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Re: Zündungsfrage an die 6 Volt Fraktion...

Verfasst: Di 21. Sep 2010, 13:19
von rsa404
Hallo Mike,

immerhin gibt es ja schon die 123 für 6-Volt 2 CV - dumm dabei ist nur - die passt nicht in den DS Verteiler, wegen der Welle auf der die Nocken sitzen.

Hast Du eine Ahnung, wie viele verbindliche Interessenten wir zusammen kriegen könnten?

Bei mir wären es aktuell sechs.

Gruss nach Zürich, Ralf

Re: Zündungsfrage an die 6 Volt Fraktion...

Verfasst: Di 21. Sep 2010, 14:17
von mf
Hallo Ralf

Aus dem Stegreif kenne ich ca 5 Fahrzeuge in der Schweiz mit Doppelzündung.
Wer sammelt die Adressen?

Gruss aus der Sonne, noch Dampfblasenfrei....

Mike

Re: Zündungsfrage an die 6 Volt Fraktion...

Verfasst: Di 21. Sep 2010, 17:21
von mf
...und viele von diesen wären vielleicht auch interessiert:

http://www.lapremiere.tk/

Gruss Mike

Re: Zündungsfrage an die 6 Volt Fraktion...

Verfasst: Di 21. Sep 2010, 18:06
von rsa404
Hallo Mike,

vielen Dank für den Link, mit Milan van der Lange und einigen anderen Niederländern, habe ich gerade letztes Wochenende noch auf dem Jahrestreffen des DS-Club NL gesprochen. Nach meinem Urlaub, also Mitte Oktober, wollen wir das Thema gemeinsam ernsthaft angehen.

Auch wäre ich durchaus bereit, eine Liste aller Interessenten zu führen.

Wie gesagt, nach meinem Urlaub.

Sonnige Grüße aus dem Westen der Republik

Ralf


Re: Zündungsfrage an die 6 Volt Fraktion...

Verfasst: Di 21. Sep 2010, 19:52
von MenrathU
Moin Mike,

Mooment, hier ist die Rede von - möglicherweise - thermischen Problemen mit den Zündspulen. Die 1-2-3 ersetzt jedoch die Unterbrechermimik.

Re: Zündungsfrage an die 6 Volt Fraktion...

Verfasst: Di 21. Sep 2010, 20:10
von mf
MenrathU schrieb:
-------------------------------------------------------
> Moin Mike,
>
> Mooment, hier ist die Rede von - möglicherweise -
> thermischen Problemen mit den Zündspulen. Die
> 1-2-3 ersetzt jedoch die Unterbrechermimik.
>
> Beste Grüße, Uwe

Ja, klar. Aber vielleicht hat die 1-2-3-Entwickler eine Alternative zu den Doppel-Zündspulen. Eventuell eine "normale" Zündverteilung mit einer "normalen" 6-V Zündspule.

Eine perfekte Unterbrechungeinstellung wird auch die Hitzeentwicklung beeinflussen. Ein Motor mit falscher Einstellung wird tendenziell heisser. Und wenn Du die Platzierung des Doppelzündverteilers kennst, würdest Du auch nach einer elektronischer Lösung lechzen.

Gruss Mike



Re: Zündungsfrage an die 6 Volt Fraktion...

Verfasst: Di 21. Sep 2010, 21:13
von wettem
hallo Zusammen,

Ich denke auch, daß die Erhitzung der Spulen auch damit zusammenhängt, dass sie dopplet so lange an Spannung hängt wie bei einer Verteiler-Zündung.
Der Abstand zwischen zwei Zündungen einer Spule beträgt 180°.

Bei einer Kontaktlosen Zündung wird der Schließwinkel erheblich kleiner ausfallen.

Anbei ein Bild meines Zündgerätes das mit Kontaktloser Zündung ausgerüstet ist. Habe leider versäumt ein Foto in geöffnetem Zustand zu machen.

Leider kann ich bisher keine Praxiserfahrung liefern, habe bisher nur statisch getestet.

Grüße Michael

Re: Zündungsfrage an die 6 Volt Fraktion...

Verfasst: Di 21. Sep 2010, 22:41
von rsa404
Hallo zusammen,

bezüglich Hitzeentwicklung gibt es gleich mehrere beeinflussende "Negativfaktoren" bei den Doppelzündspulern.

Zunächst ist da der von Michael im vorigen "Thread" bereits genannte Faktor in Ermangelung einer gescheiten Zündanlage.

Immerhin gibt es die geschilderten Probleme weder in der Traction-Fraktion noch bei den frühen Ideen, was bei genauerem Hinsehen ja auch nicht verwundert.

Weiterhin ist die Einbauposition der Doppelzündspulen aus thermischer Sicht eine Oberkatastrophe, da Kühlmöglichkeit bzw. Wärmeabfuhr nicht gegeben ist.

Erschwerend kommt bei mir hinzu, die originalen Zündspulen mit Gummigehäuse speichern keine Hitze, sondern leiten sie eher ab. Die Nachbauten aus Bakelit hingegen, so wie ich sie in Ermangelung der Originale verwende, halten es genau umgekehrt. Also der nächste thermische "Supergau"!

Nächster Faktor sind dann wohl die anliegenden Stromstärken durch die 6-Volt Elektrik. Das dann noch "Getoppt" durch den normalen mechanischen Verschleiß an den Zündkontakten, wodurch die Kontakte noch länger geschlossen sind und noch mehr Strom in Wärme umwandeln, um die Zündspulen letztlich thermisch endgültig zu überfordern.

Thema Zündkontakte: Wie von Mike bereits geschrieben, wer weiß welche Arbeiten zum Wechsel oder einer Kontrolle erforderlich sind, "lechzt" regelrecht nach einer kontaktlosen Zündanlage! Das ist ein ganztätiger Auftrag für die Fachwerkstatt oder den versierten Selbstschrauber! Also nichts für mal eben auf dem Weg.

Fakt ist, eine elektronische Lösung hätte zahlreiche Vorteile.

- keinerlei Verschleiß und entsprechende Arbeiten an den Zündkontakten
- minimaler Stromfluss und nahezu keine elektrische Erhitzung der Zündspulen

Von daher bin ich der festen Überzeugung, eine 123 für unsere 6-Volt Deessen, ist die ultimative Lösung!

In diesem Sinne

Dipl. Ing. Elektrotechnik (FH)

Ralf








Re: Zündungsfrage an die 6 Volt Fraktion...

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 16:39
von rsa404
Hallo zusammen,

zwischenzeitlich habe ich den Prototypen einer elektronischen Zündanlage für meine 58er gebaut.

In der Theorie funktioniert das Teil schon einmal prima. Wie es in der Praxis läuft, kann ich natürlich erst nach Einbau und ausgiebigem Test feststellen.

Die entscheidenden Vorteile sind wie folgt.

Alle Bauteile bleiben unverändert bestehen. Die Stromstärken an den Kontakten und Spulen werden erheblich reduziert. Dadurch wird der Verschleiß an den Kontakten minimiert und die Spulen sich auch deutlich weniger erwärmen.

Der Clou der ganzen Sache ist. Sollte die Elektronik ausfallen, lediglich einige Kabel umstecken und die Zündanlage arbeitet im Normalzustand. An der Optik ändert sich bis auf zwei zusätzliche Kabel, die man gut verstecken kann nichts. Die Zündbox werde ich unsichtbar im Armaturenbrett verbauen.

Wenn dann alles mal eingebaut und erprobt ist, werde ich entsprechend berichten.

VG, Ralf