Liebe Gemeinde,
ich möchte das jetzt nicht noch bei Ekki unterschieben, obwohl es im gleichen grossen Zusammenhang steht. Also, ich habe mal gelesen, dass die Wasseraufnahme üblicher Bremsflüssigkeiten konstruktiv so gewollt sei, um zu verhindern, dass wie auch immer in die Bremsanlage gelangtes Wasser sich am tiefsten Punkt der Anlage, also im Radzylinder bzw. Bremszange, sammelt und durch lokales Sieden zum Ausfall der Bremse führt. Hört sich logisch an.
Ich frage mich nur, wieso ein solches Problem bei LHM-Autos nicht auftritt, im Vergleich zu konventionellen Bremssysteme ist das System ja offen und die Flüssigkeit soll nur selten gewechselt werden. Oder ist das oben von mir Nacherzählte nur eine urban legend?
Viele Grüsse
Robert
LHM/LHS: Noch'n thread
LHM/LHS: Noch'n thread
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Re: LHM/LHS: Noch'n thread
Hmmm, wo soll denn das Wasser beim Citroën in die Bremsleitung kommen?
Re: LHM/LHS: Noch'n thread
Glaub mir, Ekki, Wasser gelangt in jedes System (alleine schon durch Kondensation im Bereich des LHM- Vorratskübels) und setzt sich an der tiefsten Stelle ab.
Kann man auch gut beim 2CV beobachten, denn dort liegt diese im vorderen Bremssattel, wo man das Wasser nicht durch Entlüften sondern nur durch Zerlegen des Bremssattels raus bekommt.
Kann man auch gut beim 2CV beobachten, denn dort liegt diese im vorderen Bremssattel, wo man das Wasser nicht durch Entlüften sondern nur durch Zerlegen des Bremssattels raus bekommt.
Re: LHM/LHS: Noch'n thread
@Hannes,
ja stimmt, das leuchtet ein, Im Fass kondensiert es und LHM hat eine geringere Dichte als Wasser. Und durch Verwirbelungen kann letzteres dann ins System gelangen.
Und damit hast Du Roberts Frage ja auch indirekt beantwortet: Ja, die wasserbindende Eigenschaft von Bremsflüssigkeiten ist ein gewünschter Nebeneffekt, um solche "Waterspots" zu verhindern. Und der 2CV scheint mit seinen Bremsen dann ein gutes Beispiel zu sein, warum sich Mineralöl nicht als Bremsflüssigkeit etabliert hat.
Gruß,
Ekki
ja stimmt, das leuchtet ein, Im Fass kondensiert es und LHM hat eine geringere Dichte als Wasser. Und durch Verwirbelungen kann letzteres dann ins System gelangen.
Und damit hast Du Roberts Frage ja auch indirekt beantwortet: Ja, die wasserbindende Eigenschaft von Bremsflüssigkeiten ist ein gewünschter Nebeneffekt, um solche "Waterspots" zu verhindern. Und der 2CV scheint mit seinen Bremsen dann ein gutes Beispiel zu sein, warum sich Mineralöl nicht als Bremsflüssigkeit etabliert hat.
Gruß,
Ekki
Re: LHM/LHS: Noch'n thread
[quote=Ekki]
Und der 2CV scheint mit seinen Bremsen dann ein gutes Beispiel zu sein, warum sich Mineralöl nicht als Bremsflüssigkeit etabliert hat.
[/quote]
Mit einer zusätzlichen Entlüftungsschraube an der Unterseite (tiefste Stelle) hätte das Problem jedoch konstruktionsseitig gelöst werden können...
Der eigentliche Grund, warum sich LHM oder DOT5 (Silikonbremsflüssigkeit) gegenüber herkömmlicher DOT- Bremsflüssigkeit auf Glycerinbasis nicht etablieren konnten, liegt meines Erachtens darin, dass Geschäftsinteressen dagegen stehen.
Und der 2CV scheint mit seinen Bremsen dann ein gutes Beispiel zu sein, warum sich Mineralöl nicht als Bremsflüssigkeit etabliert hat.
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Mit einer zusätzlichen Entlüftungsschraube an der Unterseite (tiefste Stelle) hätte das Problem jedoch konstruktionsseitig gelöst werden können...
Der eigentliche Grund, warum sich LHM oder DOT5 (Silikonbremsflüssigkeit) gegenüber herkömmlicher DOT- Bremsflüssigkeit auf Glycerinbasis nicht etablieren konnten, liegt meines Erachtens darin, dass Geschäftsinteressen dagegen stehen.