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Blitzen beim Langhuber
Verfasst: So 20. Okt 2013, 10:38
von Langhuber
Ein Teil meines Frusts von gestern ist, daß ich zu blöd bin, "das dafür vorgesehene Loch im Kupplungsgehäuse" zu finden. Überdies habe ich nix gefunden, was man anblitzen kann.
Also eine Frage ausdrücklich an die anderen Langhuberer: Gibts da einen Trick oder einen Hinweis?
Bedeutet der Hinweis: "Das Loch wird teilweise von der Lichtmaschine verdeckt", dass man dazu die LiMa ausbauen muß, oder versperrt die nur die Sicht, so dass man blind tasten muß?
Um die Standardfragen vorab zu beantworten: Ich habe im Handbuch 465 nachgeschaut, in dem Handbuch 472, das ich von Jint runtergeladen habe, ist der Arbeitsvorgang 211 leider nicht enthalten, im Handbuch 498 ebenfalls nicht.
Und ich habe einen DW-Motor.
Klemens
(genervt)
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: So 20. Okt 2013, 12:02
von anieder
Hallo Klemens,
Ggf. Zu viele Baustellen auf einmal?
Mach doch erst mal mit Kerzen raus den Kompressionstest. Dann Kerzen rein. dann Ventilspiel. Erster Abschnitt.
Zweite Runde wäre dann die Einstellung der Zündung.
Den OT hättest du aber auch als die Kerze eh draußen war leicht mit einem Stab im Zylinder ermitteln können. Anstatt loch.
Angeblitzt wird eine Markierung auf der Schwungscheibe. Die dazugehörige Skala mag übrigens gar nicht dauerhaft anwesend sein. Wenn ich mich richtig erinnere vom stöbern in den Handbüchern wir die bei den Langhubern temporär dazugeschraubt?
Das müsstest du nochmal verifizieren. Aber wenn du da keine Skala gefunden hast spricht da einiges dafür.
Gruß
Andreas.
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: So 20. Okt 2013, 12:25
von Robert
Hallo Klemens,
die Lima verdeckt nur die Sicht, der Stab geht schräg unterhalb der Lima durch. Ein Lösen der Maschine und zum Motor hin klappen müsste die Sache erkennbar machen. Motor langsam durchdrehen, manchmal trifft man die Kerbe in der Schwungscheibe auch nicht, aber sie ist da. Immer. Die Markierung musst Du selber machen, entsprechend Handbuch. Ob die Skala vom Kurzhuber passt, habe ich noch nicht ausprobiert.
Viele Grüsse
Robert
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: So 20. Okt 2013, 12:35
von Langhuber
Hallo Andreas,
nachdem ich jetzt genug gejammert habe, probier ich es nochmal.
Mein Problem war die Entenvergangenheit mit dem schön sichtbaren Anlasserzahnkranz und dem gut zugänglichen 6mm Loch oben.
Ich habe inzwischen im Heftarchiv der HP (19922034) einen Artikel mit Bild gefunden, an dem das klar wird. Wenn man weiß, dass es nicht um ein zahnbekränztes Schwungrad, sondern um die Seilscheibe für die LiMa und die Pumpenkumpels geht, wird es deutlich.
Bei den Enten gabs auch keine Skala, da hat man einen Tupfer Tipp-Ex hingekleckst.
Die Kompressionsmessung gestern hat ergeben, dass tatsächlich der 1. Zylinder, der mit der verranzten Zündkerze, eine deutlich niedrigere Kompression als die anderen hat.
Kerze 1: 6,5 Kerze 2: 9,8 Kerze 3: 7,8 Kerze 4: 8,5
Wenn es heute nochmal aufhört zu regnen, dann werde ich sie mal ein bisschen die Berge raufscheuchen und die Kompressionsmessung mit warmem Motor wiederholen. Dabei kann ich auch den OT feststellen.
Kompression prüfen und Ventile einstellen bietet sich ja doch zusammen an, weil dann eh die Kerzen rausmüssen.
Ich habe allerdings den Eindruck, dass allein der Kerzentausch einen deutlich ruhigeren Motorlauf bewirkt hat.
Klemens
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: So 20. Okt 2013, 12:40
von Langhuber
@Robert,
danke für den Hinweis, wo das Loch sitzt. Man muß ja bei einigen Arbeiten blind tasten, nicht nur dort.
Da ich keine Skala habe: Tipp-Ex.
Grüße
Klemens
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: So 20. Okt 2013, 13:42
von Thomas Held
...und sicherlich markiert das Loch in der Schwungscheibe nicht den OT, sondern den statischen Zuendzeitpunkt. Das war auch bei den Kurzhubern bis deutlich in die 70er so, ebenso das Fehlen einer fest montierten Zuendskala.
Gruss,
Tom
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: So 20. Okt 2013, 13:53
von aquablader
Hallo zusammen!
So weit ich das aus den "Bulletins" entnehmen kann, wurde die Skala erst 1971 eingeführt.
Frühere Versionen hatten das Loch im Getriebe und die Markierung dem Zündzeitpunkt entsprechend.
Die Versetzung dieser Markierung bzw. Aufnahmebohrung auf den OT kam erst später.
Ich hab gerade meinen Schreibtisch in der Mache und komm nicht an den Ordner.
Vielleicht mag das mal jemand nachschlagen, ich meine das in einer technischen Mitteilung gesehen zu haben, die Euch ja tlws. auch vorliegen.
Schönen Sonntag!
Ingo
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: So 20. Okt 2013, 15:50
von Jürgen
Hallo Clemens,
bei allen Langhubern ist die Kerbe in der Schwungscheibe bei 10° KW v. OT.
Das ist auch der statische Zündzeitpunkt.
Man stellt also den Motor mit dem Fühlstift auf den Zündzeitpunkt und stellt dann mit einer Prüflampe den Verteiler so, dass der Unterbrecher gerade öffnet.
Für die Langhuber war dan Einstellen mit Stroboscop noch nicht erfunden, sie ist allerdings genauer, aber bei stehendem Motor nicht durchführbar.
Bei den üblichen 2000 U/min Einstelldrehzahl kommt bei deinem Motor noch 6°NW = 12°KW Frühverstellung des Verteilers dazu. Dein Motor hat dann bei 2000 U/min einen ZZP von 22°KW.
Da man nur die Riemenscheibe, die an der Nockenwelle sitzt, anblitzen kann, ist der ZZP die hälfte davon also 11°NW.
Die Riemenscheiben bei Kurz- und Langhubern haben den gleichen AußenØ, die Zündskala der Kurzhuber passt also auch bei den Lanhubern, die Befestigung passt allerdings nicht, da musst du improvisieren.
Wenn du die Skala montiert hast, machst du bei eingerastetem Fühlstift gegenüber der 5° eine Marke auf der Riemenscheibe. Dann Fühlstift herausnehmen und bei 2000 U/min den Verteiler so verdrehen, dass die Marke unter den Stroboscopblitzen bei 11° steht.
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: So 20. Okt 2013, 23:47
von Langhuber
Hallo Jürgen,
bei allen Langhubern ist die Kerbe in der Schwungscheibe bei 10° KW v. OT.
danke für die klare Ansage. Aber
Da man nur die Riemenscheibe, die an der Nockenwelle sitzt, anblitzen kann,
ist Riemenscheibe = Schwungscheibe?
Ich habe es mir mit dem Artikel aus der HP nochmal angesehen, bin aber immer noch nicht klar gekommen. Am Donnerstag ist ja hier Stammtisch, vielleicht gibt es ja da Leute, die mir das am Objekt zeigen können.
Theoretisch könnte ich ja den OT mit der Stöckchenmethode finden und an der Riemenscheibe mit Farbe markieren, den OT brauche ich für die Ventile sowieso.
Meine Voodoo-Wunderpistole kann Zündwinkel in Bezug zum OT messen, so dass ich auf die 10° in der Schwungscheibe/Riemenscheibe gar nicht angewiesen bin.
Klemens
Re: Blitzen beim Langhuber
Verfasst: Mo 21. Okt 2013, 05:42
von Thomas Held
[quote=Langhuber]
Wenn man weiß, dass es nicht um ein zahnbekränztes Schwungrad, sondern um die Seilscheibe für die LiMa und die Pumpenkumpels geht, wird es deutlich.
[/quote]
Ganz und gar nicht!
Es geht um ein zahnbekraenztes Schwungrad! Nur befindet sich das unter der Getriebeglocke und ist natuerlich nicht sichtbar. Daher das Loch fuer den Fuehlstift. Damit findest du die definierte Stellung des Schwungrades, die dem statischen Zuendzeitpunkt entspricht. Den markierst du dann auf der Riemenscheibe der Lima, Pumpen... (Seilscheiben kenn ich nur vonne Zeche...)
Gruss,
Tom