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Re: Batterie

Verfasst: Sa 8. Feb 2014, 13:18
von Langhuber
Martin K. hat geschrieben: Obwohl es sicher schon 1000 Anleitungen zum Überwintern einer Batterie gibt ...
Hallo Martin, danke für Dein Statement. Aber die Realität sieht anders aus:
1. In meiner Garage ist kein Strom. Damit ist die Frage nach Einsatz eines Erhaltungsladegerätes final entschieden.
2. Insbesondere der Einbau der Batterie in eine Langhuberin im Schein einer Taschenlampe ist mit einem derartigen Aufwand verbunden, dass ich mir vorgenommen habe, meine Batterie erst dann wieder auszubauen, wenn sie komplett hinüber ist und ich sie durch eine andere ersetzen werde.
Am Batterierahmen bei der Laghuberin ist der Regler mit seiner Kabelage angebaut, und das Gelbon-Anlasserrelais ist auch im Weg. Man kann den Halterahmen nicht frei bewegen, zusätzlich haben die Schraubhaken für die Batteriehalterung die Tendenz, entweder nach unten in die Mechanik zu entschwinden, oder auszuhaken und man kriegt sie nicht mehr eingefädelt, ohne die Batterie wieder aus dem Motorraum rauszuwuchten. Vielleicht ist das bei jüngeren DSen besser gelöst.

Ich habe zu meiner Erfahrung folgende Überlegung angestellt: Meine Batterie hatte, als sie neu war 60Ah. Jetzt ist sie 6 Jahre alt und hat vielleicht noch 40Ah.
Ich hatte geschrieben, dass Madame 9 Wochen gestanden ist: 9 Wochen * 7 Tage * 24 Stunden sind also 1512 Stunden.
Ich hatte geschrieben, dass nach dieser Standzeit die Kontroll-Leuchten im Armaturenbrett noch normal geleuchtet haben, und der Anlasser immerhin noch soviel Strom bekommen hatte, das er den Motor noch bewegen konnte. Allerdings brach die Spannung soweit ein, dass die Zündung nicht mehr funktioniert hat. Die Batterie war mithin noch nicht komplett entladen.
Also nehme ich mal an, dass vielleicht noch eine Ladung von 5Ah in der Batterie war.

Daraus folgere ich: 40Ah (geschätzte Anfangsladung) - 5Ah (geschätzte Restladung) = 35Ah Ladungsverlust durch Selbstentladung + Jaeger-Uhr. Bei der angegebenen Standzeit von 1512 Stunden bedeutet das:
35Ah / 1512h = 0,023A, also 23mA Selbstentladestrom.
Auch wenn ich mit meinen Annahmen sehr daneben liegen würde, also bei noch voller Kapazität und geringerer Restladung der Batterie, wäre das Zahlenergebnis in der gleichen Größenordnung von einigen zig mA.

Hätte ich also eine Steckdose in meiner Garage, dann hätte ich keine Hemmungen, ein billiges Steckernetzteil mit einer Spannung von z. B. 24V und einem Strombegrenzungswiderstand für 50mA
(24V - 14V) / 0,05A = 200Ohm -> 220Ohm (E12-Reihe)
als Erhaltungsladegerät einzusetzen.

Der Unterschied zwischen billigem Baumarktladegerät und HighTech-Teil mag interessant für Leute mit einer Werkstatt oder mit sehr vielen Autos sein, aber um gelegentlich mal eine Batterie wieder anlasstauglich zu machen reicht das billigste Teil allemal. Wie ich ebenfalls geschrieben hatte, habe ich meine Batterie am Donnerstag ca 5 Stunden mit 5 A geladen, also maximal 25Ah. Da war die Ladeendspannung noch nicht mal am Horizont zu sehen. Zum Anlassen hat das dick gereicht, den Rest haben dann Gleichstrom-Lima und elektromechanischer Regler erledigt.

Klemens

Re: Batterie

Verfasst: Sa 8. Feb 2014, 14:04
von Langhuber
Hallo Andreas,
[quote=anieder]
Kein Salz mehr auf den Straßen? Mein Alltagswagen hat immer noch ne weiße frontscheibe

Als Alternative zu starthilfekabeln gibt es noch sowas hier

[www.atu.de]
[/quote]
Am Donnerstag war es hier in Stuttgart absolut trocken, davor hatte es etwas geregnet. Insofern haben die Bedenken über die Entzugserscheinung gesiegt... [äh, natürlich andersrum]

Ist ulkig: Ich war vorhin um die Ecke im Marktkauf, die haben eine recht gut sortierte Autoabteilung im O. G. Und siehe da, dort steht das A.T.U.-Teil für 10 Euro weniger. Wer also ernsthaft Interesse an dem Ding hat: Nix wie hin.
Ich hatte es in der Hand und habe mir tatsächlich überlegt, es zu kaufen. Aber meine Bedenken sind die: Ich brauche es vielleicht einmal im Jahr und dann ist der darin eingebaute Akku leer oder wegen Vernachlässigung sogar defekt. Meine Erfahrung mit den NiMh-Akkus die heute allenthalben eingesetzt werden sind die, dass die nach recht kurzer Zeit hin sind (1Jahr ist da schon gut). Ich habe mir in meine beiden Autos und zu Hause solche Kurbeltaschenlampen hingelegt, mit der Überlegung, dass wenn man die irgendwann mal im Notfall braucht, man sie dann spontan wieder aufladen kann. Aber bis auf eine waren alle nach ca einem halben Jahr wegen Ausfall der Akkus unbrauchbar geworden.
Ich würde so ein Powerpack in Erwägung ziehen, wenn ich z. B. mehrere Oldtimer am Laufen hätte, oder früher als ich noch im Renault-Kangoo kampiert habe, als Anlasshilfe, wenn mir die mitgeführte Kühlbox an heissen Tagen die Batterie geleert hätte. (Unter der Voraussetzung dass man den Hilfsakku über den Zigarettenanzünder im Auto laden kann).
Ein Starthilfekabel ist deutlich wartungsfreier.

Klemens

Re: Batterie

Verfasst: Sa 8. Feb 2014, 14:20
von Langhuber
Hi Claude-Michel
Schön dass...
:-) :-) :-)
Claude-Michel hat geschrieben: Deswegen klemme ich die Batterie ab
Ich glaube nicht, daß meine rechnerisch ermittelten 26mA auf Kosten der Uhr gehen. Wie Du mich kennst, werde ich das aber baldigst nachmessen. :-) Mein analoges Multimeter liegt schon vor der Tastatur.
Die Uhr ist ja im abgeschalteten Zustand der einzige Verbraucher in meiner DS. Ich unterstelle mal, dass eine ältere Batterie durchaus deutliche Selbstentladungstendenzen zeigt, bei denen auch Abklemmen der Batterie nichts nützt.

Klemens

Re: Batterie

Verfasst: Sa 8. Feb 2014, 14:21
von anieder
Hi Klemens

Ich schau ja auch sehnsüchtig raus. Hab mich aber nicht getraut. Will vorher noch Konservierung drauf haben.

Was die startakkus angeht hast du natürlich recht. So ist es auch mit meinem noch nicht Lit Ionen Akkuschrauber....

Andreas

Re: Batterie

Verfasst: Sa 8. Feb 2014, 17:44
von Langhuber
Hallo Andreas,
ich wollte vorher noch ne Tour machen, aber dann hat es angefangen zu regnen. :-( Da habe ich es gelassen.
Was für eine Konservierung machst Du? Meine Gnädigste ist so staubig, dass ich sie dringend schrubben und dann auch konservieren(?) sollte.

Weil ich aber schon vor der Garage war: Meine Uhr zieht 5mA. Das heisst, bei einer voll geladenen 60Ah-Batterie, wäre die nach 12000 Stunden oder 500 Tagen leer. Bei 40Ah wären es noch 333 Tage. Wenn also nur die Uhr der Übeltäter wäre, dann wäre auch ein halbes Jahr Stillstand mit nicht abgeklemmter Batterie kein Problem. Übrigens haben übliche Bleiakkumulatoren laut Wikipedia eine monatliche Selbstentlandung zwischen 2% (Sonderausführung!) und 30%. Wenn 30% noch normal wäre, dann wäre meine Batterie ja noch gar nicht mal so schlecht. Da dürfte es dann vollends egal sein, ob sich die Uhr auch noch 5mA genehmigt.

Und zum Schluß:Bei Conrad gibt es dieses Starthilfegerät auch. Im Laden kostet es 51,99€, im Katalog sogar 49,99€

Klemens


P.s.: Ich habe auch zwei tolle Akkuschrauber rumliegen, wo der Ersatzakku mehr als das Neugerät kostet.

Re: Batterie

Verfasst: Sa 8. Feb 2014, 17:55
von anieder
Hallo Klemens

Ich meine das volle Programm. Mike Sanders in Hohlräume und Unterbodenschutz.

Wegen der Selbstentladung beim Wenigfahren und der fehlenden zersetzungsgefahr beim überkochen habe ich eine Agm Batterie drin.

Andreas

Re: Batterie

Verfasst: Sa 8. Feb 2014, 18:17
von Claude-Michel
[quote=Langhuber]Ich unterstelle mal, dass eine ältere Batterie durchaus deutliche Selbstentladungstendenzen zeigt, bei denen auch Abklemmen der Batterie nichts nützt.
Klemens[/quote]

Das ist sicherlich möglich

Re: Batterie

Verfasst: Sa 8. Feb 2014, 18:19
von Claude-Michel
[quote=Langhuber}
P.s.: Ich habe auch zwei tolle Akkuschrauber rumliegen, wo der Ersatzakku mehr als das Neugerät kostet.[/quote]

Einzelne Zellen kaufen, Akku öffnen, neue Zellen rein.

Re: Batterie

Verfasst: Sa 8. Feb 2014, 19:50
von Langhuber
Andreas,
Ich meine das volle Programm. Mike Sanders in Hohlräume und Unterbodenschutz.
Machst Du das selber? Wie wäre es mit einem Workshop?
Wegen der Selbstentladung beim Wenigfahren und der fehlenden zersetzungsgefahr beim überkochen habe ich eine Agm Batterie drin.
Wenn meine mal hinüber ist, kaufe ich mir so eine tolle Oldtimerbatterie. Das kann aber gerne noch etwas warten.
http://www.oldtimer-batterie-service.de ... links.html
Wenn ich dann auch noch diese schönen Stöpsel mit den drei Kügelchen drin finde, die den Ladezustand anzeigen, dann ist das Glück vollkommen.

Klemens

Re: Batterie

Verfasst: Sa 8. Feb 2014, 20:02
von Langhuber
Claude_Michel,
Einzelne Zellen kaufen, Akku öffnen, neue Zellen rein.
das ist aber nur sinnvoll, wenn die einzelnen Zellen gematchte Kapazitäten haben, sonst sind die schwächsten Zellen sehr schnell wieder hin. Und meine Erfahrung ist, wenn man z. B. einfach ein vierer-Pack AA-Zellen kauft, haben die von Beginn an nicht die gleiche Kapazität, und nach dreimal Laden und Entladen läuft die Kapazität der einzelnen Zellen noch weiter auseinander.
Was ich mir schon überlegt habe, die NiMh-Akkupacks mit LiIon-Akkus zu befüllen. Die sind volumenmässig kleiner als die NiMh-Akkus. Und auch wenn die Kapazität dann nicht so hoch ist, macht das nicht so viel aus, wie wenn der Schrauber komplett unbenutzt rumliegt. Für gelegentlichen Einsatz ist das allemal brauchbar. Dabei ungelöstes Problem ist das Ladegerät. Das bisherige NiMh-Ladegerät ist dafür natürlich nicht mehr brauchbar.

Klemens