist eine übliche Bezeichnung für 6V-positiv-Spannungsregler. Manchmal werden sie auch µA7806 genannt. Die gibt´s in verschiedenen Leistungsklassen, ich empfehle pauschal die 1A-Version. Die Spannungsregler gibt´s im Elektronikhandel (Reichelt, Conrad, ...)
Ich gehe davon aus, dass die Tankuhr so wenig Strom zieht, dass kein Kühlkörper benötigt wird.

Grüße aus Franken!
MarkusHe

[/quote]
Ist eigentlich nur die Tankuhr umzubauen oder auch der Tankgeber? Schließlich ist das ja der Widerstandsregler für die Tankuhr

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Verfasst: Mo 6. Jul 2015, 22:53
von rsa404
[quote="Robert Kruse"]
Liebe Gemeinde,

da ich meine Langhuberinnen umgebaut habe, weiss ich nichts über die Zuverlässigkeit der mechanischen Regler bei den Gleichstromlichtmaschinen zu sagen. (bei Citroën, bei Opel schon :-( )Was aber die Drehstromlichtmaschine angeht, ist nach meiner Erfahrung die Originalkonfiguration mit externem mechanischen Regler völlig alltagstauglich. Der Regler, den ich vor 15 Jahren und 80.000 km gesäubert und kontrolliert in meine ID eingebaut habe, macht da immer noch seinen Job. Desgleichen die in meinen anderen beiden Autos, aber da sind noch nicht so viele km zusammengekommen. Was Sinn macht ist, was, glaube ich, Uwe vor längerer Zeit vorgeschlagen hat, die BOB-Klemme über ein Relais zu versorgen, das verhindert das Auskochen der Batterie wirkungsvoll. Natürlich ist ein elektronischer Regler besser und effektiver, genau wie es auch eine 123-Zündung ist, aber das zeigt sich imho nur auf dem Prüfstand. Um zuverlässig unter heutigen Bedingungen von A nach B zu kommen, ist (nochmals imho) der technische Stand von 68 absolut ausreichend, der von 58 leider nicht so ganz.
Womit ich mich aber immer noch schwertue, ist das Wort "Oldtimer" für die Deesse. Ein Traction, ja, aber die Göttin ist zeitlos…

Viele Grüsse
Robert[/quote]

Robert,

ganz genau, Du sprichst mir aus der Seele. Besser hätte ich es nicht formulieren können, in jeder Hinsicht übrigens.

Man merkt eben schon, wer mit den ­Ur-DeeSsen langjährige und praktische Erfahrung hat.

Erfahrung kommt nämlich von erfahren.

Schöne Grüße,
Ralf

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Verfasst: Di 7. Jul 2015, 15:32
von Ekki
Schlechte Erfahrungen kann man umgehen, indem man vorher(!) richtig plant / konstruiert.
Das nur so am Rande. ;-)


@Robert
Drehtstrom Limas gibt es auch für 6V....


Gruß,
Ekki

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Verfasst: Di 7. Jul 2015, 18:10
von rsa404
Diese Aussage ist so nicht richtig. Die Verluste durch die höheren Übergangswiderstände summieren sich bei 6-Volt schnell zu einer erklecklichen Summe. Außerdem belastet die Stromstärke Schalter, Kontakte und Leitungsverbinder mitunter enorm.

Da helfen weder eine Lima mit höherer Leistung und auch kein elektronischer Regler.

Es gibt keine sachlich belastbaren Gründe, an einer 6-Volt-Elektrik festzuhalten.

Gruß,
Ralf

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Verfasst: Di 7. Jul 2015, 19:58
von Ekki
@Ralf
Das ist mir alles viel zu oberflächlich und sachlich nicht fundiert genug. Dass 12V "pflegeleichter" ist, als 6V, ist unumstritten. Dass aber 6V nicht gut nutzbar ist, ist Unsinn. Ebenso Unsinn ist es, dass eine stärkere Lichtmaschine und Regler nicht helfen, den Stromhaushalt bei mehrehren Verbrauchern zu verbessern. Übergangswiderstände lassen sich ebenfalls in den Griff bekommen. Bei Elektronik / Elektrik kenne ich mich zufällig gut genug aus, um das abschätzen zu können. Ein Kumpel von mir hat ein halbes Dutzend 6V Autos, die sogar ohne technische Überarbeitung alle alltagstauglich sind. Mit dem bin ich auch schon nachts bei Regen über Landstraßen gefahren, ohne Angst um die Batterie haben zu müssen.

Und wenn man mit dem Argument der technischen Verbesserung daher kommt, sollte man bei einer Ur-DS ja besser alles "auf neuer" umbauen. 6V, LHS, Motor, etc... fast nichts war wirklich ausgereift in den ersten Baujahren. "Sachlich" gesehen gibt es grundsätzlich keinen Grund, den alten Kram am Leben zu halten... ;-)

Wie gesagt, es kann ja jeder sein eigene ideale Lösung finden, von mir aus auch 12 Volt mit altem Regler, aber das hier dann als die "ultimative, alternativlos beste Variante" darzustellen, ist schon fragwürdig. Also: Jedem das seine, Frieden und Amen :-)


Gruß,
Ekki

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Verfasst: Di 7. Jul 2015, 20:10
von DS20_break
Also ich hatte einen AC4, einen DKW F7 und einen Willy's Overland Whippet mit 6 V zu laufen. Und in der Garage steht noch eine Isabella TS, ebenfalls 6v. Ok, wir fuhren damit nicht nach Paris, aber funktioniert hats allemal. Und die Isabella bleibt auch auf 6V, so wie damals.

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Verfasst: Di 7. Jul 2015, 21:49
von rsa404
Siehst Du Hardy, ich fahre mit ­meiner 58er nicht nur nach Paris, sondern noch viel weiter ;-)

Gruß,
Ralf

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Verfasst: Di 7. Jul 2015, 22:03
von DS20_break
[quote=rsa404]
Siehst Du Hardy, ich fahre mit ­meiner 58er nicht nur nach Paris, sondern noch viel weiter ;-)

Gruß,
Ralf[/quote]
naja, ich wollte nicht angeben, aber wir sind Ende der 50er mit dem F7 mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern zum Camping nach Österreich und auf den Groß Glockner.
Ende der 60er mit 6V Käfer durch Jugoslawien, Griechenland, Türkei bis in den asiatischen Teil.