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Leitungsreparatur

Verfasst: Do 27. Apr 2017, 17:58
von MichaIN
Hallo!

Bei meiner 57er ist eine der Leitungen im Leitungsbündel zum Getriebe undicht, siehe Markierung.
Es ist die Leitung für den Rückwärtsgang, was das Auffinden etwas schwieriger gestaltet hat, weil es nur bei eingelegtem R-Gang tropft.

[attachment 11139 Leitung_Riss_markiert_klein2.jpg]

Einen Austausch des gesamten Bündels scheue ich und möchte die Leitung am Fahrzeug reparieren. Momentan stelle ich mir das so vor, daß ich die Leitung auftrenne, um ein mehrere cm langes Rohrstück passendes Innendurchmessers als Muffe auffädeln zu können, dann die Leitung wieder auf Stoß bringe und die Muffe z.B. verlöte.

Hat sowas schon mal jemand gemacht, muß das hart- oder weichgelötet werden? Sorry, Rohrleitungen habe ich bislang nicht gelötet, nur Elektroleitungen.

Und wie wäre es, die Muffe ggf. nur mit einem 2K-Kleber (z.B.UHU-Endfest) zu verkleben - ist das LHS-resistent? Hätte den Vorteil, daß keine LHS-Reste in der Leitung verbrutzeln.

Vorheriges Abschleifen/Entfetten/... natürlich vorausgesetzt.


Witzigerweise ist ein Stück links von dem Riß auch schon eine Verdickung auf der Leitung. Ich frage mich, ob das so gehört oder schon mal was gestückelt wurde.


Ja, ich weiß, ein schönes NOS-Leitungsbündel wäre die bessere Wahl...


Viele Grüße,
Michael

Re: Leitungsreparatur

Verfasst: Do 27. Apr 2017, 18:35
von Andreas B.
vom Prinzip her geht Hartlöten mit Silberlot. Ich habe das zb bei Manometeranschlüssen bei einer selbstgebauten Hydraulikprüfbank gemacht. Auch einige Adapter-Leitungen hergestellt. Aber da war es nur eine einzelne Leitung/Muffe. Da es sich bei Dir um ein Bündel handelt sehe ich da eher keine Chance, schon garnicht im Fahrzeug. Schliesslich musst Du mit offener Flamme hantieren und erwärmst alles gleichzeitig - von den Flüssigkeiten im innern ganz zu schweigen.

Grüsse Andreas

Re: Leitungsreparatur

Verfasst: Do 27. Apr 2017, 21:50
von Robert
Hallo Michael,

hartlöten mit Silberlot geht nicht nur theoretisch. Solche Arbeiten habe ich bereits mehrfach durchgeführt, tw. auch mit Cunifer-Leitungen. Ich würde die Leitung beidseitig am Verbidungsstück abschneiden, ausbohren und das ganze Leitungsstück erneuern. Dann hast Du das Bündel wieder 100% original. Das Lösen der Leitung am Kommandoblock ist natürlich eine doofe Frickelei, aber eine Reparatur im eingebauten Zustand sehe ich nicht als möglich an.

Gruss
Robert

Re: Leitungsreparatur

Verfasst: Do 27. Apr 2017, 22:30
von rsa404
Ich möchte mich da Robert voll und ganz anschließen. Ich habe bereits vor mehr als 30 Jahren Leitungen an meiner 58er genau so repariert! Cunifer, Leitungen am Flansch absägen, anschließend den Flansch entsprechend aufbohren und die Leitungen mit Silberlot verlöten. Hält an meiner 58er seit über 30 Jahren. Übrigens hat auch noch kein Hardcore-Originalitätsexperte diese Reparaturen identifiziert!.

In eingebautem Zustand allerdings, kannst du das getrost vergessen. Übrigens verstehe ich auch nicht diese Scheu, das Thema gleich vernünftig und dauerhaft anzugehen.

Diese scheinbar zeitsparenden "Bastellösungen", dauern i. d. R. drei Mal solange und halten dann im besten Falle max. 3 Tage!

Also einfach gleich anständig machen ;-)

Schöne Grüße
Ralf

Re: Leitungsreparatur

Verfasst: Do 27. Apr 2017, 22:37
von rsa404
Micha,

ich habe gerade auf dem Foto die vorderen Aufhängungen der Bremssättel gesehen. Da wird einem ja regelrecht schlecht!

Mensch, reiß die ganze "Scheiße" doch mal raus und überhole den Kram vernünftig.

In diesem Sinne...