Regler 12 V "Wackelkontakt"
Regler 12 V "Wackelkontakt"
an unsere Elektrospezialisten: ich habe seit einigen Tagen das Problem, das die Ladekontrollleuchte nach dem Start nicht sofort erlischt sondern erst nach den ersten Metern Fahrt. OK, die Lima arbeitet voll nur bei Fahrt und nicht schon im Leerlauf. Heute wollte ich auf Tour gehen und stelle fest, die Kontrollleuchte will gar nicht ausgehen. Neu gestartet - sie geht aus, kurz danach leuchtet sie wieder. Naja dachte ich, fahr mal los, wird sich schon wieder einkriegen. Leider nicht... und um nicht irgendwo in der Pampa liegen zu bleiben, beschloss ich, umzukehren. Kabel hatte ich zuvor auf Wackelkontakt geprüft - nichts festzustellen. Dann fuhr ich durch ein Schlagloch, die Leuchte geht aus. Später geht sie wieder an. Zurück in der Garage konnte ich das wiederholen, indem ich gezielt mit einem Hämmerchen auf den Regler klopfte - Leuchte aus.
Regler ausgebaut und untersucht - scheint optisch alles ok. In Verdacht habe ich den "Schalter" - siehe im Kreis mit Pfeil.
Wo ist das Problem? Was kann ich tun. Lässt sich da was einstellen?
Woher kommt das? Überspannung? Hitze?
Muss ich mir einen neuen Regler besorgen oder lässt sich das Richten?
Danke für Eure Tipps!
Regler ausgebaut und untersucht - scheint optisch alles ok. In Verdacht habe ich den "Schalter" - siehe im Kreis mit Pfeil.
Wo ist das Problem? Was kann ich tun. Lässt sich da was einstellen?
Woher kommt das? Überspannung? Hitze?
Muss ich mir einen neuen Regler besorgen oder lässt sich das Richten?
Danke für Eure Tipps!
Gruß Tom71
Re: Regler 12 V "Wackelkontakt"
Hallo Thomas
Sieht irgendwie verbogen aus auf dem Foto. Oder täuscht das?
Ein Weg das Problem zu beheben ist sicher, der Anleitung hier im Forum zum einsetzen eines elektronischen Reglers von Hella zu folgen.
Das natürlich nur wenn Wackler am verbindenden Kabelwerk ausserhalb des Reglers ausgeschlossen sind
Gruß
Andreas
Sieht irgendwie verbogen aus auf dem Foto. Oder täuscht das?
Ein Weg das Problem zu beheben ist sicher, der Anleitung hier im Forum zum einsetzen eines elektronischen Reglers von Hella zu folgen.
Das natürlich nur wenn Wackler am verbindenden Kabelwerk ausserhalb des Reglers ausgeschlossen sind
Gruß
Andreas
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Re: Regler 12 V "Wackelkontakt"
Die Eigenreparatur eines mechanischen Reglers ist i.A. zum Scheitern verurteilt. Wie ich schon mal sagte sind die Kontakte da drin Verschleißteile die man nicht ersetzen kann. Neuen Regler rein.
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
erdgebundene Grüße,
Hardy
Re: Regler 12 V "Wackelkontakt"
Hallo Thomas,
wenn es sich um einen Originalen Regler, also nix von Hella, Bosch oder Valeo handelt, würde ich auf jeden Fall versuchen, den zu reparieren. Ich schliesse mich der Vermutung von Andreas an, dass in dem Kreis eine verbogene Stahlfeder zu sehen ist.
Die Frage ist allerdings, wie das passieren konnte. Eine misslungene "Grobreparatur"?
Auf Deinem Bild sind zwei Einstellmöglichkeiten zu erkennen: Die gekonterte gelbe Kontaktschraube an dem verbogenen Kontakt und links oben nochder silberne Einstellexzenter auf dem die spitze Stahlzunge endet.
Aber um den Regler nach einer Reparatur richtig einstellen zu können muss man die Daten des Reglers kennen.
Anbei ein Auszug aus dem Buch "Kümmet, Reparaturenbuch für Kraftfahrzeugelektriker":[attachment 9590 kontakte.jpg]
Im Anschluss daran gibt es noch eine Anleitung zum Einstellen des Reglers, die sich allerdings auf Gleichstromregler bezieht. In Deinem Fall ist ja nicht sicher, dass wirklich die Kontakte ersetzt werden müssen.
Klemens,
... der schon mal eine Woche lang ganz ohne Regler rumgefahren ist...
wenn es sich um einen Originalen Regler, also nix von Hella, Bosch oder Valeo handelt, würde ich auf jeden Fall versuchen, den zu reparieren. Ich schliesse mich der Vermutung von Andreas an, dass in dem Kreis eine verbogene Stahlfeder zu sehen ist.
Die Frage ist allerdings, wie das passieren konnte. Eine misslungene "Grobreparatur"?
Auf Deinem Bild sind zwei Einstellmöglichkeiten zu erkennen: Die gekonterte gelbe Kontaktschraube an dem verbogenen Kontakt und links oben nochder silberne Einstellexzenter auf dem die spitze Stahlzunge endet.
Aber um den Regler nach einer Reparatur richtig einstellen zu können muss man die Daten des Reglers kennen.
Anbei ein Auszug aus dem Buch "Kümmet, Reparaturenbuch für Kraftfahrzeugelektriker":[attachment 9590 kontakte.jpg]
Im Anschluss daran gibt es noch eine Anleitung zum Einstellen des Reglers, die sich allerdings auf Gleichstromregler bezieht. In Deinem Fall ist ja nicht sicher, dass wirklich die Kontakte ersetzt werden müssen.
Klemens,
... der schon mal eine Woche lang ganz ohne Regler rumgefahren ist...
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
Re: Regler 12 V "Wackelkontakt"
[quote=Langhuber]
(...) um einen Originalen Regler (...) Ich schliesse mich der Vermutung von Andreas an, dass in dem Kreis eine verbogene Stahlfeder zu sehen ist.
Die Frage ist allerdings, wie das passieren konnte. Eine misslungene "Grobreparatur"?
Auf Deinem Bild sind zwei Einstellmöglichkeiten zu erkennen: Die gekonterte gelbe Kontaktschraube an dem verbogenen Kontakt und links oben nochder silberne Einstellexzenter auf dem die spitze Stahlzunge endet.
Aber um den Regler nach einer Reparatur richtig einstellen zu können muss man die Daten des Reglers kennen.
(...)
Im Anschluss daran gibt es noch eine Anleitung zum Einstellen des Reglers, die sich allerdings auf Gleichstromregler bezieht. In Deinem Fall ist ja nicht sicher, dass wirklich die Kontakte ersetzt werden müssen.
[/quote]
Es ist ein Originaler Paris-Rhone Regler und ich vermute, dass es etwas mit dem verbogenen Metallstreifen handelt, der ab dem Knick nach unter blau verfärbt ist (ob das damit zusammenhängt...) Bei einem meiner Vorgänger ist dieser Metallstreifen abgebrochen... Überspannung als Ursache?
Wie sieht das Teil im funtionsfähigen Zustand wohl aus?
Und wenn ich das Teil einfach geradebiege???
Ich habe davon echt keine Ahnung... und will da nicht ohne Sachverstand dran rum machen, wenn ich nicht weis was dann passiert, welche Folgen das hat.
Na, das ist doch Gleichstrom...
(...) um einen Originalen Regler (...) Ich schliesse mich der Vermutung von Andreas an, dass in dem Kreis eine verbogene Stahlfeder zu sehen ist.
Die Frage ist allerdings, wie das passieren konnte. Eine misslungene "Grobreparatur"?
Auf Deinem Bild sind zwei Einstellmöglichkeiten zu erkennen: Die gekonterte gelbe Kontaktschraube an dem verbogenen Kontakt und links oben nochder silberne Einstellexzenter auf dem die spitze Stahlzunge endet.
Aber um den Regler nach einer Reparatur richtig einstellen zu können muss man die Daten des Reglers kennen.
(...)
Im Anschluss daran gibt es noch eine Anleitung zum Einstellen des Reglers, die sich allerdings auf Gleichstromregler bezieht. In Deinem Fall ist ja nicht sicher, dass wirklich die Kontakte ersetzt werden müssen.
[/quote]
Es ist ein Originaler Paris-Rhone Regler und ich vermute, dass es etwas mit dem verbogenen Metallstreifen handelt, der ab dem Knick nach unter blau verfärbt ist (ob das damit zusammenhängt...) Bei einem meiner Vorgänger ist dieser Metallstreifen abgebrochen... Überspannung als Ursache?
Wie sieht das Teil im funtionsfähigen Zustand wohl aus?
Und wenn ich das Teil einfach geradebiege???
Ich habe davon echt keine Ahnung... und will da nicht ohne Sachverstand dran rum machen, wenn ich nicht weis was dann passiert, welche Folgen das hat.
Na, das ist doch Gleichstrom...
Gruß Tom71
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DS20_break Verified
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- Registriert: Mo 30. Aug 2010, 23:10
Re: Regler 12 V "Wackelkontakt"
Ich weiß auch, dass es Leute gibt die einen Regler schon repariert haben. Leider kann man den Autor hier nicht mehr fragen ob das Teil immernoch tut.
read.php?1,47734,47892#msg-47892
Trotzdem rate ich ab, es hat nicht jeder das Wissen und die Geduld wie Thomas.
read.php?1,47734,47892#msg-47892
Trotzdem rate ich ab, es hat nicht jeder das Wissen und die Geduld wie Thomas.
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
erdgebundene Grüße,
Hardy
Re: Regler 12 V "Wackelkontakt"
hallo Thomas,
Nach meinem Dafürhalten ist das ein Regler für einen Drehstromgenerator und das gezeigte Relais ist ausschließlich für das Ein und Ausschalten der Ladekontrolleuchte zuständig. Der Schaltpunkt wird mit der großen Scheibe vorne verstellt. Warum aber die Kontaktfeder so verbogen ist bleibt mir ein Rätsel.
Messe doch einfach die Ladespannung und wenn die ok ist, kannst Du versuchen die Feder zu begradigen und den Schaltpunkt so zu stellen, daß bei Leerlaufdrehzahl die Ladekontrolle ausgeht.
viele Grüße
Mike
Nach meinem Dafürhalten ist das ein Regler für einen Drehstromgenerator und das gezeigte Relais ist ausschließlich für das Ein und Ausschalten der Ladekontrolleuchte zuständig. Der Schaltpunkt wird mit der großen Scheibe vorne verstellt. Warum aber die Kontaktfeder so verbogen ist bleibt mir ein Rätsel.
Messe doch einfach die Ladespannung und wenn die ok ist, kannst Du versuchen die Feder zu begradigen und den Schaltpunkt so zu stellen, daß bei Leerlaufdrehzahl die Ladekontrolle ausgeht.
viele Grüße
Mike
-
Hans-Uwe Fischer
- Beiträge: 1834
- Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27
Re: Regler 12 V "Wackelkontakt"
Moin,
an einen Wackelkontakt glaube ich nicht. Das Relais für die Ladekontrollanzeige scheint eine ungenaue und grosse Hysteresis zu haben. Der Grund scheint mir die verbogene Kontaktzunge zu sein.
Vermutlich war/ist der Regler in einem HA montiert. Wenn aus Alterungs- und Abnutzungsgründen das Ladekontroll-Relais zu früh anzieht, also schon bei niedriger Spannung am R-Anschluss, dann wird schon bei wenigen Anlasser-Umdrehungen das Starter-Relais wieder ausgeschaltet. Das kann einen HA-Fahrer zur Verzweiflung bringen. Im worse case springt der Wagen nie an.
Der genervte und techn. unbegabte Fahrer wird dann wohl den zu früh schaltenen Kontakt einfach zusammen gekloppt haben.
Die Spannung, die am Anschluss "R" anliegt, hat nix mit der normalen Bordspannung (ca. 14V) zu tun. Das ist ein eigener Spannungsausgang des Drehstromgenerators . Er sagt nur aus, dass der Generator arbeitet und hat eine völlig andere Spannungshöhe (habe den Wert vergessen. ca.6 V (?))
Mit den Einstellmöglichkeiten am Relais kann man den Kontaktabstand (Sechkantmutter) und Spannungsschwelle (Exenterscheibe) bestens einstellen/Justieren.
Also möglichst auf keinen Elektronischen Regler umrüsten. Und am HA darf kein anderer als das Original verwendet werden! Stichwort: Abschaltschwelle für den Anlasser.
Die Funktion des R-Relais lässt sich sehr einfach mit einem Labornetzteil prüfen und grob einstellen. Einfach Plus an "R" und "minus an "MASSE".
HUF
an einen Wackelkontakt glaube ich nicht. Das Relais für die Ladekontrollanzeige scheint eine ungenaue und grosse Hysteresis zu haben. Der Grund scheint mir die verbogene Kontaktzunge zu sein.
Vermutlich war/ist der Regler in einem HA montiert. Wenn aus Alterungs- und Abnutzungsgründen das Ladekontroll-Relais zu früh anzieht, also schon bei niedriger Spannung am R-Anschluss, dann wird schon bei wenigen Anlasser-Umdrehungen das Starter-Relais wieder ausgeschaltet. Das kann einen HA-Fahrer zur Verzweiflung bringen. Im worse case springt der Wagen nie an.
Der genervte und techn. unbegabte Fahrer wird dann wohl den zu früh schaltenen Kontakt einfach zusammen gekloppt haben.
Die Spannung, die am Anschluss "R" anliegt, hat nix mit der normalen Bordspannung (ca. 14V) zu tun. Das ist ein eigener Spannungsausgang des Drehstromgenerators . Er sagt nur aus, dass der Generator arbeitet und hat eine völlig andere Spannungshöhe (habe den Wert vergessen. ca.6 V (?))
Mit den Einstellmöglichkeiten am Relais kann man den Kontaktabstand (Sechkantmutter) und Spannungsschwelle (Exenterscheibe) bestens einstellen/Justieren.
Also möglichst auf keinen Elektronischen Regler umrüsten. Und am HA darf kein anderer als das Original verwendet werden! Stichwort: Abschaltschwelle für den Anlasser.
Die Funktion des R-Relais lässt sich sehr einfach mit einem Labornetzteil prüfen und grob einstellen. Einfach Plus an "R" und "minus an "MASSE".
HUF
Re: Regler 12 V "Wackelkontakt"
Ich hatte es auch schon etwas allgemeiner formuliert:

Klemens
... der sich immer fragt, wozu man überhaupt eine Wiederanlass-Sperre braucht ...
Langhuber hat geschrieben: Die Frage ist allerdings, wie das passieren konnte. Eine misslungene "Grobreparatur"?
Auf Deinem Bild sind zwei Einstellmöglichkeiten zu erkennen: Die gekonterte gelbe Kontaktschraube an dem verbogenen Kontakt und links oben nochder silberne Einstellexzenter auf dem die spitze Stahlzunge endet.
Das ist natürlich eine präzisere Aussage.HUF hat geschrieben: Der genervte und techn. unbegabte Fahrer wird dann wohl den zu früh schaltenen Kontakt einfach zusammen gekloppt haben.
...
Mit den Einstellmöglichkeiten am Relais kann man den Kontaktabstand (Sechkantmutter) und Spannungsschwelle (Exenterscheibe) bestens einstellen/Justieren.
Und das prinzipiell sowieso.Also möglichst auf keinen Elektronischen Regler umrüsten. Und am HA darf kein anderer als das Original verwendet werden! Stichwort: Abschaltschwelle für den Anlasser.
Klemens
... der sich immer fragt, wozu man überhaupt eine Wiederanlass-Sperre braucht ...
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
Re: Regler 12 V "Wackelkontakt"
Danke für diese Beschreibung Hans-Uwe! Ja es ist ein HA, nein, ich habe nichts daran gemacht, es ist jedoch ein gebrauchter. Und Danke für den Hinweis, keinen elektronischen Regler einzubauen! Das wäre dass nächste gewesen.
Kannst Du mir näher beschreiben wie ich den wieder flott bekommen - bin da kein Spezialist, Netzteil bzw. 12V Batterie wäre vorhanden und 2 rechte Hände...
Der Metallstreifen scheint eine Schwachstelle zu sein, bei dem vorherigen Regler war er nämlich abgebrochen...
Kannst Du mir näher beschreiben wie ich den wieder flott bekommen - bin da kein Spezialist, Netzteil bzw. 12V Batterie wäre vorhanden und 2 rechte Hände...
Der Metallstreifen scheint eine Schwachstelle zu sein, bei dem vorherigen Regler war er nämlich abgebrochen...
Gruß Tom71