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Erfahrungen mit Datenblättern gesucht
Verfasst: Di 6. Aug 2019, 11:59
von Christian T
Werte Gemeinde,
ich habe mal wieder das Gefühl, der Amtsschimmel ist in Wirklichkeit ein Goldesel.
Beim Versuch, eine Vollabnahme für meine aus F importierte Madame zu machen, teilte mir der Tüv-Prüfer mit, dass ich erstmal ein Datenblatt kaufen muss. Die Datenblätter des DS-Clubs würde man nicht anerkennen.
Ist das wirklich so?
Wie sind Eure Erfahrungen?
Schwebende Grüße
Christian
Re: Erfahrungen mit Datenblättern gesucht
Verfasst: Di 6. Aug 2019, 12:27
von Matthias Gebauer
Hatte neulich eine aehnliche Erfahrung bei einer Fahrzeugummeldung:
Das Zulassungsstelle in Bochum hatte mir seinerzeit einen fehlerhaften Farhrzeugbrief ausgestellt.
Es fehlten die Fahrzeugmaße (Laenge, Breite, Hoehe).
Dies fiel bei der Ummeldung in Kassel auf. Mein Hinweis auf die Datenblaetter des DS-Clubs wurde abgelehnt (nicht "amtlich"...)
Die Mitarbeiterin rief dann in Flensburg an und hat sich telefonisch die Abmessungen vom Amtskollegen durchgeben lassen.
Sehr pragmatisch & unbuerokratisch.
Matthias
Re: Erfahrungen mit Datenblättern gesucht
Verfasst: Di 6. Aug 2019, 14:07
von symphatique
Die Datenblätter im hiesigen Archiv sind von Homologation Citroën Köln seinerzeit in Form eines Heftes herausgegeben worden.
Also absolut für jeden Sachverständigen zu nutzen. Meiner freut sich jedesmal, wenn ich ihm solche Daten vorlegen kann.
Der TÜV-Prüfer hat die Daten auch unter der jeweiligen ABE-Nummer (auf dem Datenblatt oben links) gespeichert.
Wenn der Gefragte nicht will, den Nächsten fragen.
MfG
Volker
Re: Erfahrungen mit Datenblättern gesucht
Verfasst: Di 6. Aug 2019, 15:20
von MichaIN
Hallo,
habe kürzlich ein Auto aus F hier vervollgutachtet, ging schlußendlich auf Basis der vorhandenen ABE-Daten. Die passende ABE-Nr. konnte ich ja benennen. Gab nur ein bißchen Diskussion wegen der unterschiedlichen Hubraum- und Leistungsangaben in D und F - je nachdem, was in den frz. Papieren drin steht.
Ich war bei der Dekra, beim TÜV wär's aber auch gegangen, der mochte nur die gelben Scheinwerfer nicht (das hatten wir hier schon in einem anderen Thread).
Vor ca. 2 Jahren brauchte ich bei einem VW-Bus aus USA allerdings das Datenblatt des TÜV Süd. Der TÜV-Prüfer hat auch offen gesagt, daß sie den Datenblattservice supporten wollen. Ging auch fix, kostete aber schlanke 125€.
Das Auto gab es mit der Motorisierung aber tatsächlich auch nicht in D, somit keine passende ABE. Lassen wir das mal gelten.
Brief-/Fzg.scheinkopien werden laut TÜV nicht mehr als Basis akzeptiert, nur "eigene" Unterlagen die sie in ihren Systemen haben. Vielleicht haben sie Bedenken, daß ihnen photogeshopptes unterkommt.
Viele Grüße,
Michael
Re: Erfahrungen mit Datenblättern gesucht
Verfasst: Di 6. Aug 2019, 17:11
von Christian T
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, brauchen die eigentlich nur die ABE-Nummer und können sich die Daten dann selber ziehen?
Das Thema mit dem schwachgelben Licht ist durch. Das werde ich eingetragen bekommen.
Die entsprechenden Texte stell ich noch im Birnchen-Thread ein.
War ein bischen Rumgezicke. Aber es wird gehen.
Vielen Dank und viele Grüße
Christian
Re: Erfahrungen mit Datenblättern gesucht
Verfasst: Di 6. Aug 2019, 17:25
von MichaIN
Christian Tolksdorf hat geschrieben:
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, brauchen die eigentlich nur die ABE-Nummer und können sich die Daten dann selber ziehen?
Nach meinem Verständnis ja. Zumindest TÜV und DEKRA. Wobei dann noch vorher u.U. Überzeugungsarbeit nötig ist, das konkrete Auto der jeweiligen ABE zuzuordnen.
Ein Stolperstein ist z.B. beim 2l Kurzhuber 1985ccm in den französischen Papieren vs. 1972ccm in der deutschen ABE, auch die Leistungsangaben sind leicht unterschiedlich. Offenbar wurden die bei der Homologation in Deutschland neu berechnet und leistungsgemessen (und angeblich haben die Franzosen Pi beim Hubraumberechnen anders gerundet bzw. nach einer anderen Stelle abgeschnitten als die deutschen Berechner).
Viele Grüße,
Michael