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Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Di 6. Okt 2009, 22:09
von wettem
hier eine Frage für TÜV Experten,

Bei den älteren Rundaugen sind ja die Standlichtbirnen hinter dem Reflektor angeordnet und nicht direkt von vorne zu sehen.
Wie stellt sich der TÜV dazu? Wird das akzepiert weil es ja im EU Land F so zugelassen war oder wird man da zum Umbau gedrängt. Eigentlich finde ich die Lösung sehr elegant und würde es gerne original lassen.
Hat einer von Euch Erfahrungen auf dem Gebiet ?

danke Michael

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Di 6. Okt 2009, 22:49
von sebastianklaus
Hallo Michael,
ich denke, diese Ausführung wurde von Cibie und Marchal seinerzeit deshalb gewählt, um das Standlicht gelb erscheinen zu lassen, denn die Standlichtbirne leuchtet ja durch das Glas der (in Frankreich: gelben) Biluxbirne hindurch.
Seit ewigen Zeiten verwende ich Reflektoren und Birnenhalterungen durcheinander, also durchaus auch die eine Ausführung an einem und die andere Ausführung am anderen Scheinwerfer. Ich habe noch nie irgend einen Spruch von einem TÜV- Prüfer gehört.
Die Funktion der Standlichtbirne ist bei beiden Ausführungen gegeben, damit ist die Sache meines erachtens nicht zu beanstanden.
Viele Grüße
Sebastian

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Di 6. Okt 2009, 23:35
von Michael Klette
Hallo,
die Standlichtbirne wurde ja vor allem deshalb hinter dem Reflektor positioniert,damit die netten roten Kontrolllämpchen auf den Kotflügeln leuchten.Ein nettes Detail,auf das man den Prüfer mal hinweisen könnte.
Gruß Michael

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Mi 7. Okt 2009, 00:16
von Robert
Hallo Michael,

die roten Kontrolllichter oben auf den Kotflügeln funktionieren nur in Verbindung mit den transparenten Plastiksäcken, welche die 1.Serie anstelle der späteren Scheinwerfertöpfe aus Blech hat. Die Anordnung mit der Sofitte hinter der Biluxbirne gab es meines Wissens auch noch in der zweiten Serie, Voraussetzung dass das funktioniert, ist eine Biluxlampe mit Aussparung im Sockel. Ich hab' das ganze G'lump rausgeworfen und H4-Einsätze montiert, was ich jedem, der sein Auto auch benutzt, nur empfehlen kann.

Grüsse
Robert


Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Fr 9. Okt 2009, 13:40
von Bernhard(Süd)
Hallo,

in der Tat, wie Robert schreibt: Bei Sere 2 (Rundauge) ist das Standlicht nur zu sehen, wenn man Biluxbirnen mit der vorhandenen runden/ovalen Aussparung im Metallsockel hat. Da hindurch scheint das Standlichtbirnchen.

Aber: die gelben Biluxlampen, die man heute noch kaufen kann, haben die Aussparung nicht! Hab schon versucht, dieses Loch zu bohren. Natürlich zerspratzt dabei die Biluxbirne... Mit einer eigens anzufertigenen Halterung für die Lampe (zum Bohren) würds wphl gehen. Aber: Die modernen gelben Biluxe haben ein VIEL helleres (Weiß-) Gelb als die alten, die im Auto noch drin waren. Unschön.
Also habe ich die alten, dottergelben Bilux mit der nostalgischen Lichtfarbe dringelassen...
(Klar ist die Umrüstung auf Halogeneoinsätze eine Alternative. Aber schadet die sehr hohe Temperatur der Halogenbirnen nicht der Beschichtung der alten Reflektoren-???).

Grüße:
Be

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Fr 9. Okt 2009, 14:34
von DSManiac
Ich habe mir einfach meinen Dremel geschnappt und die ovale Aussparung aus dem Material ausgearbeitet, das war kein großes Ding. Allerdings habe ich normale weiße Bilux Lampen verbaut, da der TÜV die gelben nicht mochte.
Wie macht ihr das, wie sind eure Erfahrungen mit gelben Lampen bei TÜV und Kontrollen der Polizei?

Grüße
Florian

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Fr 9. Okt 2009, 20:34
von wettem
hallo,

Also bei meinem Auto sieht das so wie auf den Bildern gezeigt aus.
Der Schlitz ist in der Trägerplatte. Die Frage ist nur die, wo bekomme ich solche Leuchtmittel wenn die alten kapput sein werden oder der TÜV nicht damit zufrieden ist. (Sehe gerade die gibts wieder Erwarten beim Franzosen, hätte ich nicht gedacht! super!)
Ich hatte hier im Forum von Nachrüstungen von Standlichtbirnen direkt in den Reflektor gelesen und daraus geschlossen dass der TÜV die originale quasi indirekte Beleuchtung nicht anerkennt.

Grüße Michael

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Fr 9. Okt 2009, 22:43
von MichaIN
Hallo Michael!

Ach herrje, das ist ja was ganz spezielles! Bajonett mit 3 Zapfen.
Habe ich aber ab und an auf Teilemärkten gesehen, gibt's nur antiquarisch.
Dises Version ist mir immer untergekommen, wenn ich eigentlich 3-Zapfen-Birnen mit nur einer Wendel gesucht habe (Nebellicht Panhard Dyna).

Dafür hast Du das Langloch für die Standlichtbirne in der Fassung integriert. Sehr schön.

Bei meiner 57er ist das wahrscheinlich mal wegen Umbau auf frische Reflektoren umgerüstet worden, da sind die erwähnten Bilux-Birnen drin, die das Langloch in ihrem Blechfuß tragen. Habe ich auch mit dem Dremel und kleinem Stiftfräser reingemacht, inzwischen habe ich aber auch Birnen mit Originalaussparung.
Das Standlicht von der dahinterliegenden Soffitte leuchtet den Reflektor schön sanft aus und wird sicher nicht bei TÜV & Co beanstandet.

Anbei: In meinen Lampentöpfen sind oben unter den roten Standlichtprismen Öffnungen. Die mögen aber trotzdem nicht leuchten, auch wenn ich mit der Taschenlampe reinziele. Vielleicht zulackiert oder zu trüb...

Viele Grüße,
Michael.



Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: So 25. Nov 2012, 22:51
von Langhuber
Als ich kürzlich nach längerer Standzeit das erste Mal wieder mit Madame unterwegs war, wollte ich meiner armen Batterie was Gutes tun und bin wegen Gleichstrom-Lima abends im Stadtverkehr mit Standlicht gefahren. In der Tiefgarage mit ein paar Leutstoffröhren an der Decke, hatte ich den Eindruck dass vorne überhaupt keine Standlichtbirnen im Scheiwerfer drin sind.
Ich habe dann diesen Faden hier gefunden und habe es nochmal bei richtiger Dunkelheit probiert und siehe da: Wenn man schärfstens hinschaut, kann man ein trübes Funzeln direkt hinten unter den Biluxlampen erkennen. Ich habe grosse Bedenken, dass das als "Notlicht" bei ausgefallener Bilux-Lampe funktioniert. Da die Scheinwerferreflektoren sowieso einen recht "müden" Eindruck machen, hatte ich mir schon überlegt, die Originalbirnen durch H4-Birnen zu ersetzen. Die Reflektoren sind zwar silbern aber matt, was mich an meine Silberbronze-Aktionen vor der TÜV-Vorfahrt bei meinen Enten vor 30 Jahren erinnert.
Ich hatte alternativ auch überlegt, die Scheinwerfer komplett durch "was Modernes" zu ersetzen. Weil ich aber eher die Tendenz habe, an Madame möglichst alles original zu lassen, und ich die Sache mit den versteckten Standlichtbirnen originell finde, bin ich grade unentschlossen.
Hat jemand Erfahrungen damit, die alten Scheinwerfer auf Halogen umzurüsten und auch dem Standlicht mehr Dampf zu machen?

Klemens

Re: Standlichtbirne im Verborgenen

Verfasst: Mo 26. Nov 2012, 02:27
von Robert
Hallo Klemens,

bei Dirk Sassen und anderen Händlern gibt es passgenaue und TÜV-zugelassene Scheinwerfereinsätze für H4-Lampen, die zusätzlich eine Bohrung aufweisen, in die das Standlichtbirnchen eingesetzt wird. Sie werden ohne jegliche Werkzeugbenutzung einfach anstelle der alten Einsätze eingebaut. Vorteil ist nicht nur, dass man jetzt das H4-Licht hat, sondern auch neue und blitzblanke Reflektoren. Kosten um die 80 Euro pro Stück, dazu sollte man sich hochwertige h4-Lampen gönnen, damit ist man lichtmässig einigermassen up to date. Deine 63er hat ja schon 12V-Elektrik, also gibt es da keine Probleme. Da das alles absolut problemlos rückbaubar ist, sehe ich auch für Originalitätsfreunde keine Probleme.

Viele Grüsse
Robert

PS. Für die Serie 1-Fahrer, die auf H4 und Blechtöpfe umgerüstet haben: Die Scheinwerfertöpfe haben oben eine Bohrung, die mit einem Gummistopfen verschlossen ist. Hier kann man ein Durchführungsgummi einsetzen und ein 5W-Lämpchen, das, parallel zum Scheinwerfer geschaltet, in den Kotflügel leuchtet und so das rote Kontrollllicht auf dem Kotflügel illuminiert. Damit hat man zwar keine echte Funktionskontrolle des Scheinwerfers mehr, aber zumindest leuchtet das rote Teil auf dem Kotflügel wieder.