Fast liegen geblieben -> Zündkerzen und -Kabel?

Diskussionen rund um's Thema...
Jint Nijman Verified
Beiträge: 2069
Registriert: Fr 14. Feb 2003, 23:11

Re: Fast liegen geblieben -> Zündkerzen und -Kabel?

Beitrag von Jint Nijman Verified »

anieder hat geschrieben: Wo ist „alt“ auf dem iPad......?
Keine Ahnung, kauf doch einen gescheitet Computer statt so'n modisches Zeugs.
:-/
Jint
www.citroen-ds-id.com
Jint Nijman Verified
Beiträge: 2069
Registriert: Fr 14. Feb 2003, 23:11

Re: Fast liegen geblieben -> Zündkerzen und -Kabel?

Beitrag von Jint Nijman Verified »

[quote=Langhuber]
Dafür übst Du, Widerstand ohne ie zu schreiben.
[/quote]
Widerstand ohne ie, das wäre dann Wdrstand? Hmm...
Ich werde mich aber sehr bemühen Widerstand statt Wiederstand zu schreiben.

[quote=Langhuber]
Im Ernst: ich bevorzuge die Schreibweise ohne Leerzeichen, weil bei den heute üblichen elektronischen Texteingaben ein Programm ganz gerne mal den Wert und die Einheit auf zwei Zeilen trennt. Und die 5 am Ende der einen Zeile und die kΩ am Anfang der nächsten Zeile stört mich sehr.
[/quote]
Es geht hier aber nicht um "bevorzugen" sondern um falsch und richtig. Keine Leerzeichen zwischen Zahl und Einheit ist genau so falsch wie Wiederstand statt Widerstand. Wenn ich sagen würde das ich Wiederstand bevorzuge, wurdest auch mit dem Kopf schütteln, oder?

[quote=Langhuber]
Das 2-5kΩ, das Du auch noch moniert hast (fehlende Einheit traurig ) ist ja keine arithmetisch/physikalische Rechenoperation, sondern die Kurzschreibweise für das umgangssprachliche "zwei bis fünf Kiloohm".
[/quote]
Dass das keine arithmetisch/physikalische Rechenoperation ist, war mir schon klar. Das umgangssprachliche "zwei bis fünf Kiloohm" ist auch falsch, das muss heissen "zwei Kiloohm bis fünf Kiloohm".

[quote=Langhuber]
Und dann drücke ich für jedes dieser Dauerleerzeichen 4 Tasten? Erst "alt" dann 1 dann 6 dann 0?
Vielen Dank für den Tip.
Aber da scheint es mir im Zweifelsfall doch einfacher, das Leerzeichen wegzulassen. Irgendwann wird Jint vielleicht akzeptieren, dass das nicht Doofheit, sondern Faulheit ist. ;-)
[/quote]
Wenn dir das geschütztes Leerzeichen (dass ist der üblichere Name) oder non-breaking space (auf Englisch) zu viel Arbeit ist, dann benutzte doch einfach das normale Leerzeichen. Dann sind wenigsten die Vorkomnisse von Zahl und Einheit, die nicht zufälligerweise zwischen Zahl und Einheit umgebrochen werden, und dass werden weitaus die meisten sein, korrekt. Wenn du das Leerzeichen aus faulheit überall weglässt sind ALLE Vorkomnisse von Zahl und Einheit falsch. Das würde ich dann doch schon fast als doof statt faul bezeichnen.:o)

Bevor jemand meint ich hacke hier nur doof auf Klemens herum, das trifft nicht zu. Ich schätze Klemens, ohne wenn und aber, sehr!
Jint
www.citroen-ds-id.com
Hans-Uwe Fischer
Beiträge: 1834
Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27

Re: Fast liegen geblieben -> Zündkerzen und -Kabel?

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

Jint Nijman hat zu 100% Recht!

Das hat u.a. den Vorteil, dass man dazu lernen kann. Dieses reflexartige Dagegensteuern ist nervig, überflüssig, langweilig, asozial und dumm. Spart euch das doch und versucht es mal mit Zurückhaltung. Das Forum hier hat schon zu viele Wissende hinausgemobbt.

BTW: Ein geschütztes Leerzeichen ist kein Selbstzweck, sondern in vielen Fällen besonders hilfreich.

huf
anieder Verified
Beiträge: 3286
Registriert: Fr 22. Mär 2013, 12:39

Re: Fast liegen geblieben -> Zündkerzen und -Kabel?

Beitrag von anieder Verified »

Hört hört

Mit Lehrzeichen


:-)
Benutzeravatar
Claude-Michel
Beiträge: 1636
Registriert: Do 19. Okt 2006, 09:49
Kontaktdaten:

Re: Fast liegen geblieben -> Zündkerzen und -Kabel?

Beitrag von Claude-Michel »

Also, falls man noch zum ursprünglichen Thema zurück darf, ich habe die Werbung von Bougicord gelesen. In der Tat, es oxidiert nichts, alles ist bestens isoliert usw. Leider gibt es trotzdem "une accélération du vieillissement naturel du faisceau ", und die bewirkt, dass man die Zündkabeln alle 70 000 km tauschen muss (laut Bougicord ".
Das war auch in etwa die Km Leistung wo ich meine rausgeschmissen habe weil sie nicht mehr tuteten.
Gruß
Claude-Michel
DSuper5, 2x Xantia break 1,8i 16V, Xantia break 2,0i 16V, C4 1,6i 16V coupé
Langhuber Verified
Beiträge: 1614
Registriert: Fr 7. Sep 2012, 10:05

Re: Fast liegen geblieben -> Zündkerzen und -Kabel?

Beitrag von Langhuber Verified »

Also zurück zum Thema. Schaut man in den technischen Tabellen nach, dann findet man dort Angaben zum spezifischen Widerstand von Metallen. Spezielle Legierungen wie Konstantan haben einen spezifischen Widerstand ρ = 4,9 · 10−[sup]7[/sup] Ω·m.
D. h. ein Drahtstück mit einem mm² Querschnitt und 1m Länge, hätte dann einen Widerstand von gerade 0,5Ω. Will man nun ein Entstörkabel herstellen, das bei einem Meter Länge einen Widerstand von 5kΩ hat, dann darf der Draht nur noch einen Querschnitt von 1/10000mm² haben, mithin also einen Durchmesser von 0,01mm. Ein halber Meter eines solchen Kabels hätte dann einen Widerstand von 2,5kΩ wie er hier im Forum erwähnt wird.

Gesetzt den Fall, die Firma Bougicord hätte ein Wundermetall mit 10fach höherem spezifischen Widerstand, dann hätte der Draht für den erwünschten Widerstandswert von 5kΩ pro Meter immer noch nur 0,04mm im Durchmesser. Mir ist allerdings keine Legierung mit einem derartig hohen ρ bekannt.
Bliebe noch die Möglichkeit, einen dickeren Draht, also z. B. aus Konstantan mit 0,04 mm Durchmesser so zu einer Helix zu wendeln, dass in einem Meter Kabel 10m Widerstandsdraht eingeschlossen sind. Allerdings wäre der Draht in dem Fall immer noch sehr dünn, eben 0,04mm, und ob durch die Wendelei dann eventuell induktive Effekte eintreten würden, die man auch nicht haben will, kann ich so nicht beurteilen.

Vielleicht hat man das Problem der zu guten Leitfähigkeit auch von Widerstandsdrähten zu Beginn der Entstörkabel mit den berühmten Graphitkabeln zu umgehen versucht, die aber eben als sehr unzuverlässig galten.
Um auf meinen Referenz-Autor Dieter Korp zurückzukommen: er schrieb in seinen "Jetzt-helfe-ich-mir-selbst"-Büchern, dass eine spezielle Gefahr für die Graphitkabel darin besteht, wenn man den Kerzenstecker mit dem in der Mitte festgehaltenen Kabel von der Kerze runterzieht, um sich die Finger am heissen Motor nicht zu verbrennen. Dabei wird der ekastische Kabelmantel gedehnt, und für den Graphitkern besteht die Gefahr, dass er, da nicht elastisch, unterbrochen wird. Der Rat von Dieter Korp: Entstörkabel raus, und Kupferkabel + Entstörstecker rein.
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]

(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
Bernhard(Süd) Verified
Beiträge: 1294
Registriert: Mo 16. Okt 2006, 17:00

Re: Fast liegen geblieben -> Zündkerzen und -Kabel?

Beitrag von Bernhard(Süd) Verified »

[sub][quote=Langhuber]
Also zurück zum Thema. Schaut man in den technischen Tabellen nach, dann findet man dort Angaben zum spezifischen Widerstand von Metallen. Spezielle Legierungen wie Konstantan haben einen spezifischen Widerstand ρ = 4,9 · 10−7 Ω·m.
D. h. ein Drahtstück mit einem mm² Querschnitt und 1m Länge, hätte dann einen Widerstand von gerade 0,5Ω. Will man nun ein Entstörkabel herstellen, das bei einem Meter Länge einen Widerstand von 5kΩ hat, dann darf der Draht nur noch einen Querschnitt von 1/10000mm² haben, mithin also einen Durchmesser von 0,01mm. Ein halber Meter eines solchen Kabels hätte dann einen Widerstand von 2,5kΩ wie er hier im Forum erwähnt wird.

Gesetzt den Fall, die Firma Bougicord hätte ein Wundermetall mit 10fach höherem spezifischen Widerstand, dann hätte der Draht für den erwünschten Widerstandswert von 5kΩ pro Meter immer noch nur 0,04mm im Durchmesser. Mir ist allerdings keine Legierung mit einem derartig hohen ρ bekannt.
Bliebe noch die Möglichkeit, einen dickeren Draht, also z. B. aus Konstantan mit 0,04 mm Durchmesser so zu einer Helix zu wendeln, dass in einem Meter Kabel 10m Widerstandsdraht eingeschlossen sind. Allerdings wäre der Draht in dem Fall immer noch sehr dünn, eben 0,04mm, und ob durch die Wendelei dann eventuell induktive Effekte eintreten würden, die man auch nicht haben will, kann ich so nicht beurteilen.

Vielleicht hat man das Problem der zu guten Leitfähigkeit auch von Widerstandsdrähten zu Beginn der Entstörkabel mit den berühmten Graphitkabeln zu umgehen versucht, die aber eben als sehr unzuverlässig galten.
Um auf meinen Referenz-Autor Dieter Korp zurückzukommen: er schrieb in seinen "Jetzt-helfe-ich-mir-selbst"-Büchern, dass eine spezielle Gefahr für die Graphitkabel darin besteht, wenn man den Kerzenstecker mit dem in der Mitte festgehaltenen Kabel von der Kerze runterzieht, um sich die Finger am heissen Motor nicht zu verbrennen. Dabei wird der ekastische Kabelmantel gedehnt, und für den Graphitkern besteht die Gefahr, dass er, da nicht elastisch, unterbrochen wird. Der Rat von Dieter Korp: Entstörkabel raus, und Kupferkabel + Entstörstecker rein.[/quote][/sub]

Wohl wahr, die Grafitkabel sind /Waren) umstritten.

Allerdings habe ich sie in meinem Einspritzer- CX seit jeher "originalerweise" drin und er zündet tadellos !
Man darf halt nicht zerren, biegen, schubsen...!:-)

Zündfix!: Be
(Citroenfahrer seit 1980, wie schön :-) )
Langhuber Verified
Beiträge: 1614
Registriert: Fr 7. Sep 2012, 10:05

Re: Fast liegen geblieben -> Zündkerzen und -Kabel?

Beitrag von Langhuber Verified »

Und noch ein Beitrag zur Sache:
Es hat mich nun doch interessiert, wie hoch der Strom ist, der durch die Zündkerze fliesst, d. h. wie der durch den Entstörwiderstand eventuell beeinflusst wird.
Also folgender Versuchsaufbau:
[attachment 13063 kerzenstrom_781.JPG]

Eine externe Kerze über einen 1kΩ (zwei parallel geschaltete 2k-Öhmer) mit Masse verbunden.
Über die Widerstände ein Oszi angeklemmt.
Madame gestartet, mein Kumpel meinte dazu nur: "Ist doch klar, ein vierrädriges Auto, das auch auf drei Räder fahren kann, kann natürlich auch mit drei Zylindern fahren."

Das Oszi zeigt:
[attachment 13064 kerzenstrom_786.JPG]
Bei jeder Zündung eine schöne gedämpfte Schwingung mit einer ersten negativen Halbwelle von 15V an 1kΩ. Also 25mA Spitzenstrom. Also so schlecht war dann meine Polstersesselabschätzung gar nicht.

Dazu noch die Einstellungen des Oszis:
[attachment 13065 kerzenstrom_795.JPG] [attachment 13066 kerzenstrom_797.JPG]
Also 5V/cm ohne Abschwächer und 10ms/cm.

Leider hat es dann angefangenzu regnen. Erste Tropfen sieht man ja auf der Blende unter dem Oszi-Schirm schon. Wir mussten dann abbrechen. :-(

Klemens
Dateianhänge
kerzenstrom_797.JPG
kerzenstrom_795.JPG
kerzenstrom_786.JPG
kerzenstrom_781.JPG
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]

(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
anieder Verified
Beiträge: 3286
Registriert: Fr 22. Mär 2013, 12:39

Re: Fast liegen geblieben -> Zündkerzen und -Kabel?

Beitrag von anieder Verified »

Langhuber hat geschrieben: Also zurück zum Thema. Schaut man in den technischen Tabellen nach, dann findet man dort Angaben zum spezifischen Widerstand von Metallen. Spezielle Legierungen wie Konstantan haben einen spezifischen Widerstand ρ = 4,9 · 10−7 Ω·m.
D. h. ein Drahtstück mit einem mm² Querschnitt und 1m Länge, hätte dann einen Widerstand von gerade 0,5Ω. Will man nun ein Entstörkabel herstellen, das bei einem Meter Länge einen Widerstand von 5kΩ hat, dann darf der Draht nur noch einen Querschnitt von 1/10000mm² haben, mithin also einen Durchmesser von 0,01mm. Ein halber Meter eines solchen Kabels hätte dann einen Widerstand von 2,5kΩ wie er hier im Forum erwähnt wird.

Gesetzt den Fall, die Firma Bougicord hätte ein Wundermetall mit 10fach höherem spezifischen Widerstand, dann hätte der Draht für den erwünschten Widerstandswert von 5kΩ pro Meter immer noch nur 0,04mm im Durchmesser. Mir ist allerdings keine Legierung mit einem derartig hohen ρ bekannt.
Bliebe noch die Möglichkeit, einen dickeren Draht, also z. B. aus Konstantan mit 0,04 mm Durchmesser so zu einer Helix zu wendeln, dass in einem Meter Kabel 10m Widerstandsdraht eingeschlossen sind. Allerdings wäre der Draht in dem Fall immer noch sehr dünn, eben 0,04mm, und ob durch die Wendelei dann eventuell induktive Effekte eintreten würden, die man auch nicht haben will, kann ich so nicht beurteilen.

Vielleicht hat man das Problem der zu guten Leitfähigkeit auch von Widerstandsdrähten zu Beginn der Entstörkabel mit den berühmten Graphitkabeln zu umgehen versucht, die aber eben als sehr unzuverlässig galten.
Um auf meinen Referenz-Autor Dieter Korp zurückzukommen: er schrieb in seinen "Jetzt-helfe-ich-mir-selbst"-Büchern, dass eine spezielle Gefahr für die Graphitkabel darin besteht, wenn man den Kerzenstecker mit dem in der Mitte festgehaltenen Kabel von der Kerze runterzieht, um sich die Finger am heissen Motor nicht zu verbrennen. Dabei wird der ekastische Kabelmantel gedehnt, und für den Graphitkern besteht die Gefahr, dass er, da nicht elastisch, unterbrochen wird. Der Rat von Dieter Korp: Entstörkabel raus, und Kupferkabel + Entstörstecker rein.
Im „Jetzt mach ich ihn selbst kaputt“ über den GS hat er empfohlen den Luftfilter mit Benzin zu reinigen.
Der GS hatte einen Einmal Papier Filter ...
Gruß Andreas
Benutzeravatar
Thomas Held Verified
Beiträge: 5067
Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11

Re: Fast liegen geblieben -> Zündkerzen und -Kabel?

Beitrag von Thomas Held Verified »

Hallo Klemens,

vorsichtshalber haste aber das CA Plug-In benutzt - mit 600 V Koppel-Cs! :-)
Und was ist das für ein Mainframe - 549? Dann ist das Schirmbild gespeichert abfotografiert?
Tolles Equipment!
Viele Grüße

Tom
Gruß

Tom
Antworten