Reparatur Vergaser Weber 28/36 DM A2
Verfasst: Mi 22. Apr 2015, 19:19
Im Januar 2015 habe ich aus meiner DSuper 5 den Weber-Vergaser 28/36 DM A2 ausgebaut. Beim genaueren Ansehen wurde deutlich, daß die Drosselklappenwellen ausgeschlagen und der Vergaserfuß verzogen waren.
[attachment 9348 Lagerung1.Drosselklappenwelle.jpg]
Mit der Reparatur beauftragte ich Anfang Februar die Firma IOZ in Mülheim-Kärlich, einem positiv geschriebenen Artikel in der OLDTIMER-MARKT 8/2014 folgend.
Der Auftrag lautete Neulagerung der Drosselklappen, Planfräsen des Vergaserfusses und Überprüfung der Dichtheit. Ein bestimmter Fertigstellungstermin wurde nicht vereinbart.
Aus diversen Gründen zog sich die Reparatur dann bis Anfang April, wobei die Kommunikation seitens IOZ wochenlang sehr schleppend verlief. So dauerte es z.B. bis 19.3., bis das am 13.2. erstellte Angebot bei mir angekommen war. Aber das nur am Rande.
Am 13.4. ist der reparierte Vergaser zurück. Der im Kostenvoranschlag genannte Betrag wurde genau eingehalten, die Kosten belaufen sich auf einen mittleren 3stelligen Betrag.
Meine Erwartungen an den reparierten Vergaser sind:
-der Motor wird nicht mehr so heiß. Die Falschluft, die durch das Spiel in der Lagerung der Drosselklappenwellen zusätzlich die Verbrennung anheizte, sorgte vermutlich für zusätzliche Überhitzung
-kein Benzin läuft mehr am Vergaser runter
-besseres Startverhalten
Gespannt bin ich auf den Verbrauch. Der war vor der Reparatur nicht schlecht (möglich waren 9-10l/100km).
Bedingt durch einen gebrochenen Chokezug verzögert sich das Starten des Motors.
Aber welch tolle Überraschung: nach längerem Orgeln mit dem Anlasser (um die Schwimmerkammer zu füllen) springt der Motor wunderbar an. Allerdings bleibt die Drehzahl bei ca. 2500 bis 3000 Umdrehungen. Ich bemerke beim Vergleich der Fotos (vor und nach der Reparatur), dass IOZ bei der Reparatur wohl auch die Anschlagschrauben beider Drosselklappen ausgebaut hatte und nicht mehr das ursprüngliche Einschraubmaß der Schrauben herstellte. Leider hatte ich im Januar die Maße der Schrauben nicht aufgeschrieben, jetzt muss ich mich erst mal aufschlauen, wie man den Vergaser einstellt. Ich versuche es mal mit der Beschreibung von Martin Kraut aus der HP 3/94.
Beim Einstellen des Vergasers entdecke ich den Grund für die hohe Leerlaufdrehzahl: die Rückholfeder der 2. Drosselklappe schafft es nicht, diese in ihre Ausgangsposition zurückzuholen. Also noch einmal den Vergaser ausgebaut und die Feder stärker gespannt. Die Welle macht einen etwas schwergängigen Eindruck, mal sehen, ob das alles hält.
Vergaser grob eingestellt, genaue Einstellung wahrscheinlich durch Fachbetrieb nötig.
Eine erste Probefahrt über 70 km Mischverkehr zeigt ein gutes Fahrverhalten in allen denkbaren Situationen:
-Anfahren geht ohne Verschlucken
-sehr gutes Hochdrehen beim Beschleunigen
-sehr gutes Hochdrehen aus niedrigen Drehzahlen
-die Betätigung der zweiten Stufe des Vergasers ist deutlich spürbar, sowohl am Gaspedal als auch beim zusätzlichen Schub
-man hat wieder den Eindruck, dass die 103 PS im Motor wirken
Ich schreibe diese eigentlich selbstverständlichen Punkte auf, weil sie vor der Vergaserreparatur schlechter waren.
Fazit:
Die Reparatur hat sich auf jeden Fall dem ersten Eindruck nach gelohnt.
Die Arbeiten sind meinem ersten Eindruck nach korrekt ausgeführt worden.
Verbesserungsbedürftig ist die schlechte Kommunikation seitens IOZ. Unzufrieden bin ich mit der schlecht eingestellten Rückholfeder der 2. Drosselklappenwelle und mit den verstellten Anschlagschrauben der Drosselklappen.
Gespannt bin ich noch auf die Auswirkung auf die Hitzeentwicklung des Motors bei heißen Temperaturen im Stadtverkehr und im Hängerbetrieb sowie auf den Verbrauch, was sich aber erst später beurteilen läßt.
Gruß
[attachment 9348 Lagerung1.Drosselklappenwelle.jpg]
Mit der Reparatur beauftragte ich Anfang Februar die Firma IOZ in Mülheim-Kärlich, einem positiv geschriebenen Artikel in der OLDTIMER-MARKT 8/2014 folgend.
Der Auftrag lautete Neulagerung der Drosselklappen, Planfräsen des Vergaserfusses und Überprüfung der Dichtheit. Ein bestimmter Fertigstellungstermin wurde nicht vereinbart.
Aus diversen Gründen zog sich die Reparatur dann bis Anfang April, wobei die Kommunikation seitens IOZ wochenlang sehr schleppend verlief. So dauerte es z.B. bis 19.3., bis das am 13.2. erstellte Angebot bei mir angekommen war. Aber das nur am Rande.
Am 13.4. ist der reparierte Vergaser zurück. Der im Kostenvoranschlag genannte Betrag wurde genau eingehalten, die Kosten belaufen sich auf einen mittleren 3stelligen Betrag.
Meine Erwartungen an den reparierten Vergaser sind:
-der Motor wird nicht mehr so heiß. Die Falschluft, die durch das Spiel in der Lagerung der Drosselklappenwellen zusätzlich die Verbrennung anheizte, sorgte vermutlich für zusätzliche Überhitzung
-kein Benzin läuft mehr am Vergaser runter
-besseres Startverhalten
Gespannt bin ich auf den Verbrauch. Der war vor der Reparatur nicht schlecht (möglich waren 9-10l/100km).
Bedingt durch einen gebrochenen Chokezug verzögert sich das Starten des Motors.
Aber welch tolle Überraschung: nach längerem Orgeln mit dem Anlasser (um die Schwimmerkammer zu füllen) springt der Motor wunderbar an. Allerdings bleibt die Drehzahl bei ca. 2500 bis 3000 Umdrehungen. Ich bemerke beim Vergleich der Fotos (vor und nach der Reparatur), dass IOZ bei der Reparatur wohl auch die Anschlagschrauben beider Drosselklappen ausgebaut hatte und nicht mehr das ursprüngliche Einschraubmaß der Schrauben herstellte. Leider hatte ich im Januar die Maße der Schrauben nicht aufgeschrieben, jetzt muss ich mich erst mal aufschlauen, wie man den Vergaser einstellt. Ich versuche es mal mit der Beschreibung von Martin Kraut aus der HP 3/94.
Beim Einstellen des Vergasers entdecke ich den Grund für die hohe Leerlaufdrehzahl: die Rückholfeder der 2. Drosselklappe schafft es nicht, diese in ihre Ausgangsposition zurückzuholen. Also noch einmal den Vergaser ausgebaut und die Feder stärker gespannt. Die Welle macht einen etwas schwergängigen Eindruck, mal sehen, ob das alles hält.
Vergaser grob eingestellt, genaue Einstellung wahrscheinlich durch Fachbetrieb nötig.
Eine erste Probefahrt über 70 km Mischverkehr zeigt ein gutes Fahrverhalten in allen denkbaren Situationen:
-Anfahren geht ohne Verschlucken
-sehr gutes Hochdrehen beim Beschleunigen
-sehr gutes Hochdrehen aus niedrigen Drehzahlen
-die Betätigung der zweiten Stufe des Vergasers ist deutlich spürbar, sowohl am Gaspedal als auch beim zusätzlichen Schub
-man hat wieder den Eindruck, dass die 103 PS im Motor wirken
Ich schreibe diese eigentlich selbstverständlichen Punkte auf, weil sie vor der Vergaserreparatur schlechter waren.
Fazit:
Die Reparatur hat sich auf jeden Fall dem ersten Eindruck nach gelohnt.
Die Arbeiten sind meinem ersten Eindruck nach korrekt ausgeführt worden.
Verbesserungsbedürftig ist die schlechte Kommunikation seitens IOZ. Unzufrieden bin ich mit der schlecht eingestellten Rückholfeder der 2. Drosselklappenwelle und mit den verstellten Anschlagschrauben der Drosselklappen.
Gespannt bin ich noch auf die Auswirkung auf die Hitzeentwicklung des Motors bei heißen Temperaturen im Stadtverkehr und im Hängerbetrieb sowie auf den Verbrauch, was sich aber erst später beurteilen läßt.
Gruß