Ich habe im Urlaub auch schon (Mercedes)oldtimerbesitzer kennen gelernt, die durch geschickte Modellwahl und eigene Fähigkeiten eine kleines Vermögen gemacht haben - und schöne alte Autos "zum Selbstkostenpreis" fuhren.
Die Kommerzialisierung der Oldtimerszene bringt aber nicht nur Vorteile - für mich als langjährigen DS Fahrer - aber damit kann ich leben ...
Eine DS zu kaufen, z.B. 6 Jahre zu fahren und ohne Verluste zu verkaufen, ging auch schon vor 20-25 Jahren. Die Wartung war zwar etwas teurer als bei seinerzeit aktuellen Modellen - aber man hatte keinen Vertverlust.
War eine sehr günstige Art mobil zu sein!
Heute hat sich das in zwei Richtungen verschoben - der Unterhalt ist deutlich teurer geworden.
Dafür hat man im Zweifel keinen Wertvelust - im Gegenteil.
war ja auch ironisch gemeint! Mir ist halt nur aufgefallen, dass manche das als Frevel gegen die reine Lehre ansehen.
Ich mix das halt immer gerne und bin bestens dabei gefahren.
Aber zum Auto - ich habe auch lange überlegt, welchen ich kaufe, ein Restaurierungsbjekt habe ich ausgeschlossen, macht man es richtig, wird es einfach zu teuer.
Eine 1967er mit alter Front und neuer Hydraulik sollte es werden, es wurde ein von Sassen komplett aufgebauter DS21 Pallas von einem Privatmann. Bis auf Details und mangelnde Rostkonservierung (die ich dann nachholen liess) ein richtig gutes Auto mit Zustand 1- Bewertung.
Das ist jetzt mein Schönwetter-Alltags-und-Urlaubswagen.
Ich würde es jederzeit so wieder machen, trotz des hohen EK sicher vernünftig und in der Ausführung zumindest wertstabil.
Was an den steigenden Preisen mich am Meisten nervt, ist die dadurch steigende Versicherung. Ohne Kasko geht es bei Scheunenlagerung nicht, und da bindet man sich im Jahr zusätzlich zum Allltagsauto einiges ans Bein, vor allem wenn man Familie hat, tut das weh.
[quote=Kuhno]
Ist doch schön, wenn man das verknüpfen kann! Manchmal habe ich den Eindruck, dass es für manche moralisch verwerflich zu sein scheint, einen Oldtimer als Geldanlage zu sehen.
Die DS habe ich zum fahren gekauft, aber ich habe auch schon Autos als Geldanlage, die obendrein noch Spaß bringen, gekauft (mit Erfolg, die DS hat sich aus dem Verkauf eines Mercedes W111 Cabrio so mehr als von selbst bezahlt)
Muss ich mich da jetzt schämen???
Gerd[/quote]
Mir geht es hier nicht um moralische Aspekte, ich verstehe es nur nicht, sich eine DS oder überhaupt einen Oldtimer als Wertanlage anzuschaffen und dann damit fahren zu wollen. Wenn ich Geld zum Anlegen hätte, würde ich mir ein Kunstwerk oder sonstwas Wertvolles anschaffen, an die Wand hängen und irgendwann wieder verkaufen. Bei einem Oldtimer habe ich Unterhaltskosten, das Risiko einer Beschädigung und der Genuss des Fahrens wäre immer mehr oder weniger von dieser Gefährdung überschattet.
Wenn ich mir aber einen Oldtimer kaufe, um damit zu fahren und die Wertsteigerung dann einkalkuliere, um die Unterhaltskosten zu bezahlen, dann verstehe ich das. Das ist dann m.E. keine Geldanlage, sondern Fahren zum Nulltarif.
[quote=radel56]
[quote=Kuhno]
Ist doch schön, wenn man das verknüpfen kann! Manchmal habe ich den Eindruck, dass es für manche moralisch verwerflich zu sein scheint, einen Oldtimer als Geldanlage zu sehen.
Die DS habe ich zum fahren gekauft, aber ich habe auch schon Autos als Geldanlage, die obendrein noch Spaß bringen, gekauft (mit Erfolg, die DS hat sich aus dem Verkauf eines Mercedes W111 Cabrio so mehr als von selbst bezahlt)
Muss ich mich da jetzt schämen???
Gerd[/quote]
Mir geht es hier nicht um moralische Aspekte, ich verstehe es nur nicht, sich eine DS oder überhaupt einen Oldtimer als Wertanlage anzuschaffen und dann damit fahren zu wollen. Wenn ich Geld zum Anlegen hätte, würde ich mir ein Kunstwerk oder sonstwas Wertvolles anschaffen, an die Wand hängen und irgendwann wieder verkaufen. Bei einem Oldtimer habe ich Unterhaltskosten, das Risiko einer Beschädigung und der Genuss des Fahrens wäre immer mehr oder weniger von dieser Gefährdung überschattet.
Wenn ich mir aber einen Oldtimer kaufe, um damit zu fahren und die Wertsteigerung dann einkalkuliere, um die Unterhaltskosten zu bezahlen, dann verstehe ich das. Das ist dann m.E. keine Geldanlage, sondern Fahren zum Nulltarif.[/quote]
Nun, die Unterhaltskosten bei der DS sind ja recht gering, die sehe ich auch als Spaßverzinsung. Gefährung sehe ich keine, sie sind ja vollkasko versichert. Autos mit echter und kostenbereinigter Wertsteigerung sind eh andere Kaliber in finanzieller Hinsicht. Die DS möchte ich ja auch nicht mehr verkaufen, deshalb ist sie da aussen vor. Die DS war das Auto meiner Jugend, insofern heute auch nostalgisch, die hat man damals für ganz kleines Geld kaufen können, ich hatte 5 DS in der Zeit und war damals schon begeitert. Von Kunst oder Immobilien oder gar der Börse hab ich keine Ahung, von Oldtimern schon (Schuster bleib bei Deinen Leisten) Gezockt (und gewonnen) habe ich z.Zt. mit einem Aston Martin, der sich innerhalb von zwei Jahren im Wert verdoppelte. Ich wäre verlogen, wenn ich da nicht zugeben würden mich diebisch zu freuen, und fahren tut das Teil auch noch traumhaft. Ich finde es wunderbar, Hobby und Verdienst verbinden zu können.
@ Nun, die Unterhaltskosten bei der DS sind ja recht gering, die sehe ich auch als Spaßverzinsung. Gefährung sehe ich keine, sie sind ja vollkasko versichert.
Darf ich mal fragen was deine DS, 1+, an Vollkasko-Steuer-Versicherung im Jahr kostet.
[quote=papasitt]
@ Nun, die Unterhaltskosten bei der DS sind ja recht gering, die sehe ich auch als Spaßverzinsung. Gefährung sehe ich keine, sie sind ja vollkasko versichert.
Darf ich mal fragen was deine DS, 1+, an Vollkasko-Steuer-Versicherung im Jahr kostet.
LG[/quote]
Zustand 1- . Ich habe bei OCC in Lübeck eine Sammlungsversicherung, die ich jetzt gar nicht einzeln pro Auto aufdröseln kann, Steuer bei H ist ja immer 191 Euro, Haftpflicht + Vollkasko bei 40.000 Gutachterwert ca 450 Euro. Hol einfach für Deine DS mal ein Angebot ein:
Danke - Gruß von einem gebürtigen Saarländer. Das Schiffshebewerk in Arzviller kenne ich gut, ein Freund hat eine alte Mühle in Sparsbach bei la petite pierre, den besuchen wir des öfteren und machen wunderbare Ausflüge in der traumhaften Gegend.
Das kennst Du dann bestimmt auch (damals noch mit Mercedes):
Hallo LeDieu,
ich wohne zwischen Karlsruhe und Heidelberg (habe in KL studiert).
Wenn Du Lust hast, ein bischen kann ich zur DS erzählen.
Habe meine Dame ohne Vorkenntnis vor 11 Jahren für 6K gekauft und per rolling restauration selbst restauriert (alle selbst beigebracht).
DS20 Pallas von 1971 (23er Vergaser drin). Ist evtl. ein 3 geworden, mehr wollte ich nicht.
Totrestaurierte Autos schaue ich gerne an, aber besitzen möchte ich einen Teil meiner Kindheit (und das ist 40 Jahre her).
Finanziell hat sich das sehr gelohnt und ich würde es immer wieder genauso machen.
Ob das heute noch geht? Bestimmt. Musst halt ne Weile suchen (hab ich auch gemacht).
Wenn es schnell gehen soll, kann ich den Vorrednern zustimmen - kauf was fertiges, außer Du hast Spaß, Zeit, Geld und Muße zum schrauben. Ich muss mit meinen Autos immer eine Verbindung eingehen - was dazu führt, dass man sich quasi nie trennen kann.
Kannst ja mal vorbeischneien (PN an mich).
Viele grüße
marin