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Re: Federkugeln wechseln

Verfasst: Mi 31. Okt 2018, 07:47
von Gerhard Trosien
priusb78 hat geschrieben: ...

Mal ernsthaft: Was macht es für einen Unterschied "Schutzgas" statt Stickstoff in den Kugeln?

...

Diffusionsverhalten durch die Membran? keine Ahnung

...
Wegen der Molekülgröße diffundiert Stickstoff langsamer durch die Stahlhülle (!) und Membran, als es CO2 tut, langsamer als jedes andere Gas. Dazu die chemische Neutralität: ideal für Gasdruckspeicher. Deshalb wird es auch in Ausgleichsbehältern der Zentralheizungen verwendet.
Am flüchtigsten wäre die Wasserstofffüllung.

Re: Federkugeln wechseln

Verfasst: Mi 31. Okt 2018, 07:59
von priusb78
Danke!

Wäre jetzt ein interessanter Wert, wie groß der Zeitunterschied in der Praxis wäre, bis CO2- oder Stickstoff-gefüllte Federkugeln den Mindestdruck erreichen? Spürbar, z.B. 1 Jahr früher? Mehr?

Re: Federkugeln wechseln

Verfasst: Mi 31. Okt 2018, 09:55
von Thomas Held
Gerhard Trosien hat geschrieben: Wegen der Molekülgröße diffundiert Stickstoff langsamer durch die Stahlhülle (!) und Membran, als es CO2 tut, langsamer als jedes andere Gas. Dazu die chemische Neutralität: ideal für Gasdruckspeicher. Deshalb wird es auch in Ausgleichsbehältern der Zentralheizungen verwendet.
Am flüchtigsten wäre die Wasserstofffüllung.
Nein, Helium!
Gruss

Tom

Re: Federkugeln wechseln

Verfasst: Mi 31. Okt 2018, 10:07
von Thomas Held
uwe.v11 hat geschrieben: verstehe ich überhaupt nicht!
bei Falk kostet so ne Komfortkugel ca. 40 Euros.
Eben. Die 40 Euro (mal x) spare ich durch befuellen.
uwe.v11 hat geschrieben: Beim Hauptspeicher hab ich ne moderne graue Kugel die soll eine viel längere Standzeit haben.
Ja, das ist eine gute Wahl!
uwe.v11 hat geschrieben: am Sonntag hab ich vorne die 2 Kugeln mal schnell gewechselt auf neue mit 59Bar.
das ist null Akt.
Nun ja, null sicherlich nicht. Allein wenn das Adapterstueck vorne links an der Kugel haengen bleibt, wird der Aufwand deutlich groesser null, hinten ist es noch mehr Arbeit.
Aber ganz abgesehen davon ist ein Befuellen nicht nur wegen der moeglicherweise wegfallenden Ausbauarbeit sinnvoll. (Ich komme mit meiner Fuellvorrichtung gar nicht ans Auto und muss sowieso ausbauen.) Einziger Vorteil der Verwendung immer neuer Kugeln ist die jeweils frische Membran.
uwe.v11 hat geschrieben: Jetzt hab ich wieder ein paar Jahre Ruhe.
Bei geschweissten 59 bar-Kugeln sicherlich nicht. Es sei denn, du faehrst sie wieder bis 20 bar runter.
uwe.v11 hat geschrieben: Mit dem ganzen Auffüllmeachanismus,wo soll den der Stickstoff hin,wenn nicht durch die Membran?
Natuerlich geht der Stickstoff hauptsaechlich durch die Membran. Aber warum soll ich dann nicht nachfuellen?
Gruss

Tom

Re: Federkugeln wechseln

Verfasst: Mi 31. Okt 2018, 10:33
von uwe.v11
danke Tom
für deine Ausführungen
Gruß Uwe

Re: Federkugeln wechseln

Verfasst: Mi 31. Okt 2018, 10:55
von Pit
Ich habe zuletzt (das ist auch schon wieder 6 Jahre her) bei der Firma Esenwein in Memmingen 65,69€ (1h Arbeitszeit) für das Prüfen und Füllen von vier ausgebauten Kugeln bezahlt.
Grüße,
pit

Re: Federkugeln wechseln

Verfasst: Mi 31. Okt 2018, 11:49
von uwe.v11
Pit

das ist mir zu viel Aufwand.
mein Freundlicher prüft die mal durch wenn ich denke da wird es hart vorne.
wenn ja,dann fliegen die auf den Müll.
wenn ich eh ausbauen muß,dann kommen gleich Neue rein.

Mein Popo-Meter scheint zu funktionieren.
Ich hab gerade den C5 III hin gebracht,weil ich spüre der ist vorne hart.
Anruf,hat geprüft,die Kugel hat mehr als 3/4 Druck noch,alles gut.
halbe Stunde später,das hat er bei den Neuen noch nie erlebt,die rechte Kugel ist platt.
Auto ist 3 Jahre alt und hat etwas über 100.000km

Zu den 59 Bar,wo hier ein Aufschrei durch die Menge ging.

Theorie ,wenn der Druck neu weniger hoch ist,dann müsste doch auch die Membran weniger belastet sein?
damit länger halten...
das stetige Auffüllen macht die Membran nicht jünger.

Nach dem Einbau der 59Barkugeln vorne,hab ich an den Stoßstangen Hörner gedrückt.
Sie federt wunderbar weich..

also,mir ist das gut.

So Long
Uwe

Re: Federkugeln wechseln

Verfasst: Mi 31. Okt 2018, 12:30
von Claude-Michel
Hallo Uwe,

59 bar bei geschweißten Kugeln ist einfach fallsch. Da gibt es keine Theorie, es ist Physik. Zu diesem Thema gab es schon zig ewige Diskussionen. Suche in diesem Forum und du kannst es nachlesen.

59 bar in einer geschweißten Kugel ist wie 42 bar in einer geschraubten Kugel.
Natürlich sind 59 bar weicher als 20 bar....aber mit 75 bar, die laut Citroën rein sollten, wäre deine DS halt noch weicher.
Richtig ist: 59 bar bei geschraubten und 75 bar bei geschweißten Kugeln. Andere Kombinationen, die leider auch zu kaufen sind einfach falsch.

Ob sich eine Auffülvorrichtung "lohnt" oder nicht muss jeder selber sehen. Natürlich kann man die Federkugeln einfach wechseln wenn der Stickstoff raus ist, vorausgesetzt man nimmt die mit dem richtigen Druck ;-)

Seit ich die Vorrichtung von Technosir habe, wurden keine einzige Kugel mehr getauscht. Nur nachgefüllt -> also immer den richtigen Druck.

Bei 4 x Xantia und eine DSuper5 sind das: 45 € x 29 = 1305 €. Dieser Betrag müsste ich so alle 5 Jahren nochmal dazurechnen wenn sie platt sind und ausgetauscht werden müssten.
Bei den Xantias hatte ich damit auch die Möglichkeit den Druck zu erhöhen, so wie es die Xantias vor 1995 gab. Somit sind sie weicher.

Ich möchte dich nicht überzeugen, eine Vorrichtung zu kaufen. Ich schreibe dir nur was ich für mich entschieden habe. Kannst beim Tausch bleiben. Kann sinnvoller sein bei einer DS. Für den C5 gibt es glaube ich eh keine Ventile.

Nur: die 59 bar Federkugeln würde ich beanstanden und tauschen lassen. Aber auch das, ist deine freie Entscheidung ;-)

Re: Federkugeln wechseln

Verfasst: Mi 31. Okt 2018, 14:11
von priusb78
Thomas Held hat geschrieben:
Natuerlich geht der Stickstoff hauptsaechlich durch die Membran. ...
Gruss

Tom
Ich gehe davon aus, dass das LHM in der Federkugel über den Federzylinder zurück in den Kreislauf strömt und hinein diffundierter Stickstoff spätestens im Vorratsbehälter wieder entweichen kann. Ist das richtig?

Gruß Thorsten

Re: Federkugeln wechseln

Verfasst: Mi 31. Okt 2018, 14:22
von Claude-Michel
[quote=priusb78]...Ich gehe davon aus, dass das LHM in der Federkugel über den Federzylinder zurück in den Kreislauf strömt und hinein diffundierter Stickstoff spätestens im Vorratsbehälter wieder entweichen kann. Ist das richtig?[/quote]
Ja das ist richtig.
Ausnahme sind die späteren Modellen wie Xantias die das Antisinksystem haben. Da bleibt Stickstoff in dem hinteren Bremskreislauf, was das Ansprechen und Lösen der Bremse an der Hinterachse verzögert. Da mus jährlich entlüftet werden.
Aber auch an der DS ist Entlüften der Bremsen ab und zu empfehlenswert. Das sind alles Sackgassen und das LHM möchte ja auch ab und zu wieder an die Luft ;-)