Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

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...hannes
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Registriert: Fr 20. Mai 2005, 21:07

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Beitrag von ...hannes »


LHS in der Hydraulik fährt sich (trotz geringerer Viskosität) weder spürbar weicher noch hat es irgendwelche andere Vorteile. Leider aber einige Nachteile.
Wenn ich ein LHS- System sowieso komplett sanieren müsste, würde ich auf die Originalität pfeifen, habe dann zwar grüne Federkugeln und einen grünen Ausgleichsbehälter, dafür aber:
* eine Schmierwirkung an allen bewegten Teilen (Hydraulikpumpe)
* eine konservierende Wirkung statt einer zerstörerischen, wenn die Hydraulikflüssigkeit einmal ihren zugedachten Kreislauf verlassen sollte (und mehr oder weniger geringfügige Inkontinenz ist in der Praxis bei jedem Fahrzeug vorhanden
* ein Tauschintervall, das sich nach der Kilometerleistung und nicht nach einem Zeitraum richtet.
* ein Fahrzeug, das ich auch einmal einige Zeit stehen lassen kann, ohne befürchten zu müssen, dass ein Bremskolben oder anderer Gleitteil festgeht.
* leichtere (und auch preiswertere) Verfügbarkeit aller Komponenten, von den Dichtungen und Kugeln bis zur Hydraulikflüssigkeit selbst.

Sensenmann
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Registriert: Di 19. Dez 2006, 14:01

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Beitrag von Sensenmann »

Dazu käme noch eine gewisse Kompatibilität mit dem CX. Ist ja nicht so daß ich ciroenmäßig ein völliger Anfänger wäre.
Erstmal werde ich die Hydraulikteile untersuchen und dann entscheiden.

Welche Größe sollte ein Spurstangenabzieher/Kugelgelenkabdrücker für eine frühe DS haben?
Empfiehlt sich eine bestimmte Form?
es gibt ja diese: http://cgi.ebay.de/KUGELGELENKABZIEH...ViewItem#pgTop

und diese:
http://cgi.ebay.de/1X-KUGELGELENK-SP...ewIt em#pgTop

Wobei von der Qualität natürlich beide hier angebotenen Abzieher "Chinesischer Schrott ab Werk sind". Die sollen nur als Beispiele für die Bauform dienen.
Was entspricht am ehesten gleichzeitig Werkzeug 1964T und 1864T ?
Gibt es da eine Bestellnummer von Hazet, Belzer etc.?
MarkusHe
Beiträge: 177
Registriert: Do 9. Nov 2006, 13:22

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Beitrag von MarkusHe »

Nochmal zur Tankanzeige 6V / 12V:
Statt eines Vorwiderstandes würde ich einen 6V-Spannungsregler einsetzen. Hier bietet sich der 7806 (ca. 20Cent) an. Das Teil hat drei Anschlüsse:
Eingang / Masse / Ausgang. Da kann man dann nicht mehr viel falsch machen und muss sich nicht mit Vorwiderstandsberechnungen herumschlagen!

Grüße aus Franken!
MarkusHe
Sensenmann
Beiträge: 1029
Registriert: Di 19. Dez 2006, 14:01

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Beitrag von Sensenmann »

7806 ist das eine Bestellnummer oder eine allgemeingültige Bezeichnung?
Muß ich bei Citroën oder bei Reichelt fragen?
Hans-Uwe
Beiträge: 309
Registriert: Fr 4. Feb 2005, 12:58

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Beitrag von Hans-Uwe »

Hallo marc,

Du schreibst:"...100% original belassen." Und ich bin da 100% deiner Meinung.
Wenn Du alle Themen und Beiträge über die Jahre hier im Forum studierst, wirst Du feststellen, dass fast 100% der Besitzer ihr Auto nicht 100% belassen.
Fast jeder Beitrag berührt eine Abweichung vom Original.
Für mich ist das immer eine kleine Sensation, wenn es auch Stimmen gibt, die die DS/ID-Fahrzeuge original erhalten wollen.
Immer wieder wird nach unverbastelten Fahrzeugen gefragt. Aber meistens mit dem Hintergrund, diese dann zu verbasteln.
Auch wenn Originalität hier im Forum verpöhnt ist. Aber eine Perle aus 1958 sollte nicht vermüllt werden.

In diesem Sinne

Hans-Uwe

PS: Bitte versteht diesen Beitrag nicht als ein provokantes Ärgernis. Ich wollte hier nur ganz freundlich und gleichberechtigt meine einsame Meinung kundtun.
Sensenmann
Beiträge: 1029
Registriert: Di 19. Dez 2006, 14:01

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Beitrag von Sensenmann »

Ich lege sehr viel Wert auf die Originalität. Mein Käfer von 59 hat auch noch 6 Volt trotz aller Unkenrufen.
Die LHM Fragestellung ergibt sich aus dem Standschadenproblem. Das 6V /12 V Thema wegen den Leuchtmitteln.
Ich bin sonst sehr streng, aber Verbasteln und vermüllen würde ich das nicht nennen. Da gibt es ganz andere Dinge
mf
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Registriert: So 30. Jan 2005, 21:22

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Beitrag von mf »

6 Volt Leuchtmittel ist (noch) kein Thema.
CTA in Holland hat alles. In Utrecht stellt ein Holländer aus, der hat alte Leuchtmittel zum umfallen.

6V-leuchtend Mike

Mike (CH)
...hannes
Beiträge: 1541
Registriert: Fr 20. Mai 2005, 21:07

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Beitrag von ...hannes »

Eine 6 Volt- Frage an die elektrischen Experten: Weder Bosch noch Hella haben mehr 6V- Schaltrelais im Programm. Was passiert, wenn man in eine 6Volt- Anlage ein 12V-Relais einbaut - das heißt, den Steuerstrom von 6 Volt in ein 12V- Relais schickt. Ich vermute zwar, dass auch ein 12V- Relais durchschalten würde, aber dabei einen so hohen Innenwiderstand entgegensetzt, dass mein dünnes Steuerstromkabel heiß wird. Stimmt das so, oder bedürfen Relais einen so geringen Steuerstrom, dass das nicht ins Gewicht fällt?
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Thomas Held Verified
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Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Beitrag von Thomas Held Verified »

Hallo ...hannes,

das 12 V-Relais wird in der 6 V-Anlage einfach nicht funktionieren (schalten), da aufgrund der um die Haelfte zu gering anliegenden Spannung entsprechend nur der halbe des zum sicheren Anziehen des Ankers notwendige Strom durch es fliesst.
(Ohmsches Gesetz...)
6 V-Relais (bzw. 5 V, die Dinger haben einen relativ weiten Betriebsbereich) gibt es aber problemlos zu kaufen. Eventuell muss man da ein 12 V-KFZ-Relaisgehaeuse ausnehmen und entsprechend neu befuellen.
Gruss,

Tom
Gruß

Tom
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Michael Klette
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Registriert: Mo 21. Apr 2003, 10:58

Re: Neuer DS 58 Besitzer mit vielen Fragen

Beitrag von Michael Klette »

Ich bin von '84 bis '90 eine 58er ID19 im Alltag gefahren. Das war ganz unproblematisch. Die ID funktionierte mit ihrer 6 Volt-Anlage immer ohne Makel. Allerdings hatte ich die ganzen Jahre nur ein altes Blaupunktradio,ein Betrieb einer neueren Anlage mit Spannungswandler hat nie richtig funktioniert. Nun bin ich aber auch kein Stromexperte.
LHS wird erst ärgerlich, wenn man eben eher selten fährt oder aber, was viel schwerer wiegt, wenn mal eine Undichtigkeit auftritt. Den Bereich um die A-Säule habe ich in den Jahren mindestens zweimal sanieren müssen, da der Bremsflüssigkeitsbehälter auf Grund eines hängenden Kolben im Hauptbremszylinder unbemerkt überlief. Spätere Modelle hatten einen Rücklauf zum Hydraulikbehälter. Der Hauptbremszylinder war dafür berüchtigt und blieb eigentlich immer nur hängen,wenn das Auto länger stand.
Die Hydraulik habe ich übrigens damals komplett erneuert.Alle Komponenten waren von innen verrostet. Damals hat die Sanierung teurer als der Erwerb des Wagens.
LHS-Autos müssen bewegt werden, davon bin ich jedenfalls fest überzeugt und eben dies war für mich auch ein Grund, warum ich mich damals von dem Auto trennte.
Es ist übrigens heute noch in der Hand des damaligen Käufers und nachwievor kerngesund und unverbastelt.
Grüße Michael
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