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Antriebswelle - Außengelenk bei Langhuber zerlegen
Verfasst: So 27. Apr 2014, 20:32
von M. Ferchaud
Hallo zusammen,
in diesem Beitrag sowie im darin ebenfalls verlinkten Blog von Thomas wird das Zerlegen von Antriebswellengelenken thematisiert:
read.php?1,88891,88891#msg-88891
Bei den radseitigen Gelenken meiner '58er DS sind dort statt der Kunststoffkappen solche aus Metall verbaut; weiß jemand, ob der Aufbau darunter mit jenen Wellen der Kurzhuber (Sicherungsring) identisch ist?
Hintergrund: Das Gelenk der rechten Welle (kurze Version) ist stark ausgeschlagen; Ich habe noch eine entsprechende Welle für die linke Seite liegen und möchte das Gelenk umsetzen.
Grüße
M.
Re: Antriebswelle - Außengelenk bei Langhuber zerlegen
Verfasst: Mo 28. Apr 2014, 20:16
von M. Ferchaud
Na, weiß keiner was?
Grüße
M.
Re: Antriebswelle - Außengelenk bei Langhuber zerlegen
Verfasst: Mo 28. Apr 2014, 23:00
von DS20_break
Thomas fragen.
Re: Antriebswelle - Außengelenk bei Langhuber zerlegen
Verfasst: Fr 2. Mai 2014, 14:01
von M. Ferchaud
Hallo zusammen,
habe gerade eine solche Antriebswelle mal genauer in Augenschein genommen: neben den äußeren Stahlkappen der Kreuzachsen befinden sich jeweils kleinere, konische Bohrungen aus denen je ein Zipfel hellgelber Kuntstoffmasse hervorlugt. Vermutlich sind die Deckel neben der Verpressung zur Sicherung mit Kunststoff vergossen. Durch Erwärmen lässt sich die Masse erweichen. Die Frage ist trotzdem, ob man das Ganze auseinander bekommt, denn die Kombination aus wahrscheinlicher Pressverbindung und Klebesicherung ist sicher nicht einfach zu überwinden.
Hat jemand hierzu Erfahrungen?
Grüße
M.
Re: Antriebswelle - Außengelenk bei Langhuber zerlegen
Verfasst: So 11. Mai 2014, 11:22
von Jürgen
Hallo M.
letzte Woche habe ich deine Frage zum Anlass genommen und mal eine alte schlechte Gelenkwelle zerlegt. Dies ist mein erster Versuch dazu. Nach diesen zum teil zerstörenden Methoden würde ich beim nächsten Mal anders vorgehen. Diese Welle war sowieso schon Schrott.
Wie du schon vermutest sind die Nadelbüchsen in den Gehäusen mit einer schmelzbaren Kunstoffmasse verklebt. Nach erhitzen kommt ein Teil des Kunstoffs heraus:
[attachment 8444 DSC01566s.jpg]
In heißem Zustand konnte ich dann eine Nadelbüchse mit hämmern auf das Gehäuse etwas heraustreiben. Das würde ich beim nächsten Mal mit einem Abzieher machen. Anschließend war es möglich, diese mit einer Zange zu fassen und herauszudrehen:
[attachment 8445 DSC01568s.jpg]
Jetzt konnte ich den äußeren Mitnehmer abnehmen:
[attachment 8446 DSC01569s.jpg]
Fortsetzung folgt...
Re: Antriebswelle - Außengelenk bei Langhuber zerlegen
Verfasst: So 11. Mai 2014, 11:35
von Jürgen
Fortsetzung:
mit eiem Abzieher habe ich dann über das Mitnehmerkreuz eine innere (erhitzte) Nadelbüchse etwas herausgedrückt:
[attachment 8447 DSC01571s.jpg]
Wie schon im vorigen Schritt beschrieben konnte ich den Überstand mit einer Zange packen und die Büchse herausdrehen:
[attachment 8448 DSC01572s.jpg]
Dann habe ich die gegenüberliegende Büchse auch etwas herausgedrückt. Das Mitnehmerkreutz lässt sich jetzt abnehmen:
[attachment 8449 DSC01573s.jpg]
Fortsetzung folgt...
Re: Antriebswelle - Außengelenk bei Langhuber zerlegen
Verfasst: So 11. Mai 2014, 11:48
von Jürgen
Fortsetzung:
Das innere Gelenk ist jetzt zerlegt, Teile liegen hier:
[attachment 8450 DSC01574s.jpg]
Man kann jetzt die Kunstoffreste aus den Nuten und der Füllbohrung entfehrnen.
Und dann... weiss ich erstmal nicht weiter.
Was für einen Kunstoff sollte man für ein erneutes Verkleben verwenden? Wie kann man diesen Kunstoff in die Nuten pressen? Wo bekommt man neue Lager, Mitnehmerkreutz?
Zu Ingos Frage in dem verlinkten Beitrag:
Wahrscheinlich sind die inneren Nadelbüchsen der äußeren Gelenke der neueren Gelenkwellen genauso befestigt. Ein schon teilzerlegtes Gelenk werde ich demnächst weiter zerlegen.
Das Ganze hilft dir M. für deinen Reparaturbedarf wahrscheinlich nur bedingt weiter, hat aber zumindest Erkenntnisgewinn gebraucht.