Re: Petition gegen die DUH
Verfasst: Do 15. Nov 2018, 13:07
Was ich bei der ganzen Diskussion der DUH und der Politik vermisse, ist die 'zweite Seite', die es ja bekanntlich immer gibt. Die eine Seite, die ja ausführlich geschlagen und getreten wird, sind wir, die Autofahrer, also die Verursacher der Verschmutzung. Und wo es Verursacher gibt, sollte es doch auch Bekämpfer geben. Und damit meine ich jetzt nicht irgendwelche Abmahnungen oder Verbote von fragwürdigen Organisationen, sondern die wirklichen Bekämpfer: Bäume, Hecken Sträucher, Moose - Planzen. Es ist doch hinreichend bekannt, das Bäume exzellente Verwerter von CO2 sind. Feuchte Pfanzen wie Moose eignen sich hervorragend zum Filtern von Stickoxiden und Feinstaub.
Warum wird nirgendwo ernsthaft darüber diskutiert, dass man die Städte vielleicht wieder 'grüner' gestalten sollte? Und damit meine ich nicht den einen obligatorischen 'gutes-grünes-Gewissen-Baum' auf dem zugepflasterten Rathausplatz einer jeder größeren Stadt. Vielmehr denke ich an lange Alleen mit vielen hohen Bäumen oder an die "City Trees" - große Mooswände, speziell angelegt zur Luftverbesserung. Oder auch an natürliche Wiesen anstatt zugepflasterte Marktplätze, natürliche Flussläufe und Ufergebiete mit Bäumen und Planzen innerhalb von Städten.
Aber daran hat wohl scheinbar niemand wirklich Interesse. Warum blos? Das muss doch Gründe haben... Und ich denke, da ist sie wieder: Die Gier nach Profit! Ein Baum kann halt schlecht Parkgebühren zahlen für den Platz, wo er stehen würde. Die zwei Autofahrer, die den selben Platz zum Parken benötigen, schon. Und bei den Quadratmeterpreisen in einer Großstadt wird wohl kaum ein Eigentümer eines Neubaus auch nur einen Quadratmeter Grundfläche extra für einen schönen großen Laubbaum einplanen.
Und das vielbesuchte Cafe direkt am schönen Flussufer wird auch nicht auf zwei, drei Terassentische verzichten wollen, nur um dort eine Linde zu planzen. Die zahlt schließlich keine viereurofünfzig für ein Kännchen Kaffee.
Die Menschen bauen sich Städte, wo jeder Zentimeter wirtschaftlich ausgenutzt ist. Das geht natürlich zu Lasten der Natur. Und dann schreien alle laut auf, wenn die Umweltkonditionen plötzlich nicht mehr so sind, wie im grünen Dorf im tieftsten Hinterland.
Das alles wir bei den ganzen Diskussionen erst gar nicht betrachtet. Is ja klar, kann man doch auch von den Städten und den Investoren gar nicht erwarten...oder vielleicht doch? Dem kleinen Mann wird das Auto quasi zwangsenteignet. Warum wird im Gegenzug nicht auch jedem Investor oder Grundbesitzer einfach ein Quadratmeter seines Grundstücks quasi zwangsenteignet, in dem er verpfichtet wird, diese Stück entsprechend zu begrünen? Ist doch im Prinzip das gleiche: Es gehört ihm immer noch, er kann es aber halt nur eingeschränkt nutzen.
Das verstehe ich erstrangig unter Umweltschutz! Dass man dafür sorgt, eine natürliche Umwelt zu erhalten und nicht eine künstliche Umwelt unter dem Deckmantel "Schutz" wirtschaftlich zu optimieren! Wenn sich die DUH das Ziel von dieser Seite mal ansehen würde, dann könnte man die ganze Diskussion auch wieder ernst nehmen.
So wie es aktuell läuft, ist immer der fade Beigschmack des wirtschaftlichen Profits bei der Sache.
Und das der dumme deutsche Autofahrer da wieder das richtige Opfer ist, hat sich ja schon öfters gezeigt. Wäre sehr interessant zu wissen, wieviele Autos jetzt betroffen sind, die vor gar nicht so langer Zeit bei der glamourösen Abwrackprämienaktion als zukunftweisende Neuwagen gekauft wurden...
In diesem Sinne grüne Grüße,
Silvio
Warum wird nirgendwo ernsthaft darüber diskutiert, dass man die Städte vielleicht wieder 'grüner' gestalten sollte? Und damit meine ich nicht den einen obligatorischen 'gutes-grünes-Gewissen-Baum' auf dem zugepflasterten Rathausplatz einer jeder größeren Stadt. Vielmehr denke ich an lange Alleen mit vielen hohen Bäumen oder an die "City Trees" - große Mooswände, speziell angelegt zur Luftverbesserung. Oder auch an natürliche Wiesen anstatt zugepflasterte Marktplätze, natürliche Flussläufe und Ufergebiete mit Bäumen und Planzen innerhalb von Städten.
Aber daran hat wohl scheinbar niemand wirklich Interesse. Warum blos? Das muss doch Gründe haben... Und ich denke, da ist sie wieder: Die Gier nach Profit! Ein Baum kann halt schlecht Parkgebühren zahlen für den Platz, wo er stehen würde. Die zwei Autofahrer, die den selben Platz zum Parken benötigen, schon. Und bei den Quadratmeterpreisen in einer Großstadt wird wohl kaum ein Eigentümer eines Neubaus auch nur einen Quadratmeter Grundfläche extra für einen schönen großen Laubbaum einplanen.
Und das vielbesuchte Cafe direkt am schönen Flussufer wird auch nicht auf zwei, drei Terassentische verzichten wollen, nur um dort eine Linde zu planzen. Die zahlt schließlich keine viereurofünfzig für ein Kännchen Kaffee.
Die Menschen bauen sich Städte, wo jeder Zentimeter wirtschaftlich ausgenutzt ist. Das geht natürlich zu Lasten der Natur. Und dann schreien alle laut auf, wenn die Umweltkonditionen plötzlich nicht mehr so sind, wie im grünen Dorf im tieftsten Hinterland.
Das alles wir bei den ganzen Diskussionen erst gar nicht betrachtet. Is ja klar, kann man doch auch von den Städten und den Investoren gar nicht erwarten...oder vielleicht doch? Dem kleinen Mann wird das Auto quasi zwangsenteignet. Warum wird im Gegenzug nicht auch jedem Investor oder Grundbesitzer einfach ein Quadratmeter seines Grundstücks quasi zwangsenteignet, in dem er verpfichtet wird, diese Stück entsprechend zu begrünen? Ist doch im Prinzip das gleiche: Es gehört ihm immer noch, er kann es aber halt nur eingeschränkt nutzen.
Das verstehe ich erstrangig unter Umweltschutz! Dass man dafür sorgt, eine natürliche Umwelt zu erhalten und nicht eine künstliche Umwelt unter dem Deckmantel "Schutz" wirtschaftlich zu optimieren! Wenn sich die DUH das Ziel von dieser Seite mal ansehen würde, dann könnte man die ganze Diskussion auch wieder ernst nehmen.
So wie es aktuell läuft, ist immer der fade Beigschmack des wirtschaftlichen Profits bei der Sache.
Und das der dumme deutsche Autofahrer da wieder das richtige Opfer ist, hat sich ja schon öfters gezeigt. Wäre sehr interessant zu wissen, wieviele Autos jetzt betroffen sind, die vor gar nicht so langer Zeit bei der glamourösen Abwrackprämienaktion als zukunftweisende Neuwagen gekauft wurden...
In diesem Sinne grüne Grüße,
Silvio