Motoröl Langhuber

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tomsail
Beiträge: 2236
Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: Motoröl Langhuber

Beitrag von tomsail »

ah, der tom war schneller :-)
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Louis de Funes
Beiträge: 219
Registriert: Sa 10. Nov 2007, 18:45

Re: Motoröl Langhuber

Beitrag von Louis de Funes »

tomsail schrieb:
> der unterschied von SAE20 zu SAE20W50 liegt
> weniger in der viskosität bei „normalen
> bedingungen“, sondern in den unterschiedlichen
> „schmutzeigenschaften“ beider öle.
>
> ein 20W50 ist im normalfall so ausgelegt, dass es
> schmutzpartikel im öl in schwebe hält, sodass
> diese im hauptstromölfeinfilter (ein „normaler“
> ölfilter) ausgefiltert werden.
>
> das SAE20 hält partikel nicht in schwebe, sondern
> fällt sie aus, damit sie in der ölwanne absinken
> und beim nächsten ölwechsel ausgetragen werden.
>
> somit hängt es von der schmierstoffaufbereitung
> der jeweiligen maschine ab, welches öl besser
> ist-
> ein motor mit „modernem“ ölfilter wie ab den 60ern
> üblich, will ein 20W50.
>
> die vorgehende motorgeneration ohne modernen
> ölfilter wie im Traction, HY und den frühen DS (da
> bin ich mir mit dem filter nicht ganz sicher) will
> ein SAE20.

Hallo Thomas,
das trifft völlig zu. Eine andere Frage ist: Ab wann gab es denn legierte Öle die den Schmutz in der Schwebe halten? Ich weiß es nicht, gebe aber folgende Geschichte zu bedenken:
Mein 67iger Kurzhubmotor hat im linken Teil in der Ölwanne den bekannten Filter, auf der rechten Seite ist sie 20x20cm einfach nur flach eben. Die beiden Seiten sind durch einen hohen Steg getrennt, eine Verbindung gibt es nur direkt über der Ölablaßschraube. Der Motor war mechanisch in einem guten Zustand und wurde sicherheitshalber zerlegt, da die Kopfdichtung erkennbar geleckt hatte. Trotzdem fanden sich in den 3 Froststopfen und 2 Senken oben auf dem Kopf insgesamt ca 5cm³ alufarbene hochviskose Schlammlager. Im rechten Teil der Ölwanne stand die Pampe ca 5mm hoch. Sie ist nur mit dem Spachtel zu entfernen. Im Öl fanden sich übrigens keine Späne.Ich vermute: Dieses Auto wurde mit unlegiertem Öl gefahren und schon früh abgestellt.
So findet man Sie dann in F in der Scheune oder auf dem Schrottplatz.
Wer jetzt einfach modernes neues Öl einfüllt ohne die Wanne abzubauen und zu reinigen löst diese Pampe mit dem Abrieb von 150000? km mit einem Schlag an, und die wird dann als abrasives Schmirgelöl durch die Gegend gepumpt. Mein Auto ist angeblich auf eigener Achse nach D gerollt. Das sieht man dem zerlegten Motor leider an: Alle Schäden wie ein leicht eingelaufenes Nockenwellenlager und trockengelaufene Auslaß-Kipphebel können erst vor kurzem passiert sein, das sagt die Farbe der eingelaufenen Stellen. Leider

Mein Fazit: Hat ein (altes) Auto erstmal Jahrzehnte gestanden tut man gut daran zumindest die Ölwanne zum Reinigen abzubauen und bei abgenommener Ventilhaube die Bunker am Kopf auszukratzen bevor man auf die Straße geht. Oder sicherheitshalber unlegiertes Öl einfüllen. Oder zumindest mit dem Endoskop den rechten Teil der Ölwanne auf Pampe zu inspizieren. Wahrscheinlich trifft auch die Voraussage: Ist im Froststopgen auf dem Kopf keine Pampe findet man sie auch nicht in der Öllwanne, also wurde mit legiertem Öl gefahren. ... zu, aber das müßte ich erstmal reihenweise beobachten. Das wär etwas für die Werkstätten.

Jetzt bin ich auf Eure Erfahrungen gespannt.

Gruß

bernd
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