Optisch muss er original sein, das reicht mir völlig.
[/quote]
Steht das nicht im Widerspruch zum Twingo-Faltdach, dem in Wagenfarbe lackierten Armaturenbrett, der ID-Lenkradumrandung, den hinteren Kotflügeln, die eigentlich erst an ein Auto ab Modelljahr 69 gehören und diversen anderen Kleinigkeiten?:-)[/quote]
nöö...............
aber Du kannst Dich gerne weiter daran austoben wenn es Dich befriedigt
Kuhno hat geschrieben:
Letztendlich sind es große Spielzeuge.
Ausser man braucht ein Auto wirklich als Transportmittel, was bei eine DS (oder Jaguar, oder Aston Martin, etc.) ja wohl nicht der Fall ist: [size=x-large]Ja ![/size]
Kuhno hat geschrieben:
Letztendlich sind es große Spielzeuge.
Ausser man braucht ein Auto wirklich als Transportmittel, was bei eine DS (oder Jaguar, oder Aston Martin, etc.) ja wohl nicht der Fall ist: [size=x-large]Ja ![/size]
Das stimmt auch - dazu hat man ja Alltagsfahrzeuge, die funktionieren gut bzw. viel viel besser, Spaß ist da kein großer Faktor. Angenehm von A nach B.
Oldtimer sind ein schönes Hobby das ich schon lange pflege. Da hab ich mir schon ebenso lange abgewöhnt, mich mit Verehrern des heiligen Grals auseinander zu setzen.
Für mich bleibt das ein unreflektierter Widerspruch in sich und Nein, ich werde mich nicht daran austoben, denn ich ziehe meine Befriedigung aus dem Auto, seinen Fehlern, seinen Stärken und dem Fahrgefühl, das Nahe dem Fahrgefühl zur Zeit seiner Neuauslieferung ist.
Nicht aus dieser Diskussion.
De gustibus non est disputandum, oder anders ausgedrückt:Suum cuique!
Und letztlich ist auch ein Spielzeug ein Fetisch. sonst gäbe es keine DS-Liebhaber, Jaguar-Fahrer, Oldtimer-Fahrer etc. und wir führen alle Dacia Logan.
P.S. Erstaunlich unter welchen Umständen man sich begegnet, Tankstelle Bruchköbel 2005 mit carraraweißer ID, Mercedes 350SL in 904 2014, Linslerhof vor 4 Wochen und nun hier....
[quote=Kuhno]
[quote=oliverf]
[quote=Kuhno]
Optisch muss er original sein, das reicht mir völlig.
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Steht das nicht im Widerspruch zum Twingo-Faltdach, dem in Wagenfarbe lackierten Armaturenbrett, der ID-Lenkradumrandung, den hinteren Kotflügeln, die eigentlich erst an ein Auto ab Modelljahr 69 gehören und diversen anderen Kleinigkeiten?:-)[/quote]
nöö...............
aber Du kannst Dich gerne weiter daran austoben wenn es Dich befriedigt [/quote]
ein Auto ist immer mehr als ein Gebrauchsgegenstand, auch und gerade ein neues Auto kann Fetisch sein. Jedes Auto transportiert Insassen, Gepäck und Image. Das gilt auch für den zitierten Dacia, der eben ein Image von Vernunft und Grundnutzen versinnbildlicht. Es gab übrigens mal einen Staat, wo alle nur mehr oder minder zwei verschiedene Autotypen fuhren, und da war die Bedeutung des Autos nicht geringer als auf der anderen Seite von dessen Grenze.
Die Frage ist doch eigentlich: Was ist "original"? Ist es das jeweilige Auto, das im Zustand x in unseren Besitz kommt, nach einer bestimmten Gebrauchsdauer, mit Schäden, Verschleiss und Veränderungen durch die Vorbesitzer, oder ist es der Neuzustand, der durch die Fabrikationsnormen und -verfahren festgelegt ist. Sprich, bezieht sich Originalität auf einen bestimmten, im Lauf seiner Nutzungsdauer veränderten Gegenstand oder auf die möglichste Identität mit dem Auslieferungszustand? Dabei spielt im kunsthistorischen Kontext auch immer eine Rolle, wann endet der "bestimmungsgemässe" Gebrauch und beginnt die Zeit der musealen Darbietung.
Konkret: Ich habe meine ID 1999 nach "Teilrestauration" bis 2015 als Alltagsauto gebraucht und dabei ziemlich runtergeritten. Weil es mir besser gefiel und das alte Brett beschädigt war, habe ich ein DS-Armaturenbrett eingebaut. Die Pallasleisten, die vielleicht schon von Anfang an drauf waren, habe ich damals entfernt und die Löcher zugeschweisst. Jetzt steht der Wagen in meiner Werkstatt und soll "restauriert" werden. Ein gutes ID-Brett habe ich aufgetrieben. Die Leisten sind noch vorhanden. Wo mache ich den zeitlichen Schnitt? Zustand 1966? Zustand 1999? Zustand 2015? Oder, so mein aktueller Plan, mache ich mir ein ganz neues Bild und baue den Wagen jetzt mit dem ID-Brett wieder auf, lackiere ihn aber in einer baujahrsgenäss passenden Farbe, die mir besser gefällt als das langweilige blanc paros?
Konkret: Bei der Renovierung unseres Hauses haben wir alle Änderungen der letzten 50 Jahre versucht, rückgängig zu machen (und eine Zentralheizung eingebaut). Dabei wird es zum einen "originaler", aber indem wir die Linoleumböden und die abgehängten Decken mit den Styropor-Deckenplatten rausgerissen haben, haben wir auch die Geschichte der Bewohner vernichtet. Immer entsteht ein Bild einer projizierten Vergangenheit.
Egal, woran wir uns orientieren, in dem Moment, wo wir etwas ändern, interpretieren wir es. Und selbst, wenn wir nichts tun, also den aus dem See geborgenen Bugatti wie er ist ausstellen, ist dies schon eine Interpretation.
Viele Grüsse
Robert
PS: Was ich über Häuser und Autos gesagt habe, gilt imho auch für Gesellschaften
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Einspruch: Blanc Paros ist eine wunderbare Farbe, vor allem auf einer ID der Mittsechziger mit Zentralverschlussfelgen und kleinen Radkappen - da sind die Felgen nämlich Original ebenfalls Blanc Paros!