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Zylinderkopfdichtung Langhuber

Verfasst: Do 19. Dez 2024, 19:08
von wettem
Hallo Zusammen,

Ich habe nach meiner Motorüberholung seit der ich ca. 3000 km gefahren bin einen leichten Ölaustritt zwischen Block und Zylinderkopf an der Ansaugseite festgestellt.
Zylinderkopf war ordnungsgemäß nachgezogen worden nach ca. 500km.

Ich stelle mir nun die Frage ob es Sinn macht nochmals nachzuziehen, oder besser gleich einen zweiten Versuch mit einer anderen Dichtung.
Damals hatte ich die mit Kupferfolie beschichtete von Meillor genommen.
DSC_3007.JPG
Viele Grüße Mike

Re: Zylinderkopfdichtung Langhuber

Verfasst: Sa 21. Dez 2024, 20:01
von Christian T
Hallo Mike,
Ich glaube, ich würde nochmal nachziehen.
Welche Alternativdichtung gäbe es denn und was wäre dann evtl. Besser?

Gruß Christian

Re: Zylinderkopfdichtung Langhuber

Verfasst: Sa 21. Dez 2024, 23:56
von Robert
Hallo Mike,

hatte das gleiche Problem bei etwa der gleichen Laufleistung bei meiner DS21. Das Problem ist bei dieser Motorkonstruktion, nicht nur bei der DS, sondern auch bei anderen Herstellern nicht so ganz ungewöhnlich. Durch die Anordnung der Kopfschrauben bekommt die Dichtung auf der Einlassseite potentiell weniger Druck, und geringe Mängel der Planheit von Kopf oder Block, die man bei der Prüfung mit dem Haarlineal vielleicht gar nicht sieht, machen sich an dieser Stelle als erstes bemerkbar.
In meinem Fall kam hinzu, dass ich die beigefügte Montageanleitung für die schwarze Dichtung (nach der Montage und erfolgtem zweimaligen Anziehen Warmfahren und dann nochmals anziehen) nicht beachtet hatte, sondern nach WHB vorgegangen bin. Deshalb habe ich die Dichtung erneuert.
Ich würde mich Christian anschliessen, Nachziehen ist ja erst mal der geringste Aufwand. Vielleicht bei den Schrauben der Kipphebelwelle minimal mehr Drehmoment.
Bei den Langhubern steht ja auch im WHB, die Dichtung mit Leinöl zu behandeln (habe ich bei meiner 59er aber auch nicht gemacht). Generelle Frage an die Profis wäre, ob es evtl sinnvoll ist, auf der Einlassseite zusätzlich mit Flüssigdichtung zu arbeiten.

Viele Grüsse
Robert

Re: Zylinderkopfdichtung Langhuber

Verfasst: So 22. Dez 2024, 00:35
von aquablader
Hallo!
Ich habe für meinen Audi 80 Dichtungen anfertigen lassen müssen, da ich mit der Bohrung des Blocks ans Äußerste gegangen bin. Es wurde eine Metalldichtung geliefert, die nach außen auch etwas gesuppt hat.
Die zweite (zu viel Frühzündung bei zu hoher Verdichtung) habe ich dann mit einem Hauch(!) Curil T an den äußeren Rändern versehen- perfekt dicht!
Das Gleiche habe ich schon in den 90ern praktiziert an Stellen, wo man immer mit Undichtigkeiten rechnen musste, wie am mittleren Ölrücklauf des Golf-Motors.
Aber wichtig mit drölfzig Ausrufezeichen: nur einen Hauch und diesen am besten noch einmassieren. Es darf NICHTS! an die Brennraumeinfassung kommen und es darf nichts herausquellen!!! Dann war es zu viel.

VG Ingo

Re: Zylinderkopfdichtung Langhuber

Verfasst: So 22. Dez 2024, 09:53
von wettem
Danke für Eure Unterstützung,

Alternative wäre diese hier
Bildschirmfoto 2024-12-22 um 09.41.26.png
Ist aber auch mit metallischer Oberfläche und est ist ausdrücklich beschrieben dass sie mit einem Lack beschichtet ist und trocken eingebaut werden soll.
Ich habe jetzt vorerst mal die Kopfschrauben mit 60 Nm nachgezogen und konnte auf der Einlassseite etwa 15° weiter drehen.
Ob und wieviel das bringt bzgl. Dichtigkeit wird sich erst nächstes Frühjahr zeigen.
Mit Dichtmittel am Aussenrand beim Ölrücklauf habe ich auch schon gearbeitet, allerdings beim Amazon wo das als Empfehlung gilt.
Bei D Modellen hatte ich mit den trockenen Dichtungen noch nie ein Problem, wobei Problem ein großes Wort ist.

Viele Grüße und frohes Fest Mike

Re: Zylinderkopfdichtung Langhuber

Verfasst: So 22. Dez 2024, 20:56
von M. Ferchaud
wettem hat geschrieben: So 22. Dez 2024, 09:53 Danke für Eure Unterstützung,

Alternative wäre diese hier
Bildschirmfoto 2024-12-22 um 09.41.26.png
Ist aber auch mit metallischer Oberfläche und est ist ausdrücklich beschrieben dass sie mit einem Lack beschichtet ist und trocken eingebaut werden soll.
Ich habe jetzt vorerst mal die Kopfschrauben mit 60 Nm nachgezogen und konnte auf der Einlassseite etwa 15° weiter drehen.
Ob und wieviel das bringt bzgl. Dichtigkeit wird sich erst nächstes Frühjahr zeigen.
Mit Dichtmittel am Aussenrand beim Ölrücklauf habe ich auch schon gearbeitet, allerdings beim Amazon wo das als Empfehlung gilt.
Bei D Modellen hatte ich mit den trockenen Dichtungen noch nie ein Problem, wobei Problem ein großes Wort ist.

Viele Grüße und frohes Fest Mike
So eine Dichtung habe ich vor 12 Jahren in meiner 58er DS19 verbaut, allerdings mit Leinöl.

Undichtigkeiten konnte ich seitdem nicht feststellen. Und das, obwohl ich die Schrauben damals nicht einmal nachgezogen hatte (eine hintere Schraube hatte sich beim ersten Durchgang beim festziehen etwas „weich“ angefühlt, da bin ich das Risiko eingegangen und habe auf das vorgeschriebene Nachziehen verzichtet.

Andere Frage: Ich habe noch einen Dichtsatz mit Kupferdichtung liegen, aber diese ist in ein paar Bereichen wellig bis leicht geknickt. Lieber eine andere Dichtung verwenden, oder hat das keinen Einfluss aufs Ergebnis? Suche das Teil später mal raus und stelle Fotos davon ein.

Re: Zylinderkopfdichtung Langhuber

Verfasst: Mo 23. Dez 2024, 14:38
von wettem
DSC_3699.JPG
Diese hier hatte ich mir nicht einzubauen getraut, wg. Knickstellen und Korrosionsspuren unter dem Lack.

Viele Grüße Mike

Re: Zylinderkopfdichtung Langhuber

Verfasst: Mi 25. Dez 2024, 00:56
von M. Ferchaud
Die sieht meiner nicht unähnlich, aber augenscheinlich ist der Zustand schlechter.