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Re: welches Öl für Langhuber

Verfasst: Fr 30. Apr 2021, 21:21
von Trax
anieder hat geschrieben:

API und SAE sind zwei übrigens zwei verschiedene amerikanische Organisationen.
Es gibt nicht SAE API.

Andreas
ja, Du hast recht. Sorry, da ist mir ein Fauxpas passiert

Grüße
Thom

Re: welches Öl für Langhuber

Verfasst: So 2. Mai 2021, 16:42
von rsa404
Trax hat geschrieben: Hallo Freunde des Ölsumpfs,

kurz noch meinen Senf dazu (nur auf die -ölfilterlosen- Langhuber bezogen):

- SAE API SA (ursprüngliche Bez.: "Regular Öl"), auf Marketingdeutsch als "unlegiert" verkauft:
einfachste Brühe, oft nur Maschinenöl, keine DD* und Verschleißschutzadditive. Kein ZDDP.
Kommt mir persönlich nicht (mehr**) in die Motoren.

- SAE API SB (ursprüngliche Bez.: "Premium Öl"), da kaum im Handel kenne ich hier kein Marketinggeschwurbel:
schon besser. Praktisch keine Detergenten, dezent Dispergenten. Vor allem ZDDP, noch nicht jede Menge, aber immerhin. Nehme ich bei Motoren mir unbekannter Ölvergangenheit***.
Gibt es bei (wie mir bekannt ist) zwei Anbietern.

- SAE API SC (ursprüngliche Bez.: "HD Öl"), da kaum im Handel kenne ich hier kein Marketinggeschwurbel:
noch besser. Nennenswerte Detergenten und Dispergenten. Gut dosiertes ZDDP, wunderbar. Nehme ich bei (fast) sauberen Motoren****.
Gibt es bei (wie mir bekannt ist) ein paar Anbietern.

Alles größer API SD ist überperformed.

Kurz noch zu den Viskositäten: Diese sind abhängig von den Aussentemperaturen und dem persönlichen heissen Reifen.
Ich fahre:
- SAE 10 unter 5°C
- SAE 10W30 unter 5° bis 15°C
- SAE 20W40, SAE 20W50 über 5°C bis 35°C
- SAE 30 von 10° bis 30°C

Weiteres findet ihr hier (Schreib- und Satzfehler bitte ich zu entschuldigen):
https://www.dsclub.at/post/%C3%B6le-dam ... e-ratgeber

Grüße
Thom

*Dispergenten (halten Kleinpartikel in Schwebe und Detergenten (Reinigungsadditive)
**habe mir damit zwei Tractionmotoren ruiniert (weil - damals noch null Ahnung)
***z.Zt bei zwei Autos
****z.Zt bei zwei Autos
Hallo Thom,

besten Dank :-) Ein sehr informativer Beitrag.

Ich hatte aufgrund verschiedener Testergebnisse in Zusammenarbeit mit OELCHECK dieses

https://www.rektol-klassik.de/de/REKTOL ... SC-CC.html

auf der Liste, was sich jetzt scheinbar zu verfestigen scheint.

Getriebeöl habe ich mich jetzt für das

https://www.motul.com/de/de/products/epl-90

entschieden.

Ich werde mich auf jeden Fall auch noch telefonisch ei Dir melden.

Viele Grüße
Ralf

Re: welches Öl für Langhuber

Verfasst: So 2. Mai 2021, 19:13
von Bernhard(Süd)
rsa404 hat geschrieben:
Hallo Freunde des Ölsumpfs,

kurz noch meinen Senf dazu (nur auf die -ölfilterlosen- Langhuber bezogen):

- SAE API SA (ursprüngliche Bez.: "Regular Öl"), auf Marketingdeutsch als "unlegiert" verkauft:
einfachste Brühe, oft nur Maschinenöl, keine DD* und Verschleißschutzadditive. Kein ZDDP.
Kommt mir persönlich nicht (mehr**) in die Motoren.

- SAE API SB (ursprüngliche Bez.: "Premium Öl"), da kaum im Handel kenne ich hier kein Marketinggeschwurbel:
schon besser. Praktisch keine Detergenten, dezent Dispergenten. Vor allem ZDDP, noch nicht jede Menge, aber immerhin. Nehme ich bei Motoren mir unbekannter Ölvergangenheit***.
Gibt es bei (wie mir bekannt ist) zwei Anbietern.

- SAE API SC (ursprüngliche Bez.: "HD Öl"), da kaum im Handel kenne ich hier kein Marketinggeschwurbel:
noch besser. Nennenswerte Detergenten und Dispergenten. Gut dosiertes ZDDP, wunderbar. Nehme ich bei (fast) sauberen Motoren****.
Gibt es bei (wie mir bekannt ist) ein paar Anbietern.

Alles größer API SD ist überperformed.

Kurz noch zu den Viskositäten: Diese sind abhängig von den Aussentemperaturen und dem persönlichen heissen Reifen.
Ich fahre:
- SAE 10 unter 5°C
- SAE 10W30 unter 5° bis 15°C
- SAE 20W40, SAE 20W50 über 5°C bis 35°C
- SAE 30 von 10° bis 30°C

Weiteres findet ihr hier (Schreib- und Satzfehler bitte ich zu entschuldigen):
https://www.dsclub.at/post/%C3%B6le-dam ... e-ratgeber

Grüße
Thom

*Dispergenten (halten Kleinpartikel in Schwebe und Detergenten (Reinigungsadditive)
**habe mir damit zwei Tractionmotoren ruiniert (weil - damals noch null Ahnung)
***z.Zt bei zwei Autos
****z.Zt bei zwei Autos

Hallo Thom,

besten Dank :-) Ein sehr informativer Beitrag.

Ich hatte aufgrund verschiedener Testergebnisse in Zusammenarbeit mit OELCHECK dieses

https://www.rektol-klassik.de/de/REKTOL ... SC-CC.html

auf der Liste, was sich jetzt scheinbar zu verfestigen scheint.

Getriebeöl habe ich mich jetzt für das

https://www.motul.com/de/de/products/epl-90

entschieden.

Ich werde mich auf jeden Fall auch noch telefonisch ei Dir melden.

Viele Grüße
Ralf
:-):y

Re: welches Öl für Langhuber

Verfasst: Mo 3. Mai 2021, 00:48
von aquablader
Mit Rektol-Ölen habe ich im Klassiker-Bereich beste Erfahrungen gemacht.

VG Ingo

Re: welches Öl für Langhuber

Verfasst: Mo 3. Mai 2021, 08:51
von Claude-Michel
Hallo Ralf,

Rektol 20W50 SC ist jetzt nicht so die gleiche Kategorie wie das Öl was du anfänglich gesucht hast:
rsa404 hat geschrieben:Da ich häufig in Frankreich bin, habe ich mir Öle von Total oder elf in größeren Vorräten in den üblichen großen Supermärkten gekauft. Spezifikation 20W 50 SE/SF im 5L kanister für ca 12,-- bis 15,-- €. Ölwechsel habe ich immer so nach ca. 2.500 Km durchgeführt. Da ich mehrere infrage kommende Fahrzeuge im Einsatz habe, ist der Vorrat leider aufgebraucht. Gleichzeitig sind diese Öle seit einigen Jahren auch in F nicht mehr zu finden. Von daher suche ich jetzt nach verfügbaren Alternativen.
...aber man lernt ja nicht aus. Gut, dass es Leute gibt wie Andreas, Tom, Vlado, Pit, Scardale usw.. (bitte ergänzen falls ich jemand vergessen habe) die einem das fehlende KnowHow beibringen.:-)
Gut, dass du gefunden hast was dir jetzt passt.:y

Re: welches Öl für Langhuber

Verfasst: Di 4. Mai 2021, 14:40
von rsa404
Claude-Michel hat geschrieben: Hallo Ralf,

Rektol 20W50 SC ist jetzt nicht so die gleiche Kategorie wie das Öl was du anfänglich gesucht hast:

Gleichzeitig sind diese Öle seit einigen Jahren auch in F nicht mehr zu finden. Von daher suche ich jetzt nach verfügbaren Alternativen.

Gut, dass du gefunden hast was dir jetzt passt.:y
Hallo Claude-Michel,

ich hatte ja nicht nach den Ölen die ich bisher verwendet habe gesucht, sondern nach Erfahrungen anderer Langhuberfahrer gefragt um nach Alternativen Ausschau zu halten.

Was ja übriges prima geklappt hat ;-)

nochmals esten Dank

Re: welches Öl für Langhuber

Verfasst: Mo 17. Okt 2022, 06:29
von Cardano
Auf dem motoroeleinfülldeckel meines 63er ID19 steht SAE20.
Das gibts auch heute noch zu kaufen.
Weis gar nicht was man da diskutieren kann.
In den betriebsanleitungen steht ja auch immer was wann eingefüllt werden soll.
Ich verwende, wie schon gesagt, immer 15W40 und probleme gab es bisher keine.
Und wenn es 'mal welche gibt - wer weiss dann ob das oel der "schuldige" ist, oder schlicht und einfach das überaltete material
mit unbekannter vergangenheit, laufleistung etc.

Re: welches Öl für Langhuber

Verfasst: Mo 17. Okt 2022, 07:27
von anieder
Die Aufgabe von Öl ist nicht hauptsächlich viskos zu sein.
Offensichtlich geht es doch um Verschleißschutz und Sauberkeit.
Insofern wundert mich, wie hartnäckig ausschließlich über Viskositäten diskutiert wird….

Gruß

Andreas

Re: welches Öl für Langhuber

Verfasst: Mo 17. Okt 2022, 11:52
von maldini
Hallo Andreas,

ja und nein -
Ich habe mich viele Jahre auch nur an der Viskosität orientiert. Das ist zum Beispiel bei meinen aktuellen Smart der vollsynthetisches Öl benötigt auch einfach und ausreichend.

Unsere Motoren fallen aber langsam durch die Zeit - und sind in einer Art und Weise gebaut die einfach nicht mehr gängig ist - und Zusatzstoffe gewinnen an Wichtigkeit (bis zur wesentlichen Entscheidung).
Das betrifft genauso die Kühlflüssigkeiten und Getriebeöle...

Ich finde es darum (sehr) verständlich, dass die Konfusion zu und nicht abnimmt!
Ich würde mich sehr über ständig aktualisierte Produktempfehlungen freuen - das würde mir sehr helfen.

Vor 35 Jahren habe ich einfach 20-W50 aus dem Supermarkt gekauft - und lag damit sicherlich nicht falsch.
Ein aktuelle 20-W50 ist mit diesem "zeitgenössischen" Öl sicherlich nicht mehr zu vergleichen

- vermute ich...


Grüße
Karl

Re: welches Öl für Langhuber

Verfasst: Mo 17. Okt 2022, 13:57
von Hans-Uwe Fischer
Ja, das sehe ich ähnlich. Der Umweltschutz hinterlässt auch hier seine (bösartigen) Spuren und Einflüsse.

Spritverbrauch, Wettbewerb und Abgaswerte erzwingen Leichtlauföle.
Abgasrückführungsventile (AGR) erfordern spezielle Additive und haben verzweifelte Technikvorstände in Gefängnisse befördert.
Dieselpartikelfilter (DPF) erfordern u.a. geringe Aschewerte. Usw., usw..

Bei meinem Fahrzeug wurde bei der letzten Modellpflege ein DPF integriert. Der konnte aber nicht in die Nähe der Auslassventile konstruiert werden, sondern leider über einen halber Meter entfernt. Für das regelmäßige Ausbrennen des DPFs reichten die Auslasstemperaturen aufgrund der Entfernung nicht mehr aus ( <600°C).
Somit wurden dem Ausstoßtakt etwas Dieselkraftstoff beigemischt, der sich dann im Abgasstrang entzündet und somit im DPF die Kohlenstoffreste verbrennen kann.
Leider gerät dadurch auch eine gewisse Menge an Diesel in die Ölwanne und verdünnt das Motoröl. Ergo: auch hier sind spezielle Öladditive gefragt.

Es ist ein unendliches Thema geworden. Die Viscosität tritt dabei deutlich in den Hintergrund. Wer einen Einblick in dieses "Dilemma" bekommen möchte, muss nur mal in ein Motoröl-Forum schauen.

Und wenn ich jetzt auch noch über mein Verteilergetriebe dozieren würde, kämen wir an die Grenzen des Forums.

Früher bin ich mehrere Enten (2CV6) gefahren. An einen Ölwechsel nach der Garantiezeit kann ich mich nicht erinnern. Dass ich aber stundenlang und völlig überladen ausschließlich Vollgas gefahren bin, ist mir noch bewusst. Und der Begriff "Motorschaden" kam im aktiven Wortschatz nicht vor.

Die Zeiten haben sich extrem verändert. Erst der eMotor kommt in Sachen Zuverlässigkeit wohl wieder auf 2CV-Niveau. ;-)

Moderne Fahrzeuge fahren auch nicht mehr mit heulendem Motor an. Automatikgetriebe und Wandler sorgen für einen leisen und sanften Motorlauf. Und genau zu diesem hohen Anlaufmoment, hat die Ölpumpe den Ölkreislauf mit seinen vielen Schmierstellen noch nicht versorgt und die extrem hohen Explosionsdrücke drücken auf die KW-Lagerschalen. Diese Mischreibung sorgt dafür, dass bei bestimmten Automarken die Kurbelwellen brechen. Um mein Fahrzeug ein paar 100.000 km zu fahren, habe ich mit einem selbst gebastelten Pre-Oiling-System vorgesorgt.


huf