Ich finde es arrogant, mich mit einem Opa zu vergleichen, der Erlebtes wiederkäut.
Mein Sohn ist jetzt drei Jahre alt und in eine derart unsichere Welt hineingeboren, wie ich sie in meinen Kinderjahren hier nicht kennenlernen musste.
Wir lebten mit offenen Türen, liefen hier durch den angrenzenden Wald, gingen unseren Schulweg allein oder mit Kumpels uva. Autos und Türen standen nächtelang offen, manchmal mit Schlüsseln und Geldbörsen drin. Die Eltern quarzten was das Zeug hielt, der /8-Diesel qualmte genau so, aber alles war weniger hysterisch. Und heute? Haustüren und Fenster mit Zusatzriegeln, keine unbegleiteten Kinder mehr, ausgesperrte Raucher und und und...
Ich MUSS mich mit unserer Zukunft auseinandersetzen. Umweltseitig tue ich was ich kann, mein Betrieb erfüllt nachgewiesenermaßen alle Vorschriften, in der DS ist ein Kat, wir sorgen mit den Abgasuntersuchungen an Kundenautos dafür, daß nicht mehr als nötig emittiert wird und unsere alten Busse werden wir trotz damaliger Filternachrüstungen nun auch langsam ausrangieren.
Fahre mit dem Rad zur Arbeit, trenne meinen Müll uswusf...
Aber gegen Einflüsse von außen weiß ich noch nichts, was getan werden kann:
Hier im Ort ist eine ZUE, seit der Eröffnung wurde ich Opfer einer Brandstiftung mit 20000€ Schaden, mehrerer Autoaufbrüche; mein Neffe wurde in der Nachbarstadt Unna Opfer eines Messerüberfalls, glücklicherweise nur leicht verletzt, weil er schnell alles hergab.
Die meisten Täter wurden ermittelt, bis auf die Brandstiftung: Allesamt Menschen, die hierhin migriert sind und auch von meiner Arbeit hier ernährt und versorgt werden. Schadensersatz natürlich null, aus der Versicherung geflogen wegen zu vieler Aufbrüche, aber wenn man sich dagegen wehren will, kriegt man die N...-Keule und wird belehrt, daß man ja nicht alles verallgemeinern könne.
Und natürlich werde ich unzufrieden, wenn wir uns hier selbst geißeln und z.B. zu den Meß-Deppen Europas machen und Straßen sperren, aber andere viel bedrohlichere Dinge überhaupt nicht angegangen werden.
Und genau in dem Zusammenhang darf anscheinend frei verallgemeinert werden, ich darf Nazi genannt werden, nur weil ich nicht einverstanden mit dem bin, was ich selber am eigenen Leib erfahren habe.
Die Morde und Vergewaltigungen, die nun fast täglich gemeldet werden, passen zu meinen persönlichen Erfahrungen und lassen mich das politische Treiben mittlerweile sehr argwöhnisch betrachten.
Eigentlich hatte ich nicht vor, mich so weit dazu zu äußern, es sollte ja in diesem Thread eigentlich nur um die Petition gegen die DUH gehen. Aber das musste gerade raus. Mir kocht der Blut...
Möge der Shitstorm beginnen.
VG Ingo