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Das leidige Thema: LHS / LHS2 oder LHM ?
Verfasst: Fr 30. Jan 2015, 22:40
von jds.vienna
.......und täglich grüßt das LHS Problem
Ein netter DS Freund hat eine 58er DS und die Hydraulik ist wirklich stark versockt, schaltet schlecht, Bremst sch...., sinkt schnell ab, die üblichen Problemchen.
Jetzt steht er vor der Notwendigkeit die DS Hydraulik zu überarbeiten, zerlegen, reinigen, O-Ringen wechseln usw.
So was füllt man aber in der Zukunft in die Hyraulik rein, LHS oder LHS2?
LHS2 gibt es ja mehr als genug am Markt, aber LHS ist kaum bis gar nicht zu bekommen.
Oder baut man alles auf LHM um und steht dann mit einer nicht Originalen DS da,
welche aber dafür immer funktioniert.
Ich weiß wirklich nicht was ich Ihm raten soll.
....ich würde am liebsten alles rausreißen und auf LHM umbauen lassen, aber wenn er dann die DS verkaufen will kann es natürlich das Problem geben, das Käufer nur originale Fahrzeuge kaufen möchten.
Wie Ihr seht, schwierig
PS: LHS hätte ich 6Liter gefunden, aber für den nächsten Flüßigkeitswechsel oder zum nachfüllen
habe ich nix gefunden, hat wer noch eine Quelle für LHS?
Liebe Grüße aus Wien
Jörg
Re: Das leidige Thema: LHS / LHS2 oder LHM ?
Verfasst: Fr 30. Jan 2015, 22:52
von hy1600
Pentosin bei Wedel/Hamburg ist mir als LHS-Produzent bekannt. Ob die noch produzieren weis ich nicht.
http://www.pentosin.de
Direkt gefunden habe ich nichts. Evtl. anrufen
Gruss Andreas
Re: Das leidige Thema: LHS / LHS2 oder LHM ?
Verfasst: Fr 30. Jan 2015, 22:59
von jds.vienna
Danke Andreas,
die Pentosinwerke stellen schon länger kein LHS mehr her,
aber das LHS2 welches bei den Händlern lagert wurde von Pentosin hergestellt.
In Australien und in der USA fahren die ihre alten DSen,
angeblich mit Bremsflüßigkeit DOT4
mit ?% Anteil Rizinus-Öl, soll auch funktionieren
Re: Das leidige Thema: LHS / LHS2 oder LHM ?
Verfasst: Sa 31. Jan 2015, 00:20
von DS20_break
Hallo Jörg,
wenn du mal einen Abend Zeit hast:
read.php?1,96078,page=1
Re: Das leidige Thema: LHS / LHS2 oder LHM ?
Verfasst: Sa 31. Jan 2015, 07:56
von wettem
hallo Jörg,
Wenn eh eine so große Revision ansteht, daß alle Dichtungen getauscht werden müßen, gibt es für mich nur eine Anwort und die lautet auf LHM umbauen.
Damit hast Du die ewige Sauerei mit dem LHS beseitigt und die Betriebssicherheit enorm gesteigert.
Vor allem bei Sammlerfahrzeugen die selten gefahren werden wirkt es sich besonders positiv aus.
Wegen der Originalität würde ich mir keinen großen Kopf machen. Als die LHM Hydraulik eingeführt wurde gab es viele Fahrzeuge die von Citroën Niederlassungen, auf Kundenwunsch, umgerüstet wurden.
Wäre also ein zeitgenössischer Umbau und damit legitimiert.
viele Grüße
Mike
Re: Das leidige Thema: LHS / LHS2 oder LHM ?
Verfasst: Sa 31. Jan 2015, 11:49
von MichaIN
Hallo Jörg,
ein sehr beliebtes Thema, immer wieder gerne besprochen.
Ist schon unter allen möglichen Aspekten rauf und runter diskutiert worden, von Viskositätsunterschieden, Qualität und Verfügbarkeit von NOS-und Reprodichtungen sowie -Flüssigkeiten bis hin zum Brandschutz.
Aber zu dem Aspekt des Weiterverkaufs: die im letzten Jahr verkauften 50er-Jahre D-Modelle im (sehr) hohen Preissegment waren LHM-Umbauten, nur halt gut gemachte in Original LHS-Optik der Bauteile.
Aus Originalitätssicht sollte man halt schauen, daß möglichst die Originalteile aufgearbeitet werden, statt gegen spätere anderer Optik/Bauart ersetzt werden (z.B. HD-Pumpe mit altem Gehäuse, Höhenkorrektoren mit Blechdeckel, ...- wenn überhaupt noch vorhanden und nicht eh schon "zu Lebzeiten" durch neuere LHS-Teile ersetzt). Und daß die Teile LHS-schwarz bleiben/werden.
(Ja, im Füllstandsröhrchen ist es dann trotzdem grün...).
Viele Grüße,
Michael
(LHS-Fahrer, der LHM besser fände)
Re: Das leidige Thema: LHS / LHS2 oder LHM ?
Verfasst: Sa 31. Jan 2015, 14:20
von M. Ferchaud
[quote=MichaIN](Ja, im Füllstandsröhrchen ist es dann trotzdem grün...).[/quote]
Kann man ja ein getöntes einbauen

Re: Das leidige Thema: LHS / LHS2 oder LHM ?
Verfasst: Sa 31. Jan 2015, 14:21
von M. Ferchaud
[quote=hy1600]
Pentosin bei Wedel/Hamburg ist mir als LHS-Produzent bekannt. Ob die noch produzieren weis ich nicht.
http://www.pentosin.de
Direkt gefunden habe ich nichts. Evtl. anrufen
Gruss Andreas[/quote]
http://pentosin-shop.de/classic-und-you ... n_LHS2.htm
Re: Das leidige Thema: LHS / LHS2 oder LHM ?
Verfasst: Sa 31. Jan 2015, 17:49
von Bernhard(Süd)
Hallo,
ich würde (u.a. aus Gründen der Sicherheit beim Nachfüllen durch "die Werkstatt") bei einem Umbau eher zu grünen Bauteilen greifen. Für mich wäre es nur ein minimaler Bruch der Originalität, in einer DS vor 1966 die etwas neueren Hydraulikteile vorzufinden, wie z.B. ein grünes Fässchen.
Dann ist Klarheit geschaffen,- "Farbe bekennen" eben im Wortsinne!!! Und wenn die Werkstätten das ab 1966 auch zuweilen gemacht haben, ist es ja zeitgenössisch (wie wettem geschrieben hat).
Davon abgesehen ist der Betrieb einer DS mit LHS keineswegs problematisch, wenn sie regelmässig bewegt wird (da mus ich mich aber an die eigene Nase fassen...!). Dazu hat ja auch zB. RSA 404 hier schon geschrieben.
Ich habe bei meiner DS, nachdem sie offenkundig bei einem französischen Vorbesitzer jahrelang gestanden war, verschiedene Bauteile (Schaltkorrektor, Kuplungskorrektor, Fliehkrafregler usw.) geöffnet und gereinigt. es waren fnur ganz minimale Vergrützungen und so gut wie keine Korrosionsspuren vorhanden.
Es sei daran erinnert, dass die LHS-DS länger gebaut wurden als die darauffolgenden LHM-DS! Also es gibt mehr LSH- als LHM-Baujahre.
Somit muss das recht lange und recht gut funktioniert haben und ist Nichts Abstruses...... ... (und funktioniert ja bei vielen Autos nach nunmehr rund 50...60 Jahren noch immer gut, oder???).
Grüsse:
Bernhard
Re: Das leidige Thema: LHS / LHS2 oder LHM ?
Verfasst: So 1. Feb 2015, 17:34
von rsa404
„Wenn eh eine so große Revision ansteht, daß alle Dichtungen getauscht werden müßen, gibt es für mich nur eine Anwort und die lautet auf LHM umbauen.
Damit hast Du die ewige Sauerei mit dem LHS beseitigt und die Betriebssicherheit enorm gesteigert.
Vor allem bei Sammlerfahrzeugen die selten gefahren werden wirkt es sich besonders positiv aus.“
Was ich nun gerade nicht verstehe, welche „Sauerei“ gibt es bei LHS und wie steigert LHM die Betriebssicherheit?
Zunächst darf man LHS nicht mit LHS2 vergleichen. Einziger Nachteil den ich bei LHS im Vergleich zu LHM gelten lasse, ist die Aggressivität gegenüber Lack. Darüber hinausgehend sehe ich durchaus nicht zu unterschätzende Vorteile bei Systemen mit LHS.
Systeme mit LHS neigen zu deutlich weniger Undichtigkeiten als Systeme mit LHM. Ich habe noch nie eine undichte LHS-Lenkung gesehen, während das bei LHM quasi Standard ist. Auch halten Federkugeln und Druckspeicher ihren Druck um ein vielfaches länger gegenüber LHM.
Die ganzen Probleme mit der Aggressivität gegenüber Dichtungen und dem Festgehen von hydraulischen Bauteilen haben erst durch die Verwendung von LHS2 Einzug gehalten.
Einzig die aktuellen Ersatzteilengpässe bei Rücklaufmanschetten und Schläuchen würde ich als Vorteil für eine Umrüstung auf LHM sehen.
Die derzeit desaströse Ersatzteilsituation ist ja lediglich dem Umstand geschuldet, dass es da seit Jahren jemanden gibt, der nahezu alle auftauchenden Bestände aufkauft und irgendwo sinnlos hortet.
Ansonsten bleibt festzuhalten, dass alle Nachfertigungen in Bezug auf Dichtungen und Schläuchen zu teils erheblichen Problemen führen. Ungeachtet ob es sich um LHS oder LHM handelt.
Gleiches gilt aus meiner Sicht für die Mehrzahl der angebotenen revidierten Hydraulikbaugruppen. Undichtigkeiten nach ca. 4 Jahren scheinen auch hier nahezu die Regel zu sein. Ebenfalls unabhängig davon ob LHS oder LHM.
Am Ende muss diese Entscheidung jeder für sich selbst treffen. Für mich gäbe es unverändert keinerlei ersichtlichen Gründe, ein Fahrzeug von LHS auf LHM umzurüsten.
Gruß,
Ralf