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Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: Do 24. Okt 2013, 09:49
von Langhuber
[quote=Hardy]
in deinem Artikel über die Verbesserung der Zündanlage kommt mir persönlich einfach viel u oft
"ich weiß nicht" vor.
[/quote]Ich bin halt nicht der in Rom, der ex Cathedra ewige Wahrheiten predigt, sondern halte es mit dem ollen Socrates: "Scio me nescire" (ich weiß dass ich nichts weiss).
Ich hatte spontan eine Idee und habe sozusagen laut nachgedacht.
Klemens
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: Do 24. Okt 2013, 10:05
von Langhuber
anieder hat geschrieben:
"Messwütige"
Interessant, so hatte ich mir das auch etwa vorgestellt.
Allerdings habe ich irgendwie den Verdacht, dass die unter "normaler" Zündanlage auch schon eine Transistoranlage und keine Kontaktanlage verstehen.
Aber an deren Messereien werd ich mich auf jeden Fall orientieren.
der Kondensator erzeugt auch mit der Spule einen Schwingkreis, auf den der ganze Zündvorgang abgestimmt ist.
Das hat wohl schon seinen Sinn.
Gibt es dazu "belastbare" Aussagen?
Auf welche Frequenz sollte denn dieser Schwingkreis abgestimmt sein?
Und dann müsste ja für die Induktivität jeder Zündspule ein spezieller Kondensator gehören?
Klemens
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: Do 24. Okt 2013, 10:07
von Langhuber
[quote=...hannes]
Brauchst nicht zu raten, Klemens, kann im Ersatzteilkatalog nachgeschlagen werden

0,4µF ist richtig, und zwar sowohl für 6 Volt- als auch 12 Volt- Anlagen.
PS: Valeo ist (außer NOS- Teile)
[/quote]Danke.
Was ist denn von Bosch zu halten? Produziert Valeo überhaupt selbst etwas, oder ist das nur ein Logistikunternehmen?
Also mindestens früher hat Bosch selbst produziert.
Klemens
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: Do 24. Okt 2013, 10:37
von anieder
[quote=Langhuber]
Gibt es dazu "belastbare" Aussagen?
Auf welche Frequenz sollte denn dieser Schwingkreis abgestimmt sein?
Und dann müsste ja für die Induktivität jeder Zündspule ein spezieller Kondensator gehören?
Klemens[/quote]
Hi,
ja sicher. Tonnenweise Vorlesungsskripte, Fachliteratur, Dissertationen. Leider nicht vorne auf der Trefferliste von Google.
Es sind ja sowohl der Primär als auch der Sekundärstromkreis im Prinzip Schwingkreise.
Die Optimierung und Abstimmung dessen ist ein Forschungsgebiet der Motorentechniker.
Offensichtlich schwingt es da auch ohne Kondensator, was der Link ja zeigt. Der ist von einer kondensatorlosen Transistorzündung.
Kannst du ja im Prinzip mit Oszillator selber rausmessen was der Kondensator bewirkt, indem du denn mal abklemmst.
Ansonsten einfach mal die Uni Bibliothek besuchen; bist ja an der Quelle.
Gruß
Andreas
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: Do 24. Okt 2013, 11:17
von DS20_break
[quote=Langhuber]
..."Scio me nescire" (ich weiß dass ich nichts weiss)....
[/quote]
ist uns allen schon aufgefallen ...

Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: Do 24. Okt 2013, 11:25
von Thomas Held
Eigentlich muss man da nichts neu erfinden.
Bosch-Kondensatoren fuer die IEs, Valeos fuer die Vergaser, und zwar 180-270 nF fuer die Zuendspulen ohne Vorwiderstand (schwarze Anschlussdraehte bei Ducellier) , 250-300 nF fuer die Spulen mit Vorwiderstand (gruene Anschlussdraehte bei Ducellier).
Ich hatte bisher keine Probleme mit den Nachbaukondensatoren, sowohl was die geforderte Kapazitaet betrifft, als auch was den Betrieb angeht Ich hatte lediglich einmal einen schnellen Ausfall, als ich einen schwarzbedrahteten Kondensator in meiner Zuendanlage mit Vorwiderstand eingebaut hatte. Das fand ich schon erstaunlich, da die angegebenen Kapazitaets-Intervalle sich ja sogar ueberschneiden. Vielleicht war das auch nur Zufall...
Gibt es fuer die Teile eigentlich auch vorgesehene Wechselintervalle (nicht unbedingt von Citroën)?
Gruss,
Tom
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: Do 24. Okt 2013, 13:29
von Langhuber
Wie üblich: zwei Experten drei Meinungen...
[quote=...hannes]
Brauchst nicht zu raten, Klemens, kann im Ersatzteilkatalog nachgeschlagen werden

0,4µF ist richtig, und zwar sowohl für 6 Volt- als auch 12 Volt- Anlagen. [/quote]
[quote="Thomas Held"]
zwar 180-270 nF fuer die Zuendspulen ohne Vorwiderstand (schwarze Anschlussdraehte bei Ducellier) , 250-300 nF fuer die Spulen mit Vorwiderstand
[/quote]
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: Do 24. Okt 2013, 13:38
von Langhuber
[quote=anieder]
Offensichtlich schwingt es da auch ohne Kondensator, was der Link ja zeigt. Der ist von einer kondensatorlosen Transistorzündung.
[/quote]Selbstverständlich stellt jede Spule im Prinzip ein schwingfähiges System dar, und sei es auch nur mit ihrer parasitären Kapazität. Mit solchen ungewollten Schwingungen muß man leben, manchmal stören sie einfach nicht, ansonsten muß man sie auf ein erträgliches Maß dämpfen.
Übrigens finden die Schwingungen auf den Oszillogrammen in dem Moment (Ende von Abschnitt b) statt, wenn der Zündfunke erlischt. D. h., sie tragen zum Zündfunken selbst nichts mehr bei.
Übrigens kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Transistorzündungen, deren Innenschaltung ja nicht angegeben ist, ohne eine Schutzbeschaltung für die Schalttransistoren auskommt. Im einfachsten Fall sind das ebenfalls Kondensatoren, die aber im Inneren der Zündanlage eingebaut sind, weil sich der Konstrukteur der Zündung nicht darauf verlassen will, dass aussen am Unterbrecherkontakt alles so beschaltet ist, wie er es braucht.
Klemens
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: Do 24. Okt 2013, 13:40
von Thomas Held
[quote=Langhuber]
Wie üblich: zwei Experten drei Meinungen...
[quote=...hannes]
Brauchst nicht zu raten, Klemens, kann im Ersatzteilkatalog nachgeschlagen werden

0,4µF ist richtig, und zwar sowohl für 6 Volt- als auch 12 Volt- Anlagen. [/quote]
[quote="Thomas Held"]
zwar 180-270 nF fuer die Zuendspulen ohne Vorwiderstand (schwarze Anschlussdraehte bei Ducellier) , 250-300 nF fuer die Spulen mit Vorwiderstand
[/quote][/quote]
...hannes zitiert den Ersatzteilkatalog, ich die Reparaturhandbuecher. Womoeglich widerspricht sich da Citroën selbst...!?
Es kommt ja auch an manchen Stellen zu sich widersprechenden Eintraegen bzgl. Anzugsmomenten in den Handbuechern.
Gruss,
Tom
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: Do 24. Okt 2013, 13:46
von Langhuber
@Tom
Nein, das war nicht so ernst gemeint.
Meiner Meinung nach dienen die Kondensatoren nicht dazu, einen Schwingkreis abzustimmen, sondern schlicht als Funkenlöschkondensator, deren Kapazitätswert wirklich in bestimmten Grenzen nicht heikel ist.
Vielleicht ist der Wechsel in den Kapaziätswerten einfach darauf zurückzuführen, daß man gemerkt hat, dass es 0,2uF auch tun und zudem die Unterbrecherkontakte beim Schliessen schonen, oder die Kondensatoren wurden zuverlässiger weil man bei gleichem Bauvolumen aber verminderter Kapazität das Dielektrikum stärker, d. h. die Spannungsfestigkeit erhöhen konnte.
Ich würde in den Kondensator nicht allzuviel hineingeheimnissen.
Und den Ausfall Deines Kondensators würde ich auch als Zufall abtun.
Klemens