Die ersten 15.000 oder die Restaurierung meiner DS
Verfasst: Di 24. Feb 2015, 13:01
Hallo liebe Freunde des D-Modells.
Ich möchte euch gerne an meinen Leidensweg teilhaben lassen, in der Hoffnung das bewahrt Euch vor den 100 Fehlern die ich gemacht habe.
Nach langer Abstinenz vom D-Modell (ich heule immer noch meiner IE23 hinterher) hab ich 2004 den Entschluss gefasst mich wieder in das Abenteuer zu stürzen. Nach Abwägung aller Rahmenparameter (Geld, Kohle, Penusen, Moos – 1. Fehler übrigens, nur auf das Geld schauen) hab ich mich auf die Suche gemacht. Nach langem hin und her habe ich mir im guten alten Internet eine „echte“ DS21 Pallas mit Halbautomatik ausgesucht. Zweiter Fehler, ich hatte keine Alternative oder einen Plan B. Angerufen, Termin gemacht und hin.
Wir schrieben mittlerweile das Jahr 2006.
Nach einer längeren Fahrt Richtung Süden stand ich vor einem schmucken Einfamilienhaus, bewohnt von einer Studenten WG.
Die Verkäufer waren 2 Studenten die einen Sommer lang mal ein cooles Auto fahren wollten.
Nach zähen Verhandlungen einigten wir uns auf die Unglaubliche Summe von 3200 Euro. Die Überführung auf eigener Achse gestaltete sich dann doch etwas Problematisch. Aber der Reihe nach. Mir war durchaus bewusst dass ich mir hier eine ordentliche Bastelbude angelacht hatte. Um nur ein interessantes Detail zu nennen: Die Tür hinten links war von der letzten evolutionsstufe der DS. Das muss man sich mal vor Augen führen, irgendwann in den 80igern als die DS nur eine olle Karre war, hat jemand sich die Mühe gemacht die C-Säule zu tauschen damit die Tür mit dem versenkten Griff passt. Die Tür war natürlich in der passenden Farbe neu lackiert (innen grün außen beige).
Ihr kennt noch die lustige Werbung auf der HP? Dort konnte man eine Comic DS mit alten und neuen Kotflügel an der Front sehen. Das ganze war überschrieben mit: Meine Werkstatt hat gesagt das gehört so.
Ich hatte da nun die Sonderedition vor mir. Drei Türen vom Baujahr 69 und eine von 71 inklusive geänderter C-Säule damit das Schloß auch passt.
Mir wurde dann noch eine kleine Sammlung an Benzinfiltern in die Hand gedrückt mit den Worten der Tank ist „etwas“ rostig. Ihr könnt es euch denken, auf halber Strecke sind die Spritfilter ausgegangen und ich musste die Herren vom ADAC bemühen. Die Verkäufer waren so nett mich zu begleiten, da ich ja irgendwie mein „anderes“ Fahrzeug mitführen musste (Renault 25 Baccara).
Als der nette Herr vom ADAC das gute Stück am nächsten Tag auf den Hof stellte, habe ich noch eine detaillierte Bestandsaufnahme durchgeführt. Ihr findet bestimmt den Fehler – oder? Richtig! Ich habe nicht genug Geld gehabt für etwas vernünftiges und hab mir das Auto auch nicht richtig angeschaut bzw. die Augen verschlossen.
Na ja, Schweller innen durch, Tank rostig, Unfallschaden hinten links – daher die Tür. Kofferraum nicht durch aber so rostig das man denken könnte die original Chassis Farbe war rostrot.
Positiv war der unverbastelte Zustand, von der Tür mal abgesehen. Weiterhin positiv anzumerken die „offensichtlich“ geringe Kilometerleistung, zumindest hat mir auch ein Kenner bestätigt dass der Motor noch sehr gut läuft und der optische Eindruck auch entsprechend ist.
Natürlich bin ich auch ein kleinwenig stolz über das Kundendienst Scheckheft mit den Daten der ersten Besitzerin. Erstaunlich finde ich auch die Garantiekarte die auch den Beruf des ersten Besitzers erwartet.
Als Beruf der Vorbesitzerin steht dort "Hausfrau", was vermutlich die geringe Kilometerleistung erklärt.
Oh hab ich unverbastelt gesagt? Na ja immerhin der Kofferraumdeckel war noch mit den original Markierungen vom Werk versehen. Der Kotflügel hinten links war aber auch nicht mehr so „original“. Aber er passte wenigstens zu der Tür.
Meine erste Amtshandlung war dann auch der Ausbau des Benzintanks und eine Umrüstung auf 15 Liter Kanister vor dem Kühler.
Den Tank habe ich dann noch 2006 bestellt…der Einbau war dann 2013.
Die Arbeiten bis 2013 lassen sich recht schnell zusammenfassen:
- Zündkerzen und Unterbrecher 2007
- Wasserpumpe und Hauptdruckspeicher 2010/2011
- Erneute Bestandsaufnahme der Blecharbeiten und zerlegen in 2012
- Chassis Instandsetzung in 2012 – 2013 im Fachbetrieb (siehe Titel des Artikels)
- Erwerb einer passenden Tür in Holland und lackieren 2013
- Aktuell (2014, 2015)…Motivation sammeln – ich kann mich einfach nicht aufraffen weiterzumachen.
Aber immerhin konnte ich mich zum schreiben aufraffen
Ich möchte euch gerne an meinen Leidensweg teilhaben lassen, in der Hoffnung das bewahrt Euch vor den 100 Fehlern die ich gemacht habe.
Nach langer Abstinenz vom D-Modell (ich heule immer noch meiner IE23 hinterher) hab ich 2004 den Entschluss gefasst mich wieder in das Abenteuer zu stürzen. Nach Abwägung aller Rahmenparameter (Geld, Kohle, Penusen, Moos – 1. Fehler übrigens, nur auf das Geld schauen) hab ich mich auf die Suche gemacht. Nach langem hin und her habe ich mir im guten alten Internet eine „echte“ DS21 Pallas mit Halbautomatik ausgesucht. Zweiter Fehler, ich hatte keine Alternative oder einen Plan B. Angerufen, Termin gemacht und hin.
Wir schrieben mittlerweile das Jahr 2006.
Nach einer längeren Fahrt Richtung Süden stand ich vor einem schmucken Einfamilienhaus, bewohnt von einer Studenten WG.
Die Verkäufer waren 2 Studenten die einen Sommer lang mal ein cooles Auto fahren wollten.
Nach zähen Verhandlungen einigten wir uns auf die Unglaubliche Summe von 3200 Euro. Die Überführung auf eigener Achse gestaltete sich dann doch etwas Problematisch. Aber der Reihe nach. Mir war durchaus bewusst dass ich mir hier eine ordentliche Bastelbude angelacht hatte. Um nur ein interessantes Detail zu nennen: Die Tür hinten links war von der letzten evolutionsstufe der DS. Das muss man sich mal vor Augen führen, irgendwann in den 80igern als die DS nur eine olle Karre war, hat jemand sich die Mühe gemacht die C-Säule zu tauschen damit die Tür mit dem versenkten Griff passt. Die Tür war natürlich in der passenden Farbe neu lackiert (innen grün außen beige).
Ihr kennt noch die lustige Werbung auf der HP? Dort konnte man eine Comic DS mit alten und neuen Kotflügel an der Front sehen. Das ganze war überschrieben mit: Meine Werkstatt hat gesagt das gehört so.
Ich hatte da nun die Sonderedition vor mir. Drei Türen vom Baujahr 69 und eine von 71 inklusive geänderter C-Säule damit das Schloß auch passt.
Mir wurde dann noch eine kleine Sammlung an Benzinfiltern in die Hand gedrückt mit den Worten der Tank ist „etwas“ rostig. Ihr könnt es euch denken, auf halber Strecke sind die Spritfilter ausgegangen und ich musste die Herren vom ADAC bemühen. Die Verkäufer waren so nett mich zu begleiten, da ich ja irgendwie mein „anderes“ Fahrzeug mitführen musste (Renault 25 Baccara).
Als der nette Herr vom ADAC das gute Stück am nächsten Tag auf den Hof stellte, habe ich noch eine detaillierte Bestandsaufnahme durchgeführt. Ihr findet bestimmt den Fehler – oder? Richtig! Ich habe nicht genug Geld gehabt für etwas vernünftiges und hab mir das Auto auch nicht richtig angeschaut bzw. die Augen verschlossen.
Na ja, Schweller innen durch, Tank rostig, Unfallschaden hinten links – daher die Tür. Kofferraum nicht durch aber so rostig das man denken könnte die original Chassis Farbe war rostrot.
Positiv war der unverbastelte Zustand, von der Tür mal abgesehen. Weiterhin positiv anzumerken die „offensichtlich“ geringe Kilometerleistung, zumindest hat mir auch ein Kenner bestätigt dass der Motor noch sehr gut läuft und der optische Eindruck auch entsprechend ist.
Natürlich bin ich auch ein kleinwenig stolz über das Kundendienst Scheckheft mit den Daten der ersten Besitzerin. Erstaunlich finde ich auch die Garantiekarte die auch den Beruf des ersten Besitzers erwartet.
Als Beruf der Vorbesitzerin steht dort "Hausfrau", was vermutlich die geringe Kilometerleistung erklärt.
Oh hab ich unverbastelt gesagt? Na ja immerhin der Kofferraumdeckel war noch mit den original Markierungen vom Werk versehen. Der Kotflügel hinten links war aber auch nicht mehr so „original“. Aber er passte wenigstens zu der Tür.
Meine erste Amtshandlung war dann auch der Ausbau des Benzintanks und eine Umrüstung auf 15 Liter Kanister vor dem Kühler.
Den Tank habe ich dann noch 2006 bestellt…der Einbau war dann 2013.
Die Arbeiten bis 2013 lassen sich recht schnell zusammenfassen:
- Zündkerzen und Unterbrecher 2007
- Wasserpumpe und Hauptdruckspeicher 2010/2011
- Erneute Bestandsaufnahme der Blecharbeiten und zerlegen in 2012
- Chassis Instandsetzung in 2012 – 2013 im Fachbetrieb (siehe Titel des Artikels)
- Erwerb einer passenden Tür in Holland und lackieren 2013
- Aktuell (2014, 2015)…Motivation sammeln – ich kann mich einfach nicht aufraffen weiterzumachen.
Aber immerhin konnte ich mich zum schreiben aufraffen