andreas hat geschrieben:
ich dachte ja nur wenn du eh schon Kerzen wechselst und alles machst könntest du die 4-5 € für den neuen Unterbrecher auch investieren.
Ich habe ja schon geschrieben, dass ich einen Satz neuer Unterbrecher an Bord habe.
Die bekommen ja über den unvermeindlichen Abbrand so ein schönes Berg/Krater Paar ...
Definiere "nicht so heikel"....Sicher ist der statische Schließwinkel von früher eh ein arger Kompromiss
Man muss wohl diese Angaben im historischen Kontext sehen: Der berühmte französische Land-Kfz-Techniker hatte doch gar keine Möglichkeit, Schliesswinkel und dynamische Zündverstellung zu messen. Dem hat man gesagt: Stell die 0,4 mm ein, dann ergibt sich der Schliesswinkel hoffentlich.
Und dass man beim ver-Berg/Kratern-Unterbrecher diese 0,4 mm nicht vernünftig einstellen kann, ist auch klar. Wenn ich aber den Schliesswinkel einstelle, ist mir letztlich der Unterbrecherabstand egal.
Wobei ich natürlich weiss: Wenn schon die Edelmetalloberfläche des Unterbrechers weggebrutzelt ist, wird der Kontakt relativ rasch weiter erodieren, und natürlich damit sich der Zündzeitpunkt ebenfalls verschieben.
Die elektrische Qualität des Kontaktes würde ich heute natürlich mit einem Speicheroszilloskop beurteilen.
Definiere "nicht so heikel"..
wen man schaut was bei Leerlauf und bei Höchstdrehzahl optimal wäre.
Als ich studiert habe, sagte einst ein Dozent: Eine Schaltung muß so dimensioniert sein, dass sie noch mit Bauteiletoleranzen von 10% funktioniert.
Der Einfluss auf den Zündzeitpunkt ist nun mal auch gegeben und wenn du schon blitzt (was es damals noch gar nicht gab, ist also eh verboten

) dann auch mit korrekt eingestelltem Schließwinkel.
Ich habe ja nicht vor, Madame auf 2-Takt-Betrieb umzustellen.
Aber: wenn ich schon verbotene Meßmethoden einsetze, genauso wie Du modernes Öl, dann kann ich doch folgendes machen: Alle 1000km blitze ich kurz auf meine bis dahin hoffentlich angebrachte Marke auf der Riemenscheibe. Wenn sich der Zündzeitpunkt wegen Kontaktabbrand merklich verstellt hat, stelle ich den auf die Kürze nach. Das geht, wenn ich es richtig verstanden habe, durch Verdrehen des Verteilergehäuses, ohne dass ich den Verteiler dazu öffnen muss. Und wenn, was ich auch von aussen messen kann, der Schliesswinkel sich durch Abbrand über ein bestimmtes Mass, z. B. 5° hinaus verändert hat, dann kann ich den zunächst auch noch justieren.
Und wenn ich dann noch ein portables Oszi hätte, könnte ich auch noch die elektrische Qualität des Unterbrecher messtechnisch erfassen.
Aber wenn ich es wirklich klassisch will, dann stelle ich halt die 0,4mm Abstand ein, und mit Fühlstift und Testlampe den Zündzeitpunkt.
Klemens