Hallo Dominik,
der Einschalt- und der Ausschaltdruck können schon getrennt eingestellt werden. Es gibt zwei getrennte Federn mit Distanzscheiben.
Falls dein Druckspeicher nur 40bar statt 65bar hätte ergäben sich mit meinen Annahmen von oben folgende Werte:
40bar => 520cm[sup]3[/sup]
170bar => 122cm
145bar => 143cm[sup]3[/sup]
Einschalten also schon bei einem Ölverlust von 21cm[sup]3[/sup].
Mit deinen 10cm[sup]3[/sup] "Pendelvolumen" ergäbe sich ein "Startdruck" des Hauptdruckspeichers von 19bar.
Wie alt ist denn dein Hauptdruckspeicher? Hast du die Möglichkeit den Druck zu messen?
Viele Grüße,
pit
Die Praktiker ( siehe Ventilspiel ) werden wieder schimpfen und einfach mal den Hauptdruckspeicher erneuern. Aber ein bisschen Physik hält das Gehirn jung!
Fragen zur lenkungsüberholung
Re: Fragen zur lenkungsüberholung
Die gezogene Speicherkugel hat 400 cm[sup]3[/sup].
Anbei ein Auszug aus der Cit-Brochure Suspension.
Anbei zudem die Aufzeichnung einer realen Druckkurve über 10 Sekunden am Druckspeicher/Regler an einer DS mit großem Druckverlust/Ölverbrauch.
1V entspricht einem Druck von 50 bar.
Was sieht man im Diagramm?
Der Druck steigt extrem schnell bis zum Tarierdruck des Speichers an, man kann sehr schön ablesen, der Tarierdruck liegt bei 60 bar.
Der Regler schaltet bei 160 bar ab und bei 135 bar wieder ein.
Das ‚Füllen‘ dauert ungefähr so lang wie das ‚Leeren‘, d.h. es wird halb so viel verbraucht wie nachgefördert.
Unter der Annahme dass die Pumpe OK ist (Fördermenge siehe Rep-Buch), kann man die Motordrehzahl ausrechnen.
…
L.G.
Dietmar
[attachment 8252 AuszugSuspension.JPG] [attachment 8253 Druckkurvekl2.png]
Anbei ein Auszug aus der Cit-Brochure Suspension.
Anbei zudem die Aufzeichnung einer realen Druckkurve über 10 Sekunden am Druckspeicher/Regler an einer DS mit großem Druckverlust/Ölverbrauch.
1V entspricht einem Druck von 50 bar.
Was sieht man im Diagramm?
Der Druck steigt extrem schnell bis zum Tarierdruck des Speichers an, man kann sehr schön ablesen, der Tarierdruck liegt bei 60 bar.
Der Regler schaltet bei 160 bar ab und bei 135 bar wieder ein.
Das ‚Füllen‘ dauert ungefähr so lang wie das ‚Leeren‘, d.h. es wird halb so viel verbraucht wie nachgefördert.
Unter der Annahme dass die Pumpe OK ist (Fördermenge siehe Rep-Buch), kann man die Motordrehzahl ausrechnen.
…
L.G.
Dietmar
[attachment 8252 AuszugSuspension.JPG] [attachment 8253 Druckkurvekl2.png]
Re: Fragen zur lenkungsüberholung
Liebe Gemeinde,
vielleicht noch der Hinweis, dass zumindest bei den alten IDeen der Fülldruck des Hauptspeichers nur 40 bar beträgt, dies, um in Ermangelung eines Bremsdruckspeichers mehr Reserve für die Bremse zu haben. Wie das bei der DSuper 5 aussieht, weiss ich nicht, wäre aber in dem Zusammenhang nicht ganz unwichtig.
Grüsse
Robert
vielleicht noch der Hinweis, dass zumindest bei den alten IDeen der Fülldruck des Hauptspeichers nur 40 bar beträgt, dies, um in Ermangelung eines Bremsdruckspeichers mehr Reserve für die Bremse zu haben. Wie das bei der DSuper 5 aussieht, weiss ich nicht, wäre aber in dem Zusammenhang nicht ganz unwichtig.
Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Re: Fragen zur lenkungsüberholung
Hallo,
ich kenne von meiner DS leider auch das Phänomem, dass die Pumpleistung nicht immer ausreicht. Wenn ich mich aus einer Einfahrt in den fast stehenden Verkehr einfädle, dabei die Lenkung fast voll einschlage, eventuell noch schalte und gleich wieder bremsen muss, geht meine Göttin in die Knie (nicht nur durch das Bremsen). Kennt ihr das auch?
Grüße,
pit
ich kenne von meiner DS leider auch das Phänomem, dass die Pumpleistung nicht immer ausreicht. Wenn ich mich aus einer Einfahrt in den fast stehenden Verkehr einfädle, dabei die Lenkung fast voll einschlage, eventuell noch schalte und gleich wieder bremsen muss, geht meine Göttin in die Knie (nicht nur durch das Bremsen). Kennt ihr das auch?
Grüße,
pit
Re: Fragen zur lenkungsüberholung
Hallo Pit,
das hat nichts mit der "Pumpleistung" zu tun. Auch wenn Du die Entlüftungsschraube aufdrehst, fällt der Wagen nicht plötzlich runter. Aus der Federung kommt die Hydraulikflüssigkeit nur auf 2 Wegen raus, solange Du kein Leck hast: Durch den Korrektor und durch verschlissene Federzylinder. Der von Dir beschriebene Effekt ist bekannt und hat mit Verspannung in der Ansteuerung des Korrektors bzw. des Stabis zu tun.
Viele Grüsse
Robert
das hat nichts mit der "Pumpleistung" zu tun. Auch wenn Du die Entlüftungsschraube aufdrehst, fällt der Wagen nicht plötzlich runter. Aus der Federung kommt die Hydraulikflüssigkeit nur auf 2 Wegen raus, solange Du kein Leck hast: Durch den Korrektor und durch verschlissene Federzylinder. Der von Dir beschriebene Effekt ist bekannt und hat mit Verspannung in der Ansteuerung des Korrektors bzw. des Stabis zu tun.
Viele Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Re: Fragen zur lenkungsüberholung
Hallo Robert,
du hast recht, ich erinnere mich an die Diskussion. Neben den Höhenkorrektoren müsste der Sicherheitsschieber ja auch noch die Federung bei Druck unter 120bar abtrennen. Wie das mit der Verspannung bei dem mittigen Abgriff der Steuerung war, muss ich noch mal nachlesen (wenn ich es finde). So ganz habe ich das glaube ich damals auch schon nicht verstanden. Die Verspannung müsste also eine zu große Höhe melden? Und dann so eine schnelle Reaktion?
Bei Gelegenheit schau ich nach.
Grüße,
pit
du hast recht, ich erinnere mich an die Diskussion. Neben den Höhenkorrektoren müsste der Sicherheitsschieber ja auch noch die Federung bei Druck unter 120bar abtrennen. Wie das mit der Verspannung bei dem mittigen Abgriff der Steuerung war, muss ich noch mal nachlesen (wenn ich es finde). So ganz habe ich das glaube ich damals auch schon nicht verstanden. Die Verspannung müsste also eine zu große Höhe melden? Und dann so eine schnelle Reaktion?
Bei Gelegenheit schau ich nach.
Grüße,
pit