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Re: Immer noch Zündungsprobleme

Verfasst: Mi 5. Mär 2014, 00:25
von hgk
Bild nu is rum.
Bei mir reicht nur eine Zündspule ...

Re: Immer noch Zündungsprobleme

Verfasst: Mi 5. Mär 2014, 00:31
von Langhuber
[quote=Claude-Michel]
....sind für mich immerhin vier Zündspulen (2 x 2 = 4) und das ist nicht richtig.
[/quote]Deine Rechnung ist nicht richtig:
Es sind nicht vier Zündspulen, sondern zwei Doppelzündspulen. Der Unterschied ist: Eine Doppelzündspule besitzt nur eine Primärwicklung, aber zwei Sekundärwicklungen gemeinsam in einem Gehäuse. Kann man im Schaltplan der alten DSen sehen.
Das musste noch gesagt werden!

Und nu is wirklich rum.

Klemens

Re: Immer noch Zündungsprobleme

Verfasst: Do 6. Mär 2014, 13:12
von Claude-Michel
Hallo Klemens,

ich kenne diese Art der Zündung so:

[attachment 8200 Allumage.gif]

(Quelle: http://www.2cv-power.de/motor/zunderkl/ ... undlag.htm)


Gut bei der DS ist diese Schaltung doppelt. Ich kann aber nicht erkennen was an der Zündspule doppelt sein soll.

Re: Immer noch Zündungsprobleme

Verfasst: Do 6. Mär 2014, 19:22
von Pit
Da möchte ich doch die Verwirrung gerne noch etwas erhöhen:
Ich dachte eine Doppelzündung hätte zwei Zündkerzen pro Zylinder?
z.Bsp. Alfa "Twin Spark", BMW Boxer (ab 2003?)
Grüße,
pit

Re: Immer noch Zündungsprobleme

Verfasst: Fr 7. Mär 2014, 00:36
von Langhuber
Claude-Michel hat geschrieben: Gut bei der DS ist diese Schaltung doppelt. Ich kann aber nicht erkennen was an der Zündspule doppelt sein soll.
Die Doppelzündspule hat zwei Hochspannungsanschlüsse. Es sind nicht etwa zwei Zündkerzen an den gleichen Hochspannungsanschluß angeschlossen, was theoretisch denkbar wäre.
Da zwei Zündkerzen in Serie geschaltet sind, ist auch eine im Prinzip doppelte Hochspannung notwendig, damit das sicher zündet.
Mechanisch ist die Doppelzündspule etwa so aufgebaut, wie zwei normale Zündkerzen, die mit dem flachen Boden aneinanderstoßen.
[attachment 8201 aus: D. Korp, jetzt helfe ich mir selbst, Citroën 2CV]
Ich selbst habe es nie nachgemessen, wie die Doppelzündspulen sekundärseitig geschaltet sind: Die Sekundärseite wird immer als eine einzige Wicklung dargestellt, die gegen Masse isoliert ist: Pluspol +10000V z. B. nach links, Minuspol -10000V nach rechts, insgesamt also 20000V.
In meinem Bosch-Handbuch über Autoelektrik steht, dass die Zündkerze besser zündet (=der Funke bei gleicher Spannung stärker ist), wenn der Minuspol der Spannung an der Mittelelektrode der Kerze liegt.
Demnach wäre bei Ente und Doppelspulen-DS je eine Zündkerze bevorzugt. Ich weiss nicht ob dieser Vorteil praktisch, oder nur messtechnisch bemerkbar ist.
Wenn es praktische Bedeutung hätte, wäre es besser, die beiden Spulenhälften entgegengesetzt zu wickeln, in der Mitte an Masse anzuschliessen und an beide Zündkerzen jeweils negative Spannung zu führen. Ich weiss aber nicht, wie es realisiert ist.

Die Doppelzündspule stammt ja von der Ente, die deutlich älter als die DS ist. Bei der Ente spart das deutlich Material: Verteiler ist dort nicht nötig, und die Doppelzündspule braucht weniger Kuper als zwei einzelne Spulen.
Warum man das bei den ersten DS gemacht hat, weiss ich nicht, schliesslich hatte die TA mit dem Langhubmotor auch einen konventionellen Verteiler. ???

Klemens

Re: Immer noch Zündungsprobleme

Verfasst: Fr 7. Mär 2014, 10:22
von hy1600
Unter den 4-er Einsaug-Krümmer passt keine Verteilerkappe und die Zündspulen waren schon da.

Re: Immer noch Zündungsprobleme

Verfasst: Fr 7. Mär 2014, 11:03
von Claude-Michel
[quote=Langhuber]Die Doppelzündspule hat zwei Hochspannungsanschlüsse.[/quote]
Ja, das ist aber auch alles

[quote=Langhuber]Es sind nicht etwa zwei Zündkerzen an den gleichen Hochspannungsanschluß angeschlossen, was theoretisch denkbar wäre.[/quote]
Ist aber meines Wissens so

[quote=Langhuber]Da zwei Zündkerzen in Serie geschaltet sind, ist auch eine im Prinzip doppelte Hochspannung notwendig, damit das sicher zündet. [/quote]
Nein, ist nicht notwendig. Der Spannungsabfall an der Zündkerze (wo gerade die Abgase rausgeschoben werden und quazi unter athmosphärischen Druck steht) ist nahezu gleich dem Spannungsabfall am Verteiler.

[quote=Langhuber]In meinem Bosch-Handbuch über Autoelektrik steht, dass die Zündkerze besser zündet (=der Funke bei gleicher Spannung stärker ist), wenn der Minuspol der Spannung an der Mittelelektrode der Kerze liegt.
Demnach wäre bei Ente und Doppelspulen-DS je eine Zündkerze bevorzugt. Ich weiss nicht ob dieser Vorteil praktisch, oder nur messtechnisch bemerkbar ist.[/quote]
Ja, ist so. Deswegen sollte man bei diesem Prinzip keine Zündkerzen mit Kupferkern nehmen.

[quote=Langhuber]... schliesslich hatte die TA mit dem Langhubmotor auch einen konventionellen Verteiler. ???
Klemens[/quote]
Hein? Dachte immer, dass es kein Verteiler braucht.

Re: Immer noch Zündungsprobleme

Verfasst: Fr 7. Mär 2014, 11:57
von Langhuber
Hi Claud-Michel,

jetzt geht aber argumentativ der Punk ab. Ist das ein Faschings-Hang-Over? ;-)
[quote=Claude-Michel]
[quote=Langhuber]
Die Doppelzündspule hat zwei Hochspannungsanschlüsse.
[/quote]
Ja, das ist aber auch alles
[/quote]Und das ist der entscheidende Unterschied! Und um das zu unterscheiden, heißen die einfach Doppelzündspulen. Deswegen ist es für die Doppelspulenfahrer heute so schwierig Ersatz zu kriegen.

[quote=Claude-Michel]

[quote=Langhuber] Langhuber
Es sind nicht etwa zwei Zündkerzen an den gleichen Hochspannungsanschluß angeschlossen, was theoretisch denkbar wäre.[/quote]
Ist aber meines Wissens so
[/quote]
Laut dem von Dir selbst hier hochgeladenen Schaltplan aus dem Entenforum ist es genau anders: Jede der beiden Zündkerzen ist an einem elektrisch eigenen Anschluß der Zündspule angeschlossen. Beid Zündkerzen liegen elektrisch in Serie. Das ist so, als ob Du an einer einzelnen Zündkerzen den Elektrodenabstand von 0,7 auf 1,4mm erhöhst.
Wenn Du zwei Zündkerzen parallel schaltest, wird beim geringsten Unterschied zwischen den beiden eine davon Zünden, danach bricht die Hochspannung von der Zündspannung auf die Brennspannung zusammen und die andere wird nicht zünden.

[quote=Claude-Michel]
[quote=Langhuber]
Da zwei Zündkerzen in Serie geschaltet sind, ist auch eine im Prinzip doppelte Hochspannung notwendig, damit das sicher zündet.
[/quote]
Nein, ist nicht notwendig. Der Spannungsabfall an der Zündkerze (wo gerade die Abgase rausgeschoben werden und quazi unter athmosphärischen Druck steht) ist nahezu gleich dem Spannungsabfall am Verteiler.
[/quote]
Achso, deswegen springt der Funke an einer unter atmosphärischem Druck stehenden Zündkerze bereits bei 12V über?
Den Effekt habe ich noch nie bemerkt. ;-) Auch eine unter atmosphärischem Druck stehende Zündkerze funkt erst ab 8000V aufwärts.
[quote=Claude-Michel]
[quote=Langhuber]
... schliesslich hatte die TA mit dem Langhubmotor auch einen konventionellen Verteiler. ???
Klemens
[/quote]
Hein? Dachte immer, dass es kein Verteiler braucht.
[/quote]
Dann schau Dich mal auf Czaijkowskis oder Schäfers TA Seiten um, was die dazu schreiben.

Grüße
Klemens

Re: Immer noch Zündungsprobleme

Verfasst: Fr 7. Mär 2014, 13:19
von Claude-Michel
[quote=Langhuber]
Hi Claude-Michel,
jetzt geht aber argumentativ der Punk ab. Ist das ein Faschings-Hang-Over? ;-)[/quote]
Nee, ich weiß, dass du gerne diskutierst bis du jeder Frage auf den Grund gegangen bist. Ich möchte nur wissen ob was ich über diese Zündschaltung bisher meinte zu wissen, falsch oder richtig ist.

[quote=Langhuber] Die Doppelzündspule hat zwei Hochspannungsanschlüsse.
..... Und das ist der entscheidende Unterschied! Und um das zu unterscheiden, heißen die einfach Doppelzündspulen. [/quote]
Für mich heißt das immer noch nicht, dass da zwei Zündspulen drin sind. Es ist eine Zündspule wo man auf beiden Seite an die Hochspannungswicklung anschließen kann. Aber da will ich nicht rumdiskutieren. Es geht nur um die benennung des Teiles.

[quote=Langhuber] Beid Zündkerzen liegen elektrisch in Serie. [/quote]
Das ist klar. Habe nie von einer parallelschaltung gesprochen, wenn man es auch anders verstehen konnte.

[quote=Langhuber]
Da zwei Zündkerzen in Serie geschaltet sind, ist auch eine im Prinzip doppelte Hochspannung notwendig, damit das sicher zündet. [/quote]
[quote=Claude-Michel]
Nein, ist nicht notwendig. Der Spannungsabfall an der Zündkerze (wo gerade die Abgase rausgeschoben werden und quazi unter athmosphärischen Druck steht) ist nahezu gleich dem Spannungsabfall am Verteiler.[/quote]
[quote=Langhuber]
Achso, deswegen springt der Funke an einer unter atmosphärischem Druck stehenden Zündkerze bereits bei 12V über?
Den Effekt habe ich noch nie bemerkt. ;-) Auch eine unter atmosphärischem Druck stehende Zündkerze funkt erst ab 8000V aufwärts.[/quote]
Ich wollte nur damit sagen, dass es gleich ist ob ich zwei Zündkerzen in Reihe habe oder eine Zündkerze und einen Verteiler. Beide benötigen nahezu die gleiche Hochspannung.
Wenn bei der DS zwei Zündkerzen und noch einen Verteiler in Reihe sind, müsste eine höhere Spannung notwendig sein um den gleichen Effekt and der "Zündenden" Zündkerze sein.
Meines Wissens ist aber die Durchschlagspannung niedriger beim Übergang im Verteiler bzw an der Zündkerze des Auslaßvorganges als an der Zündkerze am Ende der Kompression. Gemessen habe ich das nicht, nur gelesen.

Re: Immer noch Zündungsprobleme

Verfasst: Fr 7. Mär 2014, 15:39
von DS20_break
was heißt hier kein Platz für Zündverteiler?