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Weber Vergaser überholen

Verfasst: Di 16. Okt 2012, 23:16
von Joe
Abend!
Ich möchte einen Webervergaser mit ausgeschlagener Drosselklappenwelle und ausgeschlagener erster Stufe überholen.

Ich würde folgendermaßen vorgehen:

-Aufbohren der Lagerungen am Vergaserdeckel
-Drehen der passenden Buchsen
-Einsetzen der Buchsen
-Ausreiben der Buchsen in einer Aufspannung (Wenn ich eine passende Reibahle finde)

Ich frage mich nun aber, wie das die Instandsetzer machen. Es wird eine lange Reibahle benötigt, um ein Fluchten der beiden Lagersitze zu gewährleisten.

Zudem wird die Buchse wohl einen Aussendurchmesser von ca. 7mm haben. Die Welle hat 6mm. Die Buchse würde ich sicherheitshalber mit Loctite-Konstruktionskelber fixieren.

Ich habe nun die Befürchtung, dass die Buchsen beim Einpressen gequescht werden. Durch anschliessendes Reiben korrigiere ich das.

Meine Frage ist nun, ob dass schon mal jemand gemacht hat oder weiß wie ein Instandsezter hier vorgeht.

Viele Grüße
Joe



Re: Weber Vergaser überholen

Verfasst: Mi 17. Okt 2012, 06:38
von Claude-Michel
Hallo Joe,

damit ich nicht von einer Seite zur Anderen durchbohren muss aber die 2 eingesetzten Buchsen doch fluchten, hab ich es so gemacht:

http://claudemichel.de.tl/Remise-en--e2 ... -28x36.htm

Es ist auf Französich beschrieben, wenn du es nicht lesen kannst, muss ich mich halt doch mal hinsetzen und übersetzen.

Du Kannst auch den Vergaser auf eine Werkzeugmaschine mit drehbarem Tisch aufspannen. Erst auf einer Seite bohren, umdrehen, dann auf der Anderen.


Re: Weber Vergaser überholen

Verfasst: Mi 17. Okt 2012, 14:05
von Gerhard Trosien
Bei der Drosselklappenwelle bin ich folgendermaßen vorgegangen:

erst habe ich den Vergaser fixiert. Dazu wird ein möglichst langer 8mm-Bohrer in der Ständerbohrmaschine mit langem Hub eingespannt und durch die Bohrungen der Welle gesteckt. damit steht der Winkel fest, der Vergaser wird fixiert. Dann wird mit einem Bohrer ganz knapp unter 10mm durchgebohrt. Ich glaube, danach habe ich die Bohrung noch etwas aufgerieben, damit der Messingstab 10mm richtig stramm sitzt. Davon wird je 1 Stück von beiden Seiten aus so weit eingeführt, dass er innen aus der Bohrung herausschaut und außen alles wie vorher passt.
Das Messing wird dann mit 8mm durchgebohrt. Der Teil des neugeschaffenen Rohres, der in das Vergaserinnere ragt, wird sorgfältig abgeschliffen. Wenn die Buchse hier zurücksteht, strömt zu viel Luft durch die Lücke und die Einstellung klappt nicht.

Wenn diese Bohrung nicht 100% mittig sitzt: kein Problem: die Drosselklappe hat Langlöcher, die groß genug sind, um kleine Ungenauigkeiten auszugleichen.

Re: Weber Vergaser überholen

Verfasst: So 21. Okt 2012, 22:31
von Joe
Hallo!

Danke für die Tipps! So ähnlich hatte ich mir die Sache vorgestellt. Ich werde berichten wie es geklappt hat.

Man sollte nicht glauben, wieviel Spiel so ein Vergaser haben kann. Wenn ich das so sehe, gehe ich davon aus, dass alle Vergaser aus der Zeit verschlissen sind.
ICh habe einige hier und alle haben deutliches Spiel.

Hat jemand einen Tip, wie man unbekannte Vergaser identifiziert? Ich habe in der Suche nichts aussagekräftiges gefunden.
Ich Tippe mal auf die Bedüsung, oder gibt es noch ander Unterschiede?

Viele Grüße
Joe

Re: Weber Vergaser überholen

Verfasst: Sa 27. Okt 2012, 00:04
von Joe
Abend!

Zur Identifizierung konnte ich mir selbst helfen. Wer putzet der findet. Am Sockel ist die Nummer des Vergasers eingeschlagen.

Das Setzen der Buchse hat gut funkrioniert. Ich habe die Bohrung auf einer Fräsmschine problemlos setzen können. Leider gibt es keine Bilder. Zusammengebaut fühlt sich der Vergaser gut an. Ich bin gespannt, wie er sich im eingebauten Zustand verhält.

Zur Überarbeitung des Flansches habe ich mich den Lehrinhalten meiner ausbildung berufen. Mittels Feile und Haarlineal habe ich ihn plan bekommen.
Das Spannen mit Spannpratzen auf der Fräsmaschine war mir bei dem weichen Zinkdruckguß zu riskant.

Viele Grüße
Joe

Re: Weber Vergaser überholen

Verfasst: Fr 26. Apr 2013, 11:18
von Langhuber
Das Problem:
Wenn ich eine Weile gefahren bin, dann ist der Vergaser gleichmässig mit Benzin vollgesifft.
Am Anfang hat es etwas aus dem Schlauchansatz rausgesabbelt, dem habe ich mit Anziehen der Daumenschraube entgegenzuwirken versucht. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob es da weiter rauskommt und sich dann kapillar auf der Oberfläche des Vergasers verbreitet, oder ob es zu der komischen "Dichtung" rauskommt, die in meinen Augen wie ein Mix aus PU-Schaum und Schaumgummi aussieht.
Nachdem die Dichtungen für den 24/32DDC ja erhältlich sind, will ich so einen Dichtsatz kaufen und einbauen.
Gibt es dabei Fallstricke, die man vermeiden kann oder soll?
Festknallen, womöglich ungleichmässig, der Schrauben?
Geht das, ohne dass man alles neu einstellen muss?
Gibt es Tricks, wie man die Flächen säubern kann und muss, wenn was verklebt ist, ohne dass man zusätzliche Schäden anrichtet?


Anm.: Fahren und Anspringen tut Madame sehr gut, soweit ich das beurteilen kann, der Verbrauch, ich fahre meist in der Stadt, ist mit 12,5l auch tolerabel, ich denke mir aber der könnte gerne noch ein wenig sinken, wenn ich diesen Bypass verstopfen könnte.


Grüsse
Klemens

Re: Weber Vergaser überholen

Verfasst: Fr 26. Apr 2013, 11:49
von tomsail
hallo klemens,

wahrscheinlich sabbelt es nicht aus dem schlauch, sondern zwischen röhrchen und gehäuse.
die röhrchen gehen gerne lose.
hilft--> einkleben:röhrchen kleben

im extremfall, wenn das röhrchen rausrutscht kann dein wagen abbrennen.
bei beden vergasern die ich gerichtet hab konnte ich die röhrchen mit den händen (ohne zange) rausziehen.
da werden hier bald sicher noch die wildesten basteleien empfohlen werden (so mit bügel, drahtfrickelei, 2 schelle und so)
wenn du den passenden schlauch nimmst und ihn sauber verlegst, dann braucht man da weder schelle noch draht damit es sauber sitzt und nicht rutscht. war original auch so ohne schelle:
ohne schelle 1
ohne schelle 2

beim vergaser gilt: kein schleifen, kein grobes schaben, kein schraubenanknallen.

grüße
thomas

Re: Weber Vergaser überholen

Verfasst: Fr 26. Apr 2013, 13:42
von Langhuber
Tom,
tomsail hat geschrieben: wahrscheinlich sabbelt es nicht aus dem schlauch, sondern zwischen röhrchen und gehäuse.
die röhrchen gehen gerne lose.
Das mit den losen Röhrchen habe ich auch schon gelesen.
Ob das Röhrchen lose ist, kann man ja testen, indem man dran zieht. Aber wie rauskriegen, ob das Benzin vom Schlauchansatz oder vom Röhrchen auf das Gehäuse rüberkriecht?
Vielleicht so: Schlauch abziehen, O-Ring über das Röhrchen bis ran an das Vergasergehäuse, dann Schlauch wieder bis auf ein paar mm ran an diesen O-Ring. Dann um den Zwischenraum zwischen Schlauchende und O-Ring einen Docht wickeln. (Baumwollfaden, dessen Enden nach unten hängen.) Wenn es am Schlauch liegt, müsste das Benzin vom Docht aufgesaugt werden und nach unten tropfen. Das Vergasergehäuse müsste dann länger trocken bleiben. Wenn es zur Dichtung am Vergaser raussifft, müsste der Docht länger trocken bleiben.

Die Frage ist, wie man rausfinden kann ob es an der Dichtung des Vergaserdeckels liegt, ohne den Vergaser zu öffnen, wenn nicht der neue Dichtsatz schon bereit liegt.
So wie die Naht aussieht, fürchte ich kriege ich das nicht mehr dicht, wenn der Deckel mal weg ist. Hat da jemand den Vergaser eventuell mit einer Dichtmasse von aussen abgedichtet?
wenn das röhrchen rausrutscht kann dein wagen abbrennen.
Das befürchte ich beim jetzigen Zustand schon. Das macht mir mehr Sorgen als ein halber Liter Mehrverbrauch.
passenden schlauch nimmst und ihn sauber verlegst, dann braucht man da weder schelle
Ja, davon gehe ich aus. Das ist vermutlich nicht der Originalschlauch. Wenn es den Schlauch da, wo es die Dichtungen gibt, auch gibt, kaufe ich den natürlich gleich mit.

Klemens

Re: Weber Vergaser überholen

Verfasst: Fr 26. Apr 2013, 13:42
von DS20_break
Hi Klemens,
... im extremfall, wenn das röhrchen rausrutscht kann dein wagen abbrennen ...

LHS zum Löschen hast du dabei?

Re: Weber Vergaser überholen

Verfasst: Fr 26. Apr 2013, 13:44
von Langhuber
[quote=Hardy]
LHS zum Löschen hast du dabei?
[/quote]reichen 5l?