Re: Citroën Hydraulikflüssigkeiten
Verfasst: Fr 3. Okt 2014, 15:47
Seit der 2. Hälfte der 80er Jahre- genau gesagt nach der „Loreley“- habe ich angefangen, 50er Jahre DSse zu suchen und zu finden. Von daher habe ich auch meine Erfahrungen mit diesen Wagen und ihren Hydraulikflüssigkeiten.
Nahezu alles, was Ralf anführt, deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen.
Z. B. dass die Krätze erst richtig begann, wenn man seinem DS19 was gutes tun wollte und LHS-2 oder einen Klon wie LHS2000 einfüllte, um die uralte teils 30 Jahre alte rote Marmelade zu ersetzen, die man manchmal vorfand. Da klemmten plötzlich nach kurzer Zeit Teile, die nach 25 Jahren Stillstand des aufgegebenen Wagens mit der "riechenden" Tomatensuppe drin nicht klemmten. Auch mit Panschereien mit DOT4 oder Silkon DOT5 habe ich reichlich zu tun gehabt, die übelsten Stunts mit Silikonflüssigkeit DOT5 erlebt. Diese Flüssigkeiten habe ich nicht unbedingt selbst eingefüllt, sondern teils in „verbesserten“ DS aus Frankreich vorgefunden.
Auch dass die ganz frühen Wagen mit der ersten Dämpfung gern mal bis an die Puffer federten beim Bremsen oder Anfahren, kann ich bestätigen.
Und dass die frühe Hydraulikflüssigkeit die bessere Alternative verglichen mit der Sackgasse LHS-2 ist, die Citroën dummerweise wenige Jahre lang in seine Neuwagen eingefüllt hat.
Nur in einem folge ich ihm nicht ( Ralf, du weißt das
): Dass die Autos mit LHS anders/härter fahren sollen, wenn man sie auf LHM umstellt durch Wechsel aller Gummiteile.
Deshalb habe ich für mich andere Konsequenzen gezogen als er.
Ich habe meine Langhuber letztlich auf GRÜN umgestellt.
Der erste 1990 in meiner engen Garage umgestellte war der 1956er No. 4XXX- damals interessiert verfolgt von Ulf P.. Dieser Wagen ist erst kürzlich aus der Schweiz wieder nach Frankreich zurückverkauft worden und läuft natürlich immer noch mit LHM.
Ich mische mich nicht ein in die Spekulationen um die Zusammensetzung der LHS und des Dichtungsmaterials.
Eine exzellente Quelle von Informationen sind etwa die Bücher „Citroën- l’histoire et les secrets de son bureau d’études“ von Roger Brioult.
Dort berichten auch Leute, die damals mit der Entwicklung und dem am Laufen halten der ersten DS zu tun hatten, von damals.
Zum Beispiel zu dem Thema hier liest man, wie man mit den ersten 300 DS in den USA 1956/1957 zu kämpfen hatte. Weil das damalige Hydrauliköl Antar FH6 in den USA nicht erlaubt war, nahm man Lockheed 5 und mischte einen Liter Rizinusöl zu, weil sonst die Hydraulik klemmte. Und im ersten Winter musste man den größten Teil des Rizinus wieder rausholen, weil es flockte und die Hydraulik verstopfte...
Oder dass generell an allen frühen DS Anfang 1957 die Plakettendichtungen der englischen Marke Dowty durch solche der Marke Franit ersetzt werden mussten, damit sie dichteten und und und....
Uli
Nahezu alles, was Ralf anführt, deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen.
Z. B. dass die Krätze erst richtig begann, wenn man seinem DS19 was gutes tun wollte und LHS-2 oder einen Klon wie LHS2000 einfüllte, um die uralte teils 30 Jahre alte rote Marmelade zu ersetzen, die man manchmal vorfand. Da klemmten plötzlich nach kurzer Zeit Teile, die nach 25 Jahren Stillstand des aufgegebenen Wagens mit der "riechenden" Tomatensuppe drin nicht klemmten. Auch mit Panschereien mit DOT4 oder Silkon DOT5 habe ich reichlich zu tun gehabt, die übelsten Stunts mit Silikonflüssigkeit DOT5 erlebt. Diese Flüssigkeiten habe ich nicht unbedingt selbst eingefüllt, sondern teils in „verbesserten“ DS aus Frankreich vorgefunden.
Auch dass die ganz frühen Wagen mit der ersten Dämpfung gern mal bis an die Puffer federten beim Bremsen oder Anfahren, kann ich bestätigen.
Und dass die frühe Hydraulikflüssigkeit die bessere Alternative verglichen mit der Sackgasse LHS-2 ist, die Citroën dummerweise wenige Jahre lang in seine Neuwagen eingefüllt hat.
Nur in einem folge ich ihm nicht ( Ralf, du weißt das
Deshalb habe ich für mich andere Konsequenzen gezogen als er.
Ich habe meine Langhuber letztlich auf GRÜN umgestellt.
Der erste 1990 in meiner engen Garage umgestellte war der 1956er No. 4XXX- damals interessiert verfolgt von Ulf P.. Dieser Wagen ist erst kürzlich aus der Schweiz wieder nach Frankreich zurückverkauft worden und läuft natürlich immer noch mit LHM.
Ich mische mich nicht ein in die Spekulationen um die Zusammensetzung der LHS und des Dichtungsmaterials.
Eine exzellente Quelle von Informationen sind etwa die Bücher „Citroën- l’histoire et les secrets de son bureau d’études“ von Roger Brioult.
Dort berichten auch Leute, die damals mit der Entwicklung und dem am Laufen halten der ersten DS zu tun hatten, von damals.
Zum Beispiel zu dem Thema hier liest man, wie man mit den ersten 300 DS in den USA 1956/1957 zu kämpfen hatte. Weil das damalige Hydrauliköl Antar FH6 in den USA nicht erlaubt war, nahm man Lockheed 5 und mischte einen Liter Rizinusöl zu, weil sonst die Hydraulik klemmte. Und im ersten Winter musste man den größten Teil des Rizinus wieder rausholen, weil es flockte und die Hydraulik verstopfte...
Oder dass generell an allen frühen DS Anfang 1957 die Plakettendichtungen der englischen Marke Dowty durch solche der Marke Franit ersetzt werden mussten, damit sie dichteten und und und....
Uli