Seite 5 von 16
Re: Wieviel Originalität geht mit den Jahren verloren ?
Verfasst: So 6. Nov 2016, 13:12
von Kuhno
[quote=VJ]
Hallo,
Hat jemand von hier diskutierenden jemals eine "Neue Originale DS" gesehen....?
Gruß
Vlado[/quote]
klar - jede Menge in den 70ern, mein Vater und mein Onkel hatten eine neue, im Saarland gab's die so oft wie woanders Mercedes oder Opel.
Re: Wieviel Originalität geht mit den Jahren verloren ?
Verfasst: So 6. Nov 2016, 13:36
von anieder
[quote=VJ]
Hallo,
Hat jemand von hier diskutierenden jemals eine "Neue Originale DS" gesehen....?
Gruß
Vlado[/quote]
Hallo Vlado,
Ja habe ich.

. Mein Vater fuhr in den 70ern DS Und ich bin dann immer in den Autohäusern um die neuen Autos herum geschlichen und auch hinein wenn keiner guckte.
Ich war zu klein um mir alles zu merken. Und wusste damals auch nicht, dass ich sowas später mal als Oldtimer besitzen würde...
Gruß
Andreas
Re: Wieviel Originalität geht mit den Jahren verloren ?
Verfasst: So 6. Nov 2016, 13:39
von anieder
[quote="Hans-Uwe Fischer"]
[quote="M. Ferchaud"]
[quote="Hans-Uwe Fischer"]Denn selbst wenn ich einen völlig unbenutzten und objektiv 100% originalen DS/ID finden würde, wäre er durch eine heutige Hohlraumkonservierung nicht mehr "original".[/quote]
Ha! In meiner '58er ist noch keine Hohlraumkonservierung!
Äh...
Ok, das war ein Eigentor...

[/quote]
...dann wird's aber Zeit.
HUF[/quote]
Wieso?
Zeitgenössisch original sind die alle gerostet ...

Re: Wieviel Originalität geht mit den Jahren verloren ?
Verfasst: So 6. Nov 2016, 14:07
von Corbillards
Hallo in die Runde,
natürlich geht bei solchen Optimierungen einiges an Originalität unserer Autos verloren.
Dennoch habe ich mich dafür entschieden einige Änderungen, speziell an der Elektrik, vorzunehmen.
Zum Einen, um das Zündschloss und einige Schalter zu entlasten, und zum Anderen den Fahrer, also mich.
Wie zum Beispiel bei Regenwetter ist es sehr angenehm, wenn man nicht alle dreißig Sekunden eine
Verbeugung in Richtung Scheibenwischerschalter machen muss. Da ist eine Interwallschaltung schon
recht angenehm. Möchte mir gar nicht vorstellen wie das mit den originalen Statik-Gurten geht.
Auch wenn man häufig mit einem Wohnwagen unterwegs ist, ist es sehr schön wenn hinten im
Kühlschrank die Lebensmittel nicht verderben, und im Stau, ein Zusatzlüfter die
Motortemperatur im Zaum hält. Auch das Radio klingt mit einem Verstärker gleich viel besser.
Und das Navi steckt nicht in der Zigarettenanzünder-Dose, sondern ist fest oben zwischen den
Sonnenblenden montiert.
Das alles ist mit der originalen Lichtmaschine und den drei vorhandenen Sicherungen nicht zu
empfehlen. Daher habe ich mein Auto etwas verändert. Aber diese Änderungen sind von außen
nicht sichtbar. Wohingegen ein Twingo-Dach jedem ins Auge springt.
Bin aber nach wie vor der Meinung, dass jeder mit seinem Auto machen kann, was er oder der
TÜV will.
Schönen Restsonntag noch.
Georg
Re: Wieviel Originalität geht mit den Jahren verloren ?
Verfasst: So 6. Nov 2016, 14:35
von Kuhno
Ja, hab ich vergessen, den stufenlosen Intervallschalter habe ich auch, äußerst empfehlenswert.
Hier nochmal alle Änderungen, die für mich das Auto einfach besser, komfortabler und zuverlässiger machen:
DX 2 Motor mit 104 PS
123 Ignition
Drehstromlichtmaschine
Diverse Relais
H4 Licht
5-Gang Getriebe (noch nicht eingebaut)
Sitzheizung 2-fach
Automatikgurte hinten und vorne
Scheibenwischer Intervallschalter stufenlos
Edison Radio mit moderner Technik und MP3 Anschluss, Funktionstaste links wg. Verrenkungen
2 Hochtöner versteckt hinter den Lüftungsdüsen
2 Mitteltöner unten links und rechts in den Schwellern
1 Bass in der Hutablage
Besseres Material zur Schalldämmung zum Motor
Faltdach
Sicher noch ein paar Sachen, die mir gerade nicht einfallen
übrigens - ein sehr praktisches Zubehör, ein 7 Liter Mercedes Reservekanister im Ersatzrad, einfach und bombenfest montiert, schnell zu Hand
Re: Wieviel Originalität geht mit den Jahren verloren ?
Verfasst: So 6. Nov 2016, 14:52
von ...hannes
[quote=Kuhno]
übrigens - ein sehr praktisches Zubehör, ein 7 Liter Mercedes Reservekanister im Ersatzrad, einfach und bombenfest montiert, schnell zu Hand[/quote]
Hoffentlich nicht befüllt!
lg
Re: Wieviel Originalität geht mit den Jahren verloren ?
Verfasst: So 6. Nov 2016, 15:02
von Kuhno
natürlich befüllt, 7 Liter Luft brauch ich nicht.

Re: Wieviel Originalität geht mit den Jahren verloren ?
Verfasst: So 6. Nov 2016, 15:14
von Jint Nijman
Kuhno hat geschrieben:
den stufenlosen Intervallschalter habe ich auch, äußerst empfehlenswert.
In meine erste DSpecial habe ich auch so einen Ding eingebaut. In meine DS19 bis jetzt nicht (oder sie sogar am Anfang ausgebaut). Vermissen tue ich das definitiv nicht. Ob ich, wenn es rechnet, nun dauernd das Zeitintervall verstelle oder den Scheibenwischer aus und wieder einschalte, macht nicht viel aus finde ich. Die vollautomatische Intervallschaltung mit Regensensor in unser etwas moderneres Auto (Baujahr 2003) daentgegen finde schon nützlich.
Der gezeigte runde Reservekanister macht einen gut Eindruck, ist der sogar aus Stahl gefertigt? Nur der Mercedesstern stört natürlich sehr, das wäre für mich einen No-Go

.
Warum kein Michelin-Reifen als Ersatzreifen? Der Vredesteinreifen hat doch kaum einen Vorteil... (Es ging hier ja um moderne
Optimierungen, oder?).
Dann noch eine Frage in die Gruppe:
Wie weit darf man nach euer Geschmack/Meinung gehen bei der Modernisierung eines Oldtimers ohne den Oldtimerstatus (gesetzlich oder kulturhistorisch oder moralisch) zu verlieren?
Jint
Re: Wieviel Originalität geht mit den Jahren verloren ?
Verfasst: So 6. Nov 2016, 15:58
von Boßhammer
Hallo Jint,
darüber hatte ich gerade nachgedacht: die Verantwortung, die als Kulturgutbesitzer (H-Kennzeichen) da sein sollte, ist natürlich sehr unterschiedlich ausgeprägt. Das Nr. 30, heute perfekt gefunden und Morgen von mir ein Twingodach verpasst bekommen, selbst bei der "habe ich bezahlt und kann jetzt machen was ich will" Fraktion auf Unverständnis stoßen würde, setze ich mal voraus. Aber wo beginnt die Verantwortung und wo ist es doch nur meine Entscheidung?
Ralph
P.S. Etwas böswillig, aber ich kann es ja nach neuer Mode mit einem

entspannen: Einige Veränderungen erinnern mich doch ein bisschen an die Peugeot 206 Werbung
Re: Wieviel Originalität geht mit den Jahren verloren ?
Verfasst: So 6. Nov 2016, 16:12
von Kuhno
Ja, der ist aus Stahl, die gibt es auch mit 9ltr. für die 15" Räder. Mercedes hat tolle Autos gebaut, wie gesagt, nogo gibts da für mich nicht bei Marken, wenn sie mir gefallen, ist mir egal wer sie gebaut hat. Ich kann ja ein Citroën Emblem draufpappen

Ich hatte schon viele Mercedes als Oldtimer, bis zu den 80ern waren sie qualitativ einfach unschlagbar. Zur Zeit habe ich einen 73er 450SL in der Restauration. Mit den Vredestein bin ich sehr zufrieden, (als Reserverad passt ja auch nur ein 155er).
Mit dem TÜV bzw. H-Kennzeichen hatte ich noch nie Probleme bei solchen -die Originaloptik nicht störenden- Veränderungen. Mein TÜV Prüfer und Leiter der Prüfstelle ist sehr oldtimeraffin und hat an seinen Oldtimern auch einiges an Veränderungen. Ihm ist der Zustand, die optische Originalität und die Verkehrssicherheit das Wichtigste. Kulturhistorisch ist mir das egal, das Auto gehört mir, nicht der Allgemeinheit. Das wäre anders, würde ich ein absolutes Einzelstück besitzen, dann würde ich hier sicher so handeln, dass es so erhalten bleibt. Aber bei den DS, von denen es ja abertausende gibt, zieht dieses Argument bei mir nicht.
"Moralisch" ich wüsste jetzt gar nicht was ich mit dem Begriff im Zusammenhang mit Autos anfangen sollte