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Re: Steuerkette falsch eingebaut?
Verfasst: Mi 24. Apr 2013, 12:32
von Sensenmann
Danke Gerhard! Das hilft mir jetzt am umfassendsten weiter. Dann kann ich nach Feierabend mal alles ausmessen.
Auch wenn es eine Schweinearbeit wieder wird, hoffe ich fast daß die Steuerkette falsch gelegt wurde, denn dann hätte ich eine Erklärung für die ganzen beschriebenen Unzulänglichkeiten am Motorlauf und könnte mich auf eine bessere Saison freuen.
Re: Steuerkette falsch eingebaut?
Verfasst: Mi 24. Apr 2013, 21:32
von Thomas Held
Wie oben schon mal angefuehrt, gab es Anfang der 70er allerdings eine Umstellung der Markierung ueber die Schwungscheibe von statischem Zuendzeitpunkt auf OT!
Gruss,
Tom
Re: Steuerkette falsch eingebaut?
Verfasst: Do 25. Apr 2013, 08:00
von Gerhard Trosien
[quote="Thomas Held"]
Wie oben schon mal angefuehrt, gab es Anfang der 70er allerdings eine Umstellung der Markierung ueber die Schwungscheibe von statischem Zuendzeitpunkt auf OT!
Gruss,
Tom[/quote]und André hat 'nen 1956er
Re: Steuerkette falsch eingebaut?
Verfasst: Do 25. Apr 2013, 08:11
von hgk
[quote="Gerhard Trosien"]
[quote="Thomas Held"]
Wie oben schon mal angefuehrt, gab es Anfang der 70er allerdings eine Umstellung der Markierung ueber die Schwungscheibe von statischem Zuendzeitpunkt auf OT!
Gruss,
Tom[/quote]und André hat 'nen 1956er[/quote]
Und Langhuber und Kurzhuber sind unterschiedlich, so daß ein Vertauschen unmöglich ist?
Re: Steuerkette falsch eingebaut?
Verfasst: Do 25. Apr 2013, 11:26
von Gerhard Trosien
Spontan fällt mir nur die Ölablassschraube ein, die man evlt. vom Kurz- auf den Langhuber übertragen könnte. Es sei denn, ganz frühe D-Modelle haben dieselbe wie der TA.
Man sieht dem Kurzhuber an, dass er vom Langhuber abstammt und aus diesem entwickelt wurde. Die Querschnittszeichnungen sind auf den ersten Blick gleich. Das war's aber schon mit den Gemeinsamkeiten.
Der Langhuber wurde übrigens noch bis 1981 gebaut: für den HY. Allerdings dreht er dort anders herum.
Re: Steuerkette falsch eingebaut?
Verfasst: Do 25. Apr 2013, 13:03
von Sensenmann
Weiß Jemand zufällig welchen Verstellbereich in Grad die Zündverstellung bei den frühen Langhubern hat?
Man soll ja 3 - 4 ° Frühzündung haben. Ich habe sie im Glauben 10° vor OT zu sein, ja mittig eingestellt und mich dann über die notwendige Frühzündung gewundert. Eher hätte man ja zurückdrehen müssen
Re: Steuerkette falsch eingebaut?
Verfasst: Do 25. Apr 2013, 14:06
von Gerhard Trosien
Deiner hat Handverstellung, 2 Kontaktpaare und 2 Zündspulen? Ich glaub, ich kopier Dir ein paar Seiten aus einer uralten Bucheli-Reparatureinleitung. Von dynamischer Einstellung des Zündzeitpunkts steht da jedenfalls nichts drin; ob es Werte für die Frühzündung bei höheren Drehzahlen enthält weiß ich leider nicht.
Ob die Fliehkraftverstellung ÜBERHAUPT funktioniert, kannst Du feststellen, indem Du am Verteilerfinger drehst. Den müsstest Du ohne besondere Anstrengung um vllt. 20 oder 30° in seiner normalen Drehrichtung gegen die Rückstellfederkraft verdrehen können, und dann geht er in Ausgangsstellung zurück. Der Anschlag markiert die maximale dynamische Frühzündung, zu der dann die statische hinzuzurechnen ist. Aber Achtung: die Werte der Verteilergrade und der Kurbelwellengrade können nicht einfach addiert werden, da sich der Verteiler halb so schnell dreht.
10° KW sind 5° Verteiler. Wenn der Verteiler per Fliehkraft um 20° vorstellt, sind das 40° KW; zzgl. 10° KW statisch wäre der Zündzeitpunkt 50° KW bzw. 25° VT vor OT bei über 2.500/min.
Vom TA und H weiß ich, dass die Handverstellung auf "Früh" gestellt wird. Dann wird der Zündzeitpunkt statisch eingestellt (Fühlstab 6mm durch das Loch in der Kupplungsglocke usw.). Die Einstellung Richtung noch früher bei höheren Drehzahlen übernimmt die Fliehkraft- und Unterdruckverstellung (oder, je nach Modell, nur die Fliehkraftverstellung). Beim D wird's nicht grundlegend anders sein.
Zum Starten stellt man mit der Handverstellung auf "Spät", besonders, wenn man sich der Handkurbel bedient. Der Motor springt besser an und, vor allem: das Rückschlagrisiko ist geringer.
Re: Steuerkette falsch eingebaut?
Verfasst: Do 25. Apr 2013, 14:23
von Sensenmann
Nach Werkstatthandbuch wird die Handverstellung mittig eingestellt, dann statisch der Zündzeitpunkt festgelegt. D.h. am Verteiler gedreht bis Kontakt, dann alles verschraubt. Normalerweise müßte man um 3° vor OT im Leerlauf gemäß Vorschrift zu haben, die Handverstellung zurückdrehen. Ich muß aber vordrehen, d.h. aus 0°, 3 ° machen. Das müßte gefühlt eine halbe Umdrehung der Handverstellung sein. Jedenfalls läuft die DS dann einigermaßen ohne zu klingen. An der falschen Ventilsteuerung ändert das natürlich erstmal nichts. Dafür muß, wenn es denn so ist, der Motor raus.
Re: Steuerkette falsch eingebaut?
Verfasst: Do 25. Apr 2013, 14:52
von Thomas Held
Ist schon klar, das war auch nur als allgemeine Anmerkung gedacht, dass die Fuehlstift-Position nicht universell fuer alle D-Modelle den statischen Zuendzeitpunkt markiert.
Gruss,
Tom
Re: Steuerkette falsch eingebaut?
Verfasst: Do 25. Apr 2013, 21:52
von sebastianklaus
Hallo,
ich habe mir bei meinem DX5 auch die Mühe gemacht, die Fühlstift- Markierung mit einer "Handmessung" des OT zu verifizieren. Ich weiß die Abweichung nicht mehr genau, aber ein paar Grad Abweichung waren es schon.
Viele Grüße
Sebastian