Petition gegen die DUH
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Frank Plate Verified
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Re: Petition gegen die DUH
Hallo Andreas,
ich glaube nicht, dass wir uns mit selbstgemachten Problemen ins Abseits befördern.
Die größte Innovation ist es, Probleme zu sehen, bevor sie auftreten und relevant werden und Lösungen dafür zu finden.
„Die Grenzen des Wachstums“ basierte – rückwirkend gesehen – auf fragwürdigen und zweifelhaften Statistiken, Analysen und Messwerten. Die Schlussfolgerungen, die daraus gezogen wurden trafen zum überwiegenden Teil (glücklicherweise) nicht ein. So gesehen war das ganze Projekt zunächst einmal ein Schuss in den Ofen.
Dass es das nicht war, liegt daran, dass es die Initialzündung für ein wachsendes Umweltbewusstsein war. Es hat die reale wie die politische Landschaft grundlegend verändert und dieser Prozess hält immer noch an. Der Wert „Umwelt“ ist als betriebswirtschaftliche Größe plötzlich ins Bewußtsein gerückt und wahrgenommen worden, nachdem er seit Beginn der industriellen Revolution als vernachlässigbar oder sogar störend empfunden wurde.
Damals gründete sich eine Partei, die die Meinung vertrat, dass mit sich mit dem Schutz der Umwelt Geld verdienen und Arbeitsplätze schaffen läßt, langfristig sogar mehr, als durch ihre Ausbeutung oder Vernichtung. Allseits belächelt haben sie Recht behalten und auch wenn vieles in der Folge nicht zielführend oder Irrwege waren, letztlich sind aber dadurch neue Wirtschaftszweige und neue Technologien entstanden, die die alten ersetzen oder ersetzen werden.
Auch wenn wir mit unseren Messwerten, Grenzwerten und Fahrverboten vielleicht über das Ziel hinausschießen, ohne Druck bewegen sich große Industrien nicht und da der Druck z.Z. nicht von unten kommt wird er von oben ausgeübt.
Es ist gut, dass wir diese Probleme haben und sie uns machen, denn nur dann setzten wir uns mit ihnen auch auseinander und suchen nach Lösungen. Wer hätte in den 1970er Jahren gedacht, dass sich mit Wind eine Hochtechnologie entwickeln, eine der Wachstums- und Exportindustrie gründen und Geld verdienen läßt.
Es werden diejenigen in der Automobilindustrie eine Zukunft haben, die einen Weg zur Lösung der Umweltbelastungen, die durch sie verursacht werden, finden, egal wie man zu der ganzen Diskussion darum steht. Wer diese Schlüsseltechnologie erfolgreich besetzen kann, dem wird die Zukunft gehören, der wird Arbeitsplätze schaffen, der wird in den globalen Wirtschaftsverflechtungen ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben. Die anderen, die an ihren alten Modellen festhalten und nur mit Betrug mithalten können, werden untergehen.
Genau deshalb brauchen wir diese Probleme.
Gruß Frank
ich glaube nicht, dass wir uns mit selbstgemachten Problemen ins Abseits befördern.
Die größte Innovation ist es, Probleme zu sehen, bevor sie auftreten und relevant werden und Lösungen dafür zu finden.
„Die Grenzen des Wachstums“ basierte – rückwirkend gesehen – auf fragwürdigen und zweifelhaften Statistiken, Analysen und Messwerten. Die Schlussfolgerungen, die daraus gezogen wurden trafen zum überwiegenden Teil (glücklicherweise) nicht ein. So gesehen war das ganze Projekt zunächst einmal ein Schuss in den Ofen.
Dass es das nicht war, liegt daran, dass es die Initialzündung für ein wachsendes Umweltbewusstsein war. Es hat die reale wie die politische Landschaft grundlegend verändert und dieser Prozess hält immer noch an. Der Wert „Umwelt“ ist als betriebswirtschaftliche Größe plötzlich ins Bewußtsein gerückt und wahrgenommen worden, nachdem er seit Beginn der industriellen Revolution als vernachlässigbar oder sogar störend empfunden wurde.
Damals gründete sich eine Partei, die die Meinung vertrat, dass mit sich mit dem Schutz der Umwelt Geld verdienen und Arbeitsplätze schaffen läßt, langfristig sogar mehr, als durch ihre Ausbeutung oder Vernichtung. Allseits belächelt haben sie Recht behalten und auch wenn vieles in der Folge nicht zielführend oder Irrwege waren, letztlich sind aber dadurch neue Wirtschaftszweige und neue Technologien entstanden, die die alten ersetzen oder ersetzen werden.
Auch wenn wir mit unseren Messwerten, Grenzwerten und Fahrverboten vielleicht über das Ziel hinausschießen, ohne Druck bewegen sich große Industrien nicht und da der Druck z.Z. nicht von unten kommt wird er von oben ausgeübt.
Es ist gut, dass wir diese Probleme haben und sie uns machen, denn nur dann setzten wir uns mit ihnen auch auseinander und suchen nach Lösungen. Wer hätte in den 1970er Jahren gedacht, dass sich mit Wind eine Hochtechnologie entwickeln, eine der Wachstums- und Exportindustrie gründen und Geld verdienen läßt.
Es werden diejenigen in der Automobilindustrie eine Zukunft haben, die einen Weg zur Lösung der Umweltbelastungen, die durch sie verursacht werden, finden, egal wie man zu der ganzen Diskussion darum steht. Wer diese Schlüsseltechnologie erfolgreich besetzen kann, dem wird die Zukunft gehören, der wird Arbeitsplätze schaffen, der wird in den globalen Wirtschaftsverflechtungen ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben. Die anderen, die an ihren alten Modellen festhalten und nur mit Betrug mithalten können, werden untergehen.
Genau deshalb brauchen wir diese Probleme.
Gruß Frank
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Gerhard Trosien
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- Registriert: Mi 5. Dez 2007, 07:04
Re: Petition gegen die DUH
ich bin einigermaßen fassungslos...Frank Plate hat geschrieben: ... Wer hätte in den 1970er Jahren gedacht, dass sich mit Wind eine Hochtechnologie entwickeln, eine der Wachstums- und Exportindustrie gründen und Geld verdienen läßt.
...
Das Geld, das mit Windenergie "verdient" wird, stammt aus einer in der Geschichte beispiellosen Umverteilungsorgie von unten nach oben. Es ist definitiv kein "verdientes" Geld.
Und mit Windenergie eine Wachstums- und Exportindustrie versorgen (von "gründen" mal gar nicht zu reden, wenn man von den komplett überflüssigen Windradherstellern absieht): wer um alles in der Welt kann an so etwas glauben?
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Frank Plate Verified
- Beiträge: 862
- Registriert: Mo 24. Mär 2014, 16:39
Re: Petition gegen die DUH
Geld wird immer umverteilt, echtes Geld, eingebildetes Geld, virtuelles Geld, nicht existierendes Geld (Schulden), Monopoly-Geld.
Geld folgt dem Energieerhaltungssatz, dass nichts davon verloren geht. Mit dem Unterschied, dass es bei „Verlust“ beliebig oft (re-)produzierbar ist, selbst wenn es gar keinen „Verlust“ gibt, fehlt Geld, kann es erzeugt werden. Ohne die Umverteilung von Geld funktioniert Wirtschaft nicht, die kapitalistische ebenso wenig wie die sozialistische. Selbst eine Wirtschaft die auf dem Tausch von Naturalien basiert verteilt um, nur eben Güter anstelle von Geld.
2017 wurde in Deutschland 15,7 Milliarden Euro in die Erneuerbaren Energien investiert, weitere 16,2 Milliarden floßen in Wartungs-und Betriebskosten*, da wird an vielen Stellen, auch kleinen, Geld verdient.
Würde dieses Geld nicht für die Gewinnung von Windenergie ausgeben werden, würde es an eine andere Stelle fließen, woanders hin umverteilt werden: in einen Tagebau, in ein Flughafen, in einen schnellen Brüter, in einen unterirdischen Bahnhof, das Bedürfniss nach (viel) Geld ist überall groß.
Die Frage ist, wohin ist eine Umverteilung sinnvoll und wohin nicht, da liegen die Meinungen wirklich weit auseinander. Ebenso was ist zudem noch subventionswürdig und was nicht.
Solange es aber in einen Wirtschaftszweig fließt der Zukunftsfähig ist, ist es in meinen Augen in Ordnung, auch wenn sich nicht jede Invention am Ende rentiert hat.
Gruß Frank
* https://www.erneuerbare-energien.de/EE/ ... ergien.pdf
edit: Typo
Geld folgt dem Energieerhaltungssatz, dass nichts davon verloren geht. Mit dem Unterschied, dass es bei „Verlust“ beliebig oft (re-)produzierbar ist, selbst wenn es gar keinen „Verlust“ gibt, fehlt Geld, kann es erzeugt werden. Ohne die Umverteilung von Geld funktioniert Wirtschaft nicht, die kapitalistische ebenso wenig wie die sozialistische. Selbst eine Wirtschaft die auf dem Tausch von Naturalien basiert verteilt um, nur eben Güter anstelle von Geld.
2017 wurde in Deutschland 15,7 Milliarden Euro in die Erneuerbaren Energien investiert, weitere 16,2 Milliarden floßen in Wartungs-und Betriebskosten*, da wird an vielen Stellen, auch kleinen, Geld verdient.
Würde dieses Geld nicht für die Gewinnung von Windenergie ausgeben werden, würde es an eine andere Stelle fließen, woanders hin umverteilt werden: in einen Tagebau, in ein Flughafen, in einen schnellen Brüter, in einen unterirdischen Bahnhof, das Bedürfniss nach (viel) Geld ist überall groß.
Die Frage ist, wohin ist eine Umverteilung sinnvoll und wohin nicht, da liegen die Meinungen wirklich weit auseinander. Ebenso was ist zudem noch subventionswürdig und was nicht.
Solange es aber in einen Wirtschaftszweig fließt der Zukunftsfähig ist, ist es in meinen Augen in Ordnung, auch wenn sich nicht jede Invention am Ende rentiert hat.
Gruß Frank
* https://www.erneuerbare-energien.de/EE/ ... ergien.pdf
edit: Typo
Re: Petition gegen die DUH
das stimmt!
... darum bedanke ich mich hiermit für das Geld, dass ich für den Strom meiner 12 Panels bekomme! (und die genausoviel Strom produzieren, wie wir als Familie verbrauchen)
und glaubt mir - 2018 war bisher für meine Panels ein wirklich gutes Jahr -
- quasi ist heute Ernedank!
)
Grüße
Karl
... darum bedanke ich mich hiermit für das Geld, dass ich für den Strom meiner 12 Panels bekomme! (und die genausoviel Strom produzieren, wie wir als Familie verbrauchen)
und glaubt mir - 2018 war bisher für meine Panels ein wirklich gutes Jahr -
- quasi ist heute Ernedank!
Grüße
Karl
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Frank Plate Verified
- Beiträge: 862
- Registriert: Mo 24. Mär 2014, 16:39
Re: Petition gegen die DUH
Hallo Karl,
du schürfst also suncoins
Gruß Frank
du schürfst also suncoins
Gruß Frank
Re: Petition gegen die DUH
Hallo Frank,
ich stimme Dir voll und ganz zu.
Vor allem sollten wir einfach mal akzeptieren, dass ein nicht rechtzeitiges wahrnehmen (wollen) von Problemen, diese erst schafft. Das ist doch in der Geschichte der Menschen immer schon der Moment gewesen, wo die Gewinner bzw. Verlierer die Weichen für ihre Zukunft gestellt haben.
Das ist auch der Kern meiner Kritik: "die" Politik hätte den Rahmen setzen müssen, "die" Industrie hätte ihre Chance erkennen müssen und "wir" hätten verantwortungsvoll kaufen müssen - keinem der drei Parteien ist das Problem neu und jede dieser drei Parteien hat(te) ihre Möglichkeiten, die Zukunft positiv mitzugestalten.
So, ich fahre jetzt meine 2,8 Kilometer mit der Ente nach Hause und frage mich gerade, wie bekloppt das denn ist.
Ralph
ich stimme Dir voll und ganz zu.
Vor allem sollten wir einfach mal akzeptieren, dass ein nicht rechtzeitiges wahrnehmen (wollen) von Problemen, diese erst schafft. Das ist doch in der Geschichte der Menschen immer schon der Moment gewesen, wo die Gewinner bzw. Verlierer die Weichen für ihre Zukunft gestellt haben.
Das ist auch der Kern meiner Kritik: "die" Politik hätte den Rahmen setzen müssen, "die" Industrie hätte ihre Chance erkennen müssen und "wir" hätten verantwortungsvoll kaufen müssen - keinem der drei Parteien ist das Problem neu und jede dieser drei Parteien hat(te) ihre Möglichkeiten, die Zukunft positiv mitzugestalten.
So, ich fahre jetzt meine 2,8 Kilometer mit der Ente nach Hause und frage mich gerade, wie bekloppt das denn ist.
Ralph
Re: Petition gegen die DUH
Na ja
Das mit dem Geld ist auch komplexer, als dass man es bloß drucken braucht....
https://www.ecb.europa.eu/explainers/te ... ey.de.html
Gruß
Andreas
Das mit dem Geld ist auch komplexer, als dass man es bloß drucken braucht....
https://www.ecb.europa.eu/explainers/te ... ey.de.html
Gruß
Andreas
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Gerhard Trosien
- Beiträge: 1055
- Registriert: Mi 5. Dez 2007, 07:04
Re: Petition gegen die DUH
Du setzt hier freiwilliges Marktgeschehen mit verordneter Umverteilung gleich. Geht gar nicht.Frank Plate hat geschrieben: Geld wird immer umverteilt, .... Ohne die Umverteilung von Geld funktioniert Wirtschaft nicht, ...
Im ersten Fall bekomme ich erwünschte Waren gegen Geld (bzw. Geld für Waren, die jemand anderes haben will), im anderen Fall wird mir Geld weggenommen für etwas, das mir gar nichts nützt und in diesem speziellen Fall die Gesamtwirtschaft nachhaltig beschädigt.
Geld- und Warenaustausch hat mit Umverteilung nicht das Geringste zu tun. Brötchen kaufen ist freiwilliger Austausch, EEG ist staatlich verordnete Umverteilung.
Re: Petition gegen die DUH
1.) ich produziere Strom - liefer Strom - bekomme Geld - kaufe Strom - verbrauche Strom
lieber wär mir:
2.) ich produziere strom - speicher strom - verbrauche Strom - kaufkeinstrom
Die Variante 2.) war zur Zeitpunkt der Errichtung noch nicht möglich - da subventioniert.
Heute kostet so eine Anlage (unsubventioniert) nur noch 1/3 der damaligen Erstellungskosten.
Wenn mein Liefervertrag 2028 ausläuft wird auf Variante 2.) umgeswitcht.
Danke für die staatlich verordnete Umverteilung - macht für mich Sinn...
)
grüße Karl
lieber wär mir:
2.) ich produziere strom - speicher strom - verbrauche Strom - kaufkeinstrom
Die Variante 2.) war zur Zeitpunkt der Errichtung noch nicht möglich - da subventioniert.
Heute kostet so eine Anlage (unsubventioniert) nur noch 1/3 der damaligen Erstellungskosten.
Wenn mein Liefervertrag 2028 ausläuft wird auf Variante 2.) umgeswitcht.
Danke für die staatlich verordnete Umverteilung - macht für mich Sinn...
grüße Karl
Re: Petition gegen die DUH
Hallo Herr Trosien,
mich wundert Ihre Kritik an "verordneter Umverteilung". Wenn ich recht gegoogelt habe, sind Sie ausgewiesener Experte im Bereich der Sportökonomie. Und wo, wenn nicht im Bereich der Finanzierung des Sports, findet eine solche unfreiwillige Umverteilung denn im allergrössten Massstab statt? Die Werbegelder, die für den Sport abgezweigt werden, kann ich doch nur umgehen, wenn ich auf sämtliche Konsumgüter verzichte und von selbstangebautem Gemüse lebe. Und selbst dann müsste ich über den Rundfunkbeitrag und die steuerfinanzierte Sportförderung immer noch meinen Beitrag zur Finanzierung des Breiten- wie des Spitzensports leisten. Der örtliche Stromversorger sponsert den Profifussball ("Rhein-Energie-Stadion"), das ist ein viel grösseres Ärgernis als das EEG. Wer im Stadion sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
Viele Grüsse
Robert
mich wundert Ihre Kritik an "verordneter Umverteilung". Wenn ich recht gegoogelt habe, sind Sie ausgewiesener Experte im Bereich der Sportökonomie. Und wo, wenn nicht im Bereich der Finanzierung des Sports, findet eine solche unfreiwillige Umverteilung denn im allergrössten Massstab statt? Die Werbegelder, die für den Sport abgezweigt werden, kann ich doch nur umgehen, wenn ich auf sämtliche Konsumgüter verzichte und von selbstangebautem Gemüse lebe. Und selbst dann müsste ich über den Rundfunkbeitrag und die steuerfinanzierte Sportförderung immer noch meinen Beitrag zur Finanzierung des Breiten- wie des Spitzensports leisten. Der örtliche Stromversorger sponsert den Profifussball ("Rhein-Energie-Stadion"), das ist ein viel grösseres Ärgernis als das EEG. Wer im Stadion sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
Viele Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS