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Verarbeitung Mike Sanders
Verfasst: Mo 15. Dez 2003, 20:15
von Michael Klette
Hallo,
da es ja nun schon Thema war mal ne Frage zur Verarbeitung.Also,ich habe jetzt schon zwei DSe mit Mike Sanders behandelt und es war jedesmal eine riesen Schweinerei.Andauernd verstopfte die Düse und hatte regelmäßig langwierige Reinigungsarbeiten zur Folge.Hat da einer von Euch schon das Patentrezept gefunden?
Gibt es zum Beispiel heizbare Becherpistolen?
Der absolute Witz war ja die Vorwärmeinrichtung der Firma Mike Sanders.Ein Aldifön mit passendem Heizungsschlauch,der dann die Sonde warm halten sollte.Naja,das funktioniert jedenfalls gar nicht und wirkte eher wie ne Scherzpackung.
Ansonsten kann ich die Wachsversiegelung nur empfehlen!
Gruß Michael
Re: Verarbeitung Mike Sanders
Verfasst: Mo 15. Dez 2003, 23:28
von Carsten
Hi,
ich nehm Fliessfett und Orangenöl. Riecht GEIL, und ist supergut, krabbelt überall rein. Entsprechend dünn rotzt das überall hin.
Wachs reisst nach ein paar Jahren, und durch Kapillarwirkung zieht es das Wasser unter das Wachs. Nicht so prall.
Carsten
Re: Verarbeitung Mike Sanders
Verfasst: Mi 17. Dez 2003, 18:11
von Ulf Petermann
Hallo Carsten,
ich fürchte, Du verwechselst Wachs mit dem, was uns von einigen namhaften Herstellern angedreht wird, und was in Wirklichkeit Bitumen, Sulfoseifen aus der Ölraffination oder auch Extrakte, ebenfalls Rückstände aus der Ölrffination sind. Diese hoch-aromaten-reichen Produkte altern durch Sauerstoffaufnahme, verhärten, bekommen Risse und sehen nach 1 oder 2 Jahren aus, wie an der Sonne getrockneter Schlamm.
Wachs reisst oder verhärtet nicht, auch nicht nach 40 Jahren, guck Dir meine DS-Türen an, die ich 1963 mit Wachs ("TUL 100" von Valvoline) auf den Innenseiten eingesprüht habe, vor allem die umgebördelten Vorderkanten. Dasselbe TUL 100 kaufte die Autoindustrie in Tank- und Kesselwagen, um Neuwagen für den Transport, insbesondere für den Seetransport zu schützen. Das eigentliche Problem war dann das Entwachsen, ohne Dampfstrahler hatte man ganz schlechte Karten.
Mit Fließfett machst Du in Richtung Rostschutz nichts falsch, es sei denn, Du musst an Deinem Auto arbeiten: Was Du anfasst ist glitschig, nach einiger Zeit auch extrem dreckig. Ich schicke meine Kunden erstmal zum Dampfstrahlen (fürs Auto!), denn den Schweinkram fasse ich nicht mehr an, nachdem mir mal ein fließ-gefetteter GSA vom Rangierheber gerutscht ist, und ich lag darunter.
Mein Rat: Nur die Hohlräume fetten, nicht den Unterboden, nicht die Radläufe, nicht den Motorraum. Dort überall solltest Du Wachs einsetzen, aber richtiges.
Grüß Dich, Ulf
Re: Verarbeitung Mike Sanders
Verfasst: Mi 17. Dez 2003, 18:22
von dietmar
Ulfs Eintrag tut schon gut. Habe Fliessfett in Hohlraeumen (und das ist mittlerweile auch am Unterboden usw angelangt). Allerdings, Dampfstrahler betrachte ich als natuerlichen Feind aller Lager und Ritzen, Falze und Kapillarraeume....
Aber mal zur Sache: Ich frage mich, wie viel Kondenswasser so eine Kompressoranlage abgeben darf bei einer anstaendigen Behandlung @Home. Wer hat schon eine perfekte Trocknungsstufe (ausser Lackierer sicherlich)? Oder anders: Ab welchem Punkt ist die hilfsweise Einbringung von Hand besser als eine gleichmaessige Verteilung per Spruehkopf?
/D
Re: Verarbeitung Mike Sanders
Verfasst: Mi 17. Dez 2003, 22:26
von Jürgen
Hallo Leute,
gegen die Empfehlungen von Sanders habe ich sein erwärmtes Fett mit etwas Terpentinersatz verdünnt, dadurch wird die Schmelztemperatur deutlich abgesenkt und es läßt sich einfacher verarbeiten, es riecht dann natürlich etwas bis der Terpentinersatz verdunstet ist, Benzin würde penetranter riechen. Carstens Idee mit dem Orangenöl werde ich mit einer Probe mal testen.
Re: Verarbeitung Mike Sanders
Verfasst: Mi 17. Dez 2003, 23:01
von Günter
Von der Wirksamkeit des Sander-Fettes bin ich ebenfalls überzeugt, hatte aber auch grosse Probleme bei der Behandlung. Auf Empfehlung vom KSD habe ich eine Wagner Elektrosprühpistole mit Verlängerungsschlauch verwendet um das heisse Fett in die Hohlräume zu bekommen. Nachdem ich die Vorderachs-/Motorträgerhohlräume und die A-Säulen fertig hatte, hat sich die Pistole für immer verabschiedet. In die demontierten Türen habe ich dann später das Fett direkt aus dem "Kochtopf" eingegossen und ein Helfer hat die Türen dann schnell in alle Richtungen geschwenkt. Jetzt sind sie innen komplett mit diesem Fettfilm überzogen, man muss dabei nur sehr schnell sein. B- und C-Säulen stehen immer noch aus... Gruß! Günter
Re: Verarbeitung Mike Sanders
Verfasst: Do 18. Dez 2003, 00:06
von Michael Klette
Hallo Günter,
das ist ja lustig,diese Wagnerpistole habe ich auch benutzt,mit dem selben Erfolg.Bei mir ist allerdings auch noch der Plastikdruckbehälter zusammengeschmolzen.
Naja,vielleicht werd ich mir für die anstehende Versiegelung wieder eine billige Wagnerpistole bei ebay ergattern,denn scheins gibts hier kein Patentrezept.Sanders möchte ich jedenfalls aufgrund meiner positiven Erfahrungen treu bleiben.
Gruß Michael
Re: Verarbeitung Mike Sanders
Verfasst: Do 18. Dez 2003, 10:57
von Frank
Also, ich hab das Starterkit, aber ich fette auch irgendwie dauernd.Metalldruckbecherpistole, kein Kartuschenteil.Beim ortsansässigem Küchengerätetandler habe ich mir einen 27l Einkochtopf mit Heizung und Thermostat gekauft und einen Kugelhahn installiert.Ist blitzschnell heiss.
Früher habe ich noch die 4kg Eimer auf der Junggesellenkochplatte erhitzt, aber bis das warm ist, ist das Auto schon wieder verrostet.Die Druckbecherpistole kommt auf die Kochplatte, dei Lanzen in den Köcher und die Pistole mit Becher auch nochmal kurz vor den Köcher, damit sie auch heiss ist.Und dann gehts los.Anwärmzeit ca 10-15min.Dann ist das Fett auf 95°C und lässt sich prima rumsauen.Ich hab jetzt schön ca 150 kg
von dem Zeug verarbeitet und es ist echt ätzend, aber es schützt.Und ich sehe keine Alternative.Ein Bekannter hat sein Auto mal gewachst, die Hohlräume waren auch grundiert und bei einer Inspektion sah man, daß die Grundierung mit Hohlraum einfach vom blanken Blech gefallen war.Nicht richtig entfettet?Sander meinte lakonisch zu den bekannten Rostumwandlern, "Wenn Sie zuviel Geld haben...".Mein Kumpel Markus hat seinen Golf mal damit gemacht, nachdem er die ganze Fertan und Teroson Arie hinter sich hatte, nach Mike faulte dann nix mehr.Sein GSA steht trotz Winterbetrieb immer noch pickelfrei auf dem Hof.Der 77er CX Diesel, den Mönnich gemacht hat ist wegen Lustlosigkeit und 3. Motorschaden bei 500.000 in die Presse gewandert.Rostfrei.
Is klar, nöch?
Re: Verarbeitung Mike Sanders
Verfasst: So 21. Dez 2003, 14:18
von Bernhard(Süd)
Salut,
.....ja, nur so zur Erinnerung nochmal: Das Mönnich-Fließfett muß NICHT erwärmt werden zur Verarbeitung, das finde ich prima.....!
Außerdem gibts ein meines Wissens sehr gutes (und wohl auch umweltfreundliches) Wachs bei z.B. Firma Dirk Schucht: auf Lanolinbasis (Wollfett), seewasserbeständig!, in 3 Viskositätsstufen von "ölig" bis pastös.
Läßt sich angenehm verarbeiten, und die ölige Sorte hbe ich immer in einem Plastik-Spritzfläschchen auf dem Werkzeugtablett stehen, um bei jeder Montagearbeit einfach rasch mal metallische Oberflächen, Schrniere, Verschraubungen, Bowdenzüge... zu behandeln, denn später schraubt man ja doch nicht so bald nochmal alles ab, um zu fetten...!
Grüße:
Bernhard
Re: Verarbeitung Mike Sanders
Verfasst: So 21. Dez 2003, 19:25
von Michael Klette
Hallo Bernhard,
wo steckt denn die Firma Schucht?
Und was ist denn nun besser? Wachs oder Fett,da finde ich die Aussagen doch recht widersprüchlich.
Gruß Michael