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Re: Zylinderkopfdichtung

Verfasst: Di 26. Apr 2016, 22:37
von Pit
Ich bräuchte ja dickere. Die normalen sind glaube ich schon in Ordnung.
Grüße,
pit

Re: Zylinderkopfdichtung

Verfasst: Di 26. Apr 2016, 22:43
von dosdres
[quote=Pit]
Kennt jemand jemand, der Dichtungen anfertigt? Wo könnte man da fragen? Was kostet sowas?
Grüße,
pit[/quote]


zwei dichtungen von sassen,
beide ohne probleme für einen 20er und 21
die stärke schau ich morgen nach.
viel erfog bei der suche.
das ist ja ein richtiger krimi.
erik

Re: Zylinderkopfdichtung

Verfasst: Mi 27. Apr 2016, 02:09
von Til
Hallo Pit - um auf Deine Frage nach der Verdichtung zu antworten: ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein Problem ist - schlimmstenfalls musst Du halt das teuerste Benzin tanken oder die Fruehzuendung ein wenig zurueckstellen falls der Motor klingeln sollte.

Falls hier keine alternative Erklaerung kommt, wuerde ich auch davon ausgehen, dass das mit diesen "dicken" Dichtungen nicht klappt und wir (ich) halt mit einer hoeheren Verdichtung leben muessen - Til

Re: Zylinderkopfdichtung

Verfasst: Mi 27. Apr 2016, 08:27
von Thomas Held
Hallo Pit,

das ganze erinnert mich stark an das Problem, das ein ehemaliger Club-Kollege einmal mit seinem IE-Motor hatte, nachdem der Zylinderkopf getauscht und geplant und eine Uebermass-Dichtung verbaut wurde. Wasser lief zwischen Kopf und Block heraus. Des Raetsels Loesung war damals (vermutlich - so ganz beweisen laesst sich das ja nicht) ein falscher Buchsenueberstand. Wie du oben schreibst, ist/war da im Reparaturhandbuch nichts zu zu finden oder an einer Stelle beschrieben, die man beim Zusammenbau gerade nicht liest - ich weiss es nicht mehr genau. Da du jetzt von Ueberstandswerten schreibst und diese an deinem Motor messen kannst, ist das hier vielleicht nicht die gleiche Ursache, aber ich wuerde noch einmal genau nach Massen zu den Ueberstaenden fahnden und vergleichen.
Das Dokument von Sassen kann ich leider nicht lesen (zu klein)...
Gruss,

Tom

Re: Zylinderkopfdichtung

Verfasst: Mi 27. Apr 2016, 09:11
von Hans-Uwe Fischer
[quote=Til]
[...] schlimmstenfalls musst Du halt das teuerste Benzin tanken oder die Fruehzuendung ein wenig zurueckstellen falls der Motor klingeln sollte. [...]

Til[/quote]

Der Motor wird nicht klingeln, sondern klopfen. Um durch "zurückstellen" das Klopfen zu verhindern, wird der Motor deutlich an Leistung verlieren.

HUF

Re: Zylinderkopfdichtung

Verfasst: Mi 27. Apr 2016, 10:41
von Pit
Ich zweifle inzwischen daran, ob anfertigen lassen eine Lösung ist. DS lässt ja auch bei Victor Reinz anfertigen und erhält einen günstigeren Preis. Warum sollte dann meine besser werden? Und eine Garantie wird man bei einem Stück auch nicht bekommen. In der Parallelwelt habe ich die Auskunft erhalten, dass jemand mit der dickeren Dichtung von DS seit 2 Jahren und 15000km zufrieden ist.
Grüße,
pit

Re: Zylinderkopfdichtung

Verfasst: Mi 27. Apr 2016, 15:16
von hy1600
Buchsen waren nicht raus, oder? Wenn doch, da gehören ganz dünne Papierdichtungen rein. Der Überstand sollte wie im Foto beschreiben ca 0,12 mm betragen. Für den Bootsmotor Buch 20 gibt es von einem Dichtungshersteller kostengünstige Kopfdichtungen mit Alu-Einfassung, die dort vollkommen falsch sind, der hat die Konstruktion nicht begriffen und liefert so Dichtungen, die nicht gehen. Soviel zu Nachbauten.
Wenn da Wasser direkt durchs Einfüllen raus läuft, das sind doch nur cm Überstand, dann kann der Kopf doch nicht richtig aufgelegen haben, kleiner Metallstift zur Ausrichtung der Dichtung evtl. jetzt zu lang. Hy wird (mache es gerade aus dem Kopf, daher keine Gewähr) mit 120Nm nicht kgm angezogen, da Alu, 65 werfen bei mir Fragen auf ob zu gering. Das es vor dem Demontieren geklickt hat ist dann klar, wenn zu gering.
Würde mal sagen, selbst wenn der Kopf verzogen ist, sollte er ohne Betrieb abdichten, da kein Druck von innen.

Vielleicht ja hilfreich.

Re: Zylinderkopfdichtung

Verfasst: Mi 27. Apr 2016, 15:25
von hgk
Hallo Tom,

ich denke durch das Sassenpapier und meinen Link ins WB
war das mit Über- und Unterstand und den Maßen eindeutig.

Bild

Viel spannender ist die Frage, was es mit den unterschiedlichen Fußdichtungen in Kombination mit der ovalen Bördelung zu tun hat. Als ich damals meinen Motor gemacht habe war die ovale Bördelung außermittig, ich hatte das bei DS reklamiert und auch sofort auf Kulanz eine neue bekommen.
In der HP war auch ein Foto.
Bild
Fußdichtungen habe ich in den Dichtsätzen schon diverse Stärken und Verstärkungsarten gehabt, auch aus den zerlegten Motoren, und da gab es auch die unterschiedlichsten Kombinationen mit der Zykodichtung.

Wie soll man bei ausgebautem Zyko, ohne an die Buchsen zu gehen, erkennen, welche Fußdichtung verbaut ist !!!

Re: Zylinderkopfdichtung

Verfasst: Mi 27. Apr 2016, 16:05
von hgk
Hier noch ein Foto von der Fehlbördelung:

[attachment 10440 0DSC_0228.jpg] [attachment 10441 0DSC_0222.jpg]

Re: Zylinderkopfdichtung

Verfasst: Mi 27. Apr 2016, 17:15
von Pit
Ich habe inzwischen zwei Versuche gemacht:

1. Den Z-Kopf ohne Dichtung aufgesetzt. Er liegt metallisch auf. Da die Buchsen ca. 1/10 überstehen konnte ich außen eine entsprechende Fühlerlehre einschieben und durch Druck mit der Hand auf den ZK festklemmen. Es ist also alles leichtgängig passend.

2. Ich habe die gebrauchte dicke Dichtung noch einmal montiert und vorschriftsmäßig (62Nm) angezogen. Ich wollte sehen, ob die Verstärkungen in die Dichtung gedrückt werden. Dichtigkeit habe ich nicht überprüft. Ergebnis siehe Foto.
[attachment 10442 NachEinbauklein.jpg]

Frage: Wie muss eine Dichtung aussehen, die kurz eingebaut war? Müssen die Verstärkungen mit der Oberfläche eben sein? Oder federn die wieder zurück? Meine alte Dichtung war eben.

Wer hat damit Erfahrung?
Grüße,
pit