unrunder Motorlauf/ ausgehen/ schlechte Gasannahme
Verfasst: Fr 9. Sep 2016, 20:48
Hallo,
die Kollegen vom Stuttgarter Stammtisch kennen das Problem bereits. Heute wollte ich es angehen aber das Ergebnis ist unbefriedigend...
Problem:
DS 23 Vergaser Halbautomat.
Der Wagen startet warm wie kalt sehr gut, ist während der Fahrt kraftvoll und sparsam, keine Probleme. Seit diesem Jahr hat er jedoch die Eigenheit, bei warmem Wetter und längeren Leerlaufphasen (Stau, stop and go) zuerst schlechten Motorlauf zu zeigen was sogar soweit führt, dass der Wagen letztendlich abstirbt.
Wir hatten schon über falsche Zündungs- sowie Vergasereinstellungen philosophiert, mir kam noch die berühmte Dampfblasenbildung in den Sinn. Beim letzten wie vorletzten Mal konnte ich mich dann im Stau damit retten, dass ich den Choke etwas zog. Man würde also vermuten, dass das Gemisch im Leerlauf nach geraumer Zeit zu sehr abmagert. Da hilft der Choke, klar.
Da ich vorletzes Jahr auf der Citromobile einen wahrscheinlich NOS Vergaser erwerben konnte, wollte ich diesen nun endlich mal einbauen in der Hoffnung, dass die Probleme ihre Ursache im aktuellen Vergaser haben und mit dem Tausch behoben werden können...
Vorm Ausbau habe ich noch die Zündung kontrolliert (ist eine 123) und abgeblitzt: alles in Ordnung. Ebenfalls bei warmem Motor mit dem alten Vergaser die Abgase mit einem alten Bosch-Tester: ebenfalls okay, CO lag bei ca. 2% so wie immer seit 2010 und dem Ende der Restauration. Als dann besagtes Phänomen auftrat konnte ich zu meiner Verwunderung am CO Tester erkennen, dass das Gemisch sich kurz vorm absterben des Motors anfettet! Das hatte ich so nicht vermutet und kann es mir nicht erklären.
Also habe ich trotdem den alten Vergaser gegen den NOS getauscht und zunächst war alles schön. Im Nachhinein vermutlich eher darin begründet, dass der Wagen in der Zeit des Vergasertauschs natürlich wieder entsprechend abgekühlt war... Der Leerlauf war insgesamt aber trotzdem ruhiger und besser, der alte Vergaser war noch der erste und entsprechend wohl doch verschlissen und austauschreif. Bei der Probefahrt musste ich den Kupplungskorrektor am Vergaser nochmal in der Stellung zur Drosselklappenwelle verändern, da sich der Motor im Leerlauf fast gar nicht hochdrehen ließ. Dass der Leerlauf emtsprechend eben im Leerlauf vom Korrektor begrenzt wird, ist mir bekannt. Nur die zuerst erreichte maximale Drehzahl im Leerlauf ohne ersten Gang von lediglich ca. 1500 U/min war dann doch zu wenig.
Die nächste Probefahrt verlief besser.
Als ich dann nach Rückkehr vorwärts ein paar Minuten vor meinem Hallentor stand ging es erneut mit dem unruhigen Leerlauf los. Das ging soweit, dass ich die ganz leichte Steigung zum Hallentor mit eingelegtem ersten Gang nicht bewältigen konnte. Der Motor nahm kein Gas an, schüttelte sich und ging letztendlich aus. Das konnte ich beliebig reproduzieren.
Ich bin nun aktuell eher der Meinung, dass ich mal noch den Spritfilter tauschen werde sowie eine neue Benzinpumpe spendiere. Die "alte" ist die bessere Version mit Metallgehäuse, wie sie vor ca. 10 Jahren verfügbar war.
Je mehr ich darüber nachdenke kommt mir in den Sinn, ob nicht auch ein sterbender Kupplungskorrektor in Verbindung mit dem auch nicht mehr taufrischen Leerlaufkorrektor am Vergaser irgendwie dazu beitragen kann, die Gasannahme im Leerlauf beim anfahren derart zu verschlechtern?! Beide Teile hatte ich bei der Restauration nicht angefasst da sie einwandfrei funktionierten und auch dicht waren.
Vielleicht habt ihr aber auch noch ganz andere Ideen, auf die ich bisher nicht kam. Diese berüchtigten roten Bougiecord-Zündkabel mit ihrer dünnen, ich glaube Graphitseele, sind eventuell auch ein Kandidat, die Zündkerzen werde ich ebenfalls mal tauschen.
Noch weitere Ideen?
Danke und Grüße
Alex
die Kollegen vom Stuttgarter Stammtisch kennen das Problem bereits. Heute wollte ich es angehen aber das Ergebnis ist unbefriedigend...
Problem:
DS 23 Vergaser Halbautomat.
Der Wagen startet warm wie kalt sehr gut, ist während der Fahrt kraftvoll und sparsam, keine Probleme. Seit diesem Jahr hat er jedoch die Eigenheit, bei warmem Wetter und längeren Leerlaufphasen (Stau, stop and go) zuerst schlechten Motorlauf zu zeigen was sogar soweit führt, dass der Wagen letztendlich abstirbt.
Wir hatten schon über falsche Zündungs- sowie Vergasereinstellungen philosophiert, mir kam noch die berühmte Dampfblasenbildung in den Sinn. Beim letzten wie vorletzten Mal konnte ich mich dann im Stau damit retten, dass ich den Choke etwas zog. Man würde also vermuten, dass das Gemisch im Leerlauf nach geraumer Zeit zu sehr abmagert. Da hilft der Choke, klar.
Da ich vorletzes Jahr auf der Citromobile einen wahrscheinlich NOS Vergaser erwerben konnte, wollte ich diesen nun endlich mal einbauen in der Hoffnung, dass die Probleme ihre Ursache im aktuellen Vergaser haben und mit dem Tausch behoben werden können...
Vorm Ausbau habe ich noch die Zündung kontrolliert (ist eine 123) und abgeblitzt: alles in Ordnung. Ebenfalls bei warmem Motor mit dem alten Vergaser die Abgase mit einem alten Bosch-Tester: ebenfalls okay, CO lag bei ca. 2% so wie immer seit 2010 und dem Ende der Restauration. Als dann besagtes Phänomen auftrat konnte ich zu meiner Verwunderung am CO Tester erkennen, dass das Gemisch sich kurz vorm absterben des Motors anfettet! Das hatte ich so nicht vermutet und kann es mir nicht erklären.
Also habe ich trotdem den alten Vergaser gegen den NOS getauscht und zunächst war alles schön. Im Nachhinein vermutlich eher darin begründet, dass der Wagen in der Zeit des Vergasertauschs natürlich wieder entsprechend abgekühlt war... Der Leerlauf war insgesamt aber trotzdem ruhiger und besser, der alte Vergaser war noch der erste und entsprechend wohl doch verschlissen und austauschreif. Bei der Probefahrt musste ich den Kupplungskorrektor am Vergaser nochmal in der Stellung zur Drosselklappenwelle verändern, da sich der Motor im Leerlauf fast gar nicht hochdrehen ließ. Dass der Leerlauf emtsprechend eben im Leerlauf vom Korrektor begrenzt wird, ist mir bekannt. Nur die zuerst erreichte maximale Drehzahl im Leerlauf ohne ersten Gang von lediglich ca. 1500 U/min war dann doch zu wenig.
Die nächste Probefahrt verlief besser.
Als ich dann nach Rückkehr vorwärts ein paar Minuten vor meinem Hallentor stand ging es erneut mit dem unruhigen Leerlauf los. Das ging soweit, dass ich die ganz leichte Steigung zum Hallentor mit eingelegtem ersten Gang nicht bewältigen konnte. Der Motor nahm kein Gas an, schüttelte sich und ging letztendlich aus. Das konnte ich beliebig reproduzieren.
Ich bin nun aktuell eher der Meinung, dass ich mal noch den Spritfilter tauschen werde sowie eine neue Benzinpumpe spendiere. Die "alte" ist die bessere Version mit Metallgehäuse, wie sie vor ca. 10 Jahren verfügbar war.
Je mehr ich darüber nachdenke kommt mir in den Sinn, ob nicht auch ein sterbender Kupplungskorrektor in Verbindung mit dem auch nicht mehr taufrischen Leerlaufkorrektor am Vergaser irgendwie dazu beitragen kann, die Gasannahme im Leerlauf beim anfahren derart zu verschlechtern?! Beide Teile hatte ich bei der Restauration nicht angefasst da sie einwandfrei funktionierten und auch dicht waren.
Vielleicht habt ihr aber auch noch ganz andere Ideen, auf die ich bisher nicht kam. Diese berüchtigten roten Bougiecord-Zündkabel mit ihrer dünnen, ich glaube Graphitseele, sind eventuell auch ein Kandidat, die Zündkerzen werde ich ebenfalls mal tauschen.
Noch weitere Ideen?
Danke und Grüße
Alex