Seite 1 von 1
Probleme mit der Hydraulikleitung am Bremssattel
Verfasst: So 22. Sep 2013, 11:49
von Lowrider
Hi Leute.
Ich habe die Bremsleitung vom Sattel, über's Getriebe zum Verteiler neu gekauft und verbaut.
Die entsprechende Dichtung 4,5mm/M9 (grün) habe ich auch gleich erneuert.
Nun war es so, das die Mutter mit dem offenen Leitungsschlüssel nicht weit genug rein gedreht werden kann. Bei den letzten Umdrehungen dreht der Schlüssel durch und vernaddelt den Schraubenkopf. Das ist jetzt so dumm gelaufen das der Schlüssel kaum mehr greift.
Da mit ner Zange rum zu brechen halte ich für nicht so toll. Fazit: Man sieht minimalen Austritt von LHM zwischen Leitung und Mutter.
Kann mir jemand sagen welche Härte die Schraube aufweisen soll bzw. kann, und welche Alternativen gibt es in der Beschaffenheit vom Material her? Die Sassen Leitung war mit ca. 16,00 Euro nicht das Ding, ich möchte halt nicht immer wieder neu "testen".
Das Innengewinde am Sattel ist sauber, ohne Rückstände alter Dichtung oder Sonstiges.
Die Schraube lässt sich auch sehr leicht rein drehen, nur final zur Quetschung zur Dichtung dann wird's kaum spürbar besser.
Re: Probleme mit der Hydraulikleitung am Bremssattel
Verfasst: So 22. Sep 2013, 12:05
von aquablader
Guten Morgen!
In welcher Reihenfolge hast Du Dichtung und Leitung montiert?
Ging die Leitung durch das Gummi hindurch bis ins Bauteil?
Wenn ganz vorn an der Leitung ein kleiner Grat ist oder die Leitung nicht kerzengerade im Gewinde ist, stößt Du unten an und der Wulst, der Das Gummi dann andrückt, kommt gar nicht zum Tragen. Da nutzt dann auch kein fester-anziehen, man verformt nur die Leitung noch mehr.
Meine Vorgehensweise wäre jetzt, die Leitung wieder auszubauen, vorne auf Verformungen zu kontrollieren und die Länge der Leitung bis zum Bördelwulst mit der alten Leitung zu vergleichen. Da können wenige mm schon entscheidend sein. Dann würde ich den Schraubnippel so weit wie möglich auf die Leitung schieben und mal ohne Gummi versuchen, wie sich die Leitung einschieben lässt.
Die Qualität der Schraubnippel spielt da gar nicht so eine große Rolle, den die benötigten Anzugsdrehmomente sind recht gering bei der Gummiabdichtung. Bei modernen Autos sind dort formschlüssige Abdichtungen, die wir viel fester anziehen müssen. Und da reicht sogar meistens ein vernünftiger Maulschlüssel aus.
Ich wünsche Dir viel Erfolg mit der neuen Leitung!
LG
Ingo
Re: Probleme mit der Hydraulikleitung am Bremssattel
Verfasst: So 22. Sep 2013, 12:21
von Lowrider
Hallo Ingo.
Danke für die tolle Info.
Ja das klingt logisch, kann sein das die Leitung sich wirklich leicht geneigt hat, und sich dann am Gummi aufgehängt hat.
Ich werde mal ne neue Leitung bestellen und erst kerzengerade in den Sattel drehen, danach zum Verteiler zum LHM-Pott.
Gruß Toni
Re: Probleme mit der Hydraulikleitung am Bremssattel
Verfasst: So 22. Sep 2013, 18:49
von Thomas Held
Mit einer guten Wasserpumpenzange kann man auch rundgedrehte Leitungsverschraubungen handhaben.
Gruss,
Tom
Re: Probleme mit der Hydraulikleitung am Bremssattel
Verfasst: So 22. Sep 2013, 19:41
von Lowrider
Hi Tom.
Habe ich schon versucht, Platz am Sattel ist eng und da bekomme ich nicht genug Druck auf die Zange bzw. zum hebeln.
Re: Probleme mit der Hydraulikleitung am Bremssattel
Verfasst: So 22. Sep 2013, 19:49
von Die Veteranenscheune
dann nimm den ganzen Kram wieder raus, und mittels einer Feile baust du Dir wieder einen Sechskant...
Zwar eine Größe kleiner, aber wen stört es...
Und !!!
Man braucht zum Stauchen des Gummis für die Abdichtung nicht wirklich viel Drehmoment !
Re: Probleme mit der Hydraulikleitung am Bremssattel
Verfasst: So 22. Sep 2013, 21:59
von wettem
Vor allem muß sicher sein, daß das Röhrchen auch sicher in die Bohrung am Grund des Innengewindes eintaucht. Am besten vorher ohne Gummi zusammenstecken die Schraube leicht ansetzten und am Röhrchen wackeln, dann merst Du sofort ob es passt oder nicht. Lässt es sich ohne Dichtung nicht problemlos in Stellung bringen, wird das mit Dichtung gar nicht klappen.
vG MichaelW
Re: Probleme mit der Hydraulikleitung am Bremssattel
Verfasst: Mo 23. Sep 2013, 12:28
von symphatique
Alte Leitung nochmal montieren und die "verschwundene" Länge an der Oberkante des Nippels entlang markieren.
Dann auf neue Leitung übertragen.
Ich setze zuerst die Dichtung in´s Loch, Leitung mit leichtem Wackeln hinterher und wenn der Leitungswulst deutlich in der Gewindebohrung verschwindet und somit anzeigt, daß der Leitungsanfang vor dem Wulst eingeführt ist, wird der Leitungsnippel von Hand angesetzt, so weit wie möglich eingedreht (auch dabei hilft ein wenig seitliche Bewegung der Leitung) und dann mit Maulschlüssel festgezogen.
Vermutlich haste jetzt eine Kuniferleitung einsetzen wollen. Die rutschen nur sehr unwillig in die Bohrung unterhalb des Bauteilgewindes.
Vergleiche die Anschlüsse der beiden Leitungen und arbeite die neue etwas nach. Vielleicht hast Du ein ausgebautes Hy-Teil, an dem Du die Passung prüfen kannst. Wie gesagt, wenn der sich Schraubnippel von Hand bis an´s Gummi drehen lässt, sitzt alles richtig.
Re: Probleme mit der Hydraulikleitung am Bremssattel
Verfasst: Mi 25. Sep 2013, 18:41
von Bernhard(Süd)
Hallo,
sympathiques Vorgehen ist sehr sorgfältig.
Ich würde dennoch (nach dem Probieren ohne Gummi) in der Regel zuerst die Gummitülle auf die Leitung schieben, danach beides in die Röhre. So wird verhindert, dass die ins Gummiteil eingedrückte Leitung einen Gummi-"Halbmond" ausstanzen kann, der dann verstopfend wirkt.
Grüsse:
be
Re: Probleme mit der Hydraulikleitung am Bremssattel
Verfasst: Mi 25. Sep 2013, 19:23
von Lowrider
Danke allen für die Tipps.
Das sind die Dinge die ein Forum braucht und man merkt wir haben alle unsere Erfahrungen teilweise auch schmerzlich machen müssen.
Cool ist es wenn das Forum helfen kann Ursachen detailliert auf den Grund zu gehen.
Kein Handbuch beschreibt die Praxis und seine Nebenwirkungen so genau.
Deswegen weiter so....