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Re: elektron.Zündung

Verfasst: So 9. Feb 2003, 14:23
von Andreas Preugel
Hallo,
leider warte ich nun schon 14 Tage auf meine bestellte Zündung von Laubtec.(Sollten sie den Mund doch ein wenig zu voll genommen haben?)
Aber genau wie Uwe(ich bin der Kollege, welcher einen prima funktionierenden Regler von Dir erworben hat) treibt mich der Gedanke an eine Kennfeld-Lösung für meinen Einspritzer um.Ich erinnere mich auch noch an das Projekt, welches dann im Sande verlief.
Aber jetzt gibts wieder Futter für die Experten:Eine Leserzuschrift in der letzten Markt hatte einen Verweis auf folgende Seite:www.sdsefi.com
Das würde ja ein Motormanagement incl. Einspritzung ermöglichen,aber vielleicht ist mein Englisch auch zu schlecht und ich überschätze die Möglichkeiten?Als Tipp:Die angebotene Übersetzung durch altavista führt zu heftigsten Lachanfällen und ist als gesundheitsschädlich einzustufen.
Gruß an alle Experten,Andreas!

Re: elektron.Zündung

Verfasst: So 9. Feb 2003, 21:23
von wolfgang
if you continue to have problems with english translation,please do not hesitate to mail me the text,i will send you back the german version.
meilleurs souvenirs
wolfgang

Re: elektron.Zündung

Verfasst: Mo 10. Feb 2003, 20:29
von Hans-Uwe Fischer
Hallo Uwe,

ein Grund dafür, daß der Geber nicht in die Nähe des Zahnkranzes der Schwung/Anlaßscheibe montiert wurde, könnte die hohe Umfangsgeschwindigkeit sein. Der Durchmesser ist schon sehr groß und hat zudem die doppelte Drehzahl wie die Verteilerwelle. Wäre die Drehzahl konstant, spielte der zeitliche Versatz keine Rolle da er ja entsprechend voreingestellt werden könnte.
Von der Auflösung (Genauigkeit) wäre es ideal. Heute hätte man sicherlich trägheitsarme sensoren für diese hohen, variablen Umfanggeschwindigkeiten (Frequenz).

Grüße

Hans-Uwe

Re: elektron.Zündung

Verfasst: Mo 10. Feb 2003, 20:44
von MenrathU
Moin Hans-Uwe,

ein solcher Geber funktioniert eigentlich wie der Pickup einer Stromgitarre oder einer der 91 Abnehmer einer elektromagnetischen Hammond. Es ist ein Dauermagnet, der in einer Spule steckt. Durch die schwingende Saite oder die am Magnetpol vorbei rotierenden Zähne der Schwungscheibe (oder des Hammond Tone Wheel) wird das Magnetfeld verändert und hierdurch wiederum ein elektrischer Strom in der Spule induziert. Ich kann mir schlecht vorstellen, wo da ein zeitlicher Versatz auftreten soll? Man müsste an der Schwungscheibe an einer Stelle zwei Zähne kürzer schleifen, um dem System eine eindeutige Information über den Drehwinkel der Kw mitteilen zu können. Diese Stelle müsste natürlich so ausgesucht werden, dass hier der Anlasser niemals startet. Den Rest würde dann der Rechner erledigen...

Beste Grüße

Uwe

Btw: Der höchste Ton in einer Hammond hat etwas mehr als 6 kHz. Er wird erzeugt durch ein Tonrad mit ca. 2" Durchmesser und 192 Zähnen. Kann die DS-Schwungscheibe mit Letzterem konkurrieren?

Re: elektron.Zündung

Verfasst: Di 11. Feb 2003, 12:49
von Frank
Hallo Junx!

Jeder moderne Haufen mit einem Motormanagement hat einen OT-Geber am Schwung.
Das Problem sollte nur die einfache Nachrüstung sein.Man müsste erstmal ein Loch irgendwo hinfräsen und einen Referenzpunkt am Schwung befestigen oder einarbeiten, natürlich korrespondierend zum Kolben OT.
Das ist natürlich ein Spass!
Deshalb hat Völkel den Nockenwellensensor gewählt.Das Fahrzeug fährt wohl mittlerweile, ist schnell, braucht wenig Sprit und war alles teuer.
Ansonsten könnte man natürlich eine modernere Anlage einsetzen, eine BoschLH oder so was, den die sind meines erachtens schusssicherer als die betagte L.
Das Einspritzsignal wird vom Verteilerimpuls abgegriffen.Jürgen hat sowas, in Augsburg fährt so ein Auto und in der CH gibts einige mit diesen Anlagen.
Ist ntürlich nicht orig..
Und was der Tüv dazu sagt weiss ich nicht, ich hab ihn bei der H-Abnahme noch nicht mit dem Luftmassenmesser konfrontiert...
In NL stand auf der Citromobile ein Motor mit einer Monopointanlage.Das sollte auch ohne weiteres gehen.Zumindest bei der kleineren Motoren um die 2l.Da gibt es sicher irgendein System, das sich auch an den Zündimpuls anhängen lässt.
Andererseit fährt ein gut eingestelltes Auto, jawoll, auch mit der D-Jetronic,
zuverlässig, sparsam und pfeilschnell.

Frank

Re: elektron.Zündung

Verfasst: Do 13. Feb 2003, 17:01
von andreas menger
hallo,

das hab ich zu diesem thema bei ebay gesehen - kennt das jemand?
folgende artikelnummer eingeben: 2402374538

Re: elektron.Zündung

Verfasst: Do 13. Feb 2003, 18:17
von MenrathU
Moin Andreas,

das ist eine vom Unterbrecherkontakt gesteuerte Transistor-Zündanlage, wie sie bis zum Durchmarsch von Digifant, Motronic & Co. in jeden besser sortierten Autozubehörladen zu finden war. Etwas Ähnliches habe ich in einem Artikel in der HP 2/2000 beschrieben. Hier kannst du dich über die Funktionsweise, den Einbau etc. informieren.

Beste Grüße

Uwe

Re: elektron.Zündung

Verfasst: Fr 14. Feb 2003, 23:11
von Jint Nijman
Also ich fahre schon Jahre, zur vollster Zufriedenheit und ohne jegliche Probleme mit einem Luminition Zuendung in meinem '68-er DS19 Pallas.

Der Elektronikblock sieht nicht ganz original aus natuerlich ...

gruss

Jint Nijman
www.citroen-ds-id.com

Re: elektron.Zündung

Verfasst: Sa 15. Feb 2003, 14:53
von MenrathU
Moin,

zur Rekapitulation ein paar Worte zu Entwicklungsgeschichte und Funktionsprinzip der verschiedenen (Batterie-)Zündungssysteme:
Erster Schritt war die herkömmliche kontaktgesteuerte Zündung, mit der sämtliche DS-Modelle ausgeliefert wurden: Der Unterbrecherkontakt schaltet den Primärstrom der Zündspule direkt. Die Zündverstellung, also die Anpassung des Zündzeitpunktes erfolgt mechanisch und/oder pneumatisch durch Verdrehen der Kontakt-Grundplatte. Nachteil: Der Unterbrecherkontakt hat als Verschleißteil eine begrenzte Lebensdauer. Durch den Kontaktabbrand kommt es zur Wanderung von Teilen des Kontaktmetalls, was die Einstellung und Einhaltung des Zündzeitpunktes mit zunehmender Lebensdauer immer schwieriger macht. Ein Wechsel ist daher etwa alle 10Tkm nötig. Zudem verschleißt das Gleitstück auf dem Nocken ebenfalls. Bei fortgeschrittener Laufleistung wird außerdem die Verstellmimik im Unterbrecher/Verteiler immer unpräziser.
Nächster Schritt waren die Transistorzündungen (TSZ). Hier steuert der Unterbrecherkontakt den Zündspulenstrom nicht mehr direkt, sondern über einen Schalttransistor. Der Strom durch den Kontakt beträgt nur noch etwa 0,1 Ampere und ist damit um ein bis zwei Größenordnungen kleiner. Kontaktabbrand findet nicht mehr statt. Das Gleitstück verschleißt jedoch nach wie vor, und die Verstellmimik ist ebenfalls noch im Spiel. Um dies jedoch zurecht zu rücken: Die in der HP 2/2000 beschriebene Selbstbau-TSZ fahre ich seit dem Sommer 1999, mithin ca 60 Tkm, und zwar mit dem selben Kontaktsatz. Zündzeitpunkt und Schließwinkel habe ich stets regelmäßig kontrolliert, musste jedoch noch nie etwas verstellen.
Auch die Hochspannungs-Kondensatorzündanlagen (HKZ) gehören in diese Entwicklungsstufe. Sie arbeiten jedoch nach einem völlig anderen Prinzip.
In der folgenden Stufe wurde der Unterbrecherkontakt ersetzt durch einen elektronischen Geber, der nach dem induktiven, dem Hall- oder dem optoelektronischen Prinzip funktioniert. Die Lumenition gehört zu letzterem. Heir gibt es naturgemäß weder Kontaktabbrand noch Gleitstückverschleiß. Aber auch diese Zündungen funktionieren nur einwandfrei, so lange der Unterbrecher/Verteiler mechanisch noch in Ordnung ist.
Heutiger Stand schließlich sind Kennfeldzündungen, die im Pkw Bestandteil des Motormanagements sind. Ein Geber informiert den Rechner im Steuergerät über Position und Drehzahl der Kurbelwelle, liest aus einer Tabelle den für den jeweiligen Betreibszustand optimalen Zündverstellwinkel ab und schaltet über eine Leistungsstufe den Zündspulenstrom entsprechend. Da der Geber seine Information von der Schwungscheibe magnetisch abgreift, entfällt der Unterbrecher mit seiner Mimik. Es gibt nur noch den Verteiler, und manchmal selbst den nicht mehr.

Beste Grüße

Uwe

Re: elektron.Zündung

Verfasst: Mo 16. Apr 2012, 16:55
von Sensenmann
Ich habe jetzt eine elektronische Zündung von Laubtec drin.
Meine Erfahrung steht hier: read.php?11,68832,68832#msg-68832